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Dirk Müller warnt vor Crash-Gefahr – „Buy the dip“ funktioniert nicht mehr

Charts auf Bildschirmen

Wenn Aktienkurse immer weiter steigen, und steigen, und steigen, dann wendet man sich immer mehr ab von den „Crashpropheten“, die wohl doch falsch gelegen haben? Aber war das nicht auch so mit diesen Verrückten, die 2005, 2006 und 2007 vor dem kompletten Zusammenbruch am US-Immobilienmarkt gewarnt hatten? Aber gut, das ist sicherlich nicht vergleichbar mit der jahrelang andauernden Hausse am Aktienmarkt, die zu guten Teilen an der Nullzinspolitik der Notenbanken befeuert wurde. Mr Dax Dirk Müller meldet sich zu Wort mit einer Warnung vor der Crash-Gefahr an den Aktienmärkten. Es kann jetzt sehr schnell, sehr hässlich werden an der Börse, so seine Headline zum folgenden Video.

Dirk Müller erwähnt (richtigerweise), dass gut 50 Prozent aller im Nasdaq enthaltenen Aktien bereits die Hälfte von ihren Höchstkursen aus verloren haben. Dies fällt beim Blick auf die Indizes nur deswegen nicht auf, weil wenige große Schwergewichte wie Amazon oder Apple die Indizes dank ihrer großen Gewichtung oben gehalten haben. Aber wenn auch sie fallen, sacken die Indizes ab. Das Konzept des „Buy the dip“, also bei Kursrückschlägen nachzukaufen, hätten Börsianer die letzten Tage mehrfach umgesetzt, aber dann seien die Kurse weiter gefallen. Dies funktioniere aktuell nicht mehr.

Aber gut, so meine Anmerkung: Man schaue auf das Intraday-Reversal gestern Abend am US-Markt. Der Dow Jones konnte seine Verlust aufholen und 900 Punkte zulegen. Der Nasdaq konnte ebenso einen guten Teil der Verluste wieder aufholen. Aber vor allem beim Nasdaq sieht man seit Jahresanfang einen klaren Abwärtstrend. Laut Dirk Müller gebe es noch keine große Panik an den Märkten, aber die Lage sei angespannt. Naeem Aslam, Chief Market Analyst bei Avatrade, spricht heute früh in seinem Marktkommentar von der Möglichkeit eines „Dead-Cat-Bounce“ – also einer Markterholung nach einem Kursabsturz, die wiederum aber nicht stabil ist, und sich als nur kurzfristige Erholung erweist. Könnte der Aktienmarkt heute also erneut abrutschen?



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2 Kommentare

  1. Jetzt kommen die Crash Propheten wieder aus ihren Löchern gekrochen um zu zeigen wie toll sie doch sind und dass sie doch alles schon gewusst haben. Aber eine Uhr die stehengeblieben ist zeigt auch 2 mal am Tag die richtige Zeit an.
    Insofern Hr. Müller genießen Sie es dass sie mal wieder zu Wort kommen.
    Irgendwann dreht der Markt wieder und kein Hahn kräht mehr nach Ihnen !!!

  2. Dirk Müller übertreibt es für meinen Geschmack mit der Absicherung. Aber ich muss seinen Fonds ja nicht kaufen. Das ewige Bashing verstehe ich aber nicht: sein Fonds tut genau, was er soll. Er sichert ein vorhandenes Vermögen in Aktien ab. Ohne Goldanteil, weil die Investoren dieses Fonds sogar ein Goldverbot befürchten.

    Wer nur ein Fünkchen Optimismus sein Eigen nennt, wählt natürlich nicht diesen Fonds, aber verbieten kann man das auch nicht.

    Außerdem haben die „Crashpropheten“ grundsätzlich damit Recht, dass die Weltwirtschaft nicht mehr auf einem gesunden Fundament läuft. Es wird über kurz oder lang zu einer Entschuldung kommen, und die wird dramatisch werden.

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