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Die Pistole auf der Brust Griechenlands

Markus Fugmann

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Heftige Forderungen der Gläubiger an Griechenland! Das fordern die Gläubiger:

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Und wenn nicht? Dann kommt das: „Time out“ von der Eurozone!

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Man kann sich kaum vorstellen, dass Griechenland dem zustimmen wird. Tsipras dürfte sich ärgern, das Referendum durchgeführt zu haben. Was die Gläubiger hier fordern, ist eine ganz andere „Hausnummer“ als das, was die Griechen beim Referendum abgelehnt hatten!

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Zahlbruckner

    12. Juli 2015 20:49 at 20:49

    Sehr geehrter Herr Fugmann!
    Danke für die tollen Informationen!!

    Punkt 12 ist ja orginell: Return of the Troika!!!

    Ein GREXIT wird kommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    ZAH

  2. Avatar

    Kris Clever

    12. Juli 2015 21:37 at 21:37

    Hallo Herr Fugmann, danke für die Info und die tolle Berichterstattung zu später Stunde und allgemein. Beste Grüße

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    Jörg v. Paleske

    12. Juli 2015 22:27 at 22:27

    GRIECHENLAND = DDR
    Man darf nicht vergessen, daß Merkel und Schäuble zur „Treuhand“-Regierung von Helmut Kohl in den 1990er Jahren gehörten. U. a. über die „Treuhand“ wurde damals systematisch die Wirtschaft in Ostdeutschland/DDR zerschlagen und verbliebene ‚Juwelen‘ oftmals unter strafrechtlich relevanten Verhältnissen Oligarchen und Großkonzernen zugeschoben. Programm war es, nicht etwa eine funktionierende Industrie und Wirtschaft in Ostdeutschland aufzubauen, sondern jeden Ansatz dazu zu zerstören.

    Merkel-Schäuble, aber auch die SPD (Gabriel, Steinmeier) vertreten den Liberalismus. Dessen Ziel es ist, jegliches Staatsvermögen zu zerschlagen und in die Hände von Konzernen und Oligarchen zu transferieren („Privatisierung“). Daß die Industrie der ehem. DDR (um die diese – zumindest von der anderen Ostblockstaaten – immer beneidet worden war) zerschlagen wurde, war vorrangiges Ziel. Die nun auftretende hohe Arbeitslosigkeit in Ostdeutland (und eine bis heute anhaltende Arbeits-Migration von dort in den Westen der BRD) war diesen Vertretern des Liberalismus eine willkommene Folgewirkung. Denn nur wenn eine Bürgerschaft gespalten wird in Reiche und Arme, und nur wenn die Armen dann fortlaufend unter Druck gesetzt und hin- und hergescheucht werden können (Jobcenter, Hilfe zum Lebensunterhalt usw.), ist die Bevölkerung beherrschbar.

    Nun wird gegen Griechenland in ganz vergleichbarer Weise vorgegangen. In Griechenland soll „der Staat“ zerschlagen und die Bevölkerung in noch größere Armut getrieben werden als bisher. Lediglich die ‚Juwelen‘ wollen Schäuble-Merkel-Gabriel aus der griechischen Wirtschaft herausreißen („privatisieren“) – dazu zählen insbesondere die erheblichen griechischen Öl- und Gasvorkommen in der Ägäis. Siehe – noch aus 2013(!): https://www.youtube.com/watch?v=jpJSx9-1V0U

    Dem Wohl eines Landes und seiner Bevölkerung hingegen dient allein das Gegenteil von „Privatisierung“: Nämlich die Errichtung von STAATSBETRIEBEN!
    Alte Säcke, wie ich, erinnern sich noch an den Staatsbetrieb „Volkswagenwerk“ in den 1960er Jahren. DIE Erfolgsgeschichte schlechthin! In der ganzen Welt wurden VWs verkauft wie geschnitten Brot. In den USA waren Käfer und VW-Bus („Bully“) DER Verkaufsrenner unter den dortigen Jugendlichen (siehe den VW-Bus links von Bob Dylan: http://www.feelnumb.com/wp-content/uploads/2009/11/the_freewheelin_bob_dylan.jpg ).
    In der BRD wurde der damalige französische Staatsbetrieb Renault zum erfolgreichsten Importeur. Sein „R4“ war DAS Auto der Jugendlichen in der BRD.

    Kommunisten können natürlich mit Staatsbetreiben genauso wenig umgehen wie Liberalisten. Aber gerade das heutige Rußland zum Beispiel zehrt doch auch heute noch von den paar Staatsbetrieben, die man aus kommunistischer Zeit übernommen hat. Der Jelzin-Zögling und Liberalist Putin hat natürlich – nach Merkel-Art – auch fast alle Staatsbetriebe zerschlagen und das Staatsvermögen an Oligarchen und Konzerne praktisch verschenkt. Mit der folge, daß Rußland heute deshalb ein rückständiges Land ist, welches fast ausschließlich vom Verkauf seiner Rohstoffe lebt. Mit einer Ausnahme: Die Rüstungsbetriebe wollten Jelzin-Putin doch lieber behalten. Und gerade die Produkte dieser paar Rüstungsbetriebe verkaufen sich heute ebenfalls wie glänzend und tragen zu den Staatseinnahmen bei! Und sie sind auf absolut toptechnologischem Stand. Auch die russischen Raumfahrtbetriebe, die man ebenfalls behalten hatte, arbeiten überaus erfolgreich!

    Für Griechenland – aber auch für die BRD und die andern EU-Staaten – brauchen wir wieder das alte Prinzip des überaus erfolgreichen MERKANTILISMUS: Ausbau der Infrastruktur und die Errichtung von Staatbetrieben. Nur so wurde aus dem einst bitterarmen Preußen eine führende Industrie- und Wissenschaftsnation. Für das Nachkriegs-Japan galt dasselbe. Und z. B. für das früher bitterarme Schweden (Massenauswanderung in die USA) auch.

    Die Propaganda-Behauptung der Liberalisten, Wohlstand und Fortschritt werde durch das „Genie“ des „freien Unternehmers“ vorangebracht, ist hahnebüchender Quatsch: Der homo sapiens hat sich seit etwa 100.000 Jahren genetisch praktisch nicht verändert. Lediglich unbedeutende Kleinigkeiten, wie unterschiedliche Haut-, Haar- und Augenfarbe und die ostasiatischen Mandelaugen kamen hinzu.
    FRAGE: Warum dann aber wurden Fahrrad, Auto, Flugzeug, Computer, Computer-Betriebssysteme, Telefon, elektrisches Garagentor nicht schon vor 100.000 Jahren erfunden?
    ANTWORT: Weil diese Entwicklung – fast ausschließlich – immer eine KOMMUNALE Leistung war.
    FOLGERUNG: Die Wirtschaft eines Landes muß deshalb der „Kommune“ bzw. den Bürgern gehören. Unternehmern denen das (und hohe Steuern und hohe Lohnnebenkosten) nicht gefällt, stehe es frei, ihr Unternehmen in den Tschad oder nach Bangladesh umzusiedeln.

    WAS HEISST DAS FÜR GRIECHENLAND?
    Der griechische Staat muß wieder Herr seiner Wirtschaft werden. Unlängst las ich einen Artikel, in welchem der deutsche Verfasser seiner Verwunderung Ausdruck gab, daß der einzige Zucker, den er in Griechenland kaufen konnte, „Südzucker“ aus der BRD war.
    Hier muß es Griechenland eingeräumt werden, einen eigenen Wirtschaftskreislauf mit einer eigenen Zollgrenze aufzubauen, damit z. B. eine eigene Zuckerindustrie (mit entsprechenden Arbeitsplätzen) entstehen kann. Auf „Südzucker“ kommt dann soviel Zoll/Steuern, daß sich der griechische Zucker verkaufen läßt . Die Wende-DDR hat es – vor der Zerschlagung durch Kohl-Schäuble-Merkel doch ganz richtig gemacht: Auf den in der Wende-DDR begehrten West-Joghurt kam saftige Steuer; als Tchibo-Kaffe in der Wende-DDR verkaufen wollte, erzwang die Regierung Modrow, daß Tchibo dafür eine eigene Kaffee-Rösterei nebst Verpackungsanlage in (ich glaube) Rostock errichten mußte.

    Griechenland sollte also den Euro behalten – ABER EINE EIGENE ZOLLREGION ERRICHTEN. Letzteres vielleicht auch zusammen mit andern Ländern (Mazedonien, Serbien, Rumänien). Eine „EWG“ (= die „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ der 1950ger Jahre) für arme EU-Länder sozusagen.

    Übrigens: ausgezeichnete wöchentliche Audios über Griechenland auf http://tarpley.net/ (meist in der Mitte der – auch – herunterladbaren Audios)

    Schlußbemerkung:
    Bitte bei den den Griechen von der „Troika“ abverlangten Maßnahmen niemals von „Reformen“ reden. Ein außerordentlich großer Teil dieser Maßnahmen sind allein Zwangsvollstreckungs- und Versilberungsmaßnahmen zugunsten der Gläubiger. So etwas „Reformen“ zu nennen …. ist einfach unredlich!
    Hinzu kommt, daß es z. B. bei Vollstreckungsmaßnahmen in der BRD einen Schuldnerschutz und z. B. „Pfändungsgrenzen“ gibt. Solche sehr sinnvollen Pfändungsgrenzen müssen auch den Griechen eingeräumt werden!

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    Jörg v. Paleske

    12. Juli 2015 22:46 at 22:46

    Nachtrag
    Wer sich für die Alternative zum verheerenden Liberalismus interessiert – hier eine dezidiertere Ausführung: http://www.imagenetz.de/f901692b1/Welche-Staatswirtschaft.pdf.html

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    joah

    12. Juli 2015 23:12 at 23:12

    Die Forderungen sind teils übel, auch im Langfristigen. Es klingt mehr nach Vernichtung durch sparen, anstatt Wirtschaftsankurbelung. Beide Optionen sind übel, aber die EU propagiert den Volltod.

    Danke auch meinerseits für die Infos, gerade des eigentlich heiligen Sonntags wegen.

  6. Avatar

    Jörg v. Paleske

    13. Juli 2015 07:47 at 07:47

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BioNTech und Pfizer beantragen Impfstoff-Zulassung in Europa

Markus Fugmann

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Die deutsche Biotech-Firma BioNTech und Pfizer haben soeben mitgeteilt, dass ihr auf der mRNA-basierenden Technologie basierenden Impfstoff bei der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eingereicht haben, sodass – eine Genehmigung vorausgesetzt – bereits Ende 2020 der Impfstoff eingesetzt werden könnte. Die Aktie von BioNtech reagiert mit einem Plus von 2,9% auf die Meldung – die Aktienmärkte ingesamt bleiben weitgehend unberührt, weil dieser Schritt erwartet worden ist, nachdem bereits am 09.November von beiden Unternehmen positive Ergebnisse vermeldet worden waren:

Der Aktienkurs von BioNTech

Hier die Pressemeldung von BioNTech und Pfizer im Wortlaut:

NEW YORK, USA und MAINZ, Deutschland, 1. Dezember 2020 — Pfizer Inc. (NYSE: PFE) und BioNTech SE (Nasdaq: BNTX) haben am Montag, den 30. November 2020, den Antrag für eine bedingte Marktzulassung für den mRNA-Impfstoffkandidaten BNT162b2 gegen COVID-19 bei der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eingereicht. Dieser Antrag vervollständigt den am 6. Oktober 2020 mit präklinischen und den bis dahin vorhandenen chemisch-pharmazeutischen Daten (CMC-Daten; CMC: Chemistry, Manufacturing, and Controls) begonnenen Einreichungsprozess, der mit klinischen Daten aus den laufenden Studien von Pfizer und BioNTech ergänzt wurde. Falls die EMA zu dem Schluss kommt, dass die Vorteile des Impfstoffkandidaten zum Schutz gegen COVID-19 mögliche Risiken überwiegen, wird die Behörde die Erteilung einer bedingten Marktzulassung empfehlen. Dies könnte den Einsatz von BNT162b2 bereits vor Ende 2020 in Europa ermöglichen.

Die Einreichung basiert auf einem 95 %igen Impfschutz (p<0.0001) in Probanden ohne vorherige SARS-CoV-2-Infektion (erstes Hauptziel der Studie), wie die Phase-3-Studie zeigte. Auch in Probanden mit oder ohne vorheriger SARS-CoV-2-Infektion konnte ein Impfschutz erreicht werden (zweites Hauptziel der Studie). In beiden Fällen wurde der Impfschutz sieben Tage nach Verabreichung der zweiten Dosis erzielt. Die Wirksamkeit des Impfstoffs war über alle Alters- und Geschlechtsgruppen und die gesamte diverse Studienpopulation hin konsistent. Der Impfschutz bei Erwachsenen über 65 Jahren lag bei über 94 %. Die Abschlussanalyse des ersten Hauptziels der Studie wurde nach 170 bestätigten COVID-19-Fällen durchgeführt. Insgesamt wurde der Impfstoff in der Studie gut vertragen und das Data Monitoring Committee (DMC) konnte bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen feststellen. 41 % der weltweiten Studienteilnehmer und 45 % der amerikanischen Studienteilnehmer sind im Alter von 56 bis 85 Jahren.

„Mit dem heutigen Tag erreichen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in unseren Bemühigen, diese schwere Krise zu bekämpfen. Wir bleiben unserem Versprechen treu, alles uns mögliche zu tun und den dringenden Bedarf addressieren zu wollen“, sagte Dr. Albert Bourla, Chairman und CEO von Pfizer. „Seit dem Beginn dieser Reise wussten wir, dass die Menschen auf einen Impfstoff warten und sobald uns eine mögliche Zulassung erteilt wird, stehen wir bereit COVID-19-Impfstoffdosen auszuliefern.“

„Als Unternehmen mit Sitz im Herzen Europas ist der heutige Meilenstein für uns immens wichtig, da wir uns weiterhin darum bemühen, eine weltweite Verteilung nach der potenziellen Zulassung von BNT162b2 zu ermöglichen.“, sagte Prof. Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von BioNTech. „Wir wollen weiterhin mit den Zulassungsbehörden weltweit zusammenzuarbeiten, um im Falle einer Zulassung die schnelle globale Verteilung unseres Impfstoffs zu ermöglichen. Hiermit möchten wir zu den globalen Bemühungen bei der Bekämpfung des Virus beitragen, um wieder zu einem Normalzustand zurückzukehren“.

Der Impfstoffkandidat unterliegt weiterhin den üblichen strengen Qualitäts-, Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards der EMA. Der BNT162b2-Impfstoffkandidat ist bis jetzt in keinem Land der Welt für den Gebrauch zugelassen.

Neben der Einreichung bei der EMA, der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und der Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) im Vereinigten Königreich, haben die Unternehmen weltweit zusätzliche rollierende Einreichungen initiiert, einschließlich in Australien, Kanada und Japan. Weitere Anträge bei anderen Zulassungsbehörden sind in Kürze geplant.

 

BioNtech beantragt Zulassung für Impfstoff

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15 Prozent der Unternehmen in Deutschland sehen Ihre Existenz bedroht

Claudio Kummerfeld

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Zahnräder in Goldfarbe

Laut aktuellen Umfragedaten des ifo-Instituts sehen 15 Prozent der deutschen Unternehmen die Coronakrise als existenzbedrohend an. Aber gegenüber Juni ist dies eine Verbesserung, denn da waren es noch 21 Prozent. Gleichwohl fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und-veranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 62 Prozent der Gaststätten. Weitere Details von ifo im Wortlaut:

In der Werbebranche sehen sich 27 Prozent gefährdet, bei Speditionen knapp 14 Prozent. Die IT-Dienstleister mit 5 Prozent und die Rechts-und Steuerberater sind mit 3 Prozent am unteren Ende der Skala. Im Schnitt betrifft die Existenzgefährdung die Dienstleister zu 19 Prozent (Juni: 27 Prozent). Im Handel sind es 14 Prozent (Juni: 18 Prozent), dabei derzeit im Einzelhandel 18 und im Großhandel 10 Prozent.

Die Industrie verzeichnet einen Wert von 11 Prozent, im Juni waren es noch 17 Prozent. Besonders betroffen sind derzeit die Metallerzeuger und –verarbeiter mit 34 Prozent, die Druckereien mit 29 Prozent, die Getränkehersteller mit 22 Prozent, die Textilbranche mit 20 Prozent und die Bekleidungsindustrie mit 18. Wenig betroffen fühlen sich die Chemie mit 1 Prozent und die Pharmabranche mit 0 Prozent.

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Coronakrise: Die Sparneigung der Deutschen nimmt zu

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Bildnachweis: Pixabay, 1756279, loufre

Die Folgen der Corona-Pandemie haben bei vielen Arbeitnehmern und Selbstständigen zu finanziellen Einbußen geführt. Knapp 700.000 Menschen verloren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ihren Job, mehr als sieben Millionen Menschen waren oder sind in Kurzarbeit. Und viele Selbstständige können ihrer Tätigkeit aufgrund der coronabedingten Auflagen gar nicht mehr oder nur in begrenztem Umfang nachgehen.

Wie eine Umfrage von Creditreform ergab, mussten bereits Ende August hochgerechnet rund 15,5 Millionen Haushalte in Deutschland finanzielle Einbußen hinnehmen. Rund drei Viertel der betroffenen Haushalte fehlten bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens. Daher befürchtet auch knapp ein Drittel der Umfrageteilnehmer, sich in naher Zukunft verschulden zu müssen, um allen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.

23 Millionen Haushalte in Deutschland sparen mehr als vor der Krise

Die Folge dieser finanziellen Unsicherheit: Die Deutschen ändern ihr Konsumverhalten und sparen deutlich mehr als vor der Krise. Und das gilt nicht nur für die, denen aufgrund von Einkommensverlusten gar nichts anderes übrig bleibt, als besser zu wirtschaften. Laut der Creditform-Umfrage geben hochgerechnet knapp 23 Millionen Haushalte weniger Geld für den Konsum und die Lebenshaltung aus. Vor allem an Freizeit und Urlaubsreisen, Bekleidung sowie Schmuck wird gespart.

Und auch nach einer Analyse des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ist die Sparquote der privaten Haushalte nach der ersten Viruswelle immens gestiegen. Danach werden die Deutschen Ende 2020 in diesem Jahr mehr als 21 Prozent ihres verfügbaren Einkommens zurückgelegt haben. 2019 lag die Sparquote noch bei knapp elf Prozent.

Zinsniveau unverändert niedrig

Dabei bringt das klassische Sparen schon seit Jahren kaum noch Zinsen ein. Doch das stört die Deutschen offenbar nicht – im Gegenteil: Immer mehr Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Verbraucher sogar mehr zurücklegen, um die fehlenden Zinsen und Zinseszinsen zu kompensieren. Und das immer noch hauptsächlich in Form von Bankeinlagen oder mit Hilfe von Versicherungspolicen.

Das Sparen mit Wertpapieren ist bei den Deutschen weiterhin unbeliebt: Über Investmentfonds, Aktien, Anteilsrechte oder Schuldverschreibungen verfügen nach BVR-Angaben nur 23 Prozent der Deutschen. Dabei ließen sich mit Wertpapieren wesentlich höhere Renditen erzielen. Die Risiken blieben überschaubar, wenn das Investment breit gestreut und langfristig ausgelegt würde. Zum Vergleich: In Schweden und Finnland investieren die Sparer rund die Hälfte ihres Kapitals in Wertpapiere.

Beratung bei der Anlagestrategie

Verbraucher, die Hilfe bei ihrer Anlagestrategie benötigen, sind gut beraten, einen oder mehrere Experten hinzuzuziehen. Denn ohne Kenntnisse des Finanzmarktes steigt das Risiko einer falschen Investition erheblich. Ob bei der eigenen Hausbank oder Finanzdienstleistern wie tecis oder MLP – wichtig ist, dass nicht nur die kurzfristige Gewinnorientierung im Fokus steht, sondern auch die Altersvorsorge und Risikoabsicherung. Dann können die Sparmaßnahmen langfristig zu einem schönen finanziellen Polster führen.

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