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Die Welt vor der größten Wirtschaftskrise aller Zeiten?

Redaktion

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Steht die Welt vor der größten Wirtschaftskrise aller Zeiten? So zumindest lautet der Untertitel des Buches von „Mr. Dax“, Dirk Müller. Er sieht ein derzeit ein gigantisches „Machtbeben“ (so auch der Haupt-Titel des Buches). Müller will laut eigener Aussage die „tektonischen Platten“ des Finanzsystems untersuchen, um mögliche Erdbeben zu lokalisieren. Ein beginnendes Erdbeben sieht Müller in der derzeit „größten Blase der Weltwirtschaftsgeschichte“, in China. So sei etwa der Notverkauf der Deutsche Bank-Aktien durch den chinesischen Konzern HNA ein Zeichen dafür, dass dort die Schuldenblase beginne, zusammenbrechen (siehe hierzu auch unseren Artikel „China hat sich entschieden: Schuldenblase wird weiter aufgepumpt, um Trumps Handelskrieg zu trotzen!“).

Und Müller meint, dass die USA die Krise in China befeuern wollten, um der unangefochtene Hegemon der Welt zu bleiben und durch wirtschaftliche Maßnahmen wie Zölle den Aufstieg des Rivalen China zu stoppen. Und damit hat er sehr wahrscheinlich recht..


By UN Photo/Logan Abassi United Nations Development Programme – originally posted to Flickr as Haiti Earthquake, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8985699

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Patrick Miller

    19. September 2018 12:19 at 12:19

    Dirk Müller ist so schwach, in 3 Jahren hat er mit seinen Fonds keinen Cent verdient…..

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. September 2018 12:22 at 12:22

      @Patrick, ja ich glaube auch, dass die Verwaltung von Geldern eher nicht die Stärke von Dirk Müller ist. Aber in seiner theoretischen Analyse zu China und den Handelskrieg, den die USA gegen China führen, hat er meines Erachtens sehr recht!

    • Avatar

      Monsun

      23. September 2018 08:57 at 08:57

      Wenn er gierig gewesen waere,dann waere er schon laengst Pleite!

  2. Avatar

    Patrick Miller

    19. September 2018 12:29 at 12:29

    Sehr geehrter Hr. Fugmann,
    Ich schätze Ihre Kommentare sehr, aber ich habe bei MWB Wertpapierhandelsbank in München mal gearbeitet, und war der profitableste in der Zeit von 2003 – 2008 für die mit Designated Sponsoring und Placements, während er in Frankfurt absolut schlecht war mit der Konten Betreuung Trading.
    Mit China gebe ich Ihnen nicht recht, die werden das korrigieren. Das Sentiment für Aktien ist einfach zu schlecht. USA wird nochmals 30% steigen bevor wir crashen, war übrigens schon 1987 bei Dt. Bank Capital Markets im Oktober 1987 dabei, das war ein CRASH!!!

    • Avatar

      Noob

      19. September 2018 14:14 at 14:14

      Erinnere ich mich oder waren das nicht die Jahre nach der DOT Com… komisch, da hab ich als Leihe auch fett Kohle gemacht.
      Und keiner von euch Dr.Siebengescheiten hatt je einen richtigen Crash am eigenen Leib erlebt. Der liegt fast 90 Jahre zurück. Alles andere waren Korrekturen wie warme Sommerlüftchen.

      • Avatar

        Monsun

        19. September 2018 17:34 at 17:34

        https://www.youtube.com/watch?v=OvgEgZ6g-wE
        Aber dieser absehbare Migranten(crash) in der EU ,da wuerde 1929 ein Fliegenschiss dagegen sein!
        Dann geht es ins Eingemachte und dann interessiert mich der DAX ect.einen
        feuchten Kehricht.
        Buergerkrieg ist schon mal vorprogramiert…

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    altbär

    19. September 2018 12:41 at 12:41

    Dirk Müller ist natürlich wie viele andere Realisten ( Bären) von den Notenbank -Manipulatoren ausgetrickst worden. @ GN hat das kürzlich gut beschrieben.
    Ehrlich gesagt war doch die Börsenentwicklung der letzten Jahre eine Wette gegen noch nie dagewesene Manipulationen. Alle die Long waren haben Geld verdient u. waren somit Superanleger.
    Die Abrechnung kann erst gemacht werden ,wenn die Billionen von Buchwerten nach Verkauf in echte Gewinne umgesetzt werden.

  4. Avatar

    tm

    19. September 2018 12:47 at 12:47

    „Dirk Müller ist natürlich wie viele andere Realisten ( Bären) von den Notenbank -Manipulatoren ausgetrickst worden. “

    Ja, schon komisch, wie die selbsternannten Realisten doch immer wieder von der Realität so übel ausgetrickst werden. Gilt nicht eigentlich für Ökonomen der Spruch, dass diese hinterher gut erklären können, wieso sie falsch lagen?

    Was sind denn für Sie „echte Gewinne“? Es wird jeden Tag ge- und verkauft und natürlich kann ich nach jedem verkauf abrechnen.

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    Altbär

    19. September 2018 13:00 at 13:00

    @ Patrick Miller, Sie waren also von 2003 bis 2008 erfolgreich mit wahrscheinlich bullischen Ausrichtung, wie alle andern Bullen auch.
    Mich würde interessieren, wie Sie und IHRE KUNDEN die angehäuften Gewinne beim Crash retten konnten?

  6. Avatar

    Altbär

    19. September 2018 13:08 at 13:08

    Übrigens nicht nur China pumpt weiter, die Japaner haben auch gerade wieder gesagt ,dass die Tiefzinsphase noch ewig dauern werde.
    Es scheint, dass alle Angst vor einer Korrektur haben u.darum das schöne Spiel weitertreiben.
    Der Patient wird an den Nebenwirkungen der Therapie zugrunde gehen.

  7. Avatar

    Wirtschafts-Student

    19. September 2018 13:34 at 13:34

    @ tm, Jeder Ökonom kann im Nachhinein erklären, warum man falsch lag ! !
    Aber fast kein Ökonom hat den Crash 2008 vorausgesehen,
    aber viele 20 Jährige könnten heute verstehen, warum es crashen musste.

    • Avatar

      tm

      19. September 2018 14:05 at 14:05

      Sind Sie wirklich „Wirtschafts-Student“?

  8. Avatar

    Wolfgang M.

    19. September 2018 14:14 at 14:14

    Zu Beginn des Videos hat Dirk Müller viele gute wirtschaftliche Fakten genannt, aus der Position von jemandem, der die großen Zusammenhänge versteht. Aber mit jeder weiteren Minute habe ich mir gedacht, der Mann fängt an Glaskugel zu spielen! Man braucht nur in die letzten Jahrzehnte zu blicken, um zu erkennen, wie wenig von dem, was passiert ist, prognostizierbar war. Zusammenbruch des Ostblocks, Wiedervereinigung, Mittlerer Osten, der turboartige Aufstieg Chinas, der weltweite Siegeszug des Internets, nicht einmal die Bedeutung des Smartphones für Milliarden von Menschen. Vieles geschah, weil die Zeit reif war oder es geschah ungeplant. Das Gerede von dem Zirkel. Sicher gehört der 33-jährige Ex-Studienabbrecher zu einem großen Machtzirkel?? Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht in die Zukunft sehen können.
    Klar, trommeln gehört zum Handwerk, gerade wenn man ein Buch verkaufen will. Man muss kein Fan von Nassim Taleb (Der schwarze Schwan – Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse) u.w. sein, aber der gute Mann hätte bei einen Großteil des Interviews schallend gelacht.

  9. Avatar

    Monsun

    19. September 2018 14:53 at 14:53

    Dirk Mueller for the next president!
    Sorry,its only a dream…

  10. Avatar

    isntit

    19. September 2018 22:39 at 22:39

    Bezüglich Bitcoin hat Dirk Müller sicher recht: Blockchain wird wahrscheinlich kommen,
    aber sicher nicht Bitcoin, und zwar aus fundamentalen Gründen:

    1. Die Staaten mit ihren Zentralbanken und Wirtschaftseliten werden nicht tatenlos zuschauen
    und ihre Macht=Geld abgeben. Eher schaffen sie eigene Kryptowährungen.

    Und auch nicht ganz unwichtig:
    2. Irrsinnige Energiekosten pro Transaktion, total ungeeignet für massenhaften
    Zahlungsverkehr mit kleinerer Summen
    3. Bitcoin ist nicht besser als Papiergeld, reines Fiat-Geld,
    gebaut auf nichts als Hoffnung und Vertrauen, nur ohne staatliche Garantie,
    und ohne intrinsischen Wert wie Gold. Bitcoin-Börsen sind außerdem Hacker-Angriffen ausgesetzt.
    4. Die angebliche Anonymität ist eine Fiktion.
    Wenn nicht, wäre das erst recht ein Grund für die Staaten, dagegen vorzugehen.
    5. Falls Bitcoin eine exklusive Parallelwährung bleiben soll:
    Eine Fluchtwährung nur für superreiche Steuerhinterzieher kann auch nicht funktionieren,
    nicht nur wegen 4., sondern weil diese auf andere angewiesen sind, die sie damit bezahlen können.

    Die Bitcoin-Alteigentümer haben das längst begriffen und versuchen,
    möglichst günstig rauszukommen und dümmere in der stupid crowd zu finden.

    Wann begreift es FMW endlich???
    Hey, vor ca. 9 Monaten habt ihr den Bitcoin-Hype mit der Tulpenblase verglichen,
    und ihr hattet recht … und jetzt?
    Wird Bitcoin auf FMW besprochen wie normale andere Anlageinstrumente …
    Herr Fugmann, sind Sie oder andere FMW-Leute etwa in Bitcoin investiert?

  11. Avatar

    Columbo

    20. September 2018 08:32 at 08:32

    Ok, ich hab sie alle gelesen, die Bücher der „Propheten“, Friedrich/Weik, Homm, Otte, Krall und so weiter. Den „Müller“ werde ich mir jetzt nicht mehr antun, der bervorstehende ultimative Crash steht nämlich überall mehr oder weniger gleich drin. Zu 99% erzählen sie uns, warum und wie es ablaufen wird, zu 1% was man dagegen tun kann.
    Einer meint, man solle physisch abwesend sein, überhaupt die genialste Idee. Andere labern was von Absicherungen, „sicheren“ Aktien, Wald, Whiskey, Bitcoins und nicht zuletzt vom unverwüstlichen Gold. Was im Crash am meisten interessiert, davon haben sie am wenigsten Ahnung.

  12. Avatar

    Crash- Forscher

    20. September 2018 12:10 at 12:10

    @ Columbo, leider haben auch Sie uns nicht gesagt was im Crash am meisten interessiert ? ?

    • Avatar

      Columbo

      20. September 2018 12:20 at 12:20

      @Crash-Forscher, im Crash interessiert mich am meisten, wie ich mein Geld behalte. Haben Sie eine Idee? Dann sagen Sie es mir bitte oder schreiben einfach ein Buch.

  13. Avatar

    Beobachter

    20. September 2018 15:07 at 15:07

    @ Columbo, bei einem Börsencrash gibt es nur 3 Sachen die gut sind: IMMOBILIEN. HÄUSER U. WOHNUNGEN, oder haben Sie schon einen Börsengeschädigten gesehen der seine Wohnung aufgibt?
    Im schlechtesten Fall bezahlt das Sozialamt die Miete.

    • Avatar

      Columbo

      20. September 2018 16:15 at 16:15

      @Beobachter, Sie haben was vergessen! Absichtlich?

  14. Avatar

    @Beobachter

    20. September 2018 20:22 at 20:22

    @columbo, das Wichtigste ist natürlich die Nahrung. Heute sind leider Landwirtschaft- Lebensmittel-Handwerk-Wohnen nur Nebenindustrien, das Wichtigste wo man Werte ohne Arbeit vermehren kann ist heute die Finanzindustrie . Wie lange noch ?

    • Avatar

      leftutti

      20. September 2018 22:56 at 22:56

      @Columbo, @Beobachter: Rätsel gelöst. Wir brauchen GOLD, Aurum, Nuggets, den Anlage- und Börsen-Loser seit Ende 2011!
      Am besten physikalisch im Tresor oder im Schließfach zu utopischen Aufbewahrungsgebühren, die sich zumindest steuerlich absetzen lassen ;)
      Wer braucht heute noch Nahrung, Wohn- und Lebensraum und ähnlichen Primärbedürfnisse-Schrott? Wir ziehen um in die Cloud oder in unseren SUV, der mit 700 Assistenten und ebenso vielen PS für alles sorgt, was ein Mensch zum Leben benötigt.

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Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

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Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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