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Die Wahrscheinlichkeit eines Bärenmarktes steigt exponentiell

Die Wahrscheinlichkeit eines Bärenmarktes steigt exponentiell

Aktuell läuft es an den Aktienmärkten wie am Schnürchen. Zuletzt hat das Momentum der Santa Claus Rally den S&P500 sogar auf ein neues Allzeithoch getrieben, auch Dow Jones und Nasdaq sind nur ein bzw. zwei Prozent von ihren Rekorden entfernt. Folglich haben zahlreiche Anleger das Bärenlager verlassen und sind auf die Bullenseite gewechselt. Der längste Bullenmarkt in der US-Wirtschaftsgeschichte setzt sich also fort. Je länger die Hausse andauert, desto näher rückt jedoch der Beginn eines Bärenmarktes. Aus fundamentaler Sicht spielt die Geldpolitik der US-Notenbank eine entscheidende Rolle. Der Konsens an den Börsen konnte sich jahrelang darauf verlassen, dass die US-Notenbank bei größeren Kursverwerfungen wie immer zur Rettung eilt. Allerdings ist in einem inflationären Umfeld auf den sogenannten Fed-Put kein Verlass mehr. Es gibt aber auch ein paar technische Indikatoren, die erste Warnsignale liefern.

Welche Indikatoren deuten auf einen Bärenmarkt hin?

Um einen Bärenmarkt zu antizipieren, hat die Investmentbank Goldman Sachs das sogenannte „Bear Market Prohability Model“ entwickelt. Dies hat bereits die Bärenmärkte nach der DotCom-Blase, der Finanzkrise und den 20-prozentigen Einbruch in 2018 prognostiziert. Der Indikator ist aber nur ein Teil eines komplexen Puzzles. Bisher konnte noch kein Modell den genauen Zeitpunkt vorhersagen. Eines ist aber gewiss, wir stehen nicht mehr am Anfang einen Bullenzyklus, sondern kommen dem Beginn eines Bärenmarktes immer näher. Auf den großen Zeitebenen deuten Indikatoren wie zum Beispiel der RSI, aber auch die Marktbreite an, dass das Momentum trotz neuer Allzeithochs deutlich abnimmt. Vor allem die US-Märkte sind von einer Handvoll von Aktien getrieben, während eine nicht unbedeutende Anzahl von Aktien schon mitten in einem Bärenmarkt steckt.

Es sind einmal mehr die Tech-Giganten wie zum Beispiel Apple, Amazon und Microsoft, die für die Anstiege in den großen Indizes sorgen. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Bärenmarkt schon morgen beginnt. Übergeordnet befinden sich die Indizes noch in einem aktiven Aufwärtstrend. Trotz des fundamentalen Gegenwinds beweisen die Aktienmärkte ihre Stärke. Wie Sie im folgenden Video sehen können, nehmen die Risiken jedoch zu und es gibt erste dunkle Wolken am Aktienhimmel. Die aktuelle Situation an den Märkten bietet derzeit keine gute Kaufgelegenheit. Anleger brauchen daher keine Angst zu haben etwas zu verpassen (FOMO), die Volatilität dürfte auch in den kommenden Wochen immer wieder anziehen und neue Einstiegsmöglichkeiten auf niedrigerem Niveau bieten. Noch ist die Hausse nicht vorbei, aber die Alarmglocken läuten schon leise im Hintergrund.



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3 Kommentare

  1. Ein Bärenmarktindikator fehlt mir noch, den „Fugi“ vor 10 Tagen in seinem Video gezeigt hat und der mir nachhaltig im Gedächnis hängen geblieben ist: Der Margin Debt und dabei insbesondere der „% Change in Margin Debt from Year ago“ Wenn das mal kein Spitzen-Indikator ist… Für alle die es nicht gesehen haben:

    https://youtu.be/wxLk5zvvR3w?t=326

    In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch und einen saftigen Bärenmarkt in 2022! ;-)

  2. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich solche Artikel schon voriges Jahr gelesen, die den Bärenmarkt ankündigten. Nö, Nö Korrekturen von 10-20% sind excellente Einstiegskurse. Erst recht, wenn die Pandemie noch andauern sollte. Vor allem wird es auch der letzen Gretl und dem letzten Michl bewusst, dass er sein Heil in der Aktienanlage suchen muss. Von dem Bärenmarkt Träumereien las ich mich inspirieren.

  3. „nicht“ inspirieren.

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