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Die Lage an den Märkten: Alphabet und Google verfehlen Prognosen – und was Samsung über die heutigen Apple-Zahlen verrät

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Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

 

Schwache Konjunkturdaten

Die europäischen Märkte handeln nach den enttäuschenden deutschen und französischen Wirtschaftsdaten rückläufig: Die deutsche Konsumklimazahl zeigte keine Verbesserung gegenüber dem vorherigen Wert von 10,4. Darüber hinaus sanken auch die deutschen Einfuhrpreise Monat/Monat auf Null, während die Prognose bei 0,3 Prozent lag.

Der Fokus liegt auf China, der chinesische Konjunkturmotor stottert und die Risikobereitschaft an den Märkten ist davon betroffen. Der von Caixin ermittelte PMI sank auf 50,2 und verfehlte die Prognose von 51,0 – aber die positive Seite ist, dass er sich immer noch im positiven Bereich befindet. Eine Zahl über 50 steht für Expansion und unter 50 für Kontraktion.

 

Schwache Unternehmenszahlen

Gegenwind kommt auch von Unternehmens-Zahlen: Auch Samsung, der weltweit größte Handyhersteller, konnte die Märkte nicht beeindrucken. Der koreanische Riese verpasste die Analystenprognose, die Schwäche lag vor allem in der Bildschirmbereich – dies ist auf die geringeren Aufträge von Apple zurückzuführen.

Alphabet verzeichnete gestern Abend ein weiteres enttäuschendes Quartal, das Ergebnis verfehlte die Schätzungen der Analysten. Die Bedenken sind, dass das Unternehmen seine Werbeeinnahmen an andere digitale Wettbewerber verliert. Infolgedessen ist die Aktie gestern um 7% gefallen, und wir gehen davon aus, dass sich der Ausverkauf heute fortsetzen wird. Das Unternehmen berichtete einen Umsatz von 29,5 Milliarden Dollar, während die Wall Street nach 30,04 Milliarden Dollar erwartet hatte. Der Umsatz wuchs um 15%, dies war jedoch die langsamste Wachstumsrate seit 2015. Alphabet muss den Investoren versichern, dass das Entwicklungs-Labor des Unternehmens über genügend Potenzial verfügt, um das begrenzte Wachstum und den Anstieg des Wettbewerbs zu bekämpfen.

 

Aktienrückkäufe

Die Aktienrückkaufstory bleibt die dominante Kraft unter den Unternehmen, Standard Charted kündigte an, dass es bis zu 1.000.000.000.000.000 Aktien zurückkaufen wird. Dies ist das erste Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten, dass die Bank ihre Aktien zurückkauft, und dies geschieht, nachdem die Bank mit den US-Behörden einen Vergleich über mehrere verschiedene Sanktionsverletzungen erzielt hat. Dabei erfolgen die Aktienrückkäufe vor dem Hintergrund, dass die Bank mit ihren Kreditausfällen, Strafen und schwachen Renditen kämpft.

Für mich war das Wichtigste im Ergebnis von Standard Chartered die Reduzierung der Betriebskosten, sie sanken um 2% auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Die Anleger müssen eine gesunde Rendite erzielen, und damit dies gelingt, muss die Bank ihren Gürtel um ihre Betriebskosten enger schnallen und Strafen vermeiden. Die Rolle der Standard Chartered Bank rund um „One Belt and One Road“ (Chinas Seidenstraße) ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Die Bank muss sicherstellen, dass sie angesichts des Umfangs die Hauptrolle spielt.

 

Naeem Aslam

 

 

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    30. April 2019 13:29 at 13:29

    …sind Sie sicher mit der Zahl der rückzukaufenden Aktien? 1 Trillion Aktien? Ich kann mir nicht vostellen, dass irgend eine Firma so viele Aktien ausgegeben haben will.

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    30. April 2019 14:43 at 14:43

    @Gerd. Hallo, eine Trillion, das ist sicher ein Verschreiber. Im letzten Jahr belief sich das US-Aktienrückkaufprogramm auf fast einer Billion Dollar, in diesem laufen die Schätzungen auf 600 bis 700 Mrd.$. Im Übrigen beträgt die Marktkapitalisierung aller Weltbörsen nicht einmal 90 Billionen Dollar (Juli 2018 85 Bio.). Daran sieht mal einmal mehr, welchen Einfluss der US-Markt allein mit seinem 20 Billionen schweren S&P 500 auf die Börsenszene hat.
    Gruß

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FOMC-Protokoll: Headlines

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Die Fed in Gestalt des FOMC (Federal Open Market Committee) will erst einmal die Zinsen unverändert lassen – wie heute einmal mehr Fed-Mitglied Lael Brainard klar gemacht hat. Aber was wurde auf der letzten Fed-Sitzung besprochen, als die US-Notenbank zum dritten Mal in Folge die Zinsen gesenkt hatte? Und warum muß die Fed täglich Liquidität in die Repo-Märkte pumpen?

Den Wortlaut vom FOMC-Protokoll lesen Sie hier..

Hier die wichtigsten Aussagen des FOMC-Protokolls der letzten Fed-Sitzung (29./30.Oktober) in Headlines:

– Geldpolitik „well calibrated“

– so lange Wirtschaft stabil bleibt, wird sich Geldpolitik nicht ändern

– einige Fed-Mitglieder sehen erhöhte Abwärtsrisiken: „Many participants continued to view the downside risks surrounding the economic outlook as elevated, further underscoring the case for a rate cut at this meeting“

– einige Fed-Mitglieder: Zinssenkung war ein „close call“ (knappe Entscheidung)

– Zinssenkung war erfoderlich wegen Schwäche der Weltwirtschaft und Unsicherheit im Handelsstreit

– einige Fed-Mitglieder wollten Zinsen unverändert lassen, weil Anstieg der Inflation erwartet aufgrund guter ÖLage der US-Wirtschaft

– zu Negativzinsen: „All participants judged that
negative interest rates currently did not appear to be an attractive monetary policy tool in the United States.“

– zu Anleihekäufen: „All participants expressed support for a plan to purchase Treasury bills into the second quarter of 2020 and to continue conducting overnight and term tepo operations at least through January of next year.“

– kommt QE5?: „Many participants supported operations to maintain reserve balances around the level that prevailed in early September. Some others suggested moving to an even higher level of reserves to provide an extra buffer and greater assurance of control.“

– einige Fed-Mitglieder: Banken haben Kapitalpuffer reduziert, statt ihn zu erhöhen (FMW: Hinweis auf Liquiditätsprobleme am Repo-Markt)

FMW: alles nicht wirklich neu nachdem sich seit der letzten Sitzung einige Fed-Mitglieder geäußert hatten. Nur ein zarter Hinweis zu den Kapitalpuffern – das ist wohl nicht einmal 1% der Wahrheit über das, was wirklich im Repo-Markt passiert: Offenkundig haben einige US-Banken ernsthafte Probleme, sonst müsste die Fed nicht täglich agieren!

Das FOMC-Protokoll zeigt den Stand der Diskussionen in der Fed

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Finanznews

Handelskrieg und Fed: Kein Zurück! Marktgeflüster (Video)

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Die bestimmenden Themen an den Märkten waren einmal mehr der Handelskrieg und Aussagen der Fed! Die Wall Street konnte auch heute die immer weiter sinkende Wahrscheinlichkeit eines Phase1-Deals abschütteln – aber wie lange noch? Wir kommen sehr bald an den Punkt, an dem es für Trump kein Zurück mehr gibt: entweder ein Deal oder eben die Eskalation im Handelskrieg mit neuen, noch höheren Zöllen. Und auch für die Fed gibt es kein Zurück mehr: der Repo-Markt ist inzwischen vollständig abhängig von der Liquidität der US-Notenbank – die Aktienmärkte dürften ohne die stetigen Stützen der großen Notenbanken auf sehr viel tieferen Niveaus hantieren. Ohne die ständigen Interventionen der Notenbanken droht der Kollaps – also muß immer mehr von der immer weniger wirksamen Medizin verabreicht werden, um den Patienten weiter am Leben zu halten..

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Aktien

Aktienmarkt beantwortet gerade eine wichtige Frage

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Downtown New York City - der globale Aktienmarkt achtet auf die Wall Street

Der aktuelle Rücksetzer am Aktienmarkt mitten in der Jahresendrally wird Klarheit darüber bringen, welche Faktoren die Märkte dominieren und wie es in den nächsten Wochen und Monaten an den Börsen weitergeht.

Der Lackmustest für den Aktienmarkt hat begonnen

Nach dem gestern zunächst erfolgten Ausbruch des DAX 30 aus der kurzen Seitwärtskonsolidierung wurden die Kurse im Laufe des Handelstages von überraschend negativen Daten zum US-Einzelhandel sowie schwindenden Hoffnungen auf einen Handelsdeal stark eingebremst. Unabhängig davon, auf welcher Seite man am Aktienmarkt positioniert ist, werden die Kursverläufe der nächsten Stunden und Tage eine wichtige Frage beantworten: Welche Impulse sind am Markt dominierend? Genau jetzt wird von den großen Aktienindizes die Frage beantworten, ob die Pro- oder die Contra-Argumente mehr Durchsetzungskraft besitzen – und zwar nachhaltig.

Die Contra-Argumente

Gestern wirkten mitten in dynamisch hochlaufende Aktienkurse, speziell beim DAX, einige Nachrichten von der fundamentalen Front belastend und führten zu einem heftigen Intraday-Reversal. Dabei trafen diese News auf einen stark überkauften Markt mit hoher Vertrauensseligkeit der Bullen, die zum Teil auf signifikanten Buchgewinnen saßen. Es war also kein Wunder, dass kurzfristig der Sell-Button betätigt wurde. Aber war die der Beginn einer längeren Korrektur oder folgt der Wiederanstieg der Aktienkurse auf dem Fuße?

Was belastete den Markt so plötzlich?

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Abwärtsimpulse der letzten 48 Stunden für den Aktienmarkt:

– Die US-Einzelhändler Home-Depot (HD) und Kohl´s (KSS) lieferten enttäuschende Zahlen.
– Die US-Einzelhandelsumsätze (Red-Book, Umfrage unter 9.000 Einzelhändlern) offenbarten eine deutlich schwächere Wachstumsrate bei den Einzelhandelsumsätzen in der letzten Woche, nachdem bereits der Gesamtumsatz der Branche für den Monat Oktober das zweite Mal in Folge rückläufig war.
– Der Ölpreis gab aus drei Gründen signifikant nach und erzeugte latente Konjunktursorgen in Anbetracht der Nachfrageschwäche nach fossilen Energieträgern.
– Die Positionen im Handelskrieg driften weiter auseinander
– Die Proteste in Hongkong drohen zum Belastungsfaktor für die Beziehungen Chinas und den USA zu werden.
– Gewinnmitnahmen und die starke Überkauftheit (Markttechnik und Sentiment) beschleunigten die Gewinnmitnahmen bzw. den Aufbau von Short-Positionen.
– Im Dax erwies sich der Kurssprung vom Vormittag zunächst als charttechnischer Fehlausbruch.

Die Pro Argumente

Doch sofort reagierten andere Märkte durch Interdependenzen positiv im Sinne einer erneuten Unterstützung der Aktienmarktrallye…..

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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