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Die Pistole auf der Brust Griechenlands

Heftige Forderungen der Gläubiger an Griechenland! Das fordern die Gläubiger:

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Und wenn nicht? Dann kommt das: „Time out“ von der Eurozone!

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Man kann sich kaum vorstellen, dass Griechenland dem zustimmen wird. Tsipras dürfte sich ärgern, das Referendum durchgeführt zu haben. Was die Gläubiger hier fordern, ist eine ganz andere „Hausnummer“ als das, was die Griechen beim Referendum abgelehnt hatten!



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6 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Fugmann!
    Danke für die tollen Informationen!!

    Punkt 12 ist ja orginell: Return of the Troika!!!

    Ein GREXIT wird kommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    ZAH

  2. Hallo Herr Fugmann, danke für die Info und die tolle Berichterstattung zu später Stunde und allgemein. Beste Grüße

  3. GRIECHENLAND = DDR
    Man darf nicht vergessen, daß Merkel und Schäuble zur „Treuhand“-Regierung von Helmut Kohl in den 1990er Jahren gehörten. U. a. über die „Treuhand“ wurde damals systematisch die Wirtschaft in Ostdeutschland/DDR zerschlagen und verbliebene ‚Juwelen‘ oftmals unter strafrechtlich relevanten Verhältnissen Oligarchen und Großkonzernen zugeschoben. Programm war es, nicht etwa eine funktionierende Industrie und Wirtschaft in Ostdeutschland aufzubauen, sondern jeden Ansatz dazu zu zerstören.

    Merkel-Schäuble, aber auch die SPD (Gabriel, Steinmeier) vertreten den Liberalismus. Dessen Ziel es ist, jegliches Staatsvermögen zu zerschlagen und in die Hände von Konzernen und Oligarchen zu transferieren („Privatisierung“). Daß die Industrie der ehem. DDR (um die diese – zumindest von der anderen Ostblockstaaten – immer beneidet worden war) zerschlagen wurde, war vorrangiges Ziel. Die nun auftretende hohe Arbeitslosigkeit in Ostdeutland (und eine bis heute anhaltende Arbeits-Migration von dort in den Westen der BRD) war diesen Vertretern des Liberalismus eine willkommene Folgewirkung. Denn nur wenn eine Bürgerschaft gespalten wird in Reiche und Arme, und nur wenn die Armen dann fortlaufend unter Druck gesetzt und hin- und hergescheucht werden können (Jobcenter, Hilfe zum Lebensunterhalt usw.), ist die Bevölkerung beherrschbar.

    Nun wird gegen Griechenland in ganz vergleichbarer Weise vorgegangen. In Griechenland soll „der Staat“ zerschlagen und die Bevölkerung in noch größere Armut getrieben werden als bisher. Lediglich die ‚Juwelen‘ wollen Schäuble-Merkel-Gabriel aus der griechischen Wirtschaft herausreißen („privatisieren“) – dazu zählen insbesondere die erheblichen griechischen Öl- und Gasvorkommen in der Ägäis. Siehe – noch aus 2013(!): https://www.youtube.com/watch?v=jpJSx9-1V0U

    Dem Wohl eines Landes und seiner Bevölkerung hingegen dient allein das Gegenteil von „Privatisierung“: Nämlich die Errichtung von STAATSBETRIEBEN!
    Alte Säcke, wie ich, erinnern sich noch an den Staatsbetrieb „Volkswagenwerk“ in den 1960er Jahren. DIE Erfolgsgeschichte schlechthin! In der ganzen Welt wurden VWs verkauft wie geschnitten Brot. In den USA waren Käfer und VW-Bus („Bully“) DER Verkaufsrenner unter den dortigen Jugendlichen (siehe den VW-Bus links von Bob Dylan: http://www.feelnumb.com/wp-content/uploads/2009/11/the_freewheelin_bob_dylan.jpg ).
    In der BRD wurde der damalige französische Staatsbetrieb Renault zum erfolgreichsten Importeur. Sein „R4“ war DAS Auto der Jugendlichen in der BRD.

    Kommunisten können natürlich mit Staatsbetreiben genauso wenig umgehen wie Liberalisten. Aber gerade das heutige Rußland zum Beispiel zehrt doch auch heute noch von den paar Staatsbetrieben, die man aus kommunistischer Zeit übernommen hat. Der Jelzin-Zögling und Liberalist Putin hat natürlich – nach Merkel-Art – auch fast alle Staatsbetriebe zerschlagen und das Staatsvermögen an Oligarchen und Konzerne praktisch verschenkt. Mit der folge, daß Rußland heute deshalb ein rückständiges Land ist, welches fast ausschließlich vom Verkauf seiner Rohstoffe lebt. Mit einer Ausnahme: Die Rüstungsbetriebe wollten Jelzin-Putin doch lieber behalten. Und gerade die Produkte dieser paar Rüstungsbetriebe verkaufen sich heute ebenfalls wie glänzend und tragen zu den Staatseinnahmen bei! Und sie sind auf absolut toptechnologischem Stand. Auch die russischen Raumfahrtbetriebe, die man ebenfalls behalten hatte, arbeiten überaus erfolgreich!

    Für Griechenland – aber auch für die BRD und die andern EU-Staaten – brauchen wir wieder das alte Prinzip des überaus erfolgreichen MERKANTILISMUS: Ausbau der Infrastruktur und die Errichtung von Staatbetrieben. Nur so wurde aus dem einst bitterarmen Preußen eine führende Industrie- und Wissenschaftsnation. Für das Nachkriegs-Japan galt dasselbe. Und z. B. für das früher bitterarme Schweden (Massenauswanderung in die USA) auch.

    Die Propaganda-Behauptung der Liberalisten, Wohlstand und Fortschritt werde durch das „Genie“ des „freien Unternehmers“ vorangebracht, ist hahnebüchender Quatsch: Der homo sapiens hat sich seit etwa 100.000 Jahren genetisch praktisch nicht verändert. Lediglich unbedeutende Kleinigkeiten, wie unterschiedliche Haut-, Haar- und Augenfarbe und die ostasiatischen Mandelaugen kamen hinzu.
    FRAGE: Warum dann aber wurden Fahrrad, Auto, Flugzeug, Computer, Computer-Betriebssysteme, Telefon, elektrisches Garagentor nicht schon vor 100.000 Jahren erfunden?
    ANTWORT: Weil diese Entwicklung – fast ausschließlich – immer eine KOMMUNALE Leistung war.
    FOLGERUNG: Die Wirtschaft eines Landes muß deshalb der „Kommune“ bzw. den Bürgern gehören. Unternehmern denen das (und hohe Steuern und hohe Lohnnebenkosten) nicht gefällt, stehe es frei, ihr Unternehmen in den Tschad oder nach Bangladesh umzusiedeln.

    WAS HEISST DAS FÜR GRIECHENLAND?
    Der griechische Staat muß wieder Herr seiner Wirtschaft werden. Unlängst las ich einen Artikel, in welchem der deutsche Verfasser seiner Verwunderung Ausdruck gab, daß der einzige Zucker, den er in Griechenland kaufen konnte, „Südzucker“ aus der BRD war.
    Hier muß es Griechenland eingeräumt werden, einen eigenen Wirtschaftskreislauf mit einer eigenen Zollgrenze aufzubauen, damit z. B. eine eigene Zuckerindustrie (mit entsprechenden Arbeitsplätzen) entstehen kann. Auf „Südzucker“ kommt dann soviel Zoll/Steuern, daß sich der griechische Zucker verkaufen läßt . Die Wende-DDR hat es – vor der Zerschlagung durch Kohl-Schäuble-Merkel doch ganz richtig gemacht: Auf den in der Wende-DDR begehrten West-Joghurt kam saftige Steuer; als Tchibo-Kaffe in der Wende-DDR verkaufen wollte, erzwang die Regierung Modrow, daß Tchibo dafür eine eigene Kaffee-Rösterei nebst Verpackungsanlage in (ich glaube) Rostock errichten mußte.

    Griechenland sollte also den Euro behalten – ABER EINE EIGENE ZOLLREGION ERRICHTEN. Letzteres vielleicht auch zusammen mit andern Ländern (Mazedonien, Serbien, Rumänien). Eine „EWG“ (= die „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ der 1950ger Jahre) für arme EU-Länder sozusagen.

    Übrigens: ausgezeichnete wöchentliche Audios über Griechenland auf http://tarpley.net/ (meist in der Mitte der – auch – herunterladbaren Audios)

    Schlußbemerkung:
    Bitte bei den den Griechen von der „Troika“ abverlangten Maßnahmen niemals von „Reformen“ reden. Ein außerordentlich großer Teil dieser Maßnahmen sind allein Zwangsvollstreckungs- und Versilberungsmaßnahmen zugunsten der Gläubiger. So etwas „Reformen“ zu nennen …. ist einfach unredlich!
    Hinzu kommt, daß es z. B. bei Vollstreckungsmaßnahmen in der BRD einen Schuldnerschutz und z. B. „Pfändungsgrenzen“ gibt. Solche sehr sinnvollen Pfändungsgrenzen müssen auch den Griechen eingeräumt werden!

  4. Nachtrag
    Wer sich für die Alternative zum verheerenden Liberalismus interessiert – hier eine dezidiertere Ausführung: http://www.imagenetz.de/f901692b1/Welche-Staatswirtschaft.pdf.html

  5. Die Forderungen sind teils übel, auch im Langfristigen. Es klingt mehr nach Vernichtung durch sparen, anstatt Wirtschaftsankurbelung. Beide Optionen sind übel, aber die EU propagiert den Volltod.

    Danke auch meinerseits für die Infos, gerade des eigentlich heiligen Sonntags wegen.

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