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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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„Die Magie kommt ihm aus den Ohren heraus“ – Kurzanalyse zu den Konsequenzen der US-Wahl

Die Republikaner werden immer mehr zur Trump-Partei – inklusive Führerkult..

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Es ist so gekommen, wie die Meinungsumfragen nahegelegt hatten: die Demokraten gewinnen das Abgeordntenhaus, die Republikaner behalten die Mehrheit im US-Senat. Da aber viele Gesetze der Zustimmung beider Kammern bedürfen, bedeutet das im Klartext, dass innenpolitsch die Durchgrifssmöglichkeit für Trump geringer geworden ist – damit auch die Großprojekte Deregulierung und (weitere) Steuersenkungen deutlich erschwert sind. Deregulierung und Steuersenkungen aber waren die großen Pluspunkte für die Aktienmärkte.

Außenpolitisch aber behält der US-Präsident weiter freie Hand – und weil Trump nun innenpolitisch gefesselter ist, dürfte er gerade in der Außenpolitik seine Agenda umso beherzter durchsetzen wollen. Und diese Agenda lautet bekanntlich: „America first“. Das läßt nichts Gutes erahnen in Sachen Handelskrieg..

Erste Wahl-Analysen zeigen, dass Trump (bzw. die Republikaner) vor allem in ländlichen Gebieten gewonnen hat, aber in traditionell eher republikanischen Gefilden, den amerikanischen Vorstädten, verloren hat. Mit steigendem Bildungsgrad also scheint die Zustimmung zu Trump tendentiell abzunehmen.

Wichtig: fast alle moderaten Republikaner haben bei der Wahl verloren, die radikaleren Republikaner dagegen waren überwiegend erfolgreich. Das bedeutet: die Republikaner werden immer mehr zur Trump-Partei, die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft vertieft sich damit weiter. Wer in extremen Zeiten moderat ist, hat keine Chance – das ist die Schlußfolgerung aus der Niederlage jener Kandidaten der Republikaner, die Trump eher skeptisch gegenüber stehen.

Wie stark die Republikaner nun zur Tump-Partei mutieren, zeigt ein aktueller Tweet von Donald Trump:

Das Ganze degeneriert zu einer Art Führer-Kult, wie folgende Aussage zeigt, die der US-Präsident in diesen beiden Tweets genüßlich und voller Selbstzufriedenheit zitiert:

„This guy has magic coming out of his ears“ – „bei diesem Kerl kommt die Magie aus den Ohren“. Wenn ein US-Präsident eine solche Beschreibung über sich mit Freude zitiert, werden die Zeiten für die Welt sicher nicht einfacher werden. Das wirkt schon fast so größenwahnsinnig wie einst beim römschen Kaiser Nero – der (so sagt es zumindest die Legende) seine eigene Stadt abgefackelt hat..

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Devisen

Zehn Tage Ferien vom Brexit – man hat ja Zeit! Pfund mit Abwärts-Durchbruch?

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Jeder Mensch braucht mal eine Pause, so auch Parlamentarier. Und natürlich dürfen auch die Abgeordneten im House of Commons in London mal Urlaub machen. Und auch der Oster-Urlaub sei ihnen gegönnt, den sie aktuell vom 12. bis 23. April genommen haben. Aber wie oft in 100 Jahren steht schon ein Ereignis wie der Brexit an, die vielleicht wichtigste politische Grundsatzentscheidung seit dem 2. Weltkrieg für Großbritannien?

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Wäre es da nicht angebracht, dass die Politiker dieses eine Mal diese Pause ausfallen lassen, weil man dringend eine Lösung finden muss? Nein, man macht trotzdem Urlaub. Und warum? Weil man ja seit Kurzem „so richtig viel“ Zeit gewonnen hat. Die EU gewährt einen Brexit-Aufschub bis Oktober. Aber eigentlich, das dürfte allen klar sein, läuft der Aufschub nur bis zum 22. Mai. Denn es ist kaum vorstellbar, dass die Briten tatsächlich an der Wahl zum EU-Parlament teilnehmen wollen.

Also bleiben nur noch etwas mehr als vier Wochen. Aber wie so oft schieben die Briten die Dose die Straße runter. Einfach hinauszögern, abwarten. Irgendwas wird schon passieren, irgendwas wird sich schon ändern? Die Parteispitzen von Konservativen und Labour reden zwar weiter, aber ohne Parlament geht eh nichts. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte vor Kurzem nach der Fristverlängerung bis Oktober, die Briten sollten doch bitte keine Zeit verschwenden. Aber genau das tun sie gerade.

Theresa May verabschiedete die Parlamentarier übrigens in ihre Oster-Pause mit dem Kommentar, dass man vor klaren Entscheidungen stünde, und dass der Zeitplan eindeutig sei. Welchen Abgeordneten im House of Commons sollen diese Worte noch beeindrucken, nach mehreren gescheiterten Abstimmungen über May´s Brexit-Deal, und nach dutzenden verschiedenen eigenen Ideen der Parlamentarier, die sie allesamt selbst ablehnten?

Am letzten Freitag berichteten wir darüber, dass das britische Pfund kurz vor einem charttechnischen Ausbruch nach oben stand gegenüber dem US-Dollar. Dem war auch so. Seit dem 4. April gab es vier Hochpunkte bei ca 1,3120. Genau dort machte er halt und fiel bis heute runter auf 1,3010. Jetzt kämpft er gerade mit dieser wichtigen runden Marke (erster Chart seit 4. April).

Auf etwas längere Sicht gesehen (zweiter Chart seit August 2018) stellt sich die Frage, ob endlich mal wieder „richtig“ Bewegung in den Pfund-Kurs kommt. Bricht er unter die 1,30, dann ist Luft nach unten vorhanden. Bei dem Brexit-Chaos wäre dies gut nachvollziehbar. Aber die wochenlange Ruhe im Kurs war schon diverse Male ein Desaster für die Shorties, die gegen das Pfund gewettet hatten.

Pfund Brexit

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Giovanni Cicivelli: Kurze Vorschau auf aktuelle Ideen zu Dax, Forex, Aktien

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An dieser Stelle zeige ich nur eine ganz kurze Vorschau auf mein heutiges Marktvideo. In voller Länge könnt ihr es als registrierte Nutzer sehen. Die Nutzung und Registrierung ist komplett kostenfrei. Melden Sie sich dazu bitte hier an.

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Japans Kampf um den Wirtschaftsaufschwung – kann die Geldpolitik noch Impulse setzen?

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Hat man Töne! Japan, das Land ohne Zinsen – seit 10 Jahren liegt der Leitzins an der Nulllinie – sieht die Konjunkturabschwächung und denkt an die Möglichkeit von Zinssenkungen?! Der kürzlich veröffentliche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist zwar etwas gestiegen, liegt aber mit 49,2 Punkten immer noch unterhalb der Wachstumsschwelle.

Ich habe  in der letzten Woche über das japanische Zinstrauma seit dem Crash nach 1989 geschrieben und auf die Gefahr einer „Japanifikation“ der Eurozone hingewiesen. Jetzt kämpft das Land der aufgehenden Sonne schon wieder etwas mit rezessiven Wirtschaftstendenzen – im Zuge der bisherigen globalen Wirtschaftsabschwächung -, deshalb sind die Maßnahmen der japanischen Regierung und der BoJ schon von Interesse für den europäischen Wirtschaftsraum.

Hier ein paar aktuelle  Aussagen des Governors der Bank of Japan, Jaruhiko Kuroda:

  • Japanˋs economy has slowed„slightly“
  • Production, exports to China weak
  • Moderate wage gains hold back inflation
  • Accomodative policy has worked
  • Still room für more monetary easing
  • Can further reduce interest rates if needed
  • Thereˋs room for reducing interest rates

 

Fazit

Kommt jetzt die Zeit der Minuszinsen? Bis jetzt sind das noch Gedankenspiele, weil Kuroda auch an ein Wiederanspringen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte glaubt.

Aber sie sind ein Vorgeschmack auf das, was der EU-Zone blühen könnte, sollte die europäische Konjunktur in eine Rezession rutschen.

Irgendwie klingen manche Sätze auch nach Mario Draghi, aber vielleicht ist das das übliche „wording“ von Notenbankern.

 

By 663highland – Own work, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8349591

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