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Die Trump-Ökonomie kann nur im Crash enden!

Die US-Regierung unter Trump regiert gewissermaßen auf Kreditkarte nach dem Motto: jetzt konsumieren, später (oder am besten gar nicht) bezahlen! Trump verspricht den Amerikanern ein "free lunch", aber die Rechnung kommt später durch massive Inflation, weil die USA die Verschuldung nur durch Inflationierung tragbar machen können..

FMW-Redaktion

Es ist schon erstaunlich: Donald Trump hat als Wahlkämpfer stets die massive Verschuldung der USA kritisiert – nun will er sie massiv erhöhen. Trump hat als Wahlkämpfer die „Fake-Arbeitsmarktdaten“ kritisiert (und nicht zu Unrecht!), nun feiert er diese „Fake-Zahlen“ als sein Verdienst. Neue Allzeithochs an den Aktienmärkten? Natürlich sein Verdienst, wie er in zahllosen Tweets kommuniziert hat. Nach dem Montags-Crash dagegen lautes Schweigen von Trump!

Die US-Ökonomie scheinbar stark – sein Verdienst, obwohl er damit so gut wie nichts zu tun hat!

Peter Schiff sagt: Trump verspricht den Amerikanern ein „free lunch“, aber die Rechnung kommt später durch massive Inflation. Diese Inflation hat zunächst begonnen als Asset-Bubble, wird früher oder später aber zu realer Inflation, weil die USA die Verschuldung nur durch Inflationierung tragbar machen können.

Was passiert derzeit? Die US-Regierung unter Trump regiert gewissermaßen auf Kreditkarte nach dem Motto: jetzt konsumieren, später (oder am besten gar nicht) bezahlen. Aber die Rechnung wird kommen – und man wird Trump und den Kapitalismus verantwortlich machen für den Crash, der beinahe unvermeidlich, aber eigentlich durch die Notenbanken verursacht worden ist. Trump ist nur eine Art Brandbeschleuniger, weil er den Exzess noch auf die Spitze treibt!

Was wir am Montag als Flash-Crash gesehen haben, ist das erste Anzeichen für schwere Stürme an den Finanzmärkten. Natürlich heißt es nun überall: die Fundamentaldaten sind doch gut, also entspannt euch:

Die Aussagen von Peter Schiff bringen die Lage der USA auf den Punkt:

Und: Schiff hatte bereits am Freitag vor dem gewarnt, was dann am Montag passiert ist:


Foto: whitehouse.gov



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11 Kommentare

  1. Peter Schiff und zerohedge sind die alternativen (englischsprachigen) Adressen die man heute kennen muss. FMW ist das deutsche Pendant und dazu erst einmal: Gratulation. Wer seinen Kindern das Thema „Wirtschaftspolitik“ auf spielerische Weise näher bringen will, dem empfehle ich das ins Deutsche übersetzte Buch von Peter Schiff mit dem Namen „Wie eine Volkswirtschaft wächst … und warum sie abstürzt“. Auf Amazon erhältlich. Ich habe das Buch selbst gelesen und meinem 15jährigen Sohn geschenkt. Peter Schiff hat die dort beschriebene Geschichte von seinem Vater gelernt und auch ich denke, als Vater hat man seinen Kindern gegenüber eine Verantwortung die über das Beibringen von Mathematik und Skat hinaus geht. Gruß an die Redaktion von FMW – Alex Kreis

    1. @Axel Kreis, danke für Ihre Worte und vor allem für den Literatur-Tip! Werde ich meinem ältesten Sohn schenken!

    2. FMW = deutsches Pendant zu zerohedge
      Das ist aber ein Ritterschlag. Gratuliere.

      Was Schiff zu zu Trump sagt, ist natürlich in weiten Teilen richtig. Trump hat seine Wähler betrogen (welcher Politiker tut das eigentlich nicht?). Laut Telepolis (http://bit.ly/2EseqVO) soll er sich aber schon 2016 als „König der Schulden“ bezeichnet haben. Insofern hätte man als Amerikaner wissen können, dass es mit der Haushaltskonsolidierung nichts wird. Da aber China, die EU und vor allem Japan das gleiche Spiel betreiben, ist noch nicht ausgemacht, wem zuerst das Vertrauen entzogen wird. Bei dem Schuldenclub haben die USA vergleichsweise gute Karten.

      Im Vergleich ist die russische Volkswirtschaft mit geringer Verschuldung und riesigen Rohstoffreserven kerngesund.

      Der schwarze Schwan könnte ein Angriff auf Nord Korea nach der Olympiade sein. Darüber wird ja schon mehr oder weniger offen spekuliert. Ich hoffe inständig, dass uns das erspart bleibt.

      1. Russlands Wirtschaft ist einseitig von Rohstoffen und Waffen abhängig. Was finden Sie daran gesund?

    3. Hi cool, danke für den Buchtipp. Werde es mir in der Bib ausleihen.

    4. daß Schiff in seinem Podcast richtig mit Montag gelegen ist wundert mich wenig, da er sowieso täglich seit 7 Jahren den Crash prognostiziert zusammen mit anderen Crashproheten die immer wieder aus dem Morast gefischt werden.
      Es ist unfassbar, wie man solche Leute feiern kann, die dann alle 5 Jahre mal kurz richtig liegen und dazwischen komplett falsch.
      Ich hab Freitag HIER geschrieben, daß es am Montag im Trend meist weiter geht und der Turnaround am Dienstag kommt und so kam es ja auch.
      Das hat nix mit tollem Wissen zu tun sondern ist einfach statistisch so wenn man sich auch nur minimal mit Marktverhalten beschäftigt.

      Markus:
      Seinem Sohn sollte man lieber ein Buch schenken, wie man von den Verwerfungen der Dummen profitieren kann und nicht ständig gegen die stärkeren kämpft. Dann hat er im Alter mehr Geld als die Schiff-Söhne. Wobei man grundsätzlich dankbar sein muss wenn die Söhne überhaupt solche Bücher lesen.

  2. Naja das gesamte Geldsystem der Welt kann so wie es ist nur in einer Katastrophe enden. Das Desaster hat mit dem Start des Verschuldungswahnsinns begonnen. Das liegt Jahrzehte zurück. Egal wer Präsident ist, oder es gewurden wäre- irgendwann muss das alles mal aufgelöst werden. Eventuell mit einer Rückkehr zum Goldstandard. Aber solange es alles noch so ein bisschen läuft wird niemals eingesehen werden, dass man so etwas gebrauchen könnte für eine Stabilistät. Das sieht man erst ein wenn alles noch viel schlimmer wird (eventuell mit einer Hyperinflation)

    1. Keine auch nur halbwegs vernünftige Regierung wird erwägen, zu einem Goldstandard zurückzukehren, also letztlich ein System fester Wechselkurse bei gleichzeitiger Aufgabe einer autonomen Geldpolitik. Zu Zeiten des Goldstandards gab es viel häufiger Rezessionenn als danach und häufig so tiefe wie die von 2008/09 und funktionieren kann das ganze dann auch nur noch, wenn die Löhne vollkommen flexibel sind, was wiederum nur geht, wenn die Arbeitnehmer entrechtet werden.

  3. Dass gewisse Leute sämtliche sogenannte Crash-Prophethen regelmässig kritisieren ist abstossend.
    Sie haben noch nicht gemerkt,dass sie damit die momentane einmalige künstlich geschaffene überkaufte Situation als normal anschauen.Mindestens nach den Erfahrungen der letzten Tage hätte ich gedacht, das diese Ewgigbesserwisser ein wenig ruhiger werden.

  4. Dass diese Blase bald platzen muss ist sonnenklar, ich bin sicher ,dass die Finanzberater dem Donald sagen ,dass er das bald zulassen soll, um dann im nächsten Herbst vor den Zwischenwahlen wider voll den Börsenboom feiern zu können.Dies ist die vielseitige Meinung eines einseitigen Betrachters.
    Oder denkt einer Trump sollte die Blase noch weiter aufblasen u.dann im nächsten Herbst als Schuldiger des Crash in die Zwischenwahlen zu gehen.
    Auch wenn Trump als Politiker Quereinsteiger ist,
    taktisch würde er noch manchem etwas vormachen.

  5. „Peter Schiff sag“

    Wenn der was sagt, kann man davon ausgehen, dass es nicht stimmt.

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