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Die Rede von Jerome Powell: Headlines + Live-Feed: Zinssenkungen, aber nur für den Fall dass der Handelskrieg weiter eskaliert

Die Märkte vermitteln heute den Eindruck, als hätte die Fed innerhalb eines Tages drei Mal die Zinsen gesenkt..jedenfalls sind es die Erwarutngen einer baldigen Zinssenkung, die heute für gute Stimmung sorgen. Damit das so bleibt, muß aber Jerome Powell auch liefern!

Hier die Headlines seiner Rede:

– Ausgang des Handelskonflikts ungewiß, beobachten die Entwicklung sehr genau

– werden alles dafür tun, damit Wirtschaft stark bleibt

– sind offen für Überprüfung des geldpolitischen Rahmens („it’s time to rethink long-run strategies“)

– dot plots (FMW: Eigenerwartung der Fed wie sich Leitzins entwickelt) hat Aufmerksamkeit der Märkte abgelenkt von der Frage, wie die Fed auf unerwartete Ereignisse reagieren kann

– Wirtschaft wächst, Arbeitslosigkeit gering, Inflation stabil

– nehmen sehr ernst, dass geringe Inflation Inflationserwartungen nach unten drückt

– Krisen-Instrumente haben gut gewirkt und werden wahrscheinlich irgendwann wieder gebraucht werden

FMW-Kurzfazit: Powell hält sich alle Türen offen, verspricht aber eben auch keine Zinssenkungen! Nun nimmt die Fed den Handelskrieg sehr ernst und sieht darin den entscheidenedn Faktor für die US-Konjunktur. Man könnte sagen, dass Powell ideel den Weg frei macht für Zinssenkungen, aber wohl nur für den Fall dass der Handelskrieg weiter eskaliert.

Das könnte bedeuten, dass die Märkte einen weiter eskalierenden Hansdelskrieg als positiv ansehen würden, weil Zinssenkungen (angeblich) wichtiger sind als die Auswirkungen des Handelskriegs – verrückte Börsen-Welt!



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16 Kommentare

  1. Für mich ist da schon klar wo die Reise hingeht… Alleine schon der Satz „Krisen-Instrumente haben gut gewirkt und werden wahrscheinlich irgendwann wieder gebraucht werden.“ Dies zeigt doch ganz eindeutig das der Weg für eine ultralockere Geldpolitik seitens der Fed bereitet wird!

    Dazu noch: „nehmen sehr ernst, dass geringe Inflation Inflationserwartungen nach unten drückt“ und „werden alles dafür tun, damit Wirtschaft stark bleibt.“ QE4 ist bereits in der Spur und wartet nur darauf unter einem fadenscheinigen Vorwand gestartet zu werden.

  2. Es bestätigt die These @Wolfgang Müller:
    wen interessieren noch Unternehmensergebnisse?
    Mfg, Ihr Amt für Kursplus

  3. Freifahrtsschein für die Märkte und Trump. Jetzt kann sich Trump alles erlauben. Die Fed steht hinter ihm und fängt die Märkte auf. Jedenfalls bis zu seiner Wiederwahl.

  4. Das Powell weich wird und keinen Rückgrat hat, haben wir ja schon im Dezember sehen können. Dort startete die fulminante Rally von mehreren tausend Punkten im Dow. Nun wird er wieder schwach und faselt was von evtl. Martstützungen etc. Wenn das die gleiche Auswirkung hat wie im Dezember, dann können sich die Bären jetzt aber anschnallen. Oder besser noch, ihr Testament machen.

  5. Wieder der Bull/ Bär Roberto, die Situation im Dez.war eine total andere. Die Aktien viel tiefer kurz vor Crash,
    die BBB Anleihen viel tiefer kurz vor Crash, während der Handelskrieg in den Optimisten- Köpfen so gut wie beigelegt war.
    Wenn jetzt die Zinsen gesenkt werden müssen u.gleichzeitig die Inflation wegen den Zöllen steigt, dann können Roberto u.die zwei anderen Bullen weltweit das Testament machen!
    Übrigens heute ist Short-Squeeze-Tag, den wir eigentlich am Freitag erwarteten, MORGEN KÖNNTE DIE BÖRSENWELT SCHON WIEDER ÄNDERST AUSSEHEN. An diesen Tagen melden sich immer gewisse Leute, ich warte noch auf @ Marko !

    1. @Altbär, ich hoffe Du hast recht. Denn ich bin short und möchte diese gerne schön ins trockene bringen. So kann man sich irren Altbär. Also nichts lieber als das was Du predigst. Wenn s geht kann es auch gerne schnell gehen :-)
      Gute Nacht.

  6. @Altbär, dass der Wirtschaftszyklus am Ende ist, steht für mich außer Frage. Trotzdem sehe ich die Situation nicht so eindeutig wie Sie.
    Die Amerikaner sind meiner Meinung fest entschlossen ihre Vormachtstellung als stärkste Wirtschaft zu verteidigen und als tonangebende Macht auch den nächsten Wirtschaftszyklus zu dominieren und zu bestimmen, also die Zukunft. Mit China auf der Überholspur ist es allem Anschein für die USA nicht denkbar.
    Die sind auch entschlossen mit allen Mitteln eigene Märkte am Leben zu erhalten.
    So ist es aus meiner Sicht den Amerikanern ein genialer Schachzug gelungen, in dem endenden Wirtschaftszyklus, sind sie in der Lage den Hauptkonkurrenten in den Schranken zu weisen, die ganze Welt zur Kasse zu bieten und eigene Märkte bei Laune zu halten. Die jüngste Zinsanhebung und der anschließender Kursrutsch wurden mit der Illusion der Einigung im Handelskonflikt revidiert und die Märkte stiegen. Die aktuelle Situation zeigt, das funktioniert auch in die andere Richtung-als importlastige Wirtschaft verschärft man den Konflikt (verdrängt also den Widersacher-China)-die Märkte rutschen, gleichzeitig senkt man die Zinsen-die Märkte steigen.
    Was werden die Märkte tun, mehr steigen und weniger fallen oder umgekehrt?
    Wann kommen die Folgen des Handelskonfliktes in der Realwirtschaft an?
    Im Dez. haben sich die Amerikaner ein Trumpf in den Ärmel gelegt und den Zinspuffer vergrößert. Fakt für mich ist, die USA haben noch genug Instrumente/Reserven um im endenden Zyklus trotz laufenden Handelskonfliktes die eigenen Märkte noch eine Zeit im Fahrwasser zu halten. Allein das Spielchen mit der Andeutung der Zinssenkung oder gar die Senkung bis auf Null kann lange dauern. Und was passiert, wen die USA nicht mal die Wende bloß die Entschärfung im Handelsstreit einleiten?
    Momentan gehe ich fest von einer Anhebung noch dieses Jahr aus. Es werden Chancen vor allem in USD-langfristig, VIX-kurz/mittelfristig auf der Unterseite und Rohstoffe, Edelmetalle-langfristig, Indizies-kurzfristig/mittelfristig auf der Oberseite gesehen und ausgelotet bzw. laufen bereits.

    1. @sufaap2008
      Gute Analyse! Dreisatz: Wenn der S&P auf Grund einer vagen Zinssenkungsandeutung um fast 4% steigt, um wieviel steigt er, wenn Zinssenkung und Beruhigung des Handelsstreits zusammenkommen?
      Und wie tief fällt dann Gold?

      1. @Columbo. Danke! Im Punkto Gold muss ich Ihnen widersprechen. Zinssenkung=USD Entwertung=steigender Goldpreis. Sie sehen Aktuell, Zinsfantasien in den USA lassen nicht nur Indizies steigen, sondern alles, was in USD gehandelt wird, Währungen, Rohstoffe…Auch das Gold, sicherer Hafen hin oder her.

    2. Hallo sufaap2008. Schön wieder von Dir zu hören. Bist ja doch noch im Forum. Ein paar gute Gedanken in Deinem Kommentar. Das deckt sich eigentlich mit einem alten Kommentar von mir, in dem ich behaupte, dass US-Präsident Trump und Fed-Chef alles in ihrer Macht stehende unternehmen werden, um ein „Absaufen“ der Konjunktur vor den Wahlen 2020 zu verhindern. Ob es angesichts der Unkontrollierbarkeit von Donald Trump und den schon erkennbaren Schäden gelingen wird, steht auf einem anderen Blatt. Andererseits ist sein Finanzminister Mnuchin, als langjähriger Goldman Sachs-Direktor mit dem Thema Börsenzyklen wahrscheinlich besser bewandert als wir alle zusammen. Wie oft wird er sich schon die Haare gerauft haben?
      Aber: Bevor der Dow Jones in einen Bärenmarkt eintritt, wird Donald Trump im Handelsstreit ganz kleinlaut werden. Wetten….
      Viele Grüße Wolfgang

      1. Grüß Gott mein Guter!
        Ich bin noch da. Habe mich letzte Zeit sehr zeitintensiv um die Kontakte zu den Rostofftradern, die das gleiche System handeln, in russischsprachigen Raum gekümmert.
        Deine Wette gehe ich gerne ein und halte dagegen. Die Überlegung dabei ist, dass diese Mischung aus dem Handelskonflikt und möglicher Zinssenkung eine Symbiose ist um an zwei Fronten zu gewinnen, einerseits wird China ihre Expansionsanstrengungen einbremsen müssen und sich mit Nummer2 abgeben müssen auch eigene Stellung als wirtschaftliche Supermacht wird manifestiert. Um die Flurschäden auszugleichen hat man anderseits die Liquidität und sich daraus resultierende Vorteile. Die Bankenstresstests der FED und deren Szenarien u.a. Zinsen bei Null, Rückgang der Aktienkurse bis zu 60%! zeigen mir persönlich, dass die FED in keiner Weise naiv ist und sich schon seit mindestens einem Jahr auf die Rezession und Kursrückgang vorbereitet. Da die Aktienstände eine direkte Auswirkungen auf das amerikanische System haben, werden und müssen diese bis zum Zusammenbruch gehalten. Das ist nur möglich, wenn man die Zinsen senkt, dies ist wiederum möglich, wenn der Konflikt weiter befeuert wird.
        So werden die Amerikaner, ich schreibe bewusst nicht Trump, bis zum Eintritt in den Bärenmarkt NICHT kleinlaut werden.
        Ein perfektes Konstrukt, dass zum scheitern verurteilt ist aber als dominierende Nummer1 mit günstiger Währung hat man die besten Chancen auf der Rennbahn im nächsten Zyklus. Meine Sicht der Dinge?

  7. Geehrte Optimisten, die wichtigsten Zinsen sind ,wie hier schon oft erwähnt , die Unternehmens- Anleihenzinsen.Diese Zinsen werden bei schlechterer Wirtschaft oder bei Inflation durch Zölle nicht fallen.
    Zudem werden in den nächsten Jahren viele dieser supertoxischen BBB -Anleihen zur Erneuerung fällig.
    Ein kürzlicher Bericht auf FMW müsste alle Normaldenker erschüttern.
    Die künstlichen Zyklusverlängerungen durch Notenbanken werden immer kürzer u.irgendwann werden die Notenbanken den selbstverursachten Brand nicht mehr löschen können.

    1. @Altbär
      bin kein Optimist, wenn schon Pseudooptimist oder Pseudobulle, wie Sie mich kürzlich treffend bezeichnet hatten?.

    2. Behauptet jemand das Gegenteil?

    3. @Altbär
      So ist es und so wird es kommen!

      Es ist wirklich erstaunlich, wie FED-gläubig die Bullen doch immer noch sind. Die Notenbanken haben kaum noch Munition und sie kämpfen in absolut aussichtsloser Position. Powell, Draghi und Co. wissen natürlich schon seit langer Zeit, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist und doch versprechen sie dem gemeinen Bullenvolk seit Jahren den Endsieg. Die Geschichte wiederholt sich doch immer wieder aufs Neue.

  8. @Columbo: „wenn Zinssenkung und Beruhigung des Handelsstreits zusammenkommen“…ich kann mir beides Zusammen nicht vorstellen…wenn dann nur, wenn es vorher einen noch tieferen Sturz der Indizes geben wird, wie es im Dezember schon einmal gab…die Vermutung liegt nahe, dass die Kurse jetzt Richtung gen Süden gehen für 3 Monate (aktuell letzter Shortsquezze vor dem Sturz)…dann hat die FED die legitime Möglichkeit wieder zu intervenieren…und wenn das geschehen ist, dann kommt der Deal mit einer Verzögerung von 3-4 Monaten…im Anschluss entspannen sich die Märkte und die Konjunktur zusehends und schwups ist es Oktober 2020…;o)…und Trump kleinlaut???…NEVER…

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