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Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus für die Bundesliga

Obwohl die Bundesliga seit Mitte Mai wieder läuft, sind die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise noch immer nicht absehbar. Geisterspiele helfen dabei erneut Werbeeinnahmen zu generieren, doch die ausbleibenden Zuschauereinnahmen können bei den Vereinen weiterhin zu Liquiditätsengpässen führen. Auch die Werbeeinnahmen der Vereine entsprechen nur einem Bruchteil dessen im Vergleich vor COVID-19. Sponsoringverträge stehen zudem auf der Kippe, weil der Wert von Trikot- und Stadionwerbung bei Geisterspielen wesentlich geringer ausfällt, wie bei Spielen mit gefüllten Zuschauertribünen.

Große Sorgen bei den Dienstleistern der Bundesliga

Die Coronakrise trifft auch die vielen Dienstleister der Bundesliga und zahlreiche Gewerbebetriebe, die vom Fußball abhängig sind. Hierbei geht es um Sponsoren, denen plötzlich wichtige Werbeplattformen fehlen, um Transportdienstleister, die sowohl Publikum und Spieler zum Austragungsort bringen oder auch um das Gastronomiegewerbe am Austragungsort selbst. Wie verflechtet der Profi-Fußball in der deutschen Wirtschaft ist, wurde vielen erst während der Pandemie klar.

Nicht nur einem Stadion fehlen heute die Zuschauer, sondern den Lokalen und Geschäften in den Bezirken rund um die großen Stadien. Es fehlen bis heute die Kunden vor und nach einem Spiel, die eine verlässliche Umsatzquelle darstellten. Sogar das im Allgemeinen während der Pandemie wachsende Online-Geschäft ist betroffen. Online Wettseiten in Deutschland konnten ohne Fußball-Wettmärkte nicht profitabel operieren, vor allem auch weil durch die Pandemie kaum auf andere Sportarten ausgewichen werden konnte.

Die Angst vor der zweiten Welle

Der DFB hat schon zu Beginn der Krise angegeben, sich seiner Verantwortung zu stellen. Fußballvereine, die am härtesten durch fehlende Einnahmequellen getroffen wurden, sollen durch eventuelle Sonderdarlehen sowie diversen Überbrückungsmaßnahmen Hilfe erhalten. Mithilfe von strengen Hygienemaßnahmen wird der Weg zu einem sicheren Spielbetrieb geebnet, wodurch die Aktivitäten der Bundesliga langsam aber sicher immer weiter hochgefahren werden können.

Es sieht danach aus, als ob trotz noch nicht absehbarer finanzieller Schwierigkeiten die Bundesliga nach dieser Krise wieder zu ihrer wirtschaftlichen Stärke zurückfinden könnte. Dafür braucht es aber auch zahlende Zuschauer auf den Tribünen. Da zum Start der nächsten Bundesliga-Saison aller Wahrscheinlichkeit nach noch kein Impfstoff gegen das Virus existieren wird, gibt es im Moment nur die Hoffnung, dass das immer besser werdende wissenschaftliche Verständnis über die Ausbreitung der Pandemie und die daraus folgenden Anpassungen der Hygienemaßnahmen bald wieder Zuschauer erlauben.

Sich an diese hygienischen Maßnahmen zu halten, um der gefürchteten zweiten Welle vorzubeugen sollte allen Fußball-Liebhabern also am Herzen liegen. Denn alle wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen: Wenn eine zweite Welle der Pandemie kommt, dann aller Wahrscheinlichkeit unmittelbar vor dem Auftakt der nächsten Bundesliga-Saison.



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