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Diese super tolle deutsche Firma macht 741 Mio Euro Verlust bei nur 50 Mio Umsatz – urteilen Sie selbst, ob das so super ist!

Wie kriegt man das hin, oder besser gesagt ist das eine gesunde Relation? Oder kann man so eine Ergebnis begründen mit bilanziellen Buchungen, die nur vom tatsächlich soliden Geschäftsbetrieb des…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wie kriegt man das hin, oder besser gesagt ist das eine gesunde Relation? Oder kann man so eine Ergebnis begründen mit bilanziellen Buchungen, die nur vom tatsächlich soliden Geschäftsbetrieb des Unternehmens ablenken? Bilden Sie sich ihre eigene Meinung. Unser aller super tolles Dauer-Startup-Inkubationsunternehmen „Rocket Internet“ vom allseits geliebten Oliver Samwer (King of Copy?) hat heute Zahlen für das Gesamtjahr 2016 präsentiert. Dabei kommen tatsächlich 50,4 Millionen Euro Umsatz bei gleichzeitig 741,5 Millionen Euro Verlust zustande. Dazu aber sagt Rocket folgendes Zitat:

Das konsolidierte IFRS-Ergebnis von Rocket Internet für das Jahr 2016 mit einem Umsatz von 50,4 Millionen Euro und einem konsolidierten Verlust von -741,5 Millionen Euro ist hauptsächlich auf die Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften und auf die Wertberichtigungen von assoziierten Unternehmensbeteiligungen zurückzuführen, insbesondere bei Global Fashion Group. Mit verfügbaren Zahlungsmitteln und -äquivalenten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro Ende März 2017 ist Rocket Internet weiterhin sehr gut mit Liquidität ausgestattet. Der Rückgang im Vergleich zu 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 ist vor allem durch Investitionstätigkeiten und durch den Rückkauf von Wandelanleihen begründet.

Alles klar? Der Umsatz lag 2015 noch bei 128,3 Millionen Euro (jetzt 50,4), der Verlust lag 2015 noch bei 197,8 Millionen Euro (jetzt -741,5) Rocket betont heute, dass es bei ausgewählten Unternehmen gute Fortschritte gebe. Auch hört man aber das Versprechen der Firma, dass wichtige Beteiligungen im Gesamtjahr 2017 Gewinne abwerfen werden. Heute betont Rocket Internet-Chef Samwer in seinem Schreiben an die Investoren (zufälligerweise?) ausdrücklich, dass Rocket 1,5 Milliarden Euro an Liquidität hat. Warum ist es wohl gerade heute so wichtig dies so klar zu erwähnen? (rhetorische Frage)

In der zweiten Grafik kann sich jeder Interessierte selbst eine Meinung zu den 2016-Detaildaten der Rocket-Holding bilden im Vergleich zu den Daten aus 2015. Wir enthalten uns negativer Kommentare. Schließlich kann es ja auch immer sein, dass sich bei stark wachsenden Unternehmen doch noch alles zum Guten wendet und die Gewinne sprudeln. Aber bitte, immer eine eigene Meinung bilden!

So zitieren wir an dieser Stelle optimistisch klingende Aussagen von Rocket auszugsweise:

Auch auf Einzelunternehmensebene verringern wir Komplexität, um die Effizienz zu steigern und den Markenwert effektiv zu nutzen. So wurden im Juni 2016 die afrikanischen Unternehmenstätigkeiten im Bereich Online-General Merchandise mit den anderen Online-Marktplätzen und Online-Kleinanzeigen-Plattformen unter der Dachmarke Jumia vereint. Dadurch vereinfacht sich die Organisationsstruktur unserer afrikanischen Unternehmen enorm. Die gemeinsame Marke führt zu mehr Effizienz und gesteigertem Fokus und erleichtert den Kunden von Jumia den Zugang zu allen Produkten und Dienstleistungen. Für Händler wiederum erhöht sich dadurch die Reichweite in den 35 afrikanischen Märkten des Unternehmens. Mit Zahlungsmitteln und zugesagtem Investment von 365,5 Millionen Euro verfügt Jumia über eine sehr gute Kapitalbasis, um seine Position als führendes afrikanisches Online-Unternehmen weiter auszubauen. Zu den führenden internationalen Investoren von Jumia gehören unter anderem AXA, Orange und MTN.

Aus operativer Sicht haben wir uns 2016 darauf konzentriert, den Umsatz unserer ausgewählten Unternehmen zu steigern und gleichzeitig die absoluten Verluste auf EBITDA-Ebene zu verringern. Die von Rocket Internet ausgewählten Unternehmen sind in vier Bereichen tätig, die einen wesentlichen Anteil der weltweiten Verbraucherausgaben im Mobile- und Online-Commerce ausmachen: Food & Groceries (HelloFresh und Delivery Hero), Fashion (Global Fashion Group), General Merchandise (Jumia) und Home & Living (Westwing und Home24). Diese ausgewählten Unternehmen wurden vor einigen Jahren gegründet und haben mittlerweile marktführende Positionen in ihren jeweiligen Märkten erreicht. Die neuesten Finanzierungsrunden haben gezeigt, dass sie Zugang zu Kapital von führenden internationalen Internetinvestoren haben. Dennoch setzen diese Unternehmen auf profitables Wachstum und Unabhängigkeit von externen Finanzmitteln, um kurz- bis mittelfristig die Gewinnschwelle zu erreichen. Die aggregierten bereinigten EBITDA-Verluste der ausgewählten Unternehmen haben sich im Laufe des Jahres 2016 deutlich verbessert: von -590,0 Millionen Euro im Jahr 2015 auf -356,3 Millionen Euro im Jahr 2016.

Die Investoren scheinen sich auf die warmen Worte des Oliver S. einzulassen. Wo man zuletzt oft Gerüchte hörte (wie gesagt, Gerüchte) bei Rocket würde es schlecht laufen und reihenweise Mitarbeiter würden in der Zentrale abgebaut, so hört man heute „beruhigenderweise“, dass der Abbau der Mitarbeiterzahl von 425 auf 276 im Jahr 2016 deswegen durchgeführt wurde, weil der Betreuungsaufwand für die dortigen Startup-Firmen sich verringert habe. Zudem seien viele Mitarbeiter in das operative Geschäft gewechselt. Na dann.

Bei fünf ausgewählten Beteiligungen stieg der Umsatz insgesamt von 1,7 auf 2,2 Milliarden Euro, während die Verluste sich reduzierten. Die Zahlen einzelner Startups innerhalb der Holding seien wichtiger als das Ergebnis der gesamten Holding, so Rocket-Finanzchef Kimpel heute. Die Börse ist heute gut gelaunt, und bringt der Rocket Internet-Aktie sogar ein kleines Plus von 1,3%. Das erinnert doch irgendwie an Tesla-Chef Elon Musk, der Verluste auch mit warmen Worten in steigende Kurse verwandeln kann?

Aber gut, lassen wir das bei Seite. Wir wollen jetzt nicht ernsthaft Musk mit Samwer vergleichen. Auch wenn die Aktie heute leicht anzieht, so sieht der Chart seit dem Börsengang doch weniger gut aus. Aber wer weiß schon. Oliver Samwer kann ja immer noch mit einer großen Trendwende bei einzelnen Töchtern Rocket Internet hochpushen. Der heutige Bericht bietet für Optimisten jedenfalls viele warme Worte. Wer vielleicht kurz nach dem IPO bei 50 Euro die Aktie gekauft hatte, kann einen Schuss Optimismus gebrauchen bei aktuell 16,58 Euro.


Der Rocket Internet-Kurs seit dem IPO im Jahr 2014.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Werner

    25. April 2017 17:16 at 17:16

    And pigs can fly, can’t they, habe ich vorhin erst gelernt…

  2. Avatar

    Marcus

    25. April 2017 17:33 at 17:33

    Herrn Samwers gutes altes Schneeballsystem. Ich bezeichne es so, Oliver S. nennt es „Rocket Internet“ oder „Unternehmen“.

    Für das Schneeballsystem ist es nun mal essentiell das man möglichst viele Exits in Form von IPO´s oder Verkäufen erledigt, um die Altinvestoren auszahlen zu können. Dies geht aber nur, wenn man vorher dumme Investoren findet die in maßlos überbewertete Start ups aus der Rocket Schmiede investieren, bzw. die Aktien der Start Ups zu Höchstpreisen kaufen. Da liegt der Schneeballeffekt !

    Der Chart von Rocket ist exemplarisch für den Zustand und das „Geschäftsmodell“ dieser Zockerbude. Hat was von Neuer Markt…

  3. Avatar

    Trigo

    25. April 2017 17:55 at 17:55

    Das erinnert mich schon sehr stark an die Jahre 99 ,2000. Hier noch ein „Saft“ – Startup – http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/400-Dollar-Saftpresse-ist-komplett-nutzlos-article19805164.html

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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