Folgen Sie uns

Indizes

Die Lage vor der Fed-Entscheidung

Der Stand der Dinge vor der wohl wichtigsten Fed-Sitzung der letzten Jahre!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Vielleicht ist das die wichtigste Fed-Sitzung der letzten Jahre! Die Märkte sind extrem nervös – und das aus guten Gründen: da sind die immer schwächer werdenden Wirtschaftsdaten vor allem aus Europa und China, kombiniert mit einer restriktiveren Geldpolitik der Fed. Bond-King Jeff Gundlach weist in einem wie immer bei ihm sehr erhellenden Interview darauf hin, dass die US-Notenbank nun acht Zinsanhebungen vorgenommen hat, aber die bisherige Reduzierung der Bilanzsumme (seit Beginn wurden so dem Markt ca. 400 Milliarden Dollar entzogen) zwei weiteren Zinsanhebungen entspricht. Würde die Fed nun mit der Reduzierung der Bilanzsumme wie von ihr geplant weiter machen in 2019, hätte alleine das den Effekt von drei weiteren Zinsanhebungen (oben drauf kämen dann noch weitere drei „echte“ Zinsanhebungen, wenn die Fed ihre „dots“ in die Tat umsetzen würde):

Gundlach: The Fed should not raise rates this week from CNBC.

Die offenkundig sich eintrübende globale Konjunktur und die rigidere Fed-Politik machen nun die „Dickfische“ nervös: laut Umfrage der Bank of America Merrill Lynch sind nun diese großen Investoren so negativ eingestellt in Sachen Konjunktur-Erwartung für das nächste Jahr wie seit der Finanzkrise nicht mehr (also seit 2008). Der „most crowded trade“ ist laut den großen Fondsmanagern nun nicht mehr die Long-Positionierung bei den FANG-Aktien, sondern die Dollar-Longpositionierung. Wie sich die „Dickfische“ zuletzt positionierten, spiegelt die Entwicklung an den Aktienmärkten wider:

 

Raus aus Wachstumswerten (Tech), rein in Cash (Cash-Quote steigt von 4,7% auf nun 4,8%) und rein in defensive Aktien (Healthcare) – so erklären sich die Entwicklungen der letzten Wochen an den Märkten!

 

Nun aber gibt es erste Anzeichen, dass das „smart money“ ausgewählte Aktien kauft, die die panischen Privatinvestoren verkaufen – gleichwohl sind die „schwachen Hände“ noch nicht ganz aus dem Markt – erst wenn das passiert, dürte eine nachhaltige Erholung einsetzen.

Weiter Verunsicherung herrscht in Sachen Trump-Administration – kommt es zu einem government shutdown? Jedenfalls ist auffällig, dass die Vertreter der Trump-Administration die Schuld für die Turbulenzen überall sehen – nur nicht bei Trump! So etwa der Anti-China-Hardliner Peter Navarro, der die Fed verantwortlich macht:

White House advisor Peter Navarro blames the Fed for market volatility from CNBC.

Oder gestern US-Finanzminister Steve Mnuchin, der eine Kombination aus Algos und der Volker-Rule (Verbot des Eigenhandels von US-Banken) dafür verwantwortlich macht:

„In my opinion, market structure has led to a lot more volatility. Part of this is a combination of the market presence of high-frequency traders combined with the Volcker rule.“

So oder so: die Lage ist extrem angespannt – und jerome Powell übt schon mal seinen Auftritt heute Abend:

https://twitter.com/NorthmanTrader/status/1073293771209613312

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hinterfrager

    19. Dezember 2018 15:55 at 15:55

    Ach ja, the Donald will unbedingt seine Mexiko-Mauer – so wie Opa Hoppenstedt seine Marschmusik-Platte! Wäre ich US-Demokrat, würde ich es voll drauf ankommen lassen, egal, wie „schön“ das neue, milliardenteure Trutzwerk auch „künstlerisch gestaltet“ werden mag…

    https://www.heise.de/tp/features/Border-Wall-Shutdown-4256540.html

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Das wird wichtig werden! Marktgeflüster (Video)

Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute ohne die Wall Street (Martin Luther King Day) erwartungsgemäß übeschaubar spannend – der Dax mit einem Freudensprung unmittelbar mit Kassa-Eröffnung, dann aber in der abeshbar schmalen Handelsspanne für den Rest des Tages. Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird. Bei allem Jubel über neuen Stimulus durch die Biden-Administration wwird bisher übersehen, dass der neue US-Präsident zwei sehr linke Regulatoren in entscheidende Positionen gebracht hat. Diese werden es der Wall Street nicht so leicht machen wie die „Buddies“ von Donald Trump – der Gegenwind wird dadurch größer..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Indizes am US-Feiertag – geht da was?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Heute ist Feiertag in den USA. Mit Futures oder CFDs wäre der Handel in den Indizes auch heute möglich. Geht das was im Chart? Schauen wir und das mal an im Video.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Indizes

Dax: Ende der Fahnenstange – oder Kurse weit über 14.000 Punkte?

Avatar

Veröffentlicht

am

Mit einer kleinen Korrektur hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30 Performance, aus der zurückliegenden Handelswoche verabschiedet. Der kleine Nervenkitzel konnte indes nichts Weltbewegendes bewirken. Zudem haben sich die anfangs dramatisch darstellenden Kursverluste im Tagesverlauf wieder deutlich relativiert. Auch wenn keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigt diese Performance das angeschlagene Vertrauen, der Marktteilnehmer in die nahezu unendliche Geschichte des Indizes, auf. Eine Verhaltensweise, an die wir uns wohl immer stärker gewöhnen müssen und werden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Anfang Dezember laufende Aufwärtsbewegung des Dax dient immer noch der Darstellung von Welle (c) und damit des abschließenden Parts der übergeordneten Welle (B). Die zwingend fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulswelle (c), gern auch Antriebswelle genannt, konnte mit der kleinen Korrektur, der letzten Handelstage, die Korrekturwelle (4) ausbilden. Ein sehr schönes Anzeichen hierfür ist der ausgebliebene Schlusskurs unterhalb der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Zählern, mittels Schlusskurses.

Steigt der Dax weit über 14.000 Punkte?
Allein dieser Aspekt, als auch der Tagesverlauf der letzten Kerze, deuten sehr stark daraufhin, dass sich im Verlauf der folgenden 2-3 Wochen Welle (5) für den Dax ausbilden wird. In Folge dieser sich ebenfalls fünfteiligen Welle kann der Dax noch einmal ein kräftiges Momentum aufweisen. Das eigentliche Kursziel von (5), verbunden damit von (c) und (B), liegt im Bereich des 1.00-Widerstandes bei 14.476 Punkten. Der Anstieg bis zur zweiten 1.00-Linie (14.794 Punkte) liegt allerdings auch im Bereich des Möglichen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend beim Dax wird sich auch weiterhin behaupten, wenn auch das Ende der Fahnenstange immer näher rückt. Ein erneutes Kaufsignal kann ich nicht benennen; das bisherige bleibt bestehen..

Der Ausblick für den Dax

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage