Folgen Sie uns
  • Brokervergleich
  • Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Die Lage vor der Fed-Entscheidung

Der Stand der Dinge vor der wohl wichtigsten Fed-Sitzung der letzten Jahre!

Veröffentlicht

am

Vielleicht ist das die wichtigste Fed-Sitzung der letzten Jahre! Die Märkte sind extrem nervös – und das aus guten Gründen: da sind die immer schwächer werdenden Wirtschaftsdaten vor allem aus Europa und China, kombiniert mit einer restriktiveren Geldpolitik der Fed. Bond-King Jeff Gundlach weist in einem wie immer bei ihm sehr erhellenden Interview darauf hin, dass die US-Notenbank nun acht Zinsanhebungen vorgenommen hat, aber die bisherige Reduzierung der Bilanzsumme (seit Beginn wurden so dem Markt ca. 400 Milliarden Dollar entzogen) zwei weiteren Zinsanhebungen entspricht. Würde die Fed nun mit der Reduzierung der Bilanzsumme wie von ihr geplant weiter machen in 2019, hätte alleine das den Effekt von drei weiteren Zinsanhebungen (oben drauf kämen dann noch weitere drei „echte“ Zinsanhebungen, wenn die Fed ihre „dots“ in die Tat umsetzen würde):

Gundlach: The Fed should not raise rates this week from CNBC.

Die offenkundig sich eintrübende globale Konjunktur und die rigidere Fed-Politik machen nun die „Dickfische“ nervös: laut Umfrage der Bank of America Merrill Lynch sind nun diese großen Investoren so negativ eingestellt in Sachen Konjunktur-Erwartung für das nächste Jahr wie seit der Finanzkrise nicht mehr (also seit 2008). Der „most crowded trade“ ist laut den großen Fondsmanagern nun nicht mehr die Long-Positionierung bei den FANG-Aktien, sondern die Dollar-Longpositionierung. Wie sich die „Dickfische“ zuletzt positionierten, spiegelt die Entwicklung an den Aktienmärkten wider:

 

Raus aus Wachstumswerten (Tech), rein in Cash (Cash-Quote steigt von 4,7% auf nun 4,8%) und rein in defensive Aktien (Healthcare) – so erklären sich die Entwicklungen der letzten Wochen an den Märkten!

 

Nun aber gibt es erste Anzeichen, dass das „smart money“ ausgewählte Aktien kauft, die die panischen Privatinvestoren verkaufen – gleichwohl sind die „schwachen Hände“ noch nicht ganz aus dem Markt – erst wenn das passiert, dürte eine nachhaltige Erholung einsetzen.

Weiter Verunsicherung herrscht in Sachen Trump-Administration – kommt es zu einem government shutdown? Jedenfalls ist auffällig, dass die Vertreter der Trump-Administration die Schuld für die Turbulenzen überall sehen – nur nicht bei Trump! So etwa der Anti-China-Hardliner Peter Navarro, der die Fed verantwortlich macht:

White House advisor Peter Navarro blames the Fed for market volatility from CNBC.

Oder gestern US-Finanzminister Steve Mnuchin, der eine Kombination aus Algos und der Volker-Rule (Verbot des Eigenhandels von US-Banken) dafür verwantwortlich macht:

„In my opinion, market structure has led to a lot more volatility. Part of this is a combination of the market presence of high-frequency traders combined with the Volcker rule.“

So oder so: die Lage ist extrem angespannt – und jerome Powell übt schon mal seinen Auftritt heute Abend:

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Hinterfrager

    19. Dezember 2018 15:55 at 15:55

    Ach ja, the Donald will unbedingt seine Mexiko-Mauer – so wie Opa Hoppenstedt seine Marschmusik-Platte! Wäre ich US-Demokrat, würde ich es voll drauf ankommen lassen, egal, wie „schön“ das neue, milliardenteure Trutzwerk auch „künstlerisch gestaltet“ werden mag…

    https://www.heise.de/tp/features/Border-Wall-Shutdown-4256540.html

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Markus Koch LIVE zum Wall Street-Start: Kommt die US-Zinssenkung?

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch spricht aktuell im Live-Video zum Start der Wall Street. Fed und G20 sind aktuell wichtige Themen. Im Detail spricht er über die Wahrscheinlichkeit für diese Woche, ob die Zinsen durch die Fed gesenkt werden.

weiterlesen

Indizes

Markus Krall im Interview – wenn schwarze Schwäne Junge kriegen

Veröffentlicht

am

Haben Sie Markus Krall schon einmal erwischt, dass er etwas behauptete, was sich in einem Fakten-Check als falsch heraus gestellt hätte? Wir jedenfalls nicht..

Markus Krall hat bekanntlich kürzlich das Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ veröffentlicht – darin zeigt er, wie durch die Geldpolitik der Notenbanken die „kreative Zerstörung“ im Sinne Schumpeters aufgehoben wird, sodass eine „Zombifizierung“ der Wirtschaft stattfindet mit Fehlallokationen von Kapital.

Nun sind wir mit eben dieser Geldpolitik der Notenbanken an einem Kulminationspunkt: trotz Null- oder sogar Negativzinsen erreichen die Inflationserwartungen heute (gemessen an den 5y5y-forwards) in der Eurozone mit 1,12% heute ein neues Allzeittief:


(Blau Euro-Dollar-Kurs; rot die Inflationserwartungen für die Eurozone in fünf Jahren für die dann folgenden fünf Jahre)

Krall zeigt einmal mehr, dass die Banken immer mehr unter Druck kommen werden – in den letzten Tagen betonten führende EZB-Notenbanker wieder und wieder, welch tolle Instrumente man noch im Köcher habe, um die Problem zu lösen. Man will also die Dosis einer nachweislich nicht wirkenden, sondern eher giftigen Medizin weiter erhöhen – viel Glück dabei!
Und die Deutsche Bank lagert langlaufende, wohl toxische Derivate aus – auch das ein sicher sehr gutes Zeichen (die Deutsche Bank-Aktie steigt heute deswegen – wir wünschen den Aktionären der Deutschen Bank ebenfalls viel Glück!):

weiterlesen

Indizes

Notenbanken: Sind die Hoffnungen der Märkte berechtigt? Konjunkturdaten sind noch zu gut..

Veröffentlicht

am

Von

Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Die europäischen Märkte und US-Futures beginnen die Woche recht positiv. Während der Woche wird der Schwerpunkt weiterhin auf den Zentralbanken und ihrer Geldpolitik liegen.

Betrachtet man die bisherige Entwicklung der Aktienmärkte seit Jahresbeginn, so stieg der S&P 500 Index um 15,16 Prozent, der Dow Jones um 11,84 Prozent – und der Nasdaq ist im bisherigen Jahresverlauf um 17,5 Prozent gestiegen. Der Volatilitätsindex VIX ist im bisherigen Jahresverlauf dagegen um fast 39,89 Prozent gesunken. Denken Sie daran, dass dies alles inmitten der verschärften geopolitischen Spannungen und des anhaltenden Handelskrieges zwischen den USA und China geschieht. Dies zeigt, dass die Anleger nach wie vor sehr daran interessiert sind, riskantere Anlagen zu halten, da die als sicher eingestuften Derivate wie Gold im bisherigen Jahresverlauf nur um 4,42 Prozent gestiegen sind.

 

Alles dreht sich um die Fed-Sitzung

Die Anleger setzen weitgehend auf ein wichtiges Ereignis: Die Zentralbanken werden aufgrund der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Bezug auf die Geldpolitik weiterhin dovish bleiben. Dies zeigt sich am Anleihenmarkt – die deutsche Bundrendite ist mit einem Rekordwert von -0,25 Prozent weiter in den negativen Bereich gefallen. Ähnlich ist die 10-jährige Rendite der US-Treasuries eingebrochen, sie ist in weniger als 6 Monaten von 3,15 Prozent um gut 100 Basispunkte gesunken und hat das Niveau von 2,08 Prozent erreicht.

Händler wetten, dass die Federal Reserve in diesem Jahr für ihre Geldpolitik eine Trendwende einleiten wird, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir eine Zinssenkung durch die Fed sehen. Es besteht kein Zweifel, dass die Schwäche des Dollar-Index, der den Goldpreis nach oben getrieben hat, hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Spekulanten in diesem Jahr mindestens zwei Zinssenkungen der Fed erwarten.

Allerdings hat der Dollar-Index in den letzten Tagen einen Teil seiner Verluste wieder ausgeglichen. Dies zeigt, dass die Devisenhändler nicht wirklich auf der Seite der Spekulanten stehen. In diesem Sinne ist die für Mittwoch geplante FOMC-Pressekonferenz von großer Bedeutung: Die Fed kann wirklich „kaltes Wasser“ auf die Markterwartungen von zwei Zinssenkungen für 2019 setzen. Die Fed war vom ersten Tag an sehr deutlich: Ihr Schritt ist stark von der Stärke der Wirtschaftszahlen abhängig, und eine so massive U-Wende in Bezug auf ihre Geldpolitik zu nehmen, wird von den Wirtschaftszahlen nicht unterstützt!

 

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen