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Die schwindelerregende Tesla-Story: Großaktionäre fordern unabhängige Aufseher

Bei Tesla, da ist was los. Anfang der Woche stieg der Gesamtwert der Firma (zumindest in den Augen der Börsianer) so hoch, dass man kurzzeitig der wertvollste Autohersteller der USA war mit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Bei Tesla, da ist was los. Anfang der Woche stieg der Gesamtwert der Firma (zumindest in den Augen der Börsianer) so hoch, dass man kurzzeitig der wertvollste Autohersteller der USA war mit 51 Milliarden Dollar. Der Kurs sprang jüngst rauf bis auf 313 Dollar. Ein Wahnsinn. Ja, ja ist ja schon gut, wir wollen uns nicht schon wieder ausführlich darüber auslassen, wie völlig überzogen so ein Wert ist bei einer Firma, die brutal Geld verbrennt und noch nie Gewinne gemacht hat.

Man lebt eben von der großen Hoffnung. Hoffnungen können manchmal auch wahr werden, aber hier hofft man doch schon sehr lange, und hat unendlich große Träume bereits im aktuellen Kurs eingepreist. Diese schwindelerregende Story scheint so langsam wohl auch Großaktionären von Tesla unheimlich zu werden. Mehrere Großinvestoren, die schon lange in Tesla-Aktien investiert sind, haben in einem Brief an das Unternehmen gefordert unabhängige Aufseher im Aufsichtsrat der Firma zu installieren.

Diese dürften mit dem illustren Chef Elon Musk bitte nichts, aber auch gar nichts privat oder geschäftlich zu tun haben, so formulieren wir es mal im Klartext. Fünf der aktuell sieben aktuellen Aufseher seien in irgendeiner Form mit Musk verbunden, so die Kritik. Ein unabhängiger Aufsichtsrat müsse aber als Gegengewicht zum Firmenchef fungieren. Die Kritiker sind keine Hedgefonds, sondern in diesem Fall Pensionskassen zum Beispiel aus Kalifornien und New York.

Bis zum 24. April solle Tesla antworten. Darauf wartet man aber nicht. Schon gestern Abend sagte Elon Musk man suche ja bereits nach zwei neuen unabhängigen Personen für das Aufsichtsgremium. Man darf gespannt sein. Hört man zukünftig mehr kritische Worte aus dem Aufsichtsrat? Die Aktie jedenfalls legte gestern und vorgestern ein Päuschen ein und fiel vom Hoch 16 Dollar. Nur eine kurze Pause? Wir wissen es auch nicht. Da muss jeder ganz für sich alleine entscheiden, ob er das noch mitmachen will mit einem Neu-Einstieg. Hier nochmal kurz die Sichtweise von Elon Musk zu all den Nörglern an seiner Aktie. Wer auf fallende Kurse setzt, steht momentan verdammt schlecht da, so sinngemäß die Übersetzung dieses Tweets aus der letzten Woche. Die Aktie stand noch im Dezember bei 180 Dollar.


Die Tesla-Aktie seit Oktober.

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    gerd

    13. April 2017 14:02 at 14:02

    Aber wenn doch sogar …“Pensionskassen zum Beispiel aus Kalifornien und New York.“ dort investiert sind, muss ich doch annehmen, dass die Aktie noch nicht zu teuer ist.

    Die werden ihre Investments sicherlich sorgfältig auswählen. Und es ist ihnen doch bestimmt nicht verboten dort wieder auszusteigen und Gewinne mitzunehmen.
    Aber sie bleiben und hoffen anscheinend auf mehr.
    Das macht mich als „Leerverkäufer“ etwas unfroh.

    • Avatar

      Sabine

      14. April 2017 13:04 at 13:04

      Es darf gelacht werden.
      http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/dossier/story/18911915
      http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/415273/LehmanwbrPleite-trifft-Oesterreich-mit-einer-Milliarde-Euro
      „Pensionskassen“

      Wir Deutsche mit unserer KFW toppen natürlich noch unsere Nachbarn.
      1.) 15. Sept.2008, 7.11 Uhr: Die Nachrichtenagentur AP meldet: „Die schwer angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers will Konkurs anmelden.“
      2.) 3 Tage vorher 12. Sept: Mehrere KfW-Abteilungsleiter sitzen an diesem Fr. und beraten die Lage. Sie sprechen darüber, wie sich im Zuge der Finanzkrise die Situation für Lehman Brothers verschärft hat. … Der bereits in den Computer eingegebene Währungsrücktausch, das so genannte „offene Settlementrisiko“, scheint nicht kontrovers diskutiert worden zu sein. Die Abteilungsleiter vertagen sich auf Montag, 9.30 Uhr.
      14. Sept: Die Krise von Lehman gerät außer Kontrolle. Die Verhandlungen über eine Rettung scheitern. Die Mitarbeiter der KfW genießen ihr WE. Kein Verantwortlicher scheint die Lage bei Lehman zu verfolgen.
      15. Sept, 8.37 Uhr: Die KfW leistet die Rückzahlung in Höhe von 320 Millionen Euro. Die Bundesbank erledigt die Überweisung. Die Gegenzahlung von Lehman bleibt aus. (Ach?)
      3.) 2 Tage später, am 17.09. offenbart diese Bank, daß sie bereits seit Monaten von der Schieflage von LehmanBrothers wußte. Warum überweist sie dann nach der Insolvenz nochmal 300Millionen? „Die KfW hat ihr Engagement bei Lehman in den vergangenen Monaten systematisch reduziert.“
      http://www.sueddeutsche.de/geld/die-millionen-ueberweisung-der-kfw-protokoll-einer-panne-1.698156

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    PK

    13. April 2017 14:27 at 14:27

    „Aber wenn doch sogar …“Pensionskassen zum Beispiel aus Kalifornien und New York.“ dort investiert sind, muss ich doch annehmen, dass die Aktie noch nicht zu teuer ist.
    Die werden ihre Investments sicherlich sorgfältig auswählen.“

    Hey Gerd,

    das war jetzt aber doch ironisch gemeint oder ?
    Tesla hat mit einem „Investment“ so viel zu tun wie einige Highflyer zu Zeiten des neuen Marktes. Tesla wird in 10 Jahren sicher unter 50 Dollar notieren. Und zwar ohne Aktiensplit. Dennoch gibt es aktuell keinen sinnvollen Grund zu shorten. Die short borrowing costs liegen bei 20% und Puts etc. verbieten sich sowieso. Daher braucht es einfach zu viel Glück beim Zeitpunkt. Nochmal, logisch macht ein short Sinn, praktisch aber nicht.

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      gerd

      13. April 2017 15:55 at 15:55

      Ich hätte eher andersherum vermutet – vom Chronologischen her. Falls sie dieses oder nächstes Jahr nicht Pleite gehen und weg sind vom Fenster, dann werden sie in 10 Jahren tatsächlich noch höher stehen.

      Unten der Kommentar von Dieter G. ist ja auch nicht verkehrt, dass die Teslas nicht gerade wie Nuckelpinnen aussehen.

      Wobei ich mich frage, warum kauft sich freiwillig überhaupt jemand ein Elektroauto statt Benziner.
      E-Bike kann ich gut verstehen, das bringt effektiv Vorteile, egal wie gut oder schlecht ich konditioniert bin.
      Da gibts ja sogar schon derartige Mountainbikes.
      Aber beim Auto habe ich doch das Gegenteil, nämlich Einbuße an Kraft und Kondition.

      Und heute las ich, dass ALLE einen höheren Strompreis bezahlen müssen, weil die Leitungskosten/Netzausbau wegen der zu schaffenden rund 70000 Ladestationen teurer wird.

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        Emm wie Meikel

        13. April 2017 18:25 at 18:25

        Nicht zu vergessen, die mit der Zeit nachlassende Kapazität der Akkus (ist nach derzeitigem Stand der Technik unvermeidbar). Es ist der selbe Scheiss wie beim Handy oder Tablet. Auch sind weit und breit keine Stromtankstellen zu finden, die die für eine halbwegs vertretbare Ladedauer notwendige Stromstärke liefern.

        E-Autos sind vom Prinzip her interessant und vielleicht sogar die Zukunft, doch eine Massentauglichkeit liegt noch in weiter Ferne. Selbst wenn diese Technologie irgendwann mal so weit ausgereift ist, daß sie alltagstauglich wird, können es ganz andere Firmen sein, die sich etablieren (Tesla ist nicht der einzige Autobauer und bis dahin vielleicht sogar insolvent).

        • Avatar

          Walter Schmid

          13. April 2017 23:11 at 23:11

          Genau!

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    Dieter G.

    13. April 2017 14:47 at 14:47

    Ist jetzt aber typisch deutsches Journalistengeschreibe, oder? Tesla isoliert zu betrachten dürfte der größte Fehler sein. Aber ok, wer natürlich sein Geld lieber in betreutes Wohnen bei VW & Konsorten anlegen möchte….

    Keine Ahnung warum permanent auf Tesla rum gehackt wird. Alle kreischen nach Veränderung, Innovation, neuen Ideen. Dann wird geliefert was bestellt wurde, und siehe da, der deutsche Michel kriegt schlechte Laune.

    Einer unserer Geschäftsfreunde hat sich im letzten Monat einen Tesla gekauft. Ehrlich? Ein richtig geiles Auto. Da verblassen die Nuckelpinnen der deutschen Autobauer.

    Ein entspanntes Osterfest wünscht

    Dieter

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      Sabine

      14. April 2017 13:08 at 13:08

      „Dann wird geliefert was bestellt wurde, …“ Da liegt der Haken. Eben nicht.
      Der Gewinner an der Aktion ist der Tesla-Käufer, weil er ein aktionärsgesponsertes Auto bekommt. Er müßte eigentlich mehr als das Doppelte zahlen.

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        gerd

        14. April 2017 17:43 at 17:43

        Mehr als das Doppelte?
        Das spricht dafür, dass Sie die Tesla-Produkte doch eigentlich sehr wertschätzen.
        Ich hoffe, aus reinem Egoismus, sie sind nicht das Doppelte wert und ich hoffe weiter, Sie haben mit Ihrer skeptischen Einschätzung hinsichtlich öffentlicher Pensionskassen Recht.

        • Avatar

          Walter Schmid

          15. April 2017 10:35 at 10:35

          Ich glaube nicht, dass hier Wertschätzung gegenüber Tesla-Produkten gemeint war, sondern eher ein Hinweis auf den Umstand, dass Tesla bei seinen bisherigen Preisen ja noch nie in der Lage war, kostendeckend zu arbeiten, geschweige denn einen Gewinn einzufahren.

  4. Avatar

    PK

    13. April 2017 16:31 at 16:31

    Dieter, bin auch schon Tesla gefahren, das letzte Mal vor ein paar Tagen.
    Klar, der „Von Sinnen“ Modus ist lustig, macht sicher mal ein paar Wochen Spass das Ding. Der kurvigen Landstrasse konnte der S nicht mal bis zur 2.Kurve folgen (Nachts). Der Besitzer hat mir dann erklärt, wie toll es ist, wenn man mal in Ruhe am Autohof einen Kaffe trinken kann (denn da waren wir dann 1.5h). Und daß er dann in Ruhe Emails checken kann etc. Vorher hatte er einen Porsche und ist immer 230 auf der Autobahn gefahren, weil ers so eilig hatte.
    Ich glaube einfach, daß das Clientel für so ein Auto begrenzt ist. Und wenn es ein Massenprodukt wird, wird es andere geben. Die Eintrittsbarriere ist gleich Null für die anderen Autobauer. Die verdienen aber halt gerne was an jedem verkauften Auto, darum gibts das auch noch nicht.
    Als Aktienanlage ist Tesla in jedem Fall eine völlige Katastrophe.

    • Avatar

      Walter Schmid

      13. April 2017 23:14 at 23:14

      Genau so ist es!

  5. Avatar

    Masud79

    13. April 2017 18:04 at 18:04

    Die kacke jagt heute wieder hoch unglaublich

  6. Avatar

    Habnix

    13. April 2017 18:30 at 18:30

    Was ist an Substanz bei Tesla . Es ist alles aufgebauscht nach meiner Ansicht.

    Sind die Fahrzeuge von Tesla Winter tauglich?

    Bisher haben wir sie immer bei schönem Wetter gesehen.

    Ein Winter wie 1978/79 steht noch aus.

  7. Avatar

    columbo

    13. April 2017 19:03 at 19:03

    Tesla erinnert mich an holländische Tulpen. Was damit gemeint ist, weiß jeder hier.

    • Avatar

      Walter Schmid

      13. April 2017 23:15 at 23:15

      Ein wirklich guter Vergleich!

    • Avatar

      Habnix

      14. April 2017 15:31 at 15:31

      Guter Vergleich!

  8. Avatar

    Walter Schmid

    13. April 2017 23:34 at 23:34

    Tesla ist meine zweitgrößte Shortposition auf eine Aktie und ich werde sie immer weiter shorten, je höher der Kurs steigt, weil sie selbst dann völlig überbewertet ist, wenn Elon Musk mit seinem Unternehmen Erfolg haben sollte. Einen solchen sehe ich aber nicht. Die aktuelle Bewertung ist genauso verrückt, wie die Bewertungen vieler New-Economy-Unternehmen im Jahr 2000. Zugute halten möchte ich Musk’s Idee mit den Solardächern. Die ist echt gut, aber eine gewinnträchtige Entwicklung muss auch hier erst einmal nachgewiesen werden. Tesla ist derzeit eine der besten Aktien, die man shorten kann!

    • Avatar

      Dieter G.

      14. April 2017 13:06 at 13:06

      Hä? Dann bist Du ja jetzt super im Plus, oder? Nur, wo liegt jetzt die Intelligenz Deiner Shortposition? Am Hoch zu shorten ist ja legitim, aber wenn es überhaupt keinen Grund gibt sich zu engagieren, halte ich das für ziemlichen Blödsinn.

      • Avatar

        Walter Schmid

        18. April 2017 02:42 at 02:42

        Wenn es deiner Meinung nach keine guten Gründe gibt, Tesla zu shorten, musst du es ja auch nicht tun.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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