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Die Jobkiller-Lawine kommt ins Rollen – Amazon mit 3000 neuen Supermärkten ohne Kassen

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Das wird verdammt, verdammt, verdammt viele Jobs in den USA kosten, was Amazon da gerade macht – so möchten wir es prophezeien. Und da die USA ja sehr oft ein Testballon sind für Entwicklungen, die danach nach Europa herüber schwappen, steht die selbe Entwicklung auf lange Sicht auch bei uns bevor. Laut aktuellen Berichten plant Amazon in den nächsten drei Jahren 3000 neue sogenannte „Amazon Go“-Supermärkte in den USA zu errichten.

Drei solcher Supermärkte gibt es bereits in Seattle, und ein weiterer wird heute in Chicago eröffnet. Damit wird Amazon die Supermarktwelt revolutionieren – das scheint sicher! Die Kassen sind komplett verschwunden. Auch gibt es keine SB-Kassen. Der Kunde checkt mit einer App in den Supermarkt ein. Von dem Augenblick an wird sein Einkauf durch Scanner und Kameras an der Decke nachvollzogen. Mit seinen Einkäufen verlässt der Kunde dann den Supermarkt wieder, einfach so, ohne Schlange stehen, ohne Bezahlen.

Dieser Zeitgewinn, dieses Entfallen des nervigen Wartens an der Kasse, das wird sehr viele Kunden anlocken. Die Test-Supermärkte in Seattle haben gezeigt, dass das System zuverlässig arbeitet. Nach Verlassen der Stores erhält der Kunde nämlich sofort über die App eine Art Online-Kassenbon, auf dem er sehen kann, was er eingekauft hat und was das kostet. Abgebucht wird das Geld automatisch von der Kreditkarte, die der Kunde beim Einrichten der App einmalig hinterlegen musste. Amazon würde wohl kaum jetzt derart in die Offensive gehen, wenn dieses System nicht funktionieren würde.

Das bedeutet: Auf die ganzen USA gesehen werden, wenn viele Konsumenten von der Konkurrenz zu Amazon Go wechseln, zahlreiche Kassierer in anderen Supermärkten ihre Jobs verlieren. Und nicht nur das. Durch diesen Bequemlichkeitsdruck, den Amazon auslöst, werden die etablierten Supermarktketten langfristig gezwungen sein ebenfalls kassenfreie Märkte anzubieten. Auf Dauer wird das für sehr viele Supermarkt-Mitarbeiter im ganzen Land den Jobverlust nach sich ziehen – auf der anderen Seite bedeutet es einen deutlichen Zeitgewinn und stressfreies Einkaufen für die Konsumenten. Das steht uns hierzulande langfristig auch bevor.

Einerseits sind diese neuen Supermärkte vor allem wegen der teuren Scanner-Technik an der Decke extrem teuer im Aufbau. Das heißt, dass 3000 neue Stores in drei Jahren sehr hohe Investitionen nötig machen. Aber Amazon könne hier wohl vorgehen wie im Onlinehandel auch. Erst mal auf Gewinne verzichten. Erstmal die Konkurrenz aus dem Geschäft kegeln, bis man mit weitem Abstand Marktführer ist? Die Aktien der „normalen“ Supermarkt-Anbieter in den USA haben übrigens gestern Abend allesamt negativ reagiert. Denn die Börsianer erkennen sofort, dass diese Offensive von Amazon eine massive Konkurrenz für die alten großen Anbieter bedeutet! Den ganzen Einkaufsvorgang in Amazon Go-Stores können Sie im folgenden Video gut nachvollziehen.

Amazon Go
Ein Store in Seattle. Foto: SounderBruce (CC BY-SA 4.0)

14 Kommentare

14 Comments

  1. frank

    20. September 2018 15:24 at 15:24

    Besser gehts nicht. Ich freue mich als Verbraucher. Endlich kein nerviges anstehen an der Kasse mit miesgelaunten und ekligen Kassierern und noch viel nervigeren Kunden. Das ist Fortschritt, ich weine dem alten System keine Sekunde hinterher.; übrigens ein perfektes Beispiel wie der Kapitalismus effizienten Fortschritt erschafft.

    • Andreas

      20. September 2018 15:34 at 15:34

      @frank
      Ziemlich egoistisches denken. So etwas ekelt mich an. Als ob sie nicht ein wenig an der Kasse stehen könnten, auch sie sind doch ein nerviger Kunde, wenn sie andere so bezeichnen.

      Mir tun die Menschen leid, die aufgrund der Gier irgendwelcher Konzernbosse, ihren Job verlieren. Sind ja des öfteren ältere Damen oder Frauen die etwas dazuverdienen müssen, da der Mann aufgrund der kapitalistischen Effizienz nicht mehr genug für die ganze Familie verdient.
      Warum kaufen sie ihre Lebensmittel nicht einfach immer online und lassen es sich liefern?

      • frank

        20. September 2018 15:52 at 15:52

        Das ist eine völlig absurde Denkweise. Es geht nicht um Gier, sondern um Fortschritt und Effizienz. Oder benutzen sie noch manuelle Kameras oder alte Handys weil sie mit den Mitarbeitern von Kodak oder Nokia so viel Mitleid haben? Sicherlich gehen hier massenweise Jobs verloren und wer sagt dass ich kein Mitleid habe? Ich bin mir sicher dass durch den ganzen Fortschritt auf der anderen Seite zahlreiche neue Jobs enstehen. So war es schon immer in den letzten 250 Jahren industrieller Revolution. Alte Jobs sind ausgestorben, neue sind entstanden. Oder hätten sie vor 20 geglaubt dass Millionen Menschen im Internetbereich arbeiten?

        • Andreas

          20. September 2018 16:48 at 16:48

          Das ist nicht absurd, sondern passiert wenn man ein System (hier den Kapitalismus) ÜBER den Menschen stellt. Wer hat von diesen Amazon-Läden langfristig mehr nutzen? Jeff Bezos oder die Menschen? Wir sparen uns zwar dadurch beim einkaufen etwas Zeit, aber hunderttausende verlieren ihre Arbeit. Und überhaupt, warum haben es alle immer so eilig? Kinder sind ja out heutzutage, daheim wartet also vielleicht nur der Freund, die Freundin. Und dann wird der Rest des Tages sowieso vor der Glotze oder dem Internet verbracht.
          Was machen wir dann mit den ganzen Arbeitslosen Kassierer/innen? Zwei-Wöchiges IT-Seminar und dann ab zu SAP?
          Ich weiß nicht wo sie arbeiten, aber sollten sie mal ihre Arbeit durch Roboter verlieren, wollen sie sicher auch nicht hören “ Macht nichts, es werden schon neue Jobs entstehen…“Ja, und was machen sie jetzt? Nochmal studieren?
          Lesen sie mal wie viele Leiharbeiter Deutschland hat. Lesen sie mal das neue Buch von Daniel Stelter. Schauen sie mal nach China. Dort wird jeder Bürger nach einem Punkte-System bewertet. Für die Elite ist es definitiv ein Fortschritt, für sehr viele Menschen jedoch nicht.

          Schön wäre es, wenn zuerst der Mensch kommt und dann ein System.

          • oegeat

            22. September 2018 21:24 at 21:24

            so ein Unfug …. Frank hat vollkommen recht

      • Trigo

        20. September 2018 16:23 at 16:23

        Ach Frank ist doch der Erste der sich aufregt, wenn es keinen Service mehr gibt. Den Fortschritt in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf… LOL …. eher Rückschritt!!

    • Hoffnungsvoller

      20. September 2018 16:48 at 16:48

      ja wird auch langsam Zeit…
      ich freue mich auch darauf das endlich Millionen die Chance haben so wie unsere Goldstücke in Rente zu gehn.
      Wo kämen wir den hin wenn immer nur die eigenen arbeiten müssen… das ist nicht fair.
      Also weg mit den Sklavenjobs.

  2. Gixxer

    20. September 2018 15:44 at 15:44

    Was macht man denn dann, wenn man kein Smartphone hat?
    Solche Leute soll es ja geben und ich meine da nicht nur die älteren, die sich mit so was gar nicht mehr beschäftigen wollen und vielleicht auch können.
    Müssen die dann verhungern?

    • Monsun

      20. September 2018 17:16 at 17:16

      „Müssen die dann verhungern?“
      Nein,Auswandern(Rentnergeneration) und sich nicht mit belanglosen (Ami)Dingen wie z.B.Smartphone verbloeden lassen.

    • frank

      20. September 2018 17:23 at 17:23

      man kann sich ja ein SP kaufen. Problem gelöst…

      • Monsun

        20. September 2018 18:32 at 18:32

        Schon mal daran gedacht,wenn der Wischmobb(SP) zu Bruch/Defekt geht und man dann keinen Cash zur Hand hat(falls es dann noch Barcash gibt)?
        Genau,auf das steuern WIR zu….auf eine bargeldlose Gesellschaft!

    • Marcus

      20. September 2018 17:51 at 17:51

      Genau das wollte ich auch gerade fragen! Was machen dann die älteren Menschen wenn ihnen niemand einkauft ? Die sterben derweil zuhause auf dem Sofa ?

      • Monsun

        20. September 2018 18:09 at 18:09

        Richtig,die in DE lebenden Deutschen wuerden wirklich auf dem Sofa sterben,weil sie unfaehig sind,sich selber zu versorgen/ernaehren,d.h.ohne Hartz4 Discounter bleibt die Kueche kalt und man kaut dann fleissig am Fenstergummi.
        Migranten aus fernoestlichen Laendern,haben damit kein Problem,denn die beherrschen wenigstens noch die Viehschlachtung aus dem FF…im Gegensatz zu unserer in Watte gepackten dt.Wohlfuehlgesellschaft!

  3. RP

    20. September 2018 18:54 at 18:54

    Wenn man es positiv sehen will, dann bringen uns Solche Entwicklungen dem BGE ein Stückchen näher.

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EU will Handelsabkommen mit USA auf wichtigstes Minimum beschränken

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Umweltschutz, Arbeitsschutz, Landwirtschaft, Arbeitnehmerrecht? Bla, bla, bla. Braucht kein Mensch, passt nicht, interessiert Donald Trump sowieso nicht? Denkt so die EU-Kommission? Simplifikation, vereinfachen, damit man bei Trump einfacher durchkommt, mit einem schlichten und einfach verständlichen Handelsabkommen?

Handelsabkommen ohne viel Schnick Schnack

Will die EU endlich Ruhe haben in Sachen drohende Autozölle? Denn die will sie wie auch die anderen vorhin genannten Punkte in neuen Handelsgesprächen mit der US-Regierung komplett ausklammern. Die EU-Kommission will sich von den Mitgliedsstaaten nun das Mandat für neue Gespräche über ein Handelsabkommen mit den USA holen, in denen es nur noch um eine klassische Abschaffung von Industriezöllen und um die Vereinheitlichung von Industrienormen geht. Also eine einfache, klassische Handelsvereinbarung, welche vor allem Industrie und Außenhandelsfirmen das Leben leichter machen soll. Dieser Ansatz der Kommission mag vielleicht kritikwürdig sein. Aber bei einem Gegenüber wie Donald Trump geht es wohl darum etwas zu machen, was auch machbar ist! Formal klingt der Kernsatz der aktuellen Veröffentlichung der Kommission so, Zitat:

Mit den Verhandlungsrichtlinien, die die Kommission dem Rat vorgelegt hat, wird die Gemeinsame Erklärung vom 25. Juli umgesetzt. Sie erfassen zwei mögliche Abkommen mit den Vereinigten Staaten:

– ein lediglich auf die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter konzentriertes Handelsabkommen, von dem landwirtschaftliche Erzeugnisse ausgenommen wären, und
– ein zweites Abkommen über Konformitätsbewertung, welches dazu beitragen würde, das Ziel der Beseitigung nichttarifärer Handelshemmnisse zu erreichen, indem es Unternehmen den Nachweis erleichtern würde, dass ihre Produkte die technischen Anforderungen auf beiden Seiten des Atlantiks erfüllen.

„Schöne Welt“ machen für Donald Trump

Will die EU-Kommission erst einmal „Schöne Welt“ machen für Donald Trump in Sachen Zölle und Normen? Denn bislang bestand man darauf, dass erst neu verhandelt wird, wenn die US-Regierung ihre Stahlzölle zurücknimmt. Davon ist heute keine Rede seitens der EU-Kommission. Also hofft man darauf, dass durch die neuen Verhandlungen ohne langweiligen Ballast solche Probleme im Nachhinein einfach so erledigt werden? Auch mögliche Autozölle gegen die EU schweben ja noch im Raum herum. Geschickt versucht man heute offensichtlich erneut der Gegenseite zu schmeicheln mit Aussagen wie Zitat:

Die EU hat bereits mehrere Aspekte der Gemeinsamen Erklärung vom Juli umgesetzt. So stiegen insbesondere die Einfuhren von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten in die Europäische Union im Zeitraum Juli bis Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 112 %.

Dabei hatten wir unlängst aufgezeigt, dass diese Steigerungen bei Soja-Importen zu allergrößten Teilen wohl schon vor dem Gespräch Juncker-Trump im letzten Sommer zustande kamen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun grünes Licht zu den Vorschlägen der Kommission geben, bevor die Verhandlungen beginnen können. Wir meinen: Mit so einer Konzentration auf zwei Kerngebiete könnten die Chancen auf eine Einigung steigen, denn somit werden die Verhandlungen kürzer und einfacher gestaltet. Ob Trump dann im Nachhinein auf Stahl- und Autozölle gegen die EU verzichtet? Unklar.

Juncker bei Trump - EU will einfaches Handelsabkommen mit USA
Jean-Claude Juncker bei Donald Trump am 25. Juli 2018. Foto: © European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

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China will angeblich Weg einschlagen, um Handelsbilanzdefizit der USA zu eliminieren- nächste Fake News?

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Und das nächste schöne Gerücht: China will laut bisher nicht bekannter Quelle einen Weg vorschlagen, wie das massive Handelsbilanzdefizit der USA zu China eliminiert werden könne. Dazu wolle China in den nächsten 6 Jahren die Importe aus den USA um eine Billionen Dollar steigern..

Wer das jetzt nicht glaubt, kommt auch nicht in den Himmel!

Fake News Teil2? Da will jemand scheinbar mit aller Kraft die Märkte nach oben bringen!

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Immobilienblase in der EU? Wer genau hinschaut, kann sie entdecken

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Haben wir nun eine Immobilienblase in Europa oder nicht? Vor allem Notenbanker von EZB bis Bundesbank sprechen seit geraumer Zeit von zwar steigenden Preisen, aber dennoch gesunden Märkten. Von einer Blase sei man weit entfernt. Und auf den ersten Blick zeigt die folgende Grafik auch keine explodierenden Preise.

Man sieht hier seit 2006 die jährlichen Wachstumsraten bei den Hauspreisen in EU und Eurozone. Im Großen und Ganzen verlaufen die Steigerungsraten in beiden Zonen parallel. Wie heutige Daten der Statistiker zeigen, sind die Hauspreise bei beiden im 3. Quartal 2018 im Jahresvergleich um 4,3% gestiegen. Ja, das ist ein deutlicher Anstieg – aber eine Blase, eine Preisexplosion?

In Deutschland immerhin liegt die Wachstumsrate schon bei 5,4%. Und siehe da… wo wütete die Immobilienblase mit Abstand am Schlimmsten in Europa, bis ihr Zerplatzen die Volkswirtschaften ab 2008 zusammenbrechen ließ? Ja, das waren Irland und Spanien! Und siehe da, aktuell steigen die Hauspreise in diesen beiden Ländern um 9,1% und 7,2%. Da kann man schon eher von einer Blase sprechen!

Von 2016 auf 2017 lagen die Steigerungsraten in Irland bei 11,8%, und in Spanien bei immerhin 7,2%. Also, genau dort, wo absurde Auswüchse bei Immobilien die Volkswirtschaften zum Einbruch brachten, explodieren auch jetzt die Immobilienpreise. In Osteuropa tut sich auch was. Aktuell sind Länder wie Tschechien, Ungarn und Slowenien auch „gut dabei“ mit Preissteigerungen bei Häusern von 8,7%, 7,0% und 15,1%. In Schweden ist ein langer Aufwärtstrend wohl gerade dabei zu Platzen, denn dort fallen die Preise gerade um 2,1%. Zusammen mit Italien (-0,8%) sind das die beiden einzigen Länder mit rückläufigen Hauspreisen in Europa.

By the way… Griechenland liefert an die EU-Statistiker offenbar gar keine Preise zum Auswerten, oder sie sind derart unglaubwürdig, dass Eurostat sie einfach nicht veröffentlicht.

Immobilienblase in der EU? Hauspreise seit 2006

Immobilienblase Spanien Irland

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