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Trump-Sieg jetzt offiziell – hier die Kernaussagen seiner Siegesrede

Donald Trump wird neuer US-Präsident mit derzeit 288 Wahlmännern, Clinton kommt auf 215. Können Sie es auch noch nicht so richtig fassen? Alle „Experten“ lagen irgendwie falsch. Gerade eben…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump wird neuer US-Präsident mit derzeit 288 Wahlmännern, Clinton kommt auf 215. Können Sie es auch noch nicht so richtig fassen? Alle „Experten“ lagen irgendwie falsch. Gerade eben hat er seine Siegesrede in New York beendet (VIDEO im vorigen Artikel). Hier die wichtigsten Aussagen von Trump:

Habe Glückwünsche von Hillary Clinton erhalten. Sie hat „uns“ gratuliert.

Hillary hat sehr lang und hart gearbeitet, und wir schulden ihr Dankbarkeit für ihren Dienst an unserem Land.

Ich werde Präsident für alle Amerikaner sein.

Ich werde das Land wieder aufbauen. Es wird eine schöne Sache werden.

Ich werde fair mit allen Menschen und allen anderen Nationen umgehen.

Es ist Zeit zusammenzukommen und die Menschen zu vereinen.

Es ist Zeit die US-Infrastruktur wieder aufzubauen.

Ich erwarte tolle Beziehungen mit dem Rest der Welt.

Es geht jetzt um nationales Wachstum und Erneuerung.

Die vergessenen Männer und Frauen des Landes werden nicht länger vergessen sein.

Es geht darum die stärkste Volkswirtschaft der Welt zu haben.

Wir werden Millionen Menschen wieder in Arbeit bringen.

Wir werden uns auch um unsere Veteranen kümmern.

Wir suchen international Partnerschaften, und nicht Konflikte.

Wir werden unser Wirtschaftswachstum verdoppeln.


FMW-Schnellfazit: Trump will zeigen, dass er doch ein seriöser Staatsmann sein kann. Es sind natürlich viele Politik-Floskeln, aber er hätte auch schrecklich draufhauen können wie im Wahlkampf. Diese jetzigen „sanften“ Worte sorgen gerade für etwas Balsam an den Aktienmärkten.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Karl Müller

    9. November 2016 09:21 at 09:21

    Bis 10:30 Uhr sind wir wieder da, wo wir gestern Abend aufgehört haben.
    Da kann man nur noch verwundert den Kopft schütteln…

    VG KARL

  2. Avatar

    Helmut Josef Weber

    9. November 2016 09:30 at 09:30

    Naja- wenn Trump das gelingt, dann wird Panik unter den europäischen Politikern ausbrechen, denn das wäre eine Steilvorlage für alle rechten Parteien Europa.
    Aber ich denke, Trump hat die gleiche heiße Luft verteilt wie die Präsidenten vor ihm.
    Die USA sind bankrott und wenn Trump seine Amtszeit hinter sich hat, dann sind die USA noch bankrotter.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • Avatar

      Gixxer

      9. November 2016 11:12 at 11:12

      Ich bin mal gespannt. Sicher ist die USA bankrott, aber das war sie schon vor Trump. Unter Obama wurde die Staatsverschuldung fast verdoppelt.

  3. Avatar

    leser

    9. November 2016 09:51 at 09:51

    Der 9. November zeigt mal wieder, was in ihm steckt. Ein ganz besonderer Tag.

    Am 09. November 1960 wurde übrigens J.F. Kennedy zum Präsidenten gewählt. Er soll vorgehabt haben, sich mit der FED anzulegen. Drei Jahre später war er tot.

    Entweder es kommt so, wie @H.J. Weber vermutet, oder man muss Trump gute Gesundheit wünschen.

  4. Avatar

    Michael

    9. November 2016 10:34 at 10:34

    Ich möchte nur mal wissen, wieso sich der CAD genau gegenteilig zu allen anderen Währungen (außer dem Peso) verhalten hat.
    Will Trump im Norden auch eine Mauer bauen?
    Oder wandern jetzt 150 Millionen Amis nach Kanada aus, was die Arbeitslosigkeit auf 99% treiben würde ;)

    • Avatar

      gerd

      9. November 2016 10:54 at 10:54

      Aber etliche arrogante, vom Volk abgehobene Multimillionäre aus dem Show-Bis müssen jetzt abhauen – so sie denn konsequent sind und ihren „Drohungen“ Taten folgen lassen.

  5. Avatar

    Kritix

    9. November 2016 10:42 at 10:42

    Was lernt der Fachmann – und auch die Finanzmarktwelt ? Man soll den Tag nicht vor dem Abend preisen (so geschehen als die FMW vor einigen Wochen Clinton schon definitiv zur Siegerin ausrief). Ach und wer tröstet Herrn Riße?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. November 2016 10:45 at 10:45

      @Kritix, wer hat Clinton zur Siegerin ausgerufen? Wir jedenfalls nicht – ich darf hier auf die Videoausblicke und Marktgeflüster verweisen!!

    • Avatar

      gerd

      9. November 2016 10:58 at 10:58

      Ne, ne. Herr Fugmann hat uns eher darauf eingestimmt, dass es Trump entgegen der großen Meinung sogar schaffen könnte.

      Aber Herr Riße hat im letzten Video den Clinton-Sieg vorhergesehen.
      Trost braucht er dennoch nicht, weil – und das ist ja der Hammer –
      trotzdem gemeint hatte, man sollte doch mal bei (ungefähr 10440 )
      short gehen. O.k. danach überstieg der DAX noch die 10500.
      Vielleicht hat er sich da schon ausgestoppt.

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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am

Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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