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Indizes

Dirk Müller über Börsencrash, den Ölpreis und das Coronavirus

Markus Fugmann

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am

Dirk Müller, einst als „Mr. Dax“ bezeichnet (weil er am Frankfurter Parkett direkt unter der Kurstafel saß) spricht über den Crash durch das Coronavirus. Wie sieht er die Lage an den Aktienmärkten nach den Turbulenzen der letzten Wochen? Die Finanzmärkte sagt Dirk Müller, seien ein „abgeschlossenes Casino“ gewesen, das mit der Realität kaum mehr etwas mit der Realität zu tun gehabt habe (siehe dazu auch: „Aktienmärkte als Casinos!“).

Aus der Finanzkrise, die durch den Finanzsektor ausgelöst worden ist, hab man so gut wie nichts gelernt – man machte im Casino weiter wie bisher. Nun aber kommt eine biologische Krise, die mit Liquidität nicht so einfach zugeschüttet werden kann wie damals in Reaktion der Notenbanken auf die Finanzkrise.

Dirk Müller über den Crash der Ölpreise

Was aber hat den massiven Ölpreis-Verfall ausgelöst? Zunächst natürlich die deutlich einbrechende Nachfrage nach Öl, nachdem China praktisch stillstand wegen des Coronavirus. Nachdem Russland einer Kürzung der Öl-Produktion nicht zustimmen wollte, erklärte Saudi-Arabien faktisch den „Ölkrieg“, indem es die Förderung noch weiter erhöht und die Preise vor allem auf Russlands wichtigstem Absatzmarkt (Europa) senkte. Saudi-Arabien handele aus der Not, es sei noch dringender auf die Einnahmen aus den Öl-Verkäufen angewiesen als Russland.

Coronavirus – die schwächsten Glieder werden getroffen

Das Coronavirus trifft jetzt – gewissermaßen wie in der Realität die Alten und Schwachen – auch in der Wirtschafts-Realität diejenigen, die schon vorher große Probleme hatten, sagt Dirk Müller. Einerseits die angeschlagenen europäischen Banken (der Bankenindex Stoxx 600 derzeit in der Nähe des Allzeittiefs).

Das nächste große Opfer ist das ohnehin stark angeschlagene Italien, die neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt, die derzeit wie einst China faktisch still steht. Das wiurd auch in Deutschland zu Problemen führen – just in time-Lieferungen bleiben aus. All das dürfte die Lieferketten ändern, sagt Dirk Müller.

Ist nun der Crash an den Aktienmärkten schon vorbei? Nein, sagt Dirk Müller, selbst eine Halbierung der Aktienindizes wäre angebracht und normal – für den Fall, dass die Krise nicht noch weiter eskalieren werde. Gleichwohl könne es zwischenzeiltlich steile Rallys geben, aber dennoch dürfte der Abverkauf erst begonnen haben, sagt Müller:

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Dirk Müller über den Crash durch das Coronavirus

3 Kommentare

3 Comments

    • Avatar

      Lausi

      11. März 2020 19:07 at 19:07

      @Columbo: Viel Glück & alles Gute im Kriegsgebiet!

      • Avatar

        Columbo

        11. März 2020 21:06 at 21:06

        Danke @Lausi, kann ich brauchen. Ich lebe zur Zeit in einer Geisterstadt. Darf ohne zwingenden Grund nicht mal ein paar Kilometer in die Nachbargemeinde fahren. Manch einer ist schon von der Polizei in der Innenstadt gefragt worden, warum er sein Haus verlassen habe. Aber es ist die einzige Möglichkeit das Zeug aufzuhalten.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Indizes

Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

Redaktion

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Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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