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Die Kosten für eine Absicherung des Depots sind gerade billig – wie lange noch?

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Jeder, der sein Depot schon einmal gegen Kurzstürze abgesichert hat, weiß, das kostet Geld, manchmal sehr viel Geld – wenn die Korrektur nicht kommen will. Bei Optionsscheinen, Optionen und Zertifikaten gibt es neben der Entwicklung des Basiswertes zwei Komponenten, die das Preisverhalten ganz entscheidend bestimmen: Es ist der Zeitwertverlust des Derivats sowie seine eingepreiste Schwankungsbreite (implizite Volatilität). Dieses Maß für Bewegung (kurz Vola) ist derzeit außergewöhnlich niedrig, dementsprechend sind die Preise für die Absicherungsinstrumente (noch) niedrig.

Allerdings hätte ich diesen Bericht vor dem Freitag schreiben sollen, schließlich schoss der VDAX, wie auch sein amerikanisches Pendant (VIX), an diesem Tag um 20% nach oben.

Die Anleger wähn(t)en sich in Sicherheit, gibt es doch die Notenbanken, die im Falle einer Krise sofort Gewehr bei Fuß stehen, oder?

 

Wie geht es weiter mit der Vola?

 

Derzeit häufen sich die Ausbrüche der Volatilität. Seit 2016 kam es zu vier Anstiegen des Angstbarometers mit einer Stärke, von denen es in den vorangegangenen 55 Jahren nur 14 Ausbrüche gegeben hat. Nicht lange zurück liegt das Beben vom 5. Februar 2018, als der amerikanische Volatilitätsindex VIX an einem Tag um 97 Prozent nach oben schnellte, sich in seinem Wert also fast verdoppelte.

Die Volatilität zeigte in den letzten Wochen ein äußerst ungewöhnliches Verhalten, manche Beobachter sprechen sogar von einer Anomalie. Denn die Schwankungsbreite der Kurse war in fast allen Märkten auf Mehrjahres-Tiefstände gesunken. Diese Form der Sorglosigkeit ist einerseits ein bedenkliches Zeichen für den Zustand der Finanzwelt, andererseits aber auch eine Chance für mutige Investoren.

Denn der Preis für die Absicherung über Optionsscheine hängt, wie bereits erwähnt, von der Volatilität ab. Ist diese niedrig wie derzeit, bekommen Anleger die Puts zu günstigen Konditionen.

 

Fazit

Sollte es zu einer Rezession kommen, gegen die die Notenbanken auch kaum Möglichkeiten des Gegensteuerns hätten, würde ein Kursabschlag die „Absicherer“ doppelt belohnen, nämlich durch den Anstieg des inneren Werts des Absicherungswertes und zugleich durch einen Preisanstieg, wegen des Vola-Anstiegs. Klingt sehr verlockend, wenn da nicht der Zeitwertverlust wäre, sollte sich das Szenario nicht einstellen. Wobei wir wieder beim Timing wären – ich könnte ein Lied davon singen (Erfahrungen in den letzten drei Rezessionen). Übertreibungen zu erkennen ist das eine, sie zeitgerecht zu handeln das andere und das weitaus schwierigere.

 

Foto: User: (WT-shared) Jpatokal at wts wikivoyage CC BY-SA 3.0

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Gold in einer win-win-Situation? Marktgeflüster (Video)

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Ist Gold nun in einer win-win-Situation? Offenkundig nutzen derzeit viele Investoren Gold erstens als Absicherung gegen die ökonomischen Folgen des Coronavirus. Und zweitens erwarten die Märkte – sollte sich die Lage verschlechtern – dass die Fed (und andere Notenbanken) die Zinsen weiter senken, was wiederum gut für das unverzinste Gold wäre. Heute die Wall Street mit einem plötzlichen Abverkauf – der Nasdaq 100, der seit dem 27.Januar mehr als 8% hat zulegen können, mit einer schnellen Bewegung nach unten. War eine Meldung der „Global Times“ über Apple der Auslöser? Inzwischen rückt in Sachen Coronavirus Südkorea immer mehr in den Fokus – die Sorgen vor einer globalen Ausbreitung nehmen zu..

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Dax und Wall Street: Neue Allzeithochs voraus?

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Steigt der Dax zeitnah über die Marke von 14.000 Punkten – trotz der Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus in China? Chris Zwermann meint: der deutsche Leitinex könnte noch bis 14040 Punkte steigen, zumaal der Dax derzeit noch nicht wirklich überkauft sei. Danach aber stehe eine deutliche Korrektur an. Ähnliches gilt laut Zwermann auch für den Leitindex dr Wall Street, den S&P 500, der bis 3420 Punkte ssteigen dürfte – und dann ebenfalls zu einer Korrektur ansetzen dürfte. Der Markt steige, aber gleichzeitig ziehen die Gweinne nicht mit, das werde die Wall Street schließlich einpreisen müssen mit einer Korrektur bis in den Bereich von 3200 Punkten.

Die besten Perspektiven sieht Zwermann aber für den italienischen Leitindex MIB 40. Aber vieles werde auf die weitere Entwicklung des Euro ankommen – denn wenn der Dollar noch weiter aufwertet, werde das zunehmend ein Problem für die amerikanische Wirtschaft (und damit für die amerikanische Unternehmen, die international tätig sind). Derzeit profitiert der Dollar von den Coronavirus-Sorgen: Kapitalströme fließen in den Greenback wegen der zuletzt guten US-Konjunkturdaten (heute der starke Philly Fed Index) – und weil in den USA mit Staatsanleihen zumindest noch etwas Renditen zu erwirtschaften sind (siehe dazu: „US-Dollar: warum er derzeit so unglaublich stark ist!“).

Chris Zwermann wirft darüber hinaus noch einen Blick auf die Wasserstoff-Aktien:

 

Überwindet der Dax noch die 14.000er-Marke?

Foto: Deutsche Börse AG

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Rüdiger Born: Chance im Nasdaq, Öl tapfer nach oben

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Bei den meisten Indizes sind wir derzeit in einer Seitwärtsrange gefangen. Beim Nasdaq sieht die Lage anders aus. Fürs aktive Trading bietet sich hier wohl eine Chance. Öl geht tapfer nach oben. Wie könnte der nächste Schritt für Trader aussehen? Auch mehr zum Euro im folgenden Video. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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