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Die Wut kocht über: Gewaltakte häufen sich im polarisierten „Trump-Amerika“

Die Stimmung in Trump-Amerika ist explosiv – und schlägt mitunter in Gewalt um

Redaktion

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am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

 

In den Tagen vor dem Nationalfeiertag „Independence Day”, der hier am Mittwoch gefeiert wird, heizt sich die Stimmung im polarisierten Amerika auf.

Der knallharte Rechtskurs von US-Präsidenten Donald Trump, der sich zuletzt am Auseinanderreißen von Migrantenfamilien manifestierte, führt zu wachsenden Protesten. Die Stimmung ist explosiv – und schlägt mitunter in Gewalt um.

Mit der bevorstehenden Nominierung des nächsten US-Höchstrichters durch Trump, durch den oder die Abtreibungs- und Homo-Rechte wieder aufgehoben werden könnten, erreicht der Showdown zwischen Trump-Anhängen und der liberalen Widerstandsbewegung den Siedepunkt:

  • Aktivisten warfen einen Ziegelstein in ein Büro der Republikaner-Partei in  Nebraska und sprayten Graffiti-Botschaften gegen die Abschiebe-Behörde ICE an die Wände.
  • Vor dem Weißen Haus wurden bei jüngsten Protesten ein Agent des „Secret Service” angegriffen.
  • Bei einer Kundgebung vor einem Gebäude der Behörde ICE kam es in Philadelphia zu gewalttätigen Ausschreitungen.
  • Die Proteste gegen Trumps Abschiebe-Politik erreichen auch Gotteshäuser: In einer Kathedrale in Indianapolis wurden Figuren der Jesus-Familie in einen Käfig gestellt, der die ICE-Abschiebehaft symbolisieren soll.

Fast die Hälfte der US-Bürger glaubt inzwischen, dass in dem Land ein neuer Bürgerkrieg ausbrechen könnte.

Trump unterdessen schüttet ständig Öl ins Feuer: In einer neuen Exekutiv-Verordnung werden asylsuchende Migranten-Eltern aufgefordert, die USA sofort zu verlassen – mit ihren Kindern oder ohne..

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    4. Juli 2018 16:05 at 16:05

    Moin, moin,

    wie Weihnachten erst brennt eine Kerze, dann die zweite etc. pp. . Frankreich, Schweden, USA und so weiter. Nicht überall, aber an vielen Ecken und Enden brennt es. Nur in der BRD noch nicht? Dank Gleichschaltung der Blockmedien bleibt in der BRD zumindest die Medienlandschaft und damit die Berichterstattung unter Kontrolle.
    Die USA werden sicher, wie andere Länder auch, eine tiefe Spaltung erfahren, mit oder ohne Bürgerkrieg. Dito andere Länder (ist die BRD nicht auch schon gespalten?).
    Er kommt, was kommen muss.
    Fazit: Es gilt sich vorzubereiten. Mehr „Eigenversicherung“ kann nicht verkehrt sein. Und eines ist m.E. klar, je größer die Stadt, desto größer das Pulverfass.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      4. Juli 2018 16:16 at 16:16

      @asyoulike, Sie schrieben: „Und eines ist m.E. klar, je größer die Stadt, desto größer das Pulverfass“.
      Kürzlich einen Risikoforscher gesprochen, der sagte: „In Berlin zu leben wäre mir viel zu riskant“.

      • Avatar

        tm

        4. Juli 2018 16:28 at 16:28

        :-) Ernsthaft? Die Statistiker, Kriminologen und Risikoforscher mit denen ich spreche sagen fast ausnahmslos, dass eine Minderheit Panik verbreitet und damit alle völlig unbegründet aufscheucht. Klar mag das Risiko, Gewaltopfer zu werden, in Berlin am Alexanderplatz höher sein als in einem Dorf in Oberbayern, aber wer Berlin als zu gefährlich einstuft, war wohl noch nie in der Welt unterwegs.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          4. Juli 2018 16:34 at 16:34

          @tm, ist doch klar, dass es sich in Deutschland sicherer leben läßt als in den allermeisten Ländern der Welt. Aber schon Herr Bauernebel (Korrespondent in New York) sagt mir bei unseren Telefonaten immer wieder, dass er jeden Tag Angst habe, seine Kinder in die Schule zu schicken angesichts der häufigen Amokläufe dort in den USA.
          Und: uns geht es gut, aber wenn die Dinge einmal richtig schwierig werden, muß die Politik eine Entscheidung treffen, und diese Entscheidung wird lauten: ich verletzte Eigentumsrechte (durch Enteignung von Reichen), oder ich riskiere, dass ein Mob plündernd durch die Straße zieht. Dieses Risiko wäre gegeben, wenn unser Finanzsystem aus der Kurve fliegt, und komplett ausgeschlossen scheint mir das nicht zu sein..
          Auch wir in Deutschland haben keinen Anspruch auf ein dauerhaftes Paradies – die Geschichte zeigt, dass solche extrem gute Phasen immer zu Ende gehen. Und Trump ist meines Erachtens das Symptom und das Anzeichen dafür, dass sie derzeit zu Ende gehen..
          Und wenn die DInge aus dem Ruder laufen würden, wäre fraglos Berlin das gefährlichste Pflaster in Deutschland..

          • Avatar

            tm

            4. Juli 2018 16:45 at 16:45

            ja, das mit den Amokläufen verstehe ich, aber auch da gilt: die US-Kriminalität sinkt seit Anfang der 1990er Jahre. Die Gewaltkriminalität liegt so niedrig wie zuletzt in den 1960er Jahren (also abgesehen vom leichten Anstieg seit 2016).

            Und klar gibt es keine Garantie, dass es so bleibt. Mein Eindruck ist jedoch, dass gerade diejenigen, die glauben, wir stünden bereits kurz vorm Bürgerkrieg gerade selbst ein solches Klima schaffen (und teils offen, teils geheim doch auch hoffen, dass es knallt). Von plündernden Mobs sind wir m.E. jedenfalls meilenweit entfernt und wir sollten doch alle darauf hin arbeiten, dass das auch so bleibt.

            Wenn wir nochmal kurz auf die USA blicken, ist es da ja ähnlich: Trump, der vor der Wahl gelogen hat, dass die Kriminalität und die Arbeitslosigkeit hoch wären, fördert nun mit seiner Rhetorik, mit Steuersenkungen vor allem für Reiche, mit weniger Förderung für Unterpriviligierte, mit einer desolaten Drogenpolitik, mit massiver Finanzmarktregulierung etc. genau diese Zustände, die er fälschlich und heuchlerisch angeprangert hat.

    • Avatar

      tm

      4. Juli 2018 16:25 at 16:25

      Wenn ich sowas lese, muss ich feststellen, dass es wohl zwei Deutschlands gibt. Ich lebe in einer Großstadt, fahre beinahe täglich ÖPNV, bin oft in anderen deutschen Großstädten unterwegs, oft mit dem Zug, kenne auch diverse „Problemviertel“ wie Duisburg Marxloh, Berlin-Neukölln oder die Dortmunder Nordstadt und frage mich dann, wo denn in Deutschland etwas brennen soll oder wo auch nur Pulverfässer sein sollen.

      Aber klar, „die Blockmedien“ verschweigen das alles… logo. Tatsächlich ist es doch wohl so, dass es sich fast nirgends auf der Welt so gut leben lässt wie in Mittel- und Nordeuropa. Die „Berichte“ in den Alternativmedien über Schweden haben soch doch teils als komplett erlogen, teils als maßlos übertrieben herausgestellt.

      Das soll nicht heissen, dass es nichts zu verbessern gibt; das gibt es immer. Aber so zu tun, als stünden Deutschland oder auch Schweden vor einem Bürgerkrieg entbehrt jeglicher Grundlage.

      Wo leben Sie denn, wenn ich fragen darf?

      • Avatar

        Petkov

        4. Juli 2018 20:44 at 20:44

        Na dann ziehe doch einfach nach Marxloh oder Neukölln, du Dummschwätzer. Und zwar mit Familie, Kindern… Apropos Familie: hast du keine oder wie findest du die Zeit, den ganzen Tag das Forum zuzuspamen? Wer hat denn hier von Bürgerkrieg geredet? Es geht darum, dass dem deutschen Sozialsystem aus verschiedenen Gründen eine kurze, aber leidvolle Agonie bevorsteht. Und danach gibt es zwei Möglichkeiten:
        Entweder werden solche vor Wohlstand platzenden Arroganzsäcke wie du so lange vom Fiskus getreten und ausgequetscht, bis nur ein fetttriefender Lappen übrig bleibt.
        Oder aber wird es in deinen geliebten deutschen Großstädten genauso “romantisch” zugehen, wie in manchen “Perlen”, die du auf deinen Auslandsreisen angeblich besucht hast.

        Die erste Alternative wird übrigens nur kurzweilig eine Entspannung bringen und wird dummerweise auch Leute wie mich tangieren. Aber vielleicht schaffe ich rechtzeitig den Absprung. Bin ja “net von do”.

        • Avatar

          tm

          5. Juli 2018 09:33 at 09:33

          :-) Ich habe tatsächlich Projekte in Marxloh und Neukölln. Waren Sie schonnmal dort? Und wie gesagt, ich wohne in eienr Großstadt und bin regelmäßig in angeblichen Problemvierteln unterwegs. Sie wohl eher nicht. Sie leben vermutlich in irgendeinem Dorf in Ostdeutschland, oder? No-go Area für alle Nicht-Weißen.

          Wer von Bürgerkrieg geredet hat: asyoulike, ganz oben.

          Wo kommt eigentlich Ihr unsagbarer Hass her auf alle , die Ihre blinde, irrationale Wut auf die Gesellschaftr nicht teilen?

          • Avatar

            Michael

            5. Juli 2018 12:24 at 12:24

            @tm, tja, das war wieder mal ein echter Petkov. Immer, wenn ihn die Fakten überrollen und er ansonsten nichts mehr zu argumentierten hat, kommen seine „blumigen“ persönlichen Beleidigungen sowie sein perfider unterschwelliger Rechtspopulismus zum Einsatz.
            Primitiv, aber wirkungsvoll…

        • Avatar

          abc

          5. Juli 2018 09:55 at 09:55

          Im Gegenteil, diese Beleidigungen gegen tm sind völlig unangebracht. Er argumentiert (immer) sehr sachlich, nachvollziehbar und unaufgeregt. Ich schätze seine Kommentare, wie jene von vielen anderen hier – auch Ihre verehrter Petkov – als Gegenpol sehr.

          Dies schadet dem mMn interessanten und niveauvollen Forum sehr!

  2. Avatar

    Nichtschönredner

    5. Juli 2018 07:33 at 07:33

    @ Petkov, gut gesagt, dieser Schönredner ist fähig jede Realität mit irgendwelcher Statistik zu widerlegen.
    Aber wenn man täglich mehrere Stunden gefälschte Zahlen studiert, lebt man eher abgeschottet, vielleicht in einem eingezäunten Quartier u.nicht in der realen Welt.
    Übrigens schönreden ist das Schlechteste was man machen kann. Jedes Problem kann gelöst werden, wenn man es erkennt, (erkennen will) u.handelt.

    • Avatar

      tm

      5. Juli 2018 09:35 at 09:35

      *LOL
      tja blöd, wenn die Realität nicht zu Ihrem Weltbild passt, gelle?

      Sie glauben also ernsthaft, die Kriminalität steige, der Wirtschaft gehe es schlecht, es gibt tatsächlich hohe Arbeitslosigkeit? Zuviel mmnews gelesen, oder? AfD-Wähler?

    • Avatar

      tm

      5. Juli 2018 09:41 at 09:41

      Achso: Ich lebe wie gesagt in einer Großstatd, fahre jeden tag ÖPNV, bin oft in anderen deutschen Großstädten unterwegs, meist mit dem Zug und kenne auch diverse, vermeintliche Problemviertel. Ich bin soagr selbst in einem aufgewachsen. Und Sie? Wann waren Sie zuletzt in Neukölln, Marxloh oder der Dortmunder Nordstadt? Ich tippe noch nie. Wann sind Sie zuletzt ÖPNV gefahren und nicht mit ihrem Pkw im weitem Bogen um die angeblichen Problemviertel? Dummschwätzer!

  3. Avatar

    Andreas

    5. Juli 2018 09:33 at 09:33

    Frage mich auch schon wie „tm“ die Zeit findet hier jede halbe Stunde was zu posten und von seiner kruden Weltsicht zu erzählen. Er ist ja nicht nur hier auf fmw aktiv, sondern auch auf anderen webseiten und spamt dort alles zu, unter anderem mmnews und co.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Juli 2018 09:48 at 09:48

      @Andreas, also als „krude“ empfinde ich persönlich die Weltsicht von @tm nicht, er verfügt vor allem über eine herausragende Fakten-Kenntnis. Laßt uns doch versuchen, solche Auseinandersetzungen sachlich zu führen – im Dienste der Erkenntnis :)

      • Avatar

        tm

        5. Juli 2018 09:54 at 09:54

        :-) Danke sehr – ein Bloomberg-Zugang hilft schonmal für viele Fakten (wie etwa die russischen Zentralbank-Reserven).

        Letztlich scheinen manche Leute eben nur ihr super-pessimsitisches Weltbild bestätigt bekommen. Gerade bei den von Andreas genannten mmnews ist das ja ganz exrtem so. Eine Diskussion bedeutet dort im Normalfall, dass sich alle gegenseitig bestätigen, dass alles schlechter wird, woran Merkel, Flüchlinge und Soros schuld sind. Fakten, vor allem positive, werden dort mit schäumender Wut.. naja zur Kenntnis genommen passt nicht… registriert und dann wird aufs übelste beleidigt. Schön dass das hier weitestgehend anders ist.

        Dieses Phänomen erleben allgemein Leute, die auf positive Fakten hinweisen. Kennen Sie die Bücher von Pinker oder Rosling? Die schildern auch, dass auf die Darstellugn von Fakten wie sinkender Kriminalität schlicht mit Aggresison reagiert wird…

      • Avatar

        tm

        5. Juli 2018 10:02 at 10:02

        Ach nochwas: Im „Dienste der Erkenntnis“ setzt bei einer Diskussion vorraus, dass Fakten auch als solche anerkannt werden und nicht jede Tatsache, die nicht dem eigenen Weltbild entspricht als gefälscht oder manipuliert bezeichnet wird.

        Mal unabhängig von tagesaktuellen oder anderen kurzfristigen Bewegungen können wir doch klar feststellen: Die Kriminalität ist heute geringer als noch in den 190er Jahren und zwar fast weltweit, die Zahl der Kriegstoten ist nahezu historisch niedrig (nur 2000-2005 weniger), der Anteil der Menschen die in extremer Armut leben ist historisch niedrig, dafür können so viele Menschen lesen und schreiben wie noch nie, die Kindersterblichkeit ist historisch niedrig.

        Klar gibt es auch Probleme: Die Spreizung der Vermögen etwa – wo aber gerade die von den Pessimististen bevorzugten Politiker kontraproduktiv sind und den Trend verstärken. Oder wachsender Rassismus und Nationalismus sind natürlich Probleme – die aber gerade von den Leuten nicht als solches anerkannt werden.

        • Avatar

          joah

          5. Juli 2018 21:18 at 21:18

          »Im „Dienste der Erkenntnis“ setzt bei einer Diskussion vorraus, dass Fakten auch als solche anerkannt werden und nicht jede Tatsache, die nicht dem eigenen Weltbild entspricht als gefälscht oder manipuliert bezeichnet wird.«

          Dennoch Vorsicht: es riecht gerade sehr anrüchig nach Selbstlegitimation.

    • Avatar

      tm

      5. Juli 2018 09:49 at 09:49

      :-) achso, Spam ist also das, was nicht Ihrer Meinung entspricht?

      ich habe neben der Arbeit soviel Zeit, weil meien Prognosen korrekt sind :-)

  4. Avatar

    Lutze

    5. Juli 2018 10:20 at 10:20

    Wieso werden hier Gewalttäter als „Aktivisten bzw. Liberale“ bezeichnet.
    Da stimmt das Weltbild des Autors nicht!!!

  5. Avatar

    Segler

    5. Juli 2018 13:17 at 13:17

    Wirklich schade. Da böte diese Seite eine Plattform auf der man fundiert über Ideen, Trading, Handelsentscheidungen oder gar Prognosen diskutieren könnte.
    Konkrete Entscheidungen und eigene Techniker könnten erläutert, begründet und transparent gemacht werden.
    Statt dessen wird über simple Fakten gesprochen.
    Meinungen hinausgeblasen.
    Da wird die allwöchentliche Crashprognosen-Sau mit lautem Gejohle durchs FMW-Dorf getrieben. Und alle klappern und trööten mit.
    Wem dient das Getrommel ? – Immerhin gönne ich Herrn Fugmann die Clicks und den Traffic auf seiner Seite.
    So nimmt ein Blog wie dieser den inzwischen typischen Verlauf und am Ende schlägt ein jeder dem anderen wie im Kasperltheater die Detsche auf den Kopf.

    Wer mitklatschen will springt ebenfalls in den Ring.
    Wer das nicht mag, wer andere Interessen hat, der wendet sich ab.
    Nur ganz unverdrossene schreiben weiter.
    Dank insbesondere an Wolfgang und an tm.

    Ein treffender Spruch lautet
    – Great People talk about Ideas
    – Average People talk about Things
    – Small People talk about Other People

    Nun wird erneut das Segler-bashing einsetzen. Man wird „Arroganz !“ ausrufen und manches mehr. Nur zu. Wenn es Euch gefällt und dem Seelenfrieden dienlich ist ?
    Mich ficht das nicht mehr an. Ich schaue nur noch selten herein.
    Noch einen schönen Sommer :-)

    • Avatar

      Columbo

      5. Juli 2018 14:40 at 14:40

      Lieber@Segler, wenn ich beispielsweise auf einem Medizinblog, der von Ärzten, Krankenschwestern und interessierten Laien besucht wird, über den Goldblattmechanismus oder die elektrochemische Reizübertragung an den Synapsen diskutieren wollte, würde ich vermutlich auf Unverständnis stoßen. Die Leute wollen dort eben über Bauch- und Kopfschmerzen reden.
      So ist es auch hier, es wird über „simple Fakten“ gesprochen, welche die Leute am meisten interessieren.
      Man könnte alle „unqualifizierten“ Beiträge ausfiltern, dann bleiben halt drei Beitragsschreiber übrig und das Forum interessiert nur mehr eine ganz kleine Elite.

      • Avatar

        Segler

        5. Juli 2018 18:07 at 18:07

        Lieber @Columbo, ich bin nicht ganz Ihrer Meinung. Ich habe nichts gegen Fakten und Besprechungen – Im Gegenteil. Das Wort „unqualifiziert“ habe ich übrigens nicht benutzt und auch nicht gemeint.
        Mich betrübt und enttäuschen vielmehr persönliche Angriffe und das Entgleisen eines Diskussionstranges.
        FFachlich versierte, engagierte Kollegen, die ihr Wissen oder ihre Handelstechniken einbringen möchten fühlen sich in solcher Atmosphäre nicht wohl.
        Wenn sie zudem mit persönlichen Angriffen überschüttet werden, dann ziehen sie sich zurück. Erhalten bleiben jene, die das hier finden „was sie am meisten interessiert“ (um Sie zu zitieren).
        Mir ist durchaus klar, dass ich in diesem Newsblog keine Diskussion über „meine“ Themen (z.B. Vola-Strategien, Aktienanalyse, Volumenprofile oder Portfolio-Absicherungen) erwarten oder führen kann. Das muss auch gar nicht sein.
        Für diesen speziellen Zweck dienen mir andere Plattformen.
        Dies hier ist ein Newsblog mit kleiner Kommentarfunktion. Nicht mehr und nicht weniger. Gleichwohl erfahre ich hier gern neue Aspekte des Marktes und des Tradings.
        Wir hatten das Thema mehrfach diskutiert und Alternativen ins Feld geführt.
        Indes ohne Resonanz – wer will sich freiwillig das Aufgleisen und verantwortungsvolle Moderieren eines „richtigen“ Forums antun ?
        Ich nicht. In der Hinsicht bin ich illusionslos geworden.
        Im übrigen gibt es sie bereits in jeder Bandbreite.
        Schauen Sie sich um in den grossen Börsenforen Ihres deutschen Landes:
        Inhaltlich viel Spreu und wenig Weizen. Aber auch das ist in Ordnung.
        Auffällig: Der Umgangston in Deutschland ist erschreckend aggressiv im Vergleich zu angelsächsischen Foren oder auch Schweizer Foren, wo es in der Regel freundlich bis freundschaftlich zugeht.

        • Avatar

          leftutti

          6. Juli 2018 22:04 at 22:04

          @Segler: Auffällig: Der Umgangston in Deutschland ist erschreckend aggressiv im Vergleich zu angelsächsischen Foren oder auch Schweizer Foren, wo es in der Regel freundlich bis freundschaftlich zugeht.
          Nun ja, was die Schweizer Foren angeht, mag das sein, da habe ich nicht den großen Überblick.
          Was die angelsächsischen Foren betrifft, kann ich dahingehend nur lachen!

          Was dieses Forum hier angeht, hat wie so oft, ein einzelner gewisser Kommentator seinen eloquenten und prinzipiell inhaltsleeren Giftstachel ausgefahren, um die Atmosphäre zu vergiften.

          Sie persönlich müssen sich nicht rechtfertigen, nicht andere Jünger hervorrufen, die Sie beim dritten Hahnenschrei verleugnen oder gar kreuzigen bzw. „bashen“, wie Sie es gerne ausdrücken. Allem Anschein nach finden sich ohnehin keine mehr…
          Sie schreiben ja selbst: Dies hier ist ein Newsblog mit kleiner Kommentarfunktion. Nicht mehr und nicht weniger.
          Lassen wir es dabei bewenden: Der Segler ist auch nur ein Kommentator auf FMW…

    • Avatar

      Michael

      6. Juli 2018 20:27 at 20:27

      @Segler, woher haben Sie denn diese amerikanisch-schweizerisch klingende Weisheit aus den 50ern (von Eleanor Roosevelt)???:
      – Great People talk about Ideas
      – Average People talk about Things
      – Small People talk about Other People

      Großartige Menschen sprechen über irgendwelche (Schnaps)Ideen, Durchschnittsmenschen nur über Dinge (Fakten), Kleinbürger lediglich über andere Menschen…
      Netter Spruch ohne viel Hintergrund. Nicht mehr, nicht weniger. Sorry!

      Mir persönlich sind Fakten wichtiger als Schnapsideen, ich weiß zwar, dass Sie ohne große Hoffnung gerne auf der FMW ein Forum für Ideen, Trading, Handelsentscheidungen oder gar Prognosen, Vola-Strategien, Aktienanalyse, Volumenprofile oder Portfolio-Absicherungen etablieren würden. Natürlich mit den vollen Verantwortlichkeiten bezüglich der Kommentare auf Seiten der FMW.

      Da dem offensichtlich aber nicht so ist, würde ich mich freuen, wenn Sie den Realitäten ins Auge sehen würden. Hier dürfen tatsächlich noch einfache Leute wie ich ihre Meinung kundtun, die sich an die Netiquette halten. Und auch Sprachgenies, die ständig persönliche Angriffe und das Entgleisen eines Diskussionstranges provozieren.

      Ehrlich gesagt, ich freue mich, dass die FMW „simple Fakten“ durchs Dorf treibt und immer wieder mal großes Getrommel betreibt. Dass jemand wie Markus Fugmann jenseits der allgemein bekannten Kanäle recherchiert und veröffentlicht. Und dass er seiner Philosophie treu bleibt, ganzheitlich zu denken und zu veröffentlichen, und somit wirtschaftliche, politische, soziale oder psychologische Aspekte gleichzeitig berücksichtigt.

      Ich bin der Meinung, dass heute aufgrund der globalen Vernetzung jeder über fast alles Bescheid wissen kann, wenn er nur will:
      Small People can now talk about Great People, because they know their weird ideas.

  6. Avatar

    Altbär

    5. Juli 2018 19:12 at 19:12

    Segler als Moralapostel ? ? ?

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Aktienmärkte: Die Jungen entdecken die Aktie – und zocken

Ist die Hinwendung vor allem der jüngeren Generation zum Anlagevehikel Aktie ein Trend – oder eher ein Warnzeichen für die Aktienmärkte?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

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Die Aktienmärkte haussieren, und das bleibt nicht ohne Folgen. Das Corona-Jahr 2020 mit Covid-19 hat viele Veränderungen ins Alltagsleben der Menschen gebracht. Zwangsläufig mit vielen Aktivitäten, die mit „Home“ beginnen. Auch hatte mancher Zwangsaufenthalt in den vier eigenen Wänden dafür gesorgt, dass viele und vor allem junge Privatanleger den Weg an die Aktienmärkte fanden. Angelockt durch zahlreiche Erfolgsmeldungen über die sozialen Medien, vermutlich initiiert durch die RobinHooder aus den USA. Ein Trend, der von Dauer ist?

Aktienmärkte: Corona und der Anstieg der Zahl der Aktionäre

Die Internetblase im Jahr 2000 und der folgende Jahrhunderteinbruch des Dax (- 72 Prozent) haben lange Jahre Spuren hinterlassen. Während es nach den Daten des Deutschen Aktieninstituts im Jahre 2001 noch 12,85 Millionen Aktionäre in Deutschland gab, pendelte der Wert seit Jahren nur noch an der 10-Millionen-Marke. 2019 war die Zahl der Anleger noch einmal zurückgegangen, 9,7 Millionen direkte Aktionäre in Deutschland.

Jetzt kam die Coronakrise, die einen Boom beim Aktienhandel durch die Privatanleger ausgelöst hat. „Retail Bros“, oder Handelsbrüder, hat die englische „Financial Times“ die neuen Anleger genannt. Seit Längerem gibt es eine „Crypto Bros“, das Pendant mit Kryptowährungen.

Der Trend, der aus den USA herüberschwappt

Der Name ist in der Finanzberichterstattung in aller Munde: Robinhood, ein ehemaliges Start-up aus Kalifornien, welches in den vergangenen Monaten einen Boom verstärkt hat. Der Broker hat bereits über 13 Millionen Kunden, von denen drei Millionen allein seit Anfang des Jahres bis Herbst dazu kamen. Bemerkenswert: Die Hälfte der neuen Kunden sind Aktienneulinge. Star der Szene ist David Portnoy, Inhaber des Sport-Blogs Barstool Sports, der mit seinen superoptimistischen Börsentweets (Aktien und Aktienmärkte würden immer steigen etc.) eine ganze Community antreibt. Hinzu kommt die Entwicklung zum nahezu kostenlosen Börsenhandel, durch E-Trade und Schwab weiter vorangetrieben. So haben manche Arbeitslose ihre 600 Dollar-Wochen-Schecks zum Zocken eingesetzt.

Der Anstieg der Online-Depots in Deutschland

Eine Studie von Comdirekt, Consorsbank und ING zeigte eine deutliche Zunahme der Zahl der Aktionäre unter 25 Jahren. Viele junge handeln auch auf Plattformen wie dem Handybroker Trade Republic. Kaufgebühren von einem Euro pro Trade oder gebührenfreie Sparpläne haben schon zu sechsstelligen Kundenzahlen geführt.

Auch die klassischen Onlinebroker profitieren davon. Konkret wurde die Comdirect, die mit 232.000 neuen Kunden innerhalb der ersten neun Monate vom größten Depot-Wachstum seit 20 Jahren spricht.

Der Vormarsch der Jungen

Wie bereits erwähnt, sind es vor allem die ganz jungen deren Interesse für die Aktienmärkte gewachsen ist, wie die Studie aufzeigt. Nach 26 Prozent, der unter 25-jährigen, die im vergangenen Jahr die Aktienanlage nutzen, sind es derzeit bereits 39 Prozent. Die Steigerung gegenüber 2017 beträgt sogar 22 Prozent. Aber auch bis zur Generation Ü 50 hat sich die Zahl der Aktionäre gesteigert. Was die Börsenplätze sicherlich erfreut, dürfte nicht unbedingt für die herkömmlichen Geschäftsbanken gelten. Denn der Drang zu Online- und Discountbrokern ist unübersehbar.

Ein schnelles Hin und Her

Noch etwas zeichnet die neue Generation Börsianer aus. Die Haltedauer von Aktien ist so kurz wie nie. In den USA lag diese im Sommer diesen Jahres gerade noch bei circa fünfeinhalb Monaten, im letzten Jahr hatte sie noch achteinhalb Monate betragen. Ein Trend, der schon seit Jahrzehnten zu beobachten ist. Aus Daten der New Yorker Börse zeigt sich, dass man vor dem Jahrhundertwechsel Aktien noch durchschnittlich 14 Monate im Depot vor einer Umschichtung beließ. Die Ausnahme:

Nach der Finanzkrise von 2008 wurde das bisherige Haltetief von sechs Monaten erreicht. Krisen beschleunigen anscheinend das Handeln von Wertpapieren.

Wie könnte es anders sein: Auch in Europa ist die gleiche Aktientendenz zu beobachten. Hier ging den Erhebungen zufolge die Haltedauer von Aktien von sieben Monaten zum Jahresende 2019 sogar auf weniger als fünf Monate zurück.

Kein Vergleich mit dem Verhalten des Langfristinvestors Warren Buffett, der seinen Titeln bisher im Schnitt 11 Jahre die Treue hält, auch folgt ein Teil der jungen Generation nicht dem Rat der ungarischen Börsenlegende Kostolany: „Aktien kaufen und dann schlafenlegen.“

Allerdings gibt es heutzutage auch den großen Trend zu langfristigen Sparplänen, monatliche Einzahlungen kleinerer Investmentsummen für die Altersvorsorge. Beides wurde möglich durch eine ganz andere Gebührenstruktur. Zocken zum Nulltarif, nicht nur bei Aktien und Optionen, selbst bei Staatsanleihen oder Junk-Bonds hat sich die Umlaufgeschwindigkeit der Papiere deutlich erhöht.

Wird das eine erhöhte Rendite bringen? Vielleicht kurzfristig im besonderen Jahr 2020. Ältere Börsenexperten sind davon überzeugt, dass die Masse der Anleger durch das Hin und Her auf keine durchschnittliche Rendite von acht Prozent pro Jahr kommen wird. Das Ergebnis sollte Volatilität sein, also ein größeres Auf und Ab in den Märkten mit Vielen, die teuer kaufen und dann billig wieder aussteigen.

Fazit

Ist es ein Trend in Deutschland, die Hinwendung vor allem der jüngeren Generation zum Anlagevehikel Aktie, oder eher ein Warnzeichen für die Aktienmärkte mit dem Vergleich zur Internetblase des Jahres 2000? Damals gab es es Tausende von neuen und noch unerfahrenen Daytradern, die glaubten mit dem raschen Handel reich werden zu können. Das Ergebnis ist bekannt. Es gibt aber einen großen Unterschied zur Gegenwart. Damals warf eine 10-jährige Bundesanleihe fast noch das ganzen Jahr über Renditen von über fünf Prozent ab, selbst Lebensversicherungen waren noch attraktiv. Anders die Gegenwart. Wie soll langfristig ein Kapitalstock aufgebaut werden in dem jetzigen Zinsumfeld? Bei einem vermutlich noch länger anhaltenden Zustand der finanziellen Repression. Selbst wenn die Zinsen über die 0-Prozent-Marke stiegen, wäre dies wahrscheinlich einer gestiegenen Teuerungsrate geschuldet.

Es ist also mehr als notwendig, sich mit dem Kapitalmarkt zu beschäftigen, nicht so sehr mit Hebelprodukten auf Tesla oder FANGMAN-Aktien, sondern eher mit langweiligen Sparplänen. Nach dem wundersamen Jahr 2020 mit den vielen Home-Aktivitäten (Home Office, Home Schooling, Home Shopping, Home Banking) sollte es beim aggressiven Home Trading der RobinHoodies zunächst einmal einen schmerzhaften Ausleseprozess geben.

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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