Folgen Sie uns

Allgemein

Digitaler Euro: EZB mit Umfrageergebnis und Argumentation

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Digitaler Euro als symbolische Grafik

Im letzten Jahr war ein möglicher digitaler Euro ein oft besprochenes Thema in vielen Medien. Was wäre der Unterschied zum normalen Euro? Nun, der einzige direkte Zugang zu Zentralbankgeld für den einfachen Bürger war bisher Bargeld. Mit dem digitalen Euro würde er auch elektronisch direkt ein Konto bei der EZB haben, und direkt im Onlinebanking mit EZB-Geld zahlen. Also wäre der Bürger völlig unabhängig von der Hausbank, und müsste sich (wenn er sein Geld bei der EZB parkt) keine Sorge mehr um die Pleite seiner Bank machen.

Denn die EZB, die kann dank Gelddruckerei im Keller gar nicht pleite gehen. Der nicht offenkundig wahrnehmbare Nachteil beim digitalen Euro wäre die völlige Kontrolle des Bürgers durch die EZB. Würde sich die Gesellschaft flächendeckend vom Bargeld abwenden und auf EZB-Geld vertrauen, könnte sie ohne Gegenwehr für die Bürger deftige Negativzinsen auf den Konten einführen, ohne dass man sich dagegen wehren könnte.

Die EZB begann am 12. Oktober 2020 eine Umfrage für Bürger und Unternehmen, weil man sich ein Bild machen wollte, ob ein digitaler Euro Sinn machen würde. Heute hat man die Umfrageergebnisse veröffentlicht. 8.221 Bürger, Unternehmen und Finanzinstitutionen haben an der Umfrage teilgenommen. Im Frühjahr will man eine umfassende Analyse der Befragung veröffentlichen. Aber heute gibt man schon mal folgende Details bekannt.

Der Datenschutz im Zahlungsverkehr liege an erster Stelle der geforderten Merkmale eines möglichen digitalen Euro mit 41 Prozent der Antworten, gefolgt von dem Thema Sicherheit mit 17 Prozent und europaweiter Reichweite des digitalen Euros mit 10 Prozent. Die hohe Zahl der Antworten auf die Umfrage zeige das große Interesse der europäischen Bürger und Unternehmen an der Gestaltung der Vision eines digitalen Euro, so sagt es heute Fabio Panetta, Mitglied des EZB-Direktoriums und Vorsitzender der Task Force für einen digitalen Euro. Die Meinungen von Bürgern, Unternehmen und allen Interessengruppen seien für die EZB von größter Bedeutung, wenn man beurteile, für welche Anwendungsfälle ein digitaler Euro am besten geeignet sei, so seine Worte.

Warum ein digitaler Euro notwendig sein könnte

Warum könnte ein digitaler Euro notwendig werden? Denn man könnte ja auch argumentieren, dass doch derzeit auch alles rund läuft im europäischen Finanzsystem? Eine Arbeitsgruppe des Eurosystems, in der Experten der EZB und der 19 nationalen Zentralbanken des Euroraums vertreten sind, habe laut heutiger Aussage der EZB mögliche Szenarien erarbeitet, welche die Ausgabe eines digitalen Euro erfordern würden. Zu diesen Szenarien gehört demnach eine erhöhte Nachfrage nach elektronischen Zahlungen im Euroraum, die ein europäisches, risikofreies und digitales Zahlungsmittel erfordern würde. Weiterhin würde für die Einführung eines digitalen Euro sprechen, wenn die Verwendung von Bargeld als Zahlungsmittel im Euroraum signifikant zurückgehe, aber auch die Einführung globaler privater Zahlungsmittel, die regulatorische Bedenken aufwerfen und Risiken für die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz bergen könnten, sowie eine breite Akzeptanz von digitalen Zentralbankwährungen, die von anderen Zentralbanken ausgegeben werden.

Ein digitaler Euro würde laut EZB die Effizienz eines digitalen Zahlungsinstruments mit der Sicherheit von Zentralbankgeld verbinden. Der Schutz der Privatsphäre würde oberste Priorität haben (so sagt es die EZB), so dass der digitale Euro dazu beitragen könne das Vertrauen in den Zahlungsverkehr im digitalen Zeitalter zu erhalten. Christine Lagarde sagte laut Berichten heute übrigens, dass man bis Mitte diesen Jahres entscheiden werde, ob ein digitaler Euro eingeführt wird.

Wir hatten letzte Woche über eine hochinteressante Denkschrift des Chefvolkswirts der Commerzbank berichtet. Er beschäftigte sich mit einer Problematik, die so noch niemand genau auf dem Schirm hat bei diesem Thema, nämlich was nach Einführung eines digitalen Euro mit den Banken und Sparkassen passieren würde. Sie würden nämlich in gigantischem Umfang Einlagen verlieren, welche die Bürger womöglich massenhaft zur EZB umbuchen würden. Das Geschäftsmodell der Banken wäre dann fast tot (so möchten wir es mal formulieren), und die EZB müsste die Banken mit umfassenden Maßnahmen unterstützen (mehr dazu hier).

Finden Sie hier auf Deutsch eine Erklär-Seite der EZB zum digitalen Euro.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    sascha karami

    13. Januar 2021 17:26 at 17:26

    Er wird kommen, so schnell wie die Masken. Eine Diskussion ob ja oder nein wird es nicht geben.
    Es wird weltweit eingeführt , sobald sich alle Zentralbanken einig sind.

    SIE SIND SICH EINIG.

  2. Avatar

    sascha karami

    13. Januar 2021 17:29 at 17:29

    Nachtrag

    Argument der Zentralbanken:

    Der Geldverkehr/Handling ist der größte Überträger von Vieren.

  3. Avatar

    1.Knecht

    14. Januar 2021 08:09 at 08:09

    Der Digitale Euro soll noch schnell installiert werden, es fehlt nur noch ein passendes Symbol. Ich tippe auf einen Stier.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Jerome Powell – seine Aussagen auf der PK + Live-Feed – Impressionen einer surrealen Veranstaltung..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Was wird Jerome Powell heute sagen? Im Statement der Fed kein Wort zu den jüngsten spekulativen Exzessen – werden die Journalisten diesmal nachhaken und die wirklich wichtigen Fragen stellen?

– Powell muss erstmal tiefer durchatmen..

– Wirtschaftsentewicklung hängt von Virus ab – Wirtschaft hat sich wieder abgeschwächt, Konsum hat sich abgeschwächt

– Immobilienmarkt hat sich erholt (FMW: eine Umschreibung für massiv steigende Preise..)

– Arbeitsmarkt bleibt schwach, Menschen mit geringem Einkommen am stärksten betroffen

– Inflation bleibt niedrig, aber könnte anziehen wegen Impfungen

– Wirtschaft aber robuster als zu befürchten war

Ups, das war kurz – Powell „hat schon fertig“, jetzt kommen Fragen..

—–

Und gleich die Frage nach Gamestop, wow.. Powell: ich äussere mich nicht zu bestimmten Firmen (FMW: sondern behaupte einfach, dass wir mit unserer Geldpolitik nicht Blasen begünstigen…)

– Powell: beobachten Finanzbedingungen sehr genau

– jetzt Steve Liesman von CNBC zu Bewertungen, am Beispiel von Bitcoin, Gamestop etc. (FMW: Liesman ist der einzige, der ernsthafte Fragen stellt!). Und sinngemäß sagt Powell: wir kümmern uns um die Wirtschaft, nicht um Blasen..

– Powell: es ist nicht die Geldpolitik der Fed, die Bewertungen der Märkte bedingt, sondern die Sache mit dem Impfstoff (FMW: viel dreister kann man eigentlich nicht die Unwahrheit sagen! Klar: der Impftstoff ist ein zentraler Treiber, aber wo stünden die Aktienmärkte ohne die Fed??)

– Powell zu Inflation: wird vielleicht vorübergehend steigen, aber nicht nachhaltig, weil deflationäre Trends seit langem bestehen. Es sei viel schwieriger, mit Deflation umzugehen als mit Inflation (FMW: puh..)

– jetzt die Frage, ob die Fed-Mitglieder bereits geimpft seien..Powell: ich wurde einmal geimpft und hoffe die zweite Dosis bald zu bekommen

– jetzt redet Powell über die Wirtschaft und Menschen – aber was hat die Fed mit Menschen und Wirtschaft zu tun??

– Frage von einem Bloomberg-Moderator: seid ihr als Fed überhaupt noch handlungsfähig, weil ihr die Zinsen weder senken noch anheben könnt? Powell: unsere Geldpolitik funktioniert, zum Beispiel am Immobilienmarkt

– Powell: es gibt keinen Grund. bei Erholung der Wirtschaft nicht die Zinsen anzuheben und unsere ultralaxe Geldpolitik einzustellen (FMW: is klar, Jerome..)

– Powell insistiert: nachhaltige Inflation unwahrscheinlich..

– Powell: werde gut mit Yellen zusammen arbeiten, habe aber mit ihr noch nicht gesprochen, auch nicht mit Biden

– Frage nach Furcht vor Immobilienblase oder Blase bei Unternehmensanleihen – Powell: extrem steigende Nachfrage nach Immobilien vorübergehend, bei Unternehmensanleihen sehe ich die Tatsache, dass es weniger Insolvenzen gibt (FMW: es wird immer surrealer, wie Powell versucht, die Blasen-Bildungen weg-zureden!)

FMW: bleiben sie dran bei FMW – wir bringen die Zahlen von Tesla, Facebook und Apple und die Marktreaktionen darauf!

Der Live-Feed:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Jerome Powell über das Evangelium der Fed

weiterlesen

Allgemein

Fed: Das sagt das Statement der US-Notenbank – weit und breit keine Blasen, nirgends..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von der US-Notenbank Fed ist eigentlich heute nicht viel neues zu erwarten. Eigentlich. Aber wird dennoch etwas gesagt im Statement der Notenbank zur derzeitigen Spekulations-Euphorie? Hier die wichtigsten Aussagen der Notenbank in Stichpunkten:

– Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt: „The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic“
Beim letzten Statement hatte es noch geheißen in Sachen Wirtschaft: „Economic activity and employment have continued to recover but remain well below their levels at the beginning of the year.“

– keine Erwähnung spekulativer Exzesse (Gamestop!)

– wenn Situation verschlechtert, wird Notenbank handeln: „would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals“

– Inflation bleibt moderat wegen Ölpreisen: „Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation“

FMW: Subtext der Fed – kauft alles, wir bailen euch aus. Gamestop ist cool!

Das Statement im Wortlaut:

The Federal Reserve is committed to using its full range of tools to support the U.S. economy in this challenging time, thereby promoting its maximum employment and price stability goals.

The COVID-19 pandemic is causing tremendous human and economic hardship across the United States and around the world. The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic. Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation. Overall financial conditions remain accommodative, in part reflecting policy measures to support the economy and the flow of credit to U.S. households and businesses.

The path of the economy will depend significantly on the course of the virus, including progress on vaccinations. The ongoing public health crisis continues to weigh on economic activity, employment, and inflation, and poses considerable risks to the economic outlook.

The Committee seeks to achieve maximum employment and inflation at the rate of 2 percent over the longer run. With inflation running persistently below this longer-run goal, the Committee will aim to achieve inflation moderately above 2 percent for some time so that inflation averages 2 percent over time and longer‑term inflation expectations remain well anchored at 2 percent. The Committee expects to maintain an accommodative stance of monetary policy until these outcomes are achieved. The Committee decided to keep the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and expects it will be appropriate to maintain this target range until labor market conditions have reached levels consistent with the Committee’s assessments of maximum employment and inflation has risen to 2 percent and is on track to moderately exceed 2 percent for some time. In addition, the Federal Reserve will continue to increase its holdings of Treasury securities by at least $80 billion per month and of agency mortgage‑backed securities by at least $40 billion per month until substantial further progress has been made toward the Committee’s maximum employment and price stability goals. These asset purchases help foster smooth market functioning and accommodative financial conditions, thereby supporting the flow of credit to households and businesses.

In assessing the appropriate stance of monetary policy, the Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook. The Committee would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals. The Committee’s assessments will take into account a wide range of information, including readings on public health, labor market conditions, inflation pressures and inflation expectations, and financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Charles L. Evans; Randal K. Quarles; and Christopher J. Waller

Die Fed - was wird sie heute sagen?

weiterlesen

Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage