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Bohlen, Becker, Lanz uvm: Mutmaßlich Opfer einer Betrüger-Bande!

Stefan Kasper-Behrs

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am

Haben Sie auch in letzter Zeit in den Sozialen Netzwerken eine Werbung wahrgenommen die da heißt: „Becker durch ein finanzielles Schlupfloch plötzlich raus aus den Schulden“ oder „Villa zurückgekauft, Schulden beglichen“, „Niemand sollte sich diese Gelegenheit entgehen lassen“ usw? Auch Dieter Bohlen und viele andere Promis werden genannt.

Dieter Bohlen
Dieter Bohlen. Foto: AleXXw CC BY-SA 3.0 at


Quelle: Werbung auf Facebook

Aus Urheberrechtlichen Gründen dürfen wir das Bild aus der Facebook-Werbung von Markus Lanz und Boris Becker hier nicht zeigen! Was ganz lustig klingt, ist überhaupt nicht lustig, denn es ist höchst kriminell!

Wenn man auf die Werbung klickt, kommt folgendes.

Es handelt sich um eine Seite, wo angeblich Prominente viel Geld mit einem Handelsprogramm verdient haben.

Ich habe mich, um mehr zu erfahren, auf der Seite für dieses Handelssystem registriert.

Millionen verdienen - wie Dieter Bohlen, Boris Becker uvm?

Kurz nach der Registrierung werde ich auf die nächste Seite geleitet.

Hierbei handelt es sich um den „Broker“ ITRADER.com – ein Broker mit einer Lizenz auf Zypern.

Dieses Unternehmen ist tatsächlich auf Zypern registriert.

Kurz nach meiner Anmeldung rufe ich die Kostenfreie 0800 Telefonnummer an.

Es meldet sich eine Dame am Telefon mit ausländischem Akzent. Sie verspricht mir, dass sich sofort ein Mitarbeiter bei mir meldet. Tatsächlich klingelt gut 30 Minuten später mein Telefon. Die Nummer die mich anruft, kommt aus Berlin: 030-21502956. Der Mann am Telefon hat auch einen ausländischen Akzent. Ich erkläre ihm, dass ich durch die Facebook-Werbung auf das Unternehmen aufmerksam geworden bin und mich aufgrund der prominenten Partner registriert habe. Ich frage ihn ganz konkret: Sie haben doch aktuell eine Werbung mit Boris Becker laufen, ist das richtig? Das kostet ja sicher viel Geld?
ITRADER Mitarbeiter: Ja, wir arbeiten zusammen.

Ich: Und der Boris Becker hat euer Handelssystem erfolgreich genutzt ?

Möglicherweise versteht der Mann mich nicht richtig und stellt mich zu einem Kollegen durch. Auch dieser Mann meldet sich nicht mit Namen, sondern begrüßt mich nur freundlich. ITRADER Mitarbeiter II: Hallo schönen Guten Tag.
Ich: Grüße Sie, es geht mir um eure tolle Werbung, deshalb bin ich ja so interessiert. Ihr habt ja den Boris Becker als Werber und macht da auf Facebook Werbung. Das ist ja wirklich super! Hat denn auch der Boris Becker euer Handelsssystem genutzt?

ITRADER Mitarbeiter II:( auch mit ausländischen Akzent, aber gutem Deutsch ) Ja genau, das is äh diese Werbekampagne sind die machen Werbung für uns! Automatisch wenn sie da gesehen und da geklickt haben, sie landen sofort bei uns.
Ich: Und eurer Werbepartner ist tatsächlich Boris Becker, Dieter Bohlen, Markus Lanz,… ?
ITRADER Mitarbeiter II: Genau richtig
Ich: Wow! Das ist ja toll!
ITRADER Mitarbeiter II: Ja , Boris Becker und Dieter äh Bohlen
Ich: cool, dann seid ihr ja ein großes Unternehmen
ITRADER Mitarbeiter II: Ja das sind ein sehr sehr großes Unternehmen und das sind nur die zwei Prominenten, wir haben auch viele viele andere Prominente, leider darf ich die Namen nicht nennen, aber sie haben sie selber gesehen.
Ich: Ja Wahnsinn , Wahnsinn… Sitzen Sie denn in Berlin? Ist ja eine Berliner Telefonnummer von der ich angerufen wurde.

ITRADER Mitarbeiter II: Berlin ist unsere Anrufzentrale und ich sitze auch in Berlin. Wir sind zuständig für den deutschsprachigen Länderraum.
Ich: Sie sind Mitarbeiter von Itrader?
ITRADER Mitarbeiter II: Ja, ich bin angestellt von ITrader

Ich: Ich bedanke mich bei ihm und sage, dass ich dringend weg muss. Wir vereinbaren einen Telefon Termin am nächsten Tag, dem 27.11. um 17:00 Uhr.

Dadurch, dass der Mitarbeiter klar und deutlich gesagt hat, dass die Prominenten für Itrader.com werben, kann sich das Unternehmen nicht mehr raus reden. Das ganze kommt mir sehr bekannt vor und erinnert mich an einen Artikel vom 20.2.2019 über einen Broker, der auch eine Nummer aus Berlin hatte und den gleichen Gesprächsleitfaden nutzte. Nicht zuletzt auch die gleiche Warteschleifenmusik… Zufall?

Durch die Datenschutzverordnung wird es diesen mutmaßlichen Gaunern leichter gemacht ihre Herkunft zu verschleiern, aber irgendwer muss ja auch die Facebook-Werbung zahlen. Auf jeden Fall Finger weg von diesem Broker!!! Wir werden versuchen uns mit den Prominenten, wie Dieter Bohlen, Boris Becker, Markus Lanz usw.. in Verbindung zu setzen. In kürze kommt der zweite Teil – es bleibt spannend!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leokatz1

    27. November 2019 18:32 at 18:32

    …einfach mal itrader forexpeacearmy abfragen zu diesem „Broker“. Ist ein bucket shop. Mal davon abgesehen, wer glaubt ernsthaft, dass besagte Prominente ihren Namen für solch billige Werbung hergeben? Der Müll wurde mir permanent auf Facebook gezeigt. Ich habs Facebook gemeldet. Reaktion? Kein Betrug erkennbar. Na ja, Facebook verdient ne Menge Geld mit solch betrügerischer Werbung und macht sich zum Mittäter dieser Kriminellen. Klar wiegeln die ab. Davon abgesehen kümmert es Facebook nicht ob Fotos missbräuchlich verwendet werden.

  2. Avatar

    Rbird

    27. November 2019 18:37 at 18:37

    Das ist mal ein spannender Wirtschaftskrimi :-)
    Bin gespannt wie ein Regenschirm, was da noch kommt…spannender als der Phase I Deal von USA / Chine !

    Ich bleib am Ball :-)

  3. Avatar

    Michaela Frank

    28. November 2019 19:48 at 19:48

    Es gab schon viele Berichte in dieser Art…. z.B. Günther Jauch verdient Millionen mit Kryptowährungen usw.
    Es wird Zeit, dass die Promis, die dort präsentiert werden, sich mal zu Wort melden, um diesen unseriösen Händlern das Handwerk zu legen.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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