Mal wieder gab es Dip Buying (vermeintlich „günstige“ Einstiege nach deutlich gefallenen Kursen), am letzten Freitag drehte der gesamte Aktienmarkt nach tagelangen Rückfällen aufwärts. Immer wieder in den letzten Monaten sieht man dieses Phänomen: Gibt es tagelang schlechte Stimmung, sind Anleger auf einmal zu ängstlich wegen hohen Bewertungen oder einem Missverhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen bei KI-Aktien, rutschen die Kurse ab. Und gerade in dem Augenblick, wenn man denkt, jetzt stürzt der Markt aber so richtig brutal in den Keller, kommt die Wende, wie aus dem Nichts.
Im Chart sehen wir US-Techaktien über den US100 CFD. Irgendwie kam mir in den Sinn, ob es zuletzt häufiger der Fall war, dass es gerade an einem Freitag zum Dip Buying kommt. Ein Muster? In diesem bis September 2025 zurückreichenden Chart haben wir die Freitage eingekreist, als nach einem spürbaren Kursrückgang am Markt der Dreh nach oben einsetzte. Am 7. November, 21. November, 2. Januar und 6. Februar gab es das Dip Buying an einem Freitag. Am 21. November konnte man einen klaren Auslöser identifizieren: New York Fed-Chef John Williams sprach sich für Zinssenkungen aus, was danach tagelang für kräftig steigende Kurse sorgte.
Aber dass sich der Freitag als Muster heraus kristallisiert für das Dip Buying – das ist doch nicht erkennbar. Denn im Chart sehen wir auch viele andere Tage mit einem Turnaround. Der 13. Oktober war ein Montag, der 18. Dezember war ein Donnerstag, der 21. Januar war ein Mittwoch. Auch an diesen Tagen drehten die Aktienmärkte nach Kursverlusten plötzlich spürbar aufwärts. Vier Mal fand das Dip Buying in den letzten Monaten an einem Freitag statt – ein glasklares Muster, um daraus bei zukünftigen Abstürzen zu lernen, ist allerdings nicht erkennbar. Was man aber sagen kann, zumindest nach aktuellem Stand: Immer wenn man in den letzten Monaten dachte, jetzt würde der Crash einsetzen, gab es offenkundig genug Anleger, die die Kurse für „tief genug“ hielten, und wieder Aktien zu kaufen.
Enorme Geldsummen sind „auf der Suche“ nach Anlagemöglichkeiten, und viele Anleger sehen nun mal das enorme Potenzial von KI. Jeder Rückschlag wurde bisher für neue Einstiege genutzt. Wer stets vorschnell in Panik verkaufte, sah in Sachen Performance in die Röhre. Man sollte die anhaltende Euphorie in Sachen KI, globaler Ausgabenprogramme und Trumps Deregulierung und Steuersenkungen nicht unterschätzen. Auch Länder wie Japan und Deutschland wollen nun zunehmend auf Pump investieren, was die Wirtschaft vorübergehend weiter stimulieren dürfte. Neben dem KI-Universum könnte auch die sonstige Wirtschaft indirekt weiter profitieren. So sehen Anleger seit Wochen auch zunehmend Potenzial in „langweiligen“ defensiveren Branchen – dennoch können sich Techaktien halten.
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Der Daten-Analytiker erkennt ein klares Muster: scharfe Stiche nach unten, ca bis eine (DAX) fast horizontale unterlinie, bei NASDAQ etwas schräg laufend. Bislang gilt, kommt es zu dieser Linie wird ein Longkauf belohnt.
Aussteigen umgedrehter System bei eine fast horizontale Linie oben.