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Die Wut kocht über: Gewaltakte häufen sich im polarisierten „Trump-Amerika“

Die Stimmung in Trump-Amerika ist explosiv – und schlägt mitunter in Gewalt um

Redaktion

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am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

 

In den Tagen vor dem Nationalfeiertag „Independence Day”, der hier am Mittwoch gefeiert wird, heizt sich die Stimmung im polarisierten Amerika auf.

Der knallharte Rechtskurs von US-Präsidenten Donald Trump, der sich zuletzt am Auseinanderreißen von Migrantenfamilien manifestierte, führt zu wachsenden Protesten. Die Stimmung ist explosiv – und schlägt mitunter in Gewalt um.

Mit der bevorstehenden Nominierung des nächsten US-Höchstrichters durch Trump, durch den oder die Abtreibungs- und Homo-Rechte wieder aufgehoben werden könnten, erreicht der Showdown zwischen Trump-Anhängen und der liberalen Widerstandsbewegung den Siedepunkt:

  • Aktivisten warfen einen Ziegelstein in ein Büro der Republikaner-Partei in  Nebraska und sprayten Graffiti-Botschaften gegen die Abschiebe-Behörde ICE an die Wände.
  • Vor dem Weißen Haus wurden bei jüngsten Protesten ein Agent des „Secret Service” angegriffen.
  • Bei einer Kundgebung vor einem Gebäude der Behörde ICE kam es in Philadelphia zu gewalttätigen Ausschreitungen.
  • Die Proteste gegen Trumps Abschiebe-Politik erreichen auch Gotteshäuser: In einer Kathedrale in Indianapolis wurden Figuren der Jesus-Familie in einen Käfig gestellt, der die ICE-Abschiebehaft symbolisieren soll.

Fast die Hälfte der US-Bürger glaubt inzwischen, dass in dem Land ein neuer Bürgerkrieg ausbrechen könnte.

Trump unterdessen schüttet ständig Öl ins Feuer: In einer neuen Exekutiv-Verordnung werden asylsuchende Migranten-Eltern aufgefordert, die USA sofort zu verlassen – mit ihren Kindern oder ohne..

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    4. Juli 2018 16:05 at 16:05

    Moin, moin,

    wie Weihnachten erst brennt eine Kerze, dann die zweite etc. pp. . Frankreich, Schweden, USA und so weiter. Nicht überall, aber an vielen Ecken und Enden brennt es. Nur in der BRD noch nicht? Dank Gleichschaltung der Blockmedien bleibt in der BRD zumindest die Medienlandschaft und damit die Berichterstattung unter Kontrolle.
    Die USA werden sicher, wie andere Länder auch, eine tiefe Spaltung erfahren, mit oder ohne Bürgerkrieg. Dito andere Länder (ist die BRD nicht auch schon gespalten?).
    Er kommt, was kommen muss.
    Fazit: Es gilt sich vorzubereiten. Mehr „Eigenversicherung“ kann nicht verkehrt sein. Und eines ist m.E. klar, je größer die Stadt, desto größer das Pulverfass.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      4. Juli 2018 16:16 at 16:16

      @asyoulike, Sie schrieben: „Und eines ist m.E. klar, je größer die Stadt, desto größer das Pulverfass“.
      Kürzlich einen Risikoforscher gesprochen, der sagte: „In Berlin zu leben wäre mir viel zu riskant“.

      • Avatar

        tm

        4. Juli 2018 16:28 at 16:28

        :-) Ernsthaft? Die Statistiker, Kriminologen und Risikoforscher mit denen ich spreche sagen fast ausnahmslos, dass eine Minderheit Panik verbreitet und damit alle völlig unbegründet aufscheucht. Klar mag das Risiko, Gewaltopfer zu werden, in Berlin am Alexanderplatz höher sein als in einem Dorf in Oberbayern, aber wer Berlin als zu gefährlich einstuft, war wohl noch nie in der Welt unterwegs.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          4. Juli 2018 16:34 at 16:34

          @tm, ist doch klar, dass es sich in Deutschland sicherer leben läßt als in den allermeisten Ländern der Welt. Aber schon Herr Bauernebel (Korrespondent in New York) sagt mir bei unseren Telefonaten immer wieder, dass er jeden Tag Angst habe, seine Kinder in die Schule zu schicken angesichts der häufigen Amokläufe dort in den USA.
          Und: uns geht es gut, aber wenn die Dinge einmal richtig schwierig werden, muß die Politik eine Entscheidung treffen, und diese Entscheidung wird lauten: ich verletzte Eigentumsrechte (durch Enteignung von Reichen), oder ich riskiere, dass ein Mob plündernd durch die Straße zieht. Dieses Risiko wäre gegeben, wenn unser Finanzsystem aus der Kurve fliegt, und komplett ausgeschlossen scheint mir das nicht zu sein..
          Auch wir in Deutschland haben keinen Anspruch auf ein dauerhaftes Paradies – die Geschichte zeigt, dass solche extrem gute Phasen immer zu Ende gehen. Und Trump ist meines Erachtens das Symptom und das Anzeichen dafür, dass sie derzeit zu Ende gehen..
          Und wenn die DInge aus dem Ruder laufen würden, wäre fraglos Berlin das gefährlichste Pflaster in Deutschland..

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            tm

            4. Juli 2018 16:45 at 16:45

            ja, das mit den Amokläufen verstehe ich, aber auch da gilt: die US-Kriminalität sinkt seit Anfang der 1990er Jahre. Die Gewaltkriminalität liegt so niedrig wie zuletzt in den 1960er Jahren (also abgesehen vom leichten Anstieg seit 2016).

            Und klar gibt es keine Garantie, dass es so bleibt. Mein Eindruck ist jedoch, dass gerade diejenigen, die glauben, wir stünden bereits kurz vorm Bürgerkrieg gerade selbst ein solches Klima schaffen (und teils offen, teils geheim doch auch hoffen, dass es knallt). Von plündernden Mobs sind wir m.E. jedenfalls meilenweit entfernt und wir sollten doch alle darauf hin arbeiten, dass das auch so bleibt.

            Wenn wir nochmal kurz auf die USA blicken, ist es da ja ähnlich: Trump, der vor der Wahl gelogen hat, dass die Kriminalität und die Arbeitslosigkeit hoch wären, fördert nun mit seiner Rhetorik, mit Steuersenkungen vor allem für Reiche, mit weniger Förderung für Unterpriviligierte, mit einer desolaten Drogenpolitik, mit massiver Finanzmarktregulierung etc. genau diese Zustände, die er fälschlich und heuchlerisch angeprangert hat.

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      tm

      4. Juli 2018 16:25 at 16:25

      Wenn ich sowas lese, muss ich feststellen, dass es wohl zwei Deutschlands gibt. Ich lebe in einer Großstadt, fahre beinahe täglich ÖPNV, bin oft in anderen deutschen Großstädten unterwegs, oft mit dem Zug, kenne auch diverse „Problemviertel“ wie Duisburg Marxloh, Berlin-Neukölln oder die Dortmunder Nordstadt und frage mich dann, wo denn in Deutschland etwas brennen soll oder wo auch nur Pulverfässer sein sollen.

      Aber klar, „die Blockmedien“ verschweigen das alles… logo. Tatsächlich ist es doch wohl so, dass es sich fast nirgends auf der Welt so gut leben lässt wie in Mittel- und Nordeuropa. Die „Berichte“ in den Alternativmedien über Schweden haben soch doch teils als komplett erlogen, teils als maßlos übertrieben herausgestellt.

      Das soll nicht heissen, dass es nichts zu verbessern gibt; das gibt es immer. Aber so zu tun, als stünden Deutschland oder auch Schweden vor einem Bürgerkrieg entbehrt jeglicher Grundlage.

      Wo leben Sie denn, wenn ich fragen darf?

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        Petkov

        4. Juli 2018 20:44 at 20:44

        Na dann ziehe doch einfach nach Marxloh oder Neukölln, du Dummschwätzer. Und zwar mit Familie, Kindern… Apropos Familie: hast du keine oder wie findest du die Zeit, den ganzen Tag das Forum zuzuspamen? Wer hat denn hier von Bürgerkrieg geredet? Es geht darum, dass dem deutschen Sozialsystem aus verschiedenen Gründen eine kurze, aber leidvolle Agonie bevorsteht. Und danach gibt es zwei Möglichkeiten:
        Entweder werden solche vor Wohlstand platzenden Arroganzsäcke wie du so lange vom Fiskus getreten und ausgequetscht, bis nur ein fetttriefender Lappen übrig bleibt.
        Oder aber wird es in deinen geliebten deutschen Großstädten genauso “romantisch” zugehen, wie in manchen “Perlen”, die du auf deinen Auslandsreisen angeblich besucht hast.

        Die erste Alternative wird übrigens nur kurzweilig eine Entspannung bringen und wird dummerweise auch Leute wie mich tangieren. Aber vielleicht schaffe ich rechtzeitig den Absprung. Bin ja “net von do”.

        • Avatar

          tm

          5. Juli 2018 09:33 at 09:33

          :-) Ich habe tatsächlich Projekte in Marxloh und Neukölln. Waren Sie schonnmal dort? Und wie gesagt, ich wohne in eienr Großstadt und bin regelmäßig in angeblichen Problemvierteln unterwegs. Sie wohl eher nicht. Sie leben vermutlich in irgendeinem Dorf in Ostdeutschland, oder? No-go Area für alle Nicht-Weißen.

          Wer von Bürgerkrieg geredet hat: asyoulike, ganz oben.

          Wo kommt eigentlich Ihr unsagbarer Hass her auf alle , die Ihre blinde, irrationale Wut auf die Gesellschaftr nicht teilen?

          • Avatar

            Michael

            5. Juli 2018 12:24 at 12:24

            @tm, tja, das war wieder mal ein echter Petkov. Immer, wenn ihn die Fakten überrollen und er ansonsten nichts mehr zu argumentierten hat, kommen seine „blumigen“ persönlichen Beleidigungen sowie sein perfider unterschwelliger Rechtspopulismus zum Einsatz.
            Primitiv, aber wirkungsvoll…

        • Avatar

          abc

          5. Juli 2018 09:55 at 09:55

          Im Gegenteil, diese Beleidigungen gegen tm sind völlig unangebracht. Er argumentiert (immer) sehr sachlich, nachvollziehbar und unaufgeregt. Ich schätze seine Kommentare, wie jene von vielen anderen hier – auch Ihre verehrter Petkov – als Gegenpol sehr.

          Dies schadet dem mMn interessanten und niveauvollen Forum sehr!

  2. Avatar

    Nichtschönredner

    5. Juli 2018 07:33 at 07:33

    @ Petkov, gut gesagt, dieser Schönredner ist fähig jede Realität mit irgendwelcher Statistik zu widerlegen.
    Aber wenn man täglich mehrere Stunden gefälschte Zahlen studiert, lebt man eher abgeschottet, vielleicht in einem eingezäunten Quartier u.nicht in der realen Welt.
    Übrigens schönreden ist das Schlechteste was man machen kann. Jedes Problem kann gelöst werden, wenn man es erkennt, (erkennen will) u.handelt.

    • Avatar

      tm

      5. Juli 2018 09:35 at 09:35

      *LOL
      tja blöd, wenn die Realität nicht zu Ihrem Weltbild passt, gelle?

      Sie glauben also ernsthaft, die Kriminalität steige, der Wirtschaft gehe es schlecht, es gibt tatsächlich hohe Arbeitslosigkeit? Zuviel mmnews gelesen, oder? AfD-Wähler?

    • Avatar

      tm

      5. Juli 2018 09:41 at 09:41

      Achso: Ich lebe wie gesagt in einer Großstatd, fahre jeden tag ÖPNV, bin oft in anderen deutschen Großstädten unterwegs, meist mit dem Zug und kenne auch diverse, vermeintliche Problemviertel. Ich bin soagr selbst in einem aufgewachsen. Und Sie? Wann waren Sie zuletzt in Neukölln, Marxloh oder der Dortmunder Nordstadt? Ich tippe noch nie. Wann sind Sie zuletzt ÖPNV gefahren und nicht mit ihrem Pkw im weitem Bogen um die angeblichen Problemviertel? Dummschwätzer!

  3. Avatar

    Andreas

    5. Juli 2018 09:33 at 09:33

    Frage mich auch schon wie „tm“ die Zeit findet hier jede halbe Stunde was zu posten und von seiner kruden Weltsicht zu erzählen. Er ist ja nicht nur hier auf fmw aktiv, sondern auch auf anderen webseiten und spamt dort alles zu, unter anderem mmnews und co.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Juli 2018 09:48 at 09:48

      @Andreas, also als „krude“ empfinde ich persönlich die Weltsicht von @tm nicht, er verfügt vor allem über eine herausragende Fakten-Kenntnis. Laßt uns doch versuchen, solche Auseinandersetzungen sachlich zu führen – im Dienste der Erkenntnis :)

      • Avatar

        tm

        5. Juli 2018 09:54 at 09:54

        :-) Danke sehr – ein Bloomberg-Zugang hilft schonmal für viele Fakten (wie etwa die russischen Zentralbank-Reserven).

        Letztlich scheinen manche Leute eben nur ihr super-pessimsitisches Weltbild bestätigt bekommen. Gerade bei den von Andreas genannten mmnews ist das ja ganz exrtem so. Eine Diskussion bedeutet dort im Normalfall, dass sich alle gegenseitig bestätigen, dass alles schlechter wird, woran Merkel, Flüchlinge und Soros schuld sind. Fakten, vor allem positive, werden dort mit schäumender Wut.. naja zur Kenntnis genommen passt nicht… registriert und dann wird aufs übelste beleidigt. Schön dass das hier weitestgehend anders ist.

        Dieses Phänomen erleben allgemein Leute, die auf positive Fakten hinweisen. Kennen Sie die Bücher von Pinker oder Rosling? Die schildern auch, dass auf die Darstellugn von Fakten wie sinkender Kriminalität schlicht mit Aggresison reagiert wird…

      • Avatar

        tm

        5. Juli 2018 10:02 at 10:02

        Ach nochwas: Im „Dienste der Erkenntnis“ setzt bei einer Diskussion vorraus, dass Fakten auch als solche anerkannt werden und nicht jede Tatsache, die nicht dem eigenen Weltbild entspricht als gefälscht oder manipuliert bezeichnet wird.

        Mal unabhängig von tagesaktuellen oder anderen kurzfristigen Bewegungen können wir doch klar feststellen: Die Kriminalität ist heute geringer als noch in den 190er Jahren und zwar fast weltweit, die Zahl der Kriegstoten ist nahezu historisch niedrig (nur 2000-2005 weniger), der Anteil der Menschen die in extremer Armut leben ist historisch niedrig, dafür können so viele Menschen lesen und schreiben wie noch nie, die Kindersterblichkeit ist historisch niedrig.

        Klar gibt es auch Probleme: Die Spreizung der Vermögen etwa – wo aber gerade die von den Pessimististen bevorzugten Politiker kontraproduktiv sind und den Trend verstärken. Oder wachsender Rassismus und Nationalismus sind natürlich Probleme – die aber gerade von den Leuten nicht als solches anerkannt werden.

        • Avatar

          joah

          5. Juli 2018 21:18 at 21:18

          »Im „Dienste der Erkenntnis“ setzt bei einer Diskussion vorraus, dass Fakten auch als solche anerkannt werden und nicht jede Tatsache, die nicht dem eigenen Weltbild entspricht als gefälscht oder manipuliert bezeichnet wird.«

          Dennoch Vorsicht: es riecht gerade sehr anrüchig nach Selbstlegitimation.

    • Avatar

      tm

      5. Juli 2018 09:49 at 09:49

      :-) achso, Spam ist also das, was nicht Ihrer Meinung entspricht?

      ich habe neben der Arbeit soviel Zeit, weil meien Prognosen korrekt sind :-)

  4. Avatar

    Lutze

    5. Juli 2018 10:20 at 10:20

    Wieso werden hier Gewalttäter als „Aktivisten bzw. Liberale“ bezeichnet.
    Da stimmt das Weltbild des Autors nicht!!!

  5. Avatar

    Segler

    5. Juli 2018 13:17 at 13:17

    Wirklich schade. Da böte diese Seite eine Plattform auf der man fundiert über Ideen, Trading, Handelsentscheidungen oder gar Prognosen diskutieren könnte.
    Konkrete Entscheidungen und eigene Techniker könnten erläutert, begründet und transparent gemacht werden.
    Statt dessen wird über simple Fakten gesprochen.
    Meinungen hinausgeblasen.
    Da wird die allwöchentliche Crashprognosen-Sau mit lautem Gejohle durchs FMW-Dorf getrieben. Und alle klappern und trööten mit.
    Wem dient das Getrommel ? – Immerhin gönne ich Herrn Fugmann die Clicks und den Traffic auf seiner Seite.
    So nimmt ein Blog wie dieser den inzwischen typischen Verlauf und am Ende schlägt ein jeder dem anderen wie im Kasperltheater die Detsche auf den Kopf.

    Wer mitklatschen will springt ebenfalls in den Ring.
    Wer das nicht mag, wer andere Interessen hat, der wendet sich ab.
    Nur ganz unverdrossene schreiben weiter.
    Dank insbesondere an Wolfgang und an tm.

    Ein treffender Spruch lautet
    – Great People talk about Ideas
    – Average People talk about Things
    – Small People talk about Other People

    Nun wird erneut das Segler-bashing einsetzen. Man wird „Arroganz !“ ausrufen und manches mehr. Nur zu. Wenn es Euch gefällt und dem Seelenfrieden dienlich ist ?
    Mich ficht das nicht mehr an. Ich schaue nur noch selten herein.
    Noch einen schönen Sommer :-)

    • Avatar

      Columbo

      5. Juli 2018 14:40 at 14:40

      Lieber@Segler, wenn ich beispielsweise auf einem Medizinblog, der von Ärzten, Krankenschwestern und interessierten Laien besucht wird, über den Goldblattmechanismus oder die elektrochemische Reizübertragung an den Synapsen diskutieren wollte, würde ich vermutlich auf Unverständnis stoßen. Die Leute wollen dort eben über Bauch- und Kopfschmerzen reden.
      So ist es auch hier, es wird über „simple Fakten“ gesprochen, welche die Leute am meisten interessieren.
      Man könnte alle „unqualifizierten“ Beiträge ausfiltern, dann bleiben halt drei Beitragsschreiber übrig und das Forum interessiert nur mehr eine ganz kleine Elite.

      • Avatar

        Segler

        5. Juli 2018 18:07 at 18:07

        Lieber @Columbo, ich bin nicht ganz Ihrer Meinung. Ich habe nichts gegen Fakten und Besprechungen – Im Gegenteil. Das Wort „unqualifiziert“ habe ich übrigens nicht benutzt und auch nicht gemeint.
        Mich betrübt und enttäuschen vielmehr persönliche Angriffe und das Entgleisen eines Diskussionstranges.
        FFachlich versierte, engagierte Kollegen, die ihr Wissen oder ihre Handelstechniken einbringen möchten fühlen sich in solcher Atmosphäre nicht wohl.
        Wenn sie zudem mit persönlichen Angriffen überschüttet werden, dann ziehen sie sich zurück. Erhalten bleiben jene, die das hier finden „was sie am meisten interessiert“ (um Sie zu zitieren).
        Mir ist durchaus klar, dass ich in diesem Newsblog keine Diskussion über „meine“ Themen (z.B. Vola-Strategien, Aktienanalyse, Volumenprofile oder Portfolio-Absicherungen) erwarten oder führen kann. Das muss auch gar nicht sein.
        Für diesen speziellen Zweck dienen mir andere Plattformen.
        Dies hier ist ein Newsblog mit kleiner Kommentarfunktion. Nicht mehr und nicht weniger. Gleichwohl erfahre ich hier gern neue Aspekte des Marktes und des Tradings.
        Wir hatten das Thema mehrfach diskutiert und Alternativen ins Feld geführt.
        Indes ohne Resonanz – wer will sich freiwillig das Aufgleisen und verantwortungsvolle Moderieren eines „richtigen“ Forums antun ?
        Ich nicht. In der Hinsicht bin ich illusionslos geworden.
        Im übrigen gibt es sie bereits in jeder Bandbreite.
        Schauen Sie sich um in den grossen Börsenforen Ihres deutschen Landes:
        Inhaltlich viel Spreu und wenig Weizen. Aber auch das ist in Ordnung.
        Auffällig: Der Umgangston in Deutschland ist erschreckend aggressiv im Vergleich zu angelsächsischen Foren oder auch Schweizer Foren, wo es in der Regel freundlich bis freundschaftlich zugeht.

        • Avatar

          leftutti

          6. Juli 2018 22:04 at 22:04

          @Segler: Auffällig: Der Umgangston in Deutschland ist erschreckend aggressiv im Vergleich zu angelsächsischen Foren oder auch Schweizer Foren, wo es in der Regel freundlich bis freundschaftlich zugeht.
          Nun ja, was die Schweizer Foren angeht, mag das sein, da habe ich nicht den großen Überblick.
          Was die angelsächsischen Foren betrifft, kann ich dahingehend nur lachen!

          Was dieses Forum hier angeht, hat wie so oft, ein einzelner gewisser Kommentator seinen eloquenten und prinzipiell inhaltsleeren Giftstachel ausgefahren, um die Atmosphäre zu vergiften.

          Sie persönlich müssen sich nicht rechtfertigen, nicht andere Jünger hervorrufen, die Sie beim dritten Hahnenschrei verleugnen oder gar kreuzigen bzw. „bashen“, wie Sie es gerne ausdrücken. Allem Anschein nach finden sich ohnehin keine mehr…
          Sie schreiben ja selbst: Dies hier ist ein Newsblog mit kleiner Kommentarfunktion. Nicht mehr und nicht weniger.
          Lassen wir es dabei bewenden: Der Segler ist auch nur ein Kommentator auf FMW…

    • Avatar

      Michael

      6. Juli 2018 20:27 at 20:27

      @Segler, woher haben Sie denn diese amerikanisch-schweizerisch klingende Weisheit aus den 50ern (von Eleanor Roosevelt)???:
      – Great People talk about Ideas
      – Average People talk about Things
      – Small People talk about Other People

      Großartige Menschen sprechen über irgendwelche (Schnaps)Ideen, Durchschnittsmenschen nur über Dinge (Fakten), Kleinbürger lediglich über andere Menschen…
      Netter Spruch ohne viel Hintergrund. Nicht mehr, nicht weniger. Sorry!

      Mir persönlich sind Fakten wichtiger als Schnapsideen, ich weiß zwar, dass Sie ohne große Hoffnung gerne auf der FMW ein Forum für Ideen, Trading, Handelsentscheidungen oder gar Prognosen, Vola-Strategien, Aktienanalyse, Volumenprofile oder Portfolio-Absicherungen etablieren würden. Natürlich mit den vollen Verantwortlichkeiten bezüglich der Kommentare auf Seiten der FMW.

      Da dem offensichtlich aber nicht so ist, würde ich mich freuen, wenn Sie den Realitäten ins Auge sehen würden. Hier dürfen tatsächlich noch einfache Leute wie ich ihre Meinung kundtun, die sich an die Netiquette halten. Und auch Sprachgenies, die ständig persönliche Angriffe und das Entgleisen eines Diskussionstranges provozieren.

      Ehrlich gesagt, ich freue mich, dass die FMW „simple Fakten“ durchs Dorf treibt und immer wieder mal großes Getrommel betreibt. Dass jemand wie Markus Fugmann jenseits der allgemein bekannten Kanäle recherchiert und veröffentlicht. Und dass er seiner Philosophie treu bleibt, ganzheitlich zu denken und zu veröffentlichen, und somit wirtschaftliche, politische, soziale oder psychologische Aspekte gleichzeitig berücksichtigt.

      Ich bin der Meinung, dass heute aufgrund der globalen Vernetzung jeder über fast alles Bescheid wissen kann, wenn er nur will:
      Small People can now talk about Great People, because they know their weird ideas.

  6. Avatar

    Altbär

    5. Juli 2018 19:12 at 19:12

    Segler als Moralapostel ? ? ?

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Free Lunch-Sozialismus in der Coronakrise auf dem Vormarsch

Claudio Kummerfeld

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Im Sozialismus der Moderne soll das Geld vom Himmel regnen

In den USA gibt es das Sprichwort, dass es keinen Free Lunch gibt. Sinngemäß übersetzt: Für alles muss irgendwie letztlich doch von irgendwem bezahlt werden. Wer ideologisch voll auf Sozialismus getrimmt ist, sieht das aber wohl grundsätzlich anders. Ökonomisch glauben zum Beispiel die Verfechter der Modern Money Theorie (MMT – hier dazu ein interessanter Text), dass man einfach als Staat unbegrenzt Geld druckt beziehungsweise immer weiter Schulden aufnimmt, und damit alle Probleme lösen kann. Da könnte man glatt auf die Idee kommen, dass die derzeitigen Staatenlenker und Notenbanker in Europa auch MMT-Verfechter sind?

Sozialismus: MMT und das Wunder-Märchenland

Wer eh schon an MMT als Wundermittel zur Lösung aller Probleme denkt, und dem Sozialismus zugeneigt ist, der kann auf folgende Idee kommen. Hey, die Europäische Zentralbank (EZB) kauft doch seit Jahren mit Billionen selbst gedruckter Euros die Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsstaaten auf. Und die Mitgliedsstaaten als Eigentümer der EZB könnten doch dafür sorgen, dass die EZB einfach als Gläubiger auf die Rückzahlung der Schulden verzichtet. Man druck Geld, kauft die eigenen Schulden, und erlässt sich dann selbst die Schulden. Ein in sich geschlossener Kreislauf von Geld, das vom Himmel regnet und alle Probleme löst.

Was für ein Märchen-Wunderland. Aber halt. Wenn die EZB die Schulden der Länder erlässt, hat sie selbst ja Verluste in ihren Büchern. Und die Verluste würden buchhalterisch auf die Mitgliedsstaaten umgelegt, womit sie nach gerade erst erlassenen Schulden wieder neue Schulden hätten. Tja, eben doch kein Free Lunch? Außerdem können die Staaten der EZB dank ihrer Unabhängigkeit keine Anweisungen erteilen. Aber halt, war da nicht gerade erst was in Sachen EZB und Schuldenerlass?

EZB soll auf Rückzahlungen von Anleihen verzichten

Erst letzte Woche berichteten wir über die Forderung der in der italienischen Regierung sitzenden Fünf-Sterne-Bewegung Richtung EZB. Sie solle doch bitte gegenüber Italien auf die Rückzahlung der gehaltenen Anleihen verzichten, die im Zuge der Coronakrise aufgenommen wurden. Mal ehrlich: Selbst wenn die EZB das machen würde, müsste man das für alle Euro-Länder tun, und gleich danach wäre der Ruf laut nach Erlass aller gehaltenen Forderungen in den Büchern der EZB. Heute nun fordert Riccardo Fraccaro, ein Staatssekretär und enger Berater des italienischen Minsterpräsidenten Conte laut Berichten das selbe.

Auch er ist von der Fünf-Sterne-Bewegung. Die EZB könne so viel Geld drucken wie sie wolle. Die Geldpolitik müsse die expansive Fiskalpolitik der Mitgliedstaaten in jeder möglichen Weise unterstützen, zum Beispiel per Schuldenerlass, oder über eine ewige Laufzeitverlängerung. Tja, Sozialismus pur, möchte man sagen. Erst Schulden machen, dann nicht zurückzahlen wollen. Woher das Geld kommt, dass es keinen Free Lunch gibt? Dass irgendwann bei maßlosem Gelddrucken Inflation und Hyperinflation anstehen, und dass man Schulden auch zurückzahlen muss – egal.

Der „plan“-mäßige Weg in den Sozialismus

Bernd Riexinger als Parteichef der Linken verkündet eine klare, ganz offene Forderung, die letztlich nichts anders ist als der direkte Weg in den Sozialismus. Das Wort Enteignung klingt natürlich verführerisch für alle Menschen, die kein Wohneigentum besitzen, sondern mieten. Wer würde sich nicht gerne vom „Joch“ des bösen Vermieters lösen, an den man jeden Monat einen beträchtlichen Teil seines Einkommens abführen muss? Dass der Vermieter für die Erstellung der Immobilie vielleicht einen Kredit aufgenommen hat, und dass laufende Kreditraten, Instandhaltungen, städtische Leitungsverlegungen an der Straße uvm sehr viel Geld kosten, das erwähnt Bernd Riexinger nicht.

Denn diese Kosten trägt der Vermieter, welche letztlich durch die monatlichen Mietzahlungen finanziert werden. Im Sozialismus sagt man sich wohl: Der böse Vermieter kassiert pro Monat 800 Euro Miete, und hat also auch 800 Euro Gewinn für sich selbst. Dass nach Kreditkosten, Instandhaltung, Müllabfuhr, Gärtner, Hausmeister uvm bei vielen Vermietern kaum oder nur wenig übrig bleibt, passt da natürlich nicht ins Bild. Dass Ersteller von Immobilien teuer erkaufte Grundstücke über höhere Wohnungsmieten refinanzieren müssen – egal. Für Bernd Riexinger ist es ganz einfach. Alles verstaatlichen, so scheint die Devise zu sein.

Am besten alle Wohnungen und auch alle Grundstücke in Staatseigentum überführen, dann hat man alle Probleme Wohnungsmarkt gelöst? Die tatsächliche und nachhaltige Lösung des Problems wäre es, dass Staat und vor allem private Vermieter die Zahl neuer Wohnungen so derart stark erhöhen, dass mehr Angebot als Nachfrage vorhanden ist. Dann fallen die Wohnungsmieten von ganz alleine – Angebot und Nachfrage! Berlin (man lebt eh auf Kosten der anderen Bundesländer über den Länderfinanzausgleich) müsste deutlich mehr Bauland zur Verfügung stellen, und das möglichst günstig, mit möglichst wenig Bürokratie. Aber nein, man bestraft lieber die bestehenden Vermieter.

Vermieter enteignen, weil sie nicht so agieren wie gewünscht

Diese Woche trat beim Berliner Mietendeckel die zweite Stufe in Kraft. Daraufhin kündigten große Vermieter in Berlin an neue Investitionen auf dem Berliner Wohnungsmarkt stoppen zu wollen. Die Lösung im Sozialismus lautet bei so etwas: Funktioniert unsere Maßnahme nicht wie gewünscht, setzen wir eben eine noch größere Maßnahme oben drauf. So fordert Bernd Riexinger daher eindeutig die Enteignung der Vermieter. Natürlich ist das verfassungsrechtlich ein noch weiterer Weg als der Mietendeckel.

Aber hey, der wurde ja auch bereits umgesetzt in Berlin. Der Staat soll es halt selbst richten. Selbst bei einer Enteignung (spielen wir das Szenario mal durch) müsste die Stadt Berlin die Wohnungseigentümer entschädigen. Dadurch würde die Verschuldung der Stadt Berlin deutlich ansteigen. Aber halt… wenn wir eh schon beim Thema EZB sind… die EZB könnte doch diese neuen Berliner Anleihen einfach aufkaufen, und auf ihre Rückzahlung verzichten? Wäre doch echt super? Ein Free Lunch im Märchenland des Sozialismus.

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Dass sich die Wohnungskrise in Berlin durch den Mietendeckel eher noch verschärft hat, das darf man als Verfechter des Sozialismus natürlich sofort den bösen Vermietern anlasten? Denn die wollen bei sinkenden Mieteinnahmen und staatlichem Eingriff in die Vertragsfreiheit keine neuen Wohnungen mehr in Berlin bauen? Welch ein Wunder, wer hätte damit rechnen können? Das ist ja gleich noch ein Argument für die Verstaatlichung der gesamten Wohnungsindustrie. Lassen wir einfach alles den Staat machen. Wohnungen bauen und vermieten, und das schön günstig. Aber warum macht die Stadt Berlin das nicht schon längst in großem Stil?

Niemand hindern sie daran. Man sieht, sie kann es nicht. Dabei regieren die Linken in Berlin doch, und sind nicht in einer Opposition, wo sie hilflose Zuschauer sind. Nein, man drangsaliert lieber die private Wohnungswirtschaft. Dabei könnte man parallel zu den Privaten durch ein massives Überangebot an neuen staatlich gebauten Wohnungen dafür sorgen, dass auch bei den privaten Vermietern durch freie Marktmechanismen die Mietforderungen sinken. Denn wie gesagt, wenn mehr Wohnungen als Wohnungsssuchende vorhanden sind, werden die Vermieter zwangsläufig ihre Mietforderungen senken.

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Allgemein

Konsumklima stürzt ab, Aussichten am Arbeitsmarkt besser – wie kann das sein?

Claudio Kummerfeld

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Menschen in Schlange mit Einkaufswagen

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat heute ihre Meldung für das Konsumklima in Deutschland (Verbraucherstimmung) veröffentlicht. Dem normalen Menschenverstand folgend sinkt das GfK-Konsumklima. Für Dezember zeigt man einen Wert von -6,7 Punkten, und damit 3,5 Punkte weniger als im November. Es ist logisch, dass die Stimmung der Konsumenten sinkt, wenn der zweite Lockdown voll in Gange ist – sei es auch nur ein sanfter Lockdown mit geschlossener Gastronomie. Der Lockdown light habe die Verbraucherstimmung im November laut GfK spürbar gedämpft. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung müssen – wie schon im Vormonat – Einbußen hinnehmen. Hier ein Auszug aus der Meldung der GfK:

„Zwar bleiben die Einzelhandelsgeschäfte geöffnet, doch die erneute Schließung von Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe treffen – ebenso wie der noch immer am Boden liegende Tourismus – das Konsumklima schwer“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Damit haben sich auch die Hoffnungen auf eine rasche Erholung, die noch im Frühsommer aufkamen, endgültig zerschlagen. Die als Folge der zunehmenden Verunsicherung erneut gestiegene Sparneigung hat ebenfalls zum Rückgang des Konsumklimas beigetragen.“

Stimmung am Arbeitsmarkt verbessert sich

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute sein aktuellstes Barometer für den deutschen Arbeitsmarkt veröffentlicht. Demnach verbessert sich die Stimmungslage sogar. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer (besteht aus zwei Komponenten, aktueller Beschäftigung und Entwicklung der Arbeitslosigkeit) ist im November um 0,4 Punkte auf 100,5 Punkte gestiegen. Damit verbleibt der Frühindikator im leicht positiven Bereich. Warum? Nun, dazu gibt die IAB eine klare Aussage. Die Beschäftigung werde im zweiten Lockdown nicht noch einmal einbrechen. Wichtig hierfür seien die (staatlichen) Stützungsmaßnahmen für die Betriebe und ihre jetzt bereits vorhandenen Erfahrungen mit der Corona-Krise. Die Perspektive auf einen Impfstoff mache die Unternehmen zuversichtlicher.

Das verstärke noch einmal ihre Bereitschaft, die Beschäftigten zu halten. Dennoch belaste die weltweite zweite Corona-Welle die Erholung, und die sich durch die Corona-Krise beschleunigenden Transformationsprozesse in der Wirtschaft würden große Herausforderungen darstellen. Und relativ günstige Aussichten zeigt das IAB-Arbeitsmarktbarometer für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Die entsprechende Komponente hielt sich auf dem Vormonatsstand von 102,1 Punkten. Zu beachten sei, dass der Befragungszeitraum schon in der ersten Novemberhälfte endete, als eine Verlängerung des Lockdowns noch nicht absehbar war.

Also: Die staatlichen Arbeitsmarkt-Forscher sehen die Stimmung deswegen verbessert, weil auf der einen Seite die Befragung schon endete, bevor eine Lockdown-Verlängerung absehbar war – und weil auf der anderen Seite die Wirtschaft vom Staat mit Rettungsgeldern geflutet wird, sodass Entlassungen nicht notwendig sind.

Arbeitsmarkt-Barometer der IAB steigt

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Old Economy: Gewinnexplosion voraus – Werbung

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Lieber Börsianer,

welche Unternehmen werden zwischen 2020 und 2022 die größten Gewinnzuwächse verbuchen? Netflix, Amazon, SAP oder etwa Nvidia? Was ist Ihre Prognose?

Ich lehne mich aus dem Fenster: In den kommenden 2 bis drei Jahren werden die großen „Gewinndynamiker“ nicht aus der Technologie-Branche kommen, sondern – ja Sie lesen ganz richtig – aus der Old Economy. Alt eingesessene Unternehmen, die wir alle schon seit Jahrzehnten kennen, stehen vor einem beispiellosen Gewinnschub. Hier steht eine Erholung bevor, wie wir sie selbst in den Boomjahren der Nachkriegszeit nicht gesehen haben. Ich habe Ihnen drei Beispiele aus der DACH-Region mitgebracht.

Beispiel BASF: Der deutsche Chemie- und Ölkonzern wird aller Voraussicht nach das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von mindestens 1 Euro je Aktie abschließen. Dann wird BASF allerdings eine mächtige Aufholjagd starten und im Geschäftsjahr 2022 einen Gewinn je Aktie von rund 3,70 Euro ausweisen. Das ist noch weit entfernt vom Niveau der Vorkrise, als man rund 9 Euro je Aktie verdiente. Aber von unter Null auf 3,70 Euro je Aktie ist sehr viel Holz.

Beispiel Wienerberger: Die Österreicher haben in diesem Coronajahr auch nur wenig Spaß gehabt. Das Unternehmen der Baustoff-Branche wird den Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr wahrscheinlich fünfteln. Aber danach wird man wieder mächtig durchstarten. So erwarten die Analysten, dass Wienerberger seinen Gewinn bis 2022 um rund 360 % steigern wird.

Ein kleiner Vergleich: Der Video-Streaming Spezialist Netflix erwartet bis 2022 eine einfache Gewinnverdopplung. Auch das natürlich eine großartige Zahl, aber verglichen mit den erwarteten Gewinnzuwächsen von BASF oder Wienerberger nimmt sich die eher bescheiden aus.

Beispiel Swatch: Der Schweizer Uhrenhersteller litt ebenfalls erheblich unter der Pandemie und erlebte einen Gewinneinbruch wie noch nie zuvor in seiner Unternehmensgeschichte. Das klingt nicht gut, oder? Nun, die Swatch Group erwartet eine mächtige Gewinnexplosion. So wird man in den…..

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