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Die Wahlen in Frankreich – und die Reaktion der Märkte: Französische Banken und Anleihen die Hauptgewinner

Sicher Häfen wie deutsche Staatsanleihen werden abverkauft, während im Sog der Gewinne am französische Anleihemarkt auch die Anleihen der Europeripherie stark zulegen. Aber die Probleme sind damit nicht beseitigt!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat heftige Reaktionen an den Märkten ausgelöst! Der französische Leiitndex CAC40 steigt um fast 4%:

Und steigt damit deutlich stärker als der Dax, der sich zuvor besser entwickelt hatte als der Index aus Frankreich:

Große Gewinner sind die französischen Großbanken BNP Paribas (+7,8%), Credit Agricole (+7,8%) und die Socgen (+9,3%).

Der andere große Gewinner ist der französische Anleihemarkt: die Differenz der Risikoprämien (spread) zwischen französischen Anleihen und deutschen Anleihen fällt deutlich:

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Während französische Anleihen haussieren (also die Rendite sinkt), werden deutsche Anleihen abverkauft, vor allem die Benchmark-Anleihe Europas, die Bundesanleihe (10-jährige Anleihe Deutschlands):


(Bundesanleihe schwarz, Frankreichs 10-jährige orange)

Das überträgt sich auch auf die Europeripherie, auch Italiens Anleihen können deutlich zulegen und verringern damit den Spread zu deutschen Anleihen:

Also eine ganz große Beruhigung über die Lage in Europa! Aber die Schuldenproblematik bleibt ja dennoch bestehen:

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Und wenn sich das nicht ändert, droht Deutschland absehbar der Weg in eine Fiskalunion, mithin also die Übernahme der Haftungsrisiken – das zeigt das immer weitere Auseinanderdriften der Target2-Salden:

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Zurück zu Frankreich: Die Wahlen in unserem Nachbarland zeigen aber doch, wie gespalten das Land eigenttlich ist: der Osten neigt zu Le Pen, der Westen des Landes zu Macron. In Paris lag Macron mit 37% klar vorne, während Le Pen nicht einmal 5% der Stimmen erhielt:

https://twitter.com/noahbarkin/status/856404454819737600

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leser

    24. April 2017 11:28 at 11:28

    Wenn die Anleihemärkte richtig liegen, die deutlich sagen, toll, Deutschland zahlt alles, dann handelt es sich bei der Reaktion des Dax um eine kognitive Dissonanz. Spannend, ob die 12390,80 aus 2015 halten.

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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