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Digitales Zentralbankgeld: Notenbanken veröffentlichen gemeinsamen Bericht

Euro bald auch als Digitales Zentralbankgeld?

Digitales Zentralbankgeld ist derzeit in aller Munde. Was hat es damit auf sich, welche Risiken bestehen, und was würde es für die Freiheit der Bürger bedeuten? Der bekannte Buchautor Ernst Wolff hatte sich erst gestern dazu bei uns äußerst kritisch geäußert (hier nachzulesen). Heute nun haben die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sowie zahlreiche weitere Zentralbanken einen Info-Text über digitales Zentralbankgeld (CBDC) veröffentlicht (hier in voller Länge auf 26 Seiten in Englisch).

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) als Teil dieser Gruppe von Zentralbanken hat heute gleichzeitig zur BIZ eine Info veröffentlicht. Zentralbanken und BIZ würden hiermit ihren ersten Bericht über digitales Zentralbankgeld veröffentlichen und die wichtigsten Anforderungen beschreiben. Der Bericht umreiße die Ausgangsprinzipien und die Kerneigenschaften des CBDC, enthalte aber keine Meinung über eine mögliche Einführung von CBDC. Die Zentralbanken würden weiterhin die Machbarkeit von CBDC untersuchen, ohne sich auf dessen Einführung festzulegen. Die Gruppe der Zentralbanken, die sich dem Thema widmen, besteht aus der Bank of Canada, der Bank of England, der Bank of Japan, der Europäischen Zentralbank (EZB), der Federal Reserve, der Sveriges Riksbank, der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der BIZ.

Laut dem Bericht gehe es um eine Koexistenz mit Bargeld und anderen Formen von Geld in einem flexiblen und innovativen Zahlungssystem. Digitales Zentralbankgeld, wenn es denn eingeführt werden sollte, solle umfassenderen strategischen Zielen dienen und die Geld- und Finanzstabilität nicht gefährden, so die Aussage der SNB. Die Eigenschaften des CBDC sollen „Innovation und Effizienz“ fördern. Diese Gruppe der Zentralbanken werde weiterhin auf dem Gebiet eines möglichen CBDC zusammenarbeiten, ohne einen Entscheid darüber vorwegzunehmen, ob CBDC auf ihrem Hoheitsgebiet eingeführt werden soll oder nicht, so deren Aussage.

Vorbereitung für Digitales Zentralbankgeld

Diese Gruppe von Zentralbanken habe einen starken internationalen Konsens erreicht, der ihnen einen Weg aufzeigen werde, wenn man nun das Für und Wider und die Ausgestaltung für digitales Zentralbankgeld erörtere. Auf der Grundlage dieser Prinzipien habe diese Gruppe von Zentralbanken die Kerneigenschaften eines künftigen CBDC-Systems eruiert. Ein solches System solle (Zitat):

– widerstandsfähig und sicher sein, um die betriebliche Integrität aufrechtzuerhalten
– bequem zu nutzen und mit sehr geringen oder gar keinen Kosten für die Endnutzer verbunden sein
– von angemessenen Standards und einem klaren rechtlichen Rahmen untermauert sein
– dem Privatsektor eine adäquate Rolle einräumen sowie den Wettbewerb und die Innovation fördern

Eine Form, die diese Eigenschaften aufweise, könne den Zahlungsverkehr widerstandsfähiger, effizienter, inklusiver und innovativer machen. Obwohl es aufgrund nationaler Prioritäten und Gegebenheiten keine einheitliche CBDC für alle geben werde, biete dieser Bericht ein Sprungbrett für weitere Entwicklungen bezüglich eines funktionsfähigen CBDC, so die SNB. Man darf davon ausgehen (so unsere Meinung), dass die Einführung des CBDC nur noch eine Frage der Zeit ist. Die weiteren Ausführungen in diesem Infopapier der Zentralbanken zeigt ganz klar, dass man nicht nur grob darüber nachdenkt, sondern dieses Projekt aktiv vorantreibt. Derzeit ist man halt erst in einem Stadium, wo sich mehrere Zentralbanken auf Grundstrukturen einigen müssen. Hier noch abschließende Worte des Chefs der SNB:

Thomas J. Jordan, Präsident des Direktoriums der SNB, sagte: «Wir erleben im Moment eine rasante Entwicklung im Bereich von digitalem Geld. Die Zentralbanken müssen eine fundierte Position entwickeln, ob und in welcher Form digitales Zentralbankgeld in
tokenisierter Form künftig zum Einsatz kommen könnte. Für die SNB steht zurzeit insbesondere die Erforschung der Verwendung von digitalem Zentralbankgeld durch Finanzinstitute im Vordergrund, sowohl im inländischen als auch im grenzüberschreitenden
Kontext. Zu diesem Zweck führt die SNB zusammen mit dem BIS Innovation Hub ein Projekt durch, bei dem die Integration von Zentralbankgeld in eine Distributed-LedgerTechnologie-basierte Finanzmarktinfrastruktur untersucht wird.

Wir von FMW meinen: Auf jeden Fall würde digitales Zentralbankgeld (abseits von Verschwörungstheorien) mehr Kontrolle über die Bürger, ihre Zahlungsströme und finanzielle Freiheit mit sich bringen. Im Fall eines Systemkollaps (2008 war man schon kurz davor) könnten bei digitalem Zentralbankgeld, Abschaffung von Bargeld und anderen Ideen (wie ein Goldverbot, jüngst von der ZEIT ins Spiel gebracht) keine Fluchtmöglichkeiten mehr bestehen für den mündigen Bürger. Heutzutage könnte der Bürger noch schnell sein Geld in bar abheben und unters Kopfkissen legen.



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7 Kommentare

  1. Geld unter dem Kissen war selten gut. In den 20er Jahre, hat man deswegen schnell Nackenschmerzen gekriegt, weil das Kissen irgendwann zu hoch lag. Als die Währungen in der ehemaligen Sovjet Union nach 1989 zusamenbrachen, wurde man übernacht von reich zu arm oder umgekehrt ja nach Währung in der Tasche. Menschen die das erlebt haben,haben anderes gelernt. Tauschhandel im kleinen Kreis. Schmuck, Jeans, Stück Käse, Sack Kartoffeln, alles wird ohne Geld hin u d her getäuscht, ohne Geld. Und die Bank & Währung der nicht Digital mitmacht könnte eine interessante Rolle spielen: als Bargeld lieferant, so wie der US$ in der ehrmaligen Sovjet Union. Und wenn es ein Rupee wird.

  2. Bei wichtigen Verträgen ist men ab einer bestimmten Grössenordnung schon längst beim Tauschhandel angelangt, indem Waren mit Bezug auf reale Werte abgewickelt werden. Allen voran ist dabei China erfolgreich, indem z.B. Italien und Griechenland etc. gedruckte Papiergeld-Kredite gegen Häfen, Eisenbahnen und Agrarland vergeben wurden mit der Bedingung, dass die Rückzahlung wieder mit Bezug auf echte Werte wie Gold, Aktien etc. zu erfolgen habe. Dass heisst nichts anderes, als dass bei langfristigen Verträgen eine mögliche Hyperinflation in Europa bereits seit längerem auch durch China bei der Geschäftsabwicklung vorsorglich in Betracht gezogen wird.

  3. Die Schweizer werden abstimmen und den Müll ablehnen. Der deutsche wird ed zur Kenntnis nehmen, was der BGH dazu sagt bleibt abzuwarten. Mir graut es davor.

  4. Digitales Zentralbankgeld

    Abschaffung von Bargeld für den Bürger in einem (1)
    angezeigten Sufenplan

    Ein digitales Konto bei der Zentralbank – Leistungen des Staates werden entsprechend
    vor Gutschriften verrechnet – etwaige Gutschriften/Rückzahlungen auf das Konto des
    Kontoinhabers können etwas Zeit in Anspruch nehmen (ohne Anspruch auf Bereitstellungsgebühren ? – oder sogar Minuszinsen darauf ? ) (2)

    Letzter Punkt: Kontoführung durch die Zentralbank als „Erziehungsmaßnahme“
    keinerlei Selbstbestimmung über die eigene finazielle Freiheit (Schlaraffenland der sozialistischen Diktatur !

    Alles das ist in der Planung bereits abgeschlossen.Es wird nur noch daran gearbeitet
    es „mundgerecht“ zu präsentieren.
    Was fällt einem zu „mundgerecht“ ein: Begriffe wie Umweltschutz durch Dekarbonisierung,
    solidarisch sein,umweltgerecht,das alte Wirtschaftssystem kippen und ein neues schaffen,“Gleiches Geld für Alle“,ist doch eh viel bequemer……………..
    Schon so nahe,daß es eh schon jeder ohne Gegenwehr über sich ergehen lassen wird.
    Verschwörungstheorie muß man eigentlich schon nicht mehr in den Mund nehmen.

  5. Stimmt alles , aber der Schnelligkeit willen wird das Argument sein für alle Bauern der Welt:

    Das Bargeld muss weg, er ist der größte Überträger von vieren .

    Das ist der Grund von Corona +

    1. Nur Bares ist wahres. Ich s.. Auf digital Euro. Dmark scheine müssen zurückkommen.

  6. Pingback: Seven central banks with a joint report | En24 News

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