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Die Scholz-Lösung für die Rente: Höhere Steuern und Rentenbeiträge

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Wir hatten vor einer Woche darüber berichtet. In einem Anfall von leicht zu durchschauendem Populismus sagte Olaf Scholz man wolle das Rentenniveau bis zum Jahr 2040 stabil halten – obwohl es dazu mit dem Koalitionspartner nur bis zum Jahr 2025 eine Vereinbarung gibt. Der wichtigste Punkt an Scholz´ Sensations-Ankündigung war aber: Er verriet nicht, wie er das finanzieren will. Denn der hierzu nötige Betrag dürfte bei mehr als 100 Milliarden Euro liegen.

Im Finanzministerium kursieren laut SPON bereits konkrete Pläne, wie dieses Wunder finanziert werden soll. Und siehe da, auch Olaf Scholz kann kein Geld herbeizaubern. Er plant (ohhh Wunder) die Rentenbeiträge der jetzigen Arbeitnehmer und Steuern zu erhöhen. Aus dem Steuerhaushalt wird schon jetzt Jahr für Jahr ein gigantischer Milliardenbetrag als Quersubvention an die Rentenkasse überwiesen. Ohne diesen Betrag wäre sie schon längst pleite. Mit höheren Steuern würde auch diese Subvention steigen.

Da könnte man den Rentenbeitrag auch gleich viel stärker anheben als ohnehin schon angedacht. Aber über höhere Steuern würden auch Bürger zu Stabilisierung des Rentennivaus herangezogen, die später gar keine Rente beziehen, wie zum Beispiel Selbständige. Man denke zum Beispiel an eine höhere Mehrwertsteuer, wo jeder Prozentpunkt eine Mehreinnahme von 12 Milliarden Euro bringt. Auch überlege man den bereits beschlossenen Rückbau des Soli rückgängig zu machen. Zumindest diesen Punkt dementierte das Finanzministerium.

 

Aber diese mutmaßlichen Überlegungen aus Scholz´ Ministerium – es geht gar nicht anders! Wer die Rente stabil halten will, kann letztlich nur von außerhalb zusätzlich Geld zuschießen, also von Beitragszahlern und Steuerzahlern. Zu einer großen Reform der Rentensysteme hin zu einem Modell wie in Skandinavien oder anderen Ländern scheint hierzulande offensichtlich eh niemand bereit zu sein. Darüber gibt es ja noch nicht mal ansatzweise Diskussionen in der Politik.

Die Tendenz ist also klar. Damit die jetzigen Rentner in den nächsten 22 Jahren ein stabiles Auszahlungsniveau ihrer Rente vorfinden, müssen die jetzigen Beitragszahler und Steuerzahler eine offenbar immer größere Beitragslast zahlen. Und das bei ohnehin schon extrem hohen Staatseinnahmen Haushaltsüberschüssen des öffentlichen Kassen (alleine 48 Milliarden Euro Plus im ersten Halbjahr 2018).

Rente - Olaf Scholz
Olaf Scholz bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages (2018). Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

3 Kommentare

3 Comments

  1. Nurmalso

    27. August 2018 10:33 at 10:33

    Es wird in den nächsten Jahren schon keine Rente mehr geben. Und wenn, dann nur auf H4 Niveau. Der Verschuldungsgrad nimmt exponentielle Formen an… ein Schuldenschnitt wird und muß kommen.

  2. Helmut

    27. August 2018 15:34 at 15:34

    Lieber Herr Fugmann, könnten Sie bei Gelegenheit das skandinavische Rentenmodell einmal erläutern, danke.

    • Michael

      27. August 2018 22:55 at 22:55

      @Helmut, das lässt sich auch ganz einfach googeln…

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Donald böse? Der gerade erst brav gewordene Nachbar senkt die Zinsen

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Mexiko war gerade erst „brav“ geworden. In der ersten Zeit seiner Präsidentschaft feuerte Donald Trump massiv gegen Mexiko, weil das Land den USA Wohlstand über das Freihandelsabkommen wegnehme, und weil Mexiko die illegalen Einwanderer Richtung USA nicht stoppe. Dann gab es ein neues Handelsabkommen, und seit Kurzem tut Mexiko laut Trump einen „deutlichen besseren Job“ an der Grenze, um Illegale aufzuhalten. Zuletzt war der südliche Nachbar laut Trumps Aussagen zu einem guten Nachbar geworden (sinngemäß ausgedrückt).

Ob das so bleibt? Seit Wochen schießt Trump eine Breitseite nach der anderen ab gegen seine eigene Notenbank. Die habe ihre Zinsen NUR um 0,25% gesenkt, während an vielen anderen Orten der Welt mehr gemacht werde auf den Weg nach unten. Somit würden ausländische Produkte attraktiver gegenüber US-Produkten. Und jetzt noch das. Mexiko hat gestern seine Zinsen gesenkt, und zwar von 8,25% auf 8,00%. Das ist die erste Zinssenkung seit fünf Jahren! Noch im letzten Jahr waren die Zinsen mehrmals erhöht worden.

Die Zentralbanker erwähnen in ihrem Statement ausdrücklich die schwache wirtschaftliche Lage in Mexiko und die Stagnation in der Wirtschaftsleistung. Bei einem Zinsniveau von jetzt 8,00%, da kann man bei nur -0,25% Zinssenkung und einem BIP direkt an der Schwelle zur Rezession, da darf man davon ausgehen, dass noch weitere Zinssenkungen folgen? Hat noch niemand Donald Trump von diesen sinkenden Zinsen in Mexiko erzählt? Damit hätte er noch ein Argument mehr, um die Fed nochmal anzustacheln für weitere Zinssenkungen.

 


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

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China droht USA – Trump vermiest euch Weihnachten

China droht den Amerikanern an, ihnen das Weihnachtsfest zu vermiesen. Was aber das Weihnachtsfest in den USA mit China zu tun? Eine ganze Menge!

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China droht den Amerikanern an, ihnen das Weihnachtsfest zu vermiesen – das legt ein Artikel der „Global Times“ (das englischsprachige Organ der Kommunistischen Partei Chinas) nahe.

Was aber das Weihnachtsfest in den USA mit China zu tun? Nun, eine ganze Menge! Denn ca. 90% aller in den USA verkauften Weihnachtsutensilien werden aus China in die USA importiert. Zwar sind diese Weihnachtsuntensilien (Baumschmuk, Lichter für den Weihnachtsbaum, Plastikdekoration etc.) bislang noch nicht von den US-Strafzöllen betroffen, aber das wird sich ab dem 01.September ändern: zwar hat die Trump-Administration Smartphones, Spielzeug und Bekleidung kürzlich von den Strafzöllen vorerst ausgenommen, aber ansonsten werden nun sämtliche Importe der USA aus China mit Zöllen belegt.

 

China will Amerikanern zeigen: Trump kommt euch teuer zu stehen

Amerikanische Importeure aber bestellen bereits im Sommer diese Weihnachtsutensilien in China – das Thema ist also jetzt schon aktuell. Und Peking droht nun in Gestalt der „Global Times“, dass die Amerikaner aufgrund der Trumpschen Strafzölle ein unvergessliche Weihnachten erleben könnten:

 

„If China plays the card of the holiday economy to hit back on the US in the trade war, Americans may have an unforgettable Christmas this year with price hikes for Christmas trees, plastic reindeer, glittery wreaths and even Bibles.“

Selbst christliche Bibeln, die in den USA gerne auch zu Weihnachten verschenkt werden (besonders im Mittleren Westen, der Stammregion der Wähler Trumps), würden also im Preis stiegen, so die Warnung. Und weiter: die chinesischen Hersteller dieser Weihnachtsutensilien könnten einfach die Preise erhöhen und damit die Inflation in den USA anheizen, da dort die erforderlichen Produktionskapazitäten gar nicht so schnell aufgebaut werden könnten vor dem Weihnachtsfest, wie die „Global Times“ maliziös anmerkt:

„This can be a bargaining chip in China’s trade negotiations with the US: Trump can delay tariffs on imports from China to curb inflation, so China can encourage its companies to raise the prices of certain products to push up inflation.

Even if Chinese exporters raise their prices, US consumers cannot find alternative products in the short run. This may give an advantage to China during the upcoming holiday shopping season.“

Peking scheint nun seine Exporte in die USA als Waffe im Handelskrieg einsetzen zu wollen – und damit seine bislang eher defensive Strategie gegenüber den USA zu ändern, indem ein „Kriegsziel“ das Erzeugen von Inflation in den USA ist:

„China won’t be content to only play defense in the trade war. Trump’s decision to delay tariffs reminds China that it can choose certain products on which to raise prices in the US market.“

Im Fokus stehen dabei offenkundig besonders symbolische Produkte wie Bibeln – aber selbst amerikanische Flaggen mit der Aufschrift “Trump 2020 – Keep America Great!” werden in China hergestellt. Weihnachten, so die „Global Times“ abschließend, werden die Amerikaner dann besonders stark spüren, wie vernetzt die Wirtschaften der USA und Chinas sind – und wie hoch die Kosten für den US-Konsumenten sein werden, diese Vernetzung zu lösen:

„Most US publishers print the Bible and some other religious texts in China. If the US-launched trade war results in a price hike or even a shortage of Bibles during the Christmas holiday, Americans will be deeply impressed by the interconnection between China and the US economy.“

 

China will den Amerikanern anhand des Weihnachtsfests zeigen, was Trump sie kostet

 

 

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Bitcoin: 100.000 Marke rückt wieder in den Fokus der „Experten“

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Im Bitcoin kann es immer sehr, sehr schnell gehen. Seit letztem Wochenende ist der Kurs von 11.000 Dollar heute auf 9.500 Dollar in die Tiefe gerauscht. Es war eine tagelange Abwärtsentwicklung. Aktuell wurde sie nochmal verschärft, weil es angeblich einen Abverkauf von Bitcoins durch durch mutmaßliche Krypto-Betrüger gegeben haben soll (hier mehr zu dem Thema). So schnell kann das gehen auf dem Weg nach unten.

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Bitcoin von 10.000 auf 100.000 Dollar?

Aktuell kämpft Bitcoin mit Kursen um die 10.000 Dollar-Marke. Aber man kann auch bei Betrachtung des ganz großen Bildes sagen: Wer hätte gedacht, dass Bitcoin von Mai 2017 von 1.500 Dollar auf fast exakt 20.000 Dollar nur ein halbes Jahr später ansteigen würde? Der Verlauf seit Mai 2017 ist sichtbar im Chart. Seitdem träumen viele Trader immer wieder von diesen alten Höchstkursen. Und immer wieder ist auch der ganz große Traum von dem Kursziel 100.000 Dollar zu hören. Die letzten Tage hörte man diese Zahl wieder öfter.

Bitcoin in USD seit Mai 2017

Zwei Stimmen sprechen über 100.000 Dollar

Anfang Juli hörte man von Anthony Pompliano (Mitbegründer der Vermögensverwaltungsgesellschaft Morgan Creek), dass er an einen BTC-Kurs von 100.000 Dollar im Jahr 2021 glaube. Viele Profi-Investoren seien sich noch gar nicht bewusst, was die sich abzeichnende Angebotsknappheit im Bitcoin bedeuten werde. Der große Antreiber für weitere Kursanstiege im Bitcoin werde die Halbierung der Bitcoin-Belohnungen sein. Dabei geht es darum, dass die Mining-Belohnungen um die Hälfte reduziert werden. Im Mai 2020 sei es soweit. Dann Ende Juli sagte Pompliano, dass die anstehenden Maßnahmen der EZB „Raketentreibstoff“ seien. Also stark ansteigende Krypto-Kurse auch dank der Notenbanken?

Vorgestern dann hat sich der ehemalige Goldman-Analyst Murad Mahmudov zu Wort gemeldet. Er spricht auch von 100.000 Dollar im Bitcoin. Nächste Woche könne es bergab gehen. Aber sein Bauchgefühl sage ihm, dass Trader solche Chancen nutzen würden um Bitcoin nachzukaufen. Man solle nicht kurzfristig verkrampft die Kurse betrachten, sondern sich das große Bild anschauen. Seiner Meinung nach werde BTC auf 100.000 Dollar steigen. Also, im großen Bild eine Verzehnfachung?

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