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Diskussionforum: Abschaffung der Zinsen?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Hiermit sind aller Leser eingeladen, über das Thema „Zinsen“ zu diskutieren.

Der Leser Hartmut Lau hat in Reaktion auf das von uns veröffentlichte Eröffnungskapitel des Buches von Philipp Bagus und Andreas Marquart „“Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden..
und welche Rolle der Staat und unser Papiergeld dabei spielen” folgendes formuliert:

„Aus diesen mathematischen Ableitungen wird nunmehr absolut klar, dass unser Denkansatz mit Zinsen leistungsloses Einkommen zu erzielen, grundsätzlich den Straftatbestand des Raubes erfüllt. Auch wird glasklar das mit Modifikationen in der Zinseszinsformel nur der Zeitpunkt des Zusammenbruches verschoben wird, jedoch kein Entrinnen aus diesem System geben kann. Haben wir diesen Sachverhalt auch geistig verinnerlicht, so wird absolut eine Abkehr von dem Zinseszins System notwendig sein. Es stellt sich nunmehr die Frage, wie kann ein anderes Belohnungssystem installiert werden. In der Geschichte gab es genügend praktische erfolgreiche Beispiele, das Freigeld.“

Zur Information über Freigeld: „Freigeld ist umlaufgesichertes Geld, das frei vom Störfaktor Zins ist. Dadurch ist es wieder auf seine ursprüngliche Funktion als reines Tauschmittel zurückgeführt und kann nicht mehr als Schatzmittel zur Wertaufbewahrung zweckentfremdet oder zur Spekulation mißbraucht werden. Es hat damit auch aufgehört, Herrschaftsinstrument zu sein, dem sich alles andere unterzuordnen hat.“

Wir stehen den Ausführungen von Herrn Lau kritisch gegenüber, und das aus zwei Gründen:

1. Ist bereits die Definition von Geld als reines Tauschmittel zu eng. Vielmehr ist die entscheidende Größe des Wirtschaftens das (pfändbare) Eigentum. Praktisch jeder Kredit basiert auf pfändbarem Eigentum, sodass Geld mithin nur geschöpft und verliehen wird, weil pfändbares Eigentum vorliegt. Aus diesem pfändbaren Eigentum entsteht gewissermaßen Geld, weil der Kreditgeber dem Kreditnehmer Geldmittel zu verfügen stellt – und als Sicherheit für das verliehene Geld ins Eigentum des Gläubigers pfänden kann

2. Ist der Zins eine Risikoprämie für den Verleiher für Verlustrisiken einerseits,  und den Verzicht über die Verfügung über das eigene Geld andererseits. Investitionen aber basieren auf Krediten, und wenn Geld, wie beim Freigeld, mit der Zeit an Wert verliert, wird niemand mehr anderen Kredite geben – oder der Kreditnehmer entschädigt den Kreditgeber für den durch die Zeit bedingten Wertverlust – was den Kredit praktisch extrem teuer machen würde.

Sehen Sie das anders?

51 Kommentare

51 Comments

  1. Avatar

    Amadeo

    12. Juni 2014 17:38 at 17:38

    Steht nicht schon in der Bibel geschrieben: „Du sollst keinen Zins nehmen, von deinem nächsten?“

    • Avatar

      Wissen

      23. April 2015 15:42 at 15:42

      Ja genau. Aber wer die Bibel immer nur als Glaubensbuch und nicht auch als Ratgeber liest der weiss diese Punkte nicht in sein Leben zu integrieren.
      Sagte nicht Warren Buffet das man nichts investieren soll was man nicht versteht ?! Und das Geldsystem ist nicht ein System welches in Symbiose durch uns Alle als natürliches Konstrukt geschaffen wurde sondern von einen wenigen um Kontrolle auszuüben. Wenn wir das alle akzeptiert haben und das ist schwerer als es auszusprechen, dann können wir gemeinsam etwas neues schaffen.
      Zinsen bedeutet für mich alleine schon Geld aus dem Nichts das ist unnatürlich. Wer nicht sät der kann nicht ernten. Und soweit das für uns gilt sie sähen nicht sie ernten nicht und der Herr ernährt sie doch, sind wir in meiner Wahrnehmung in unserem Bewusstsein noch nicht.

  2. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    12. Juni 2014 17:42 at 17:42

    Stimmt, aber macht das ökonomisch Sinn? Nicht zufällig bekam die westliche Welt den entscheidenden Entwicklungsvorsprung ca. 1500 n.Chr. durch die Dynamik des Zinses – eben als das aus dem Alten Testament stammende Zinsverbot – das in der islamischen Welt immer noch gilt – faktisch aufgehoben wurde. Hinzu kommt die vom Staat garantierte Rechtsischerheit des Eigentums – das ist wiederum einer der Gründe, die etwa Russland und China (wo jeweils Eigentumsrechte nicht wirklich gesichert sind)nach wie vor hinterherhinken lassen..

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    Hans

    12. Juni 2014 19:13 at 19:13

    Jesus hat die Zinswucherer aus den Banken gejagt, oder waren es Tempel ;-)

  4. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    12. Juni 2014 19:18 at 19:18

    Ja, um das historisch zu einzuordnen: Jesus polemisiert damit gegen die (herrschenden) Pharisäer (faktisch Schriftgelehrte) und wirft ihnen damit Korruption vor – das ist gewissermaßen innerjüdische Polemik. Als der Text entstand, war Jerusalem durch die Römer zerstört (70 n.Chr.), die Pharisäer entmachtet (die wiederum die frühen Christen unterdrückt hatten). Faktisch besagt der Text: seht her Pharisäer, ihr habt den Untergang verdient, weil ihr sogar die Religion verkauft habt..

  5. Avatar

    Christopher

    12. Juni 2014 20:30 at 20:30

    Ich zitiere die Sparkasse Rosenheim-Bad-Aibling:

    „Jeder natürliche, gesunde Organismus hört ab einer bestimmten Größe auf zu wachsen. Im Hinblick auf das Geld trifft dies jedoch nicht zu. Das auf Zins und Zinseszins basierende Geldsystem ist kein natürlicher Organismus.“

    sowie Aristoteles vor 2500 Jahren:

    „So ist der Zins hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst“.

    Dass ein System mit Zinseszins auf Dauer nicht überleben kann, trotz planwirtschaftlicher Regulierungen und Umverteilungsprozessen jedweder Art, sollte einleuchten. Von daher kann ich die breit vorhandene Ignoranz unserer „Think Thanks“ gegenüber alternativen Geldsystemen nicht nachvollziehen.

    Mehr zum Thema fließendes Geld findet Sie z.B. unter der Aktion „Lust auf neues Geld“ oder im „Plan B“ der Wissensmanufaktur (www.wissensmanufaktur.net) Es ist zumindest ein sehr interessanter Ansatz außerhalb des Zinses zu denken!

  6. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    12. Juni 2014 21:47 at 21:47

    Zum Thema Geld hochinteressant Gunnar Heinsohn:

    Doch Geld ist kein – wie immer aufwändig gewonnenes – physisches Besitzgut für die Erleichterung von Tauschakten. Märkte gehen dem Geld nicht voraus, sondern folgen ihm nach. Eine Gelddokument – ob Note, Münze oder digitales Signal – kann selbst ohne intrinsischen Nutzen sein, weil es als eine Forderung gegen die nichtphysische Eigentumsseite eines Gläubigervermögens in einem Schuldvertrag geschaffen wird, der seinerseits eine Forderung gegen das ebenso nichtphysische und jetzt verpfändete Eigentum des Borgers darstellt. Wer es schlagwortartig haben will: Der Tausch führt nicht zum Geld, sondern das Geld erzwingt den Äquivalententausch. Ganz entsprechend kommt das Geld nicht vom Sparen, sondern das Sparen vom Geld, weil man es erst ansammeln oder verdienen kann, nachdem es Eigentümer in Kreditkontrakten geschaffen haben.

    Die Güter bzw. Sachen von Gläubigern und Schuldnern – die Besitzseiten ihrer Vermögen – wechseln in einem Kreditvertrag nicht die Hand. Beide nutzen sie ungestört weiter. Es sind mithin Kreditverträge, die Kaufverträge bzw. Märkte nach sich ziehen. Und solche Verträge werden überhaupt erst zwischen Eigentümern möglich. Deshalb haben eigentumslose Systeme wie Stammesgemeinschaften und Befehlsproduktionen (Feudalismus, Realsozialismus) intern weder Geld noch Märkte.

    Märkte sind Mechanismen, durch die sich Schuldner über einzuwerbende Verkaufsverträge die termingerecht zu tilgenden Geldsummen aus ihren Kreditpflichten beschaffen müssen. Wie technisch modern auch immer dazu verwendete Zahlungsmittel gestaltet werden, sie stellen dennoch immer Mittel für die Erfüllung von Verträgen dar. Deshalb müssen sie auch der Nichterfüllung und selbst der bloss vermuteten Nichterfüllbarkeit von Verträgen Rechnung tragen können.

    Wer einer Geldnote nicht traut, weil sie etwa in Kaufakten gar nicht oder nur mit Abschlag akteptiert wird, muss sie bei ihrem Emitteur gegen das für ihre Besicherung eingesetzte Eigentum einlösen können. Wer vergeblich auf die von einem Schuldner zu leistende Zahlung wartet, muss ersatzweise in dessen Eigentum vollstrecken können. Wer eine bereits gelieferte Ware nicht bezahlt bekommt, muss sie sich zurückholen können und Beschädigsverluste oder Preisverfall aus dem übrigen Eigentum des Säumers ausgleichen dürfen.

    Im Original hier: https://blog.malik-management.com/gelddigitalisierung-und-eigentumsoekonomie/

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    Attonitus

    13. Juni 2014 09:52 at 09:52

    Lieber Herr Fugmann, Ihre Ausführungen/Kontrapunkte zur Abschaffung von Zinsen sind absolut nachvollziehbar und stichhaltig. Wer Geld – und damit meine ich tatsächlich vorhandene Liquidität in Form von durch erbrachte Leistungen erwirtschaftete „Banknoten“ oder „Gutschriften“ auf einem Konto verleiht/investiert, der soll für das Risiko sowie den Liquiditätsverlust per Zinsertrag entschädigt werden. Anderenfalls würden Investitionen ausbleiben (Ihr Punkt 2), die aber ein wichtiger Mechanismus der Realwirtschaft sind.

    Abgeschafft gehört nach meiner Auffassung der Zinseszins. Wie kann es legitim sein, Zinsen auf einen Betrag über dem tatsächlich entliehenen Basisbetrag zu erhalten?

    Wenn nun auch noch imaginäre Werte in Form von gekauften Schulden als Absicherung für nicht vorhandene Liquidität dienen, dann kann nur Sand ins Getriebe kommen! Getreu dem Motto: ich kann nur das ausgeben, was ich tatsächlich habe. Diese simple Erkenntnis bildet(e) das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: das mittelständische Unternehmen, das sein Kapital nicht am Finanzmarkt verbrennt und sich mit billigem Geld vollpumpt, sonder reale Gewinne und ggf. Kredite im realen Verhältnis zum Unternehmensüberschuss sukzessive in das eigene Unternehmen investiert und so als „kleiner Laden“ dennoch weltweit operiert.

    Solange wir ein System nähren, das es uns ermöglicht durch Schulden zu mehr Geld zu gelangen, in dem wir aus faulen Krediten durch Bündelung in einem Investmentpaket immer höhere Renditen erzielen können, werden wir das massive Problem der bereits bestehenden Entkopplung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft nicht im Ansatz lösen. Wohin uns das führt, kann sich der geneigte Leser der finanmarktwelt.de an fünf Finger abzählen.

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    Uwe

    16. Juni 2014 01:15 at 01:15

    Guten Tag Herr Fugmann,
    „Praktisch jeder Kredit basiert auf pfändbarem Eigentum,…..“ und „….der Zins ist eine Risikoprämie für den Verleiher für Verlustrisiken einerseits, ……“
    Wo ist das Risiko, wenn dem Kredit doch pfändbares Eigentum zu Grunde liegt ?

    „…. und den Verzicht über die Verfügung über das eigene Geld andererseits.“
    Meinen Sie das eigene Geld der Banken ? Banken verleihen erstens Geld welches sie gar nicht haben, also sie verleihen es mehrfach und zweitens geschieht dies durch die Eingabe der Ziffern auf einer Tastatur, was zur Folge hat, dass der Kreditnehmer von seinem Konto dann den eingegebenen Betrag abheben oder zu einer anderen Bank überweisen kann, die dann wiederum diesen Betrag MEHRFACH verleihen kann.

    Auf diese Weise wird Geld geschöpft welches niemand, wie damals, zuerst dort hingebracht hat. Durch den Zins erhöht sich die Geldmenge künstlich, so dass es unmöglich ist, dass zur gleichen Zeit alle Kreditnehmer ihren Kredit zurückzahlen können. – Genauso wenig wie die Banken das gesamte „Spar-Geld“ zur gleichen Zeit zur Verfügung stellen können.

    Und noch etwas zu den Staaten, die so ziemlich alle Schulden haben.
    Wie sieht das pfändbare Eigentum der verschuldeten Staaten aus ?
    Etwa die Arbeitskraft der Menschen, oder die Berge oder die Bäume,…. ?

    Wer ist der Kreditgeber für die Staaten ?
    Andere Staaten ? Welche ?

  9. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    16. Juni 2014 11:34 at 11:34

    @Uwe,
    die Möglichkeit, ins Eigentum des Gläubigers zu vollstrecken ist ein Risikoausgleich für den Totalverlust des gegebenen Kredits – wobei häufig nicht sicher ist, ob das Eigentum des Gläubigers groß genug ist, um den eingetretenen Verlust wirklich zu ersetzen. Insofern macht der Zins als Entschädigung für dieses Risiko Sinn.
    Zu den Banken: der eigentliche Hebel der Geldmengenausweitung ist, wie Sie schon andeuten, nicht der Zins, sondern die Möglichkeit der Geschäftsbanken, neues Geld zu schöpfen!
    Kreditgeber für die Staaten wiederum sind die Finanzmärkte (Banken, Hedgefonds, Pensionsfonds, staatlicche Fonds, Privatanleger etc.). Im Grunde ist das pfändbare Eigentum von Staaten eben das Eigentum seiner Bürger (Konten, Immobilien etc.)

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    Enno

    19. Juni 2014 11:57 at 11:57

    Ich kann dem Zins-Befürworter leider NICHT zustimmen. Die aktuelle Situation der überschuldeten Welt sollte dabei eigentlich als eindeutiger Beweis des Scheiterns eines solchen Systems offensichtlich sein.
    Angelehnt an den Kommentar von Hartmut Lau möchte ich ein zweites, simples Rechenbeispiel bringen:
    10 Personen/Unternehmen leihen sich von einer (zentralen) Bank sagen wir 100€, welche mit 1% verzinst werden. Nach einem Jahr stehen also Forderungen von 1010€ aus, während von der Bank nur 1000€ in den Kreislauf gelangen. Die fehlenden 10€ darf aber durch das Geldmonopol nur durch die (zentrale) Bank „gedruckt“ werden.
    Dieses Spiel geht also immer so weiter – und nur in eine Richtung! Im Jahre 2014 reden wir allerdings bereits von Billionen und Aberbillionen. Mit all den wirtschaftlichen „Vorteilen“ (und leider einhergehenden zerstörerischen Nachteilen für unseren Planeten), die ein solches Zinssystem hervorbrachte, ist es inzwischen absolut notwendig, diese Aufwärtsspirale zu stoppen.
    Alternativen dazu wäre eine vierte Staatsgewalt (Monetative: http://www.monetative.de/) bzw. die Bestrebungen in unserem Nachbarland Schweiz zu einem Vollgeldsystem (www.vollgeld-initiative.ch), in dem es zumindest den Geschäftsbanken verboten wäre (Giral)Geld zu schöpfen, was die Aufwärtsspirale zumindest entschleunigen würde.
    Ein zentrales Geldschöpfungsinstitut könnte – nein müsste – bei aufkeimenden Blasen, die Geldmenge einfach wieder reduzieren dürfen, wenn wir schon einen Zins brauchen, um wirtschaftlichen Fortschritt zu motivieren. Wie genau das dann wiederum funktionieren soll, muss noch diskutiert werden. Jedenfalls sind wir an einem Punkt, wo ausprobieren neuer monetärer Systeme sinnvoller sind, als einfach so weiterzumachen!

    PS @Christopher: Auch ich habe mich vor einiger Zeit mit Herr Popp auseinander gesetzt. Die Ideen sind sicher nicht verkehrt, aber mir kam bei der ganzen Rhetorik das Krausen. Und auf mein Bauchgefuehl kann ich mich verlassen, wenn es um rechtspop(p)ulistische Bewegungen geht.
    In diesem Sinne, immer kritisch bleiben ;)

  11. Avatar

    Enno

    19. Juni 2014 12:01 at 12:01

    Ergaenzend moechte ich nocheinmal die Beitraege des leider nicht sehr geschaetzten Volkswirtschaftsprofessor Bernd Senf empfehlen. Er erklaert meiner Meinung nach sehr gut warum es mit dem aktuellen Geldschoepfungsprozessen zu Verwerfungen kommt (hier ca. 3,5h):
    https://www.youtube.com/watch?v=qgSntQ9CjnA

    Oder einfach mal ein wenig von Herr Senf lesen…

  12. Avatar

    Maren

    21. Juli 2014 13:16 at 13:16

    Ich empfehle in diesem Zusammenhang die Bücher von

    Christian Felber: „Gemeinwohlökonomie“
    und
    Christian Felber: „Geld. Die neuen Spielregeln“.

    (auch auf youtube mal Felber-Vorträge googeln.)
    Der Unidozent entwickelt mit seinem Team überzeugende Gedanken zu einem neuen Geldsystem und arbeitet auch am

    Projekt Bank für Gemeinwohl:
    http://www.mitgruenden.at/

    Hier ein anderes bereits entwickeltes System zu Geld:

    Lebensgeld:
    http://gradido.org/

  13. Avatar

    Stefan Wehmeier

    16. Oktober 2014 15:02 at 15:02

    Garten Eden / Paradies = freie Marktwirtschaft
    Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
    Baum des Lebens = Geldkreislauf
    Baum der Erkenntnis = Geldverleih
    Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins
    Gott (Jahwe) = künstlicher Archetyp: „Investor“
    Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch
    Frau / Eva = Finanzkapital / der in Sachkapital investierende Kulturmensch
    Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer)
    Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine)
    Nachkommen der Schlange = Geldersparnisse
    Nachkommen der Frau = neue Sachkapitalien
    Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite)
    Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz)
    Vertreibung aus dem Paradies = Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus
    Cherubim = Denkblockaden

    Indem die archetypischen Bilder und Metaphern auf der linken Seite mit allem anderen in Verbindung gebracht werden als dem, was sie hinter den Gleichheitszeichen auf der rechten Seite bedeuten, wird seit über drei Jahrtausenden die Erbsünde, die bisher alle Kulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit zerstörte, aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes ausgeblendet und den Verblendeten bleiben alle elementaren makroökonomischen Zusammenhänge, die der Mythos korrekt umschreibt, vollkommen unverständlich. Die Natürliche Wirtschaftsordnung wurde bis heute nicht verwirklicht, obwohl das nicht erst seit Silvio Gesell, sondern schon seit Jesus von Nazareth möglich gewesen wäre:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    Zwei Jahrtausende nach Jesus von Nazareth und ein Jahrhundert nach Silvio Gesell wissen die Allermeisten nichts von der Basis allen menschlichen Zusammenlebens…

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/02/marktgerechtigkeit.html

    …und der grundlegendsten zwischenmenschlichen Beziehung:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

    Von „Geistlichen“ (hochgradig Geisteskranken) abgesehen, sind vom kollektiv Unbewussten gewählte „Spitzenpolitiker“ und an staatlichen Hochschulen (Verdummungsanstalten) indoktrinierte „Wirtschaftsexperten“ in besonderem Maße von der religiösen Verblendung betroffen: Sie wissen weniger als nichts. Denn wer sich nur mit Unsinn beschäftigt, muss sich zuerst aus einem umso tieferen Ozean von Vorurteilen befreien, um mit dem selbständigen Denken überhaupt anfangen zu können. Die Religion, die Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor, hat ganze Arbeit geleistet:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

    Was die halbwegs zivilisierte Menschheit zum Umdenken zwingen wird, ist die gegenwärtige „Finanzkrise“, die beginnende globale Liquiditätsfalle (Armageddon). Seit der Krieg – zur umfassenden Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – aufgrund der atomaren Bedrohung nicht mehr der Vater aller Dinge sein kann, verbleiben der politischen Seifenoper nur zwei Möglichkeiten, um das Elend zu verlängern: Erhöhung der Staatsverschuldung und Geldmengenausweitung. Beides wird seit 2009 exzessiv betrieben und stößt unaufhaltsam an die absolute Grenze des für die „großen Investoren“ noch Vertretbaren. Ist die Grenze überschritten, fallen die Börsenkurse ins Bodenlose und die Weltwirtschaft muss wieder schrumpfen. Doch diesmal ist der Schrumpfungsprozess durch „politische Maßnahmen“ nicht mehr aufzuhalten! Es verbleiben wiederum zwei Möglichkeiten – der Rückfall in die Steinzeit, oder der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

  14. Avatar

    Maren

    18. Oktober 2014 00:30 at 00:30

    Anleger flüchten in Geldmarktfonds,
    die aber auch keine Zinsen bringen. Negativzins – wunderbar!
    Dann lohnt es sich doch, in Infrastruktur-projekte zu investieren. Wie wärs mit Nutzungs- oder Genussrechten?

    Wie wärs mit Energie und alle anderen Güter der Daseinsvorsorge dezentral in Bürgerhand?

    Alles Geld ist eine Vereinbarung.
    Wie wärs mit Sozialpunkten als Informationsgeld für alle einsehbar gespeichert im Netz?
    Dann würde Verhalten belohnt, das der Gemeinschaft nützt.

  15. Avatar

    hans

    20. Oktober 2014 21:22 at 21:22

    der zins ist nich das problem. er ist eine wichtige größe zur investitionsentscheidung der marktteilnehmer.
    das problem ist das staatliche geldmonopol!!!
    die lösung ist also das zulassen von marktwirtschaft in der geld/finanzwirtschaft!

    • Avatar

      Maren

      22. Oktober 2014 18:26 at 18:26

      Meines Wissens sind Banken, insbesondere die FED und die EZB nicht staatlich, sondern in der Hand von Privatleuten.
      Und der Znseszins wirkt wie ein Geldstaubsauger in deren Taschen. Bitte klären Sie mich auf, falls ich unrecht habe.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        22. Oktober 2014 18:30 at 18:30

        @Maren, hier ist zu unterscheiden zwischen „normalen“ Banken, die (bis auf ganz wenige) privatwirtschaftlich organisiert sind und Notenbanken. So ist zum Beispiel die Fed in privatem Besitz (unter anderem mehrerer US-Banken), während die EZB „Eigentum“ der Euro-Staaten ist – weswegen auch die Euro-Staaten für Verluste der EZB haften würden…

        • Avatar

          Maren

          23. Oktober 2014 15:38 at 15:38

          Ah, danke für die Aufklärung!
          Und die Steuerzahler werden nicht zur Haftung für Pleiten von Privatbanken herangezogen, sondern nur für Staatsbanken???

          Merkwürdiges System, was wir da haben …
          Ließe sich mit Sozialpunkten, für jeden öffentlich in der Cloud gespeichert, sicher menschen- und gemeinschaftsfreundlicher lösen im digitalen Zeitalter.

          • Avatar

            hans

            26. Oktober 2014 22:13 at 22:13

            @maren
            das ist ja das perfide an dem jetzigen system.
            es wird auf den kapitalismus=martkwirtschaft geschimpft, wenn steuerzahler gezwunden werden banken zu retten. dabei hat das mit marktwirtschaft nichts zu tun! dies ist der vorherrschende geldsozialismus.
            zentralbanken, ob staatlich oder privat, gäbe es in dieser form in einer marktwirtschaft auch nicht. sie sind ein produkt des staatlichen geldmonopols.
            zins: ich leihe ihnen einen geldbetrag x für einen zeitraum y. dafür verlange ich einen geldbetrag z. wo ist das problem?

          • Avatar

            Hinterfrager

            2. Dezember 2014 15:06 at 15:06

            @ Maren

            Das sind übrigens die Eigentümer der US-Notenbank bzw. deren regionalen Teilbanken, Organigramm inklusive und seit 1976 wohl kaum verändert…

            http://www.petersdurchblick.com/2011/05/das-fed-wer-sind-die-eigentumer.html

  16. Avatar

    Wolfgang Koch

    18. November 2014 13:29 at 13:29

    Russland&China,wo jeweils Eigentumsrechte nicht wirklich gesichert sind!Starker Satz mit erheblichen Fragen dazu!Eigentumsrechte in €uropa?Haben wir solche noch seit Wladimir Draghi Li Pen?Ich denke nicht!Eigentlich wäre unsere „Gewählte Regierung“dazu da,solchen Schaden vom deutschen Volk fernzuhalten,aber sie feiern sich als“ Grösste Koalition aller Zeiten“adolfmässig lieber selbst,anstatt für’s Volk tätig zu werden!Demokratie ist der Königsweg des Wettbewerbs(zum Wohle der Mehrheit).Habt ihr nicht vernommen,dass die „demokratischen Lobbyparteien“die Legislatur bzw.Wahlperiode auf min.5Jahre ausweiten wollen?natürlich nur,um dem Volkswillen zu genügen!°Kann eine Groko nicht anstelle des 3.Reichs(1000Jahre) treten?Dann wäre ich immer regiert und müsste mir keine Gedanken über eventuelle Änderungen machen!Typisch deutsch eben?,nicht negativ gemeint!

  17. Avatar

    steffen

    4. Dezember 2014 22:29 at 22:29

    Eigentumsrechte in €uropa /Grundgesetz Artikel14 Absatz3
    Sondersteuer auf Vermögen /Enteignung von Immobilien/1923/1948
    ???

  18. Avatar

    lümmel

    5. Februar 2015 12:54 at 12:54

    wie war das mit = Das Schachbrett und die Reiskörner … -))
    ist das system am end , lass uns auf die reform warten und wir fangen neu an -))
    gesundheit, geschlechtsverkehr, glück sind wichtiger wie geld … -))

  19. Avatar

    stoxxii

    16. Februar 2015 14:27 at 14:27

    Abschaffung des Zins = wäre echt toll, dann gibt es bei den Bankern mehr Harz-4-Empfänger …
    kann ich nur begrüßen :-)
    >> Aber das Freigeld hat wohl auch seine praxisnahe Begründung bei Johann Silvio Gesell gefunden…
    Gesell sagte underkannte zugeleich : Geld sollte nur als Tauschmittel im Wirtschafts-Kreislauf – Prozess dienen und nicht als Hortungsmittel …
    >> naja ,am Ende geht es in der heutigen Westlichen Wirtschaftsweltordnung bzw in deren Machtstrukturen nur um Zins-Sklaverei , also jedes Individuum „abhängig“ zu machen , vom ZINS
    >> jeder wird hier herangezogen zum zins- oder Miet-Sklaven …
    ===>>> also das Zinssystem ungebremst auflösen und abschaffen …
    Lustig, dann könnte Griechenland endlich wieder neues Schulden machen … oder sooo … ;-]
    grüße
    stoxxii

  20. Avatar

    hans

    17. Februar 2015 21:36 at 21:36

  21. Avatar

    nautos

    24. Februar 2015 15:05 at 15:05

    Rettet die Welt vor einem WKIII:

    1. Die Laufzeiten aller bestehenden und neu abzuschließenden Kreditverträge werden
    auf „endlos“ vereinbart.
    2. Der Schuldner kann zurückzahlen wann und wieviel er will.
    3. Der Zinssatz wird weltweit mit 6 % begrenzt.
    4. Wirtschafts-Subventionen sind Gegenstand der WTO Verhandlungen.
    5. Die Erzeugung der Waffenfabriken wird jährlich vernichtet.
    6. Alle Druckerzeugnisse müssen frei von Hetze und Falschmitteilungen sein, um nicht
    beschlagnahmt zu werden.
    7. Der Mensch hat immer Vorrang vorallen anderen Rechtssubjekten.
    8. Das Eigentum des Menschen ist unantastbar.
    9. Das Gemeinwesen hat nur dem Einzelnen zu dienen.
    10. Alle Gesetze werden auf ein Volumen von 1 % geschrumpft.
    11. Alle Banken müssen mindestens 30 % Rücklagen gerechnet zu den Ausleihungen
    haben.
    12. Gesetze die nicht diesen Vorgaben entsprechen verlieren ab sofort ihre Gültigkeit.

  22. Avatar

    Claus Nielsen

    3. März 2015 12:37 at 12:37

    dann hätte ich sehr gerne einen Kommentar zu diese Diskussion – richtig oder falsch??

    http://www.cnbc.com/id/102470833

  23. Avatar

    Fernando

    30. März 2015 12:37 at 12:37

    Zinsloses Geldsystem
    Geld wurde ursprünglich erfunden, um den Tauschhandel zu
    erleichtern, letztendlich beflügelte Geld aber als ‚Gleitmittel‘ die
    gesamte Wirtschaft. Und damit stets genug Gleitmittel im
    Wirtschaftskreislauf vorhanden ist, wurde der Zins eingeführt:
    · er sollte dafür sorgen, dass nicht benötigtes Geld verliehen
    und nicht gehortet wurde
    · er sollte auch Abgeltung dafür sein, dass der Geldgeber
    während der Verleihdauer kein Verfügungsrecht über das
    verliehene Geld hat.
    Der Zins war gut gemeint, er führte aber dazu, dass das Geld
    seinen Charakter änderte, denn durch den Zins konnte nun Geld
    selbst Geld erzeugen. Diesen Umstand nützte die Gier, um aus
    dem reinen Tausch- und Gleitmittel, ein aggressives, raffgieriges
    Spekulationsmittel zu machen, dem nur der schnelle Gewinn
    wichtig war. Der Zins wurde zu einem Grundübel des Geldsystems
    das einen Rattenschwanz negativer Folgen nach sich zog.
    Diese Folgen betrafen aber nicht nur für jene, die Geld geliehen
    hatten, sondern alle:
    · Denn in allen Preisen des täglichen Lebens – egal ob es
    sich um Waren oder Dienstleistungen handelt – ist ein Zinsanteil
    von etwa 40% enthalten.
    · Jeder ist somit Verlierer, der weniger Zinsen kassiert, als 40%
    seiner laufenden Kosten ausmachen.
    · Weit über 90% aller Menschen sind somit Zins-Verlierer.
    · Die große Masse muss also schuften, damit eine kleine
    Minderheit ein ‚arbeitsloses’ Einkommen erhält.
    · Das ist moderne Sklaverei !!
    · Zins und Zinseszins sorgen dafür, dass Geldvermögen
    exponentiell wachsen.
    · Zwischen 1950 und 2000 ist in Deutschland
    das Brutto-Sozial-Produkt (BIP) um das 7-fache,
    das Geldvermögen aber um das 32-fache gestiegen,
    die Kaufkraft der Nettolöhne ist sogar leicht gefallen.
    · Es findet eine ständige Umverteilung von Arm zu Reich
    statt.
    · Diese Umverteilung von Arm zu Reich, beträgt alleine in
    Deutschland derzeit 600 Millionen € täglich.
    · Exponentielles Wachstum – verursacht durch Zins und
    Zinseszins – ist auf Dauer unmöglich,
    · Krisen wie Kriege oder Revolutionen sind da fix vorprogrammiert,
    also unabwendbar
    · Die Wirtschaft ist einem ständigen Wachstumszwang
    ausgesetzt, der für eine unvernünftige Ausbeutung der
    begrenzten Ressourcen verantwortlich ist
    · …
    Es gab schon mehrere Versuche den Zins aus der Welt zu schaffen.
    So wurde beispielsweise im frühen Christentum die Zinsnahme
    als Todsünde gebrandmarkt. Auch im Islam ist Zinsnahme
    verboten. All diese religiösen Zins-Verbote konnten den Zins aber
    nicht beseitigen. Es fanden sich stets Wege, die Verbote zu
    umgehen. Der Schwarzmarkt blühte. Verbote genügen also nicht.
    Der Zins kann nur beseitigt werden, wenn es gelingt ein Geldsystem
    zu installieren, bei dem das Horten von Geld unmöglich ist
    und Kredite vergeben werden können, ohne jemandem das
    Zugriffsrecht auf sein Geld beschneiden zu müssen.
    Erfreulicherweise ist die Realisierung eines solchen Systems, beim
    heutigen Stand der Technik, problemlos möglich. Die folgende
    Skizze zeigt ein entsprechendes Konzept:

    WA = staatliches Währungsamt
    A = Akteur
    S = mobiles Kommunikationsgerät (z.B. Smartphone)
    G = Geldfluß
    · Das Währungsamt WA ist mit eigener Verantwortungshoheit
    für das Geldwesen ausgestattet (also neben
    Gesetzgebung, Vollziehung und Rechtsprechung,
    die vierte unabhängige Gewalt im Staate)
    · Alle Geldflüsse G werden vom WA verwaltet und gesteuert
    · Das Geldschöpfungs-Recht liegt ausnahmslos beim WA
    · Die Vergabe von Krediten obliegt ausnahmslos dem WA
    · Als Akteure A gelten alle Personen, Unternehmen und
    öffentlichen Institutionen im Wirkungsbereich von WA
    · WA hat die Aufgabe, von allen Akteuren A die relevanten
    Daten zu erheben und aktuell zu halten.
    · Die Akteure A kommunizieren mit dem WA über mobile
    Geräte S
    · G1 bis G6 sind die möglichen Geldflüsse, die zwischen den
    Akteuren A auftreten können. Jeder Akteur kann mit
    beliebig vielen anderen Akteuren in Verbindung stehen
    · Alle Geldflüsse G erfolgen bargeldlos
    · Wesentlich ist der Geldfluss G3. Er tritt auf, wenn A einen
    Kredit von WA erhält.
    · Kredite entstehen dadurch, dass es jedem Akteur A
    ermöglicht wird, sein Konto kontrolliert zu überziehen.
    · Kredite werden ohne Zinsen gewährt.
    · Um den Überziehungsrahmen der Leistungsfähigkeit des
    jeweiligen Akteurs A anzupassen, wertet das WA eine
    Reihe relevanter Daten von A aus
    · Die Überziehungsrahmen können vom WA auch nach
    den Bedürfnissen der Wirtschaft, gesteuert werden:
    Konsum ankurbeln → Rahmen vergrößern
    Konsum drosseln → Rahmen verkleinern
    Das System ist somit für Zinslosigkeit bestens geeignet, denn:
    · Geld kann nicht gehortet werden. da alle Zahlungen
    bargeldlos erfolgen (das gilt auch dann, wenn – aus
    Gründen der Zweckmäßigkeit – eine geringe Menge Bargeld,
    für die Bedürfnisse des Alltags, zugelassen wird) und
    · jeder Akteur, zu jeder Zeit, vollen Zugriff auf sein Geld hat.

    Zins ist somit sachlich nicht mehr begründbar
    Zins befriedigt nur noch die Gier

  24. Avatar

    Fernando

    31. März 2015 09:05 at 09:05

    Vielleicht klappt es jetzt, eine gestaltete Version mit Skizze zu platzieren.

  25. Avatar

    Fernando

    31. März 2015 09:24 at 09:24

  26. Avatar

    Ma

    12. April 2015 03:07 at 03:07

    Die Person/Gruppe/Organisation die es schaft die Zinsen abzuschaffen und gegen ein nicht ausbeuterisches Geld-System einzutauschen, würde das Elend der gesamten Welt vernichten.

    Einfaches Beispiel: *für ein gutes Leben sind in diesem Model 2 Kartoffeln notwenig*

    3 Personen möchten handeln. Person A gibt Person B 2 Kartoffeln. Person B muss jedoch 2 Kartoffeln und 1 Kartoffel Zinsen zurückgeben. Die 1 Kartoffel nimmt sich Person B von C, sodass C nur noch 1 hat. C wird immer weniger haben als B und B weniger als A. >Doch wozu benötigt A 3 Kartoffeln wenn nur 2 für ein gutes leben notwenig sind?<

    In der Welt ist es gleich und man bedenke, wenn du Geld bekommst, verliert ein anderer dieses, doch verdient ein dritter an euch beiden, nur wegen den Zinsen(Sklaverrei ohne sich die Hände schmutzig zu machen war noch nie einfacherer ;) ).

  27. Avatar

    khaproperty

    22. Mai 2015 17:45 at 17:45

    Zins ist der Preis für´s Geld, mit dem sich auch Geld verdienen läßt.
    Ohne Zins fehlte der wesentliche Teil des Geldes und seiner Funktion, die weit über das bloße Tauschen hinausgeht, auch etwa Aufbewahrungsfunktion hat.
    Ohne Preis hat nichts eine Wert. Was es umsonst gibt, taugt nichts. Das sind nicht umsonst (!) Überlieferungen und erfahrungsgeschwängerte (wenn auch verkürzte) Weisheiten.

  28. Avatar

    Kellermann

    10. Juni 2015 09:17 at 09:17

    KEIN ZINS ? Das reicht nicht aus ! Ein Negativzins muß eingeführt werden .Bei Vergabe eines Kredites könnte der NEGATIVZINS z.B. halbiert werden .Das wäre dann die Belohnung ! Der Geldbesitzer , der sein Geld hortet, hat sowieso schon den Vorteil , daß sein Geld nicht dem KÖRPERLICHEN VERFALL ausgesetzt ist .Deshalb brauchen wir auch unbedingt den NEGATIVZINS .Erst dann herrscht endlich GLEICHHEIT zwischen WARENBESITZER und GELDBESITZER . Und endlich wird derjenige bestraft , der sein Geld nicht zurück in den Kreislauf bringt .Durch den Negativzins kann sein Geld allmählich aus dem Kreislauf verschwinden .Endlich enstehen keine GELDMENGEN mehr , die in Form von Metallwährung die Größenordnung von PLANETEN erreichen .Endlich hört der Wahnsinn auf .Die NATURGESETZE greifen wieder . BASTA .

  29. Avatar

    hans

    11. Juni 2015 23:35 at 23:35

    @kellermann
    dann leihen sie mir mal bitte € 100000,- für 100 jahre…

  30. Avatar

    Kellermann

    12. Juni 2015 13:43 at 13:43

    @ hans
    Antwort : Sind Sie kreditwürdig , haben sie Sicherheiten ??? Sie sind jetzt schon zu alt für die Laufzeit. Sie haben wahrscheinlich ein Verständnisproblem .

  31. Avatar

    hans

    14. Juni 2015 22:45 at 22:45

    @kellermann
    beides ja. machen wir es einfacher, leihen sie mir bitte die € 100000,- für 20 jahre zinslos…

  32. Avatar

    Kellermann

    16. Juni 2015 20:17 at 20:17

    @ hans

    Leider bin ich schon 95 . Die gewünschte Laufzeit ist zu lang . Aber in der Zeitung finden Sie garantiert jemanden , der begriffen hat , daß er bei Ihnen bei Kapitalerhalt sein Geld parken kann. Aber sie sollten auch einen Negativzins fordern , sagen wir 0,25 % p.a..Haben Sie Sicherheiten ??? Bei der Bank würde Ihr Darlehensgeber alles verlieren . Sie haben also was zu bieten . ERNSTHAFT verhandeln. Warum sollte er sein Geld 20 J. unter die durchgeschwitzte MATRATZE legen ? Viel Glück

  33. Avatar

    zammelschnick

    25. Juni 2015 00:17 at 00:17

    Ach ja, die Gelddiskussionen. Ich lese seit einigen Tagen Martin Armstrong. Leider hat er noch kein Buch „Geld und Banken der letzten 6000 Jahre“ geschrieben, aber das, was er auf seinem Blog dazu schreibt, scheint mir von praktischem Menschenverstand zu sein. Jedenfalls funktionstüchtiger als solche Grundsatzdiskussionen, bei denen ich mich immer frage, würden die, die im Ernst sowas wie Negativzins vorschlagen, auch ihr Einkommen zu solchen Konditionen verleihen? Ich nicht, ich mache nämlich einen klaren Unterschied zwischen Spenden/Geschenken und verleihen.

  34. Avatar

    Kellermann

    6. Juli 2015 15:44 at 15:44

    Der NEGATIVE ZINS erwischt uns leider immer !!! Die Totalvernichtung trifft uns immer alle 55-70 Jahre . Dann lieber ein sachtes , weil natürlicheres Abfallen . Ähnlich dem körperlichen Verfall.
    Wir können NATURGESETZE nicht auf Dauer brechen .Durch den Zins entsteht mehr Geld als unser System je auffangen könnte . Bezogen auf die heutigen Geldmengen , müßte jetzt schon jedes EINFAMHAUS in Deutschland 200000000 Euro kosten . ALSO , SCHWACHSINN hoch 3 !!!

  35. Avatar

    WILHER

    8. Juli 2015 19:21 at 19:21

    Bezogen auf die heutigen Geldmengen , müßte jetzt schon jedes EINFAMHAUS in Deutschland 200000000 Euro kosten . ALSO , SCHWACHSINN hoch 3 !!!<

    Tut es aber nicht. Und der Dollar besteht schon 200 Jahre, ist noch nie zusammengebrochen.

    Ich finde, der Kapmpf gegen den Zins ist ein Kampf gegen Windmühlen.
    Kann mit den 1,18 % Zinsen für meinen letzten größeren Kredit bestens leben, die Dividendenrendite selbst der Deutschen Bank ist mehr als doppelt so hoch.

    Und wenn der Zins nicht mehr aufzubringen ist, meldet der Schuldner Insolvenz an
    und das Geld ist wieder weg. Es regelt sich von allein.

  36. Avatar

    Hartmut Lau

    24. Juli 2015 08:37 at 08:37

    Geistig gefangen im Zinseszins, oder die Unvernunft gegen Naturgesetze….
    die intenationalen Absprachen haben mit der Sekunde, das Meter, das Newton, das Kelvin, das Mol und deren Ableitungen eine „harte“wissenschaftliche Sprache entwickelt, mit denen das heutige Umfeld, all die technischen Errungenschaften erstellt worden sind.
    Jedem gebildeten Menschen ist bewusst, dass niemand, aber auch niemand ueber Naturgesetze agieren kann! Wer dennoch der Auffassung ist, darueber stehen zu koennen, dem empfehle ich, einen Test zu machen, indem blank liegende elektrisch leitende Kabel mit blossen Haenden erzufassen. Der Tot ist dass harte Ergebnis.
    Bei der ueberwiegenden Menschen ist die persoenliche geistige Faulheit darin festzumachen, dass in der Zinseszinsformel ( als mathematischer Kurzbeschreibung) in dem Geldsystem keine Naturgesetze wirken. Dieser fatale Irrtum ( auch krankhaftes Festhalten) hat nunmehr um die 6000 Jahre die Entwicklung der Menschen erheblich behindert.

    Es reicht, keiner hat das Recht, sich mit Herrschaftsinstrumenten, hier mit dem Zinseszins Schuldgeldsystem zwischen mir und dem Schoepfer zu stellen. Keiner hat das Recht, sich auf kosten Dritter ungerechtfertigt zu bereichern. Keiner hat das Recht,ungedeckte wertpapiere als Geld zu bezeichnen.
    Alle Boersen sind und haben schon den Tatbestand des vorsaetzlichen Betruges erfuellt, deren Hehler, die Geschaeftsbanken und die Politik, zeigen uns jeden Tag, wie mit Steuermittel
    ganze Volkswirtschaften ausgepluendert sind und werden.
    Hilfspakete, ESM, und andere Kurzbezeichnungen haben bei der Masse der Menschen nicht das erkennen lassen was es in Wirklichkeit ist. vorsaetzlicher Raub!
    Wo ist denn im ergebnis der Unterschied zwischen einem Bankraeuber und einer Bank?

    Jeder Zins ist Raub, ob 0,001 % p.a. oder 1000 %, die naturgesetzlichen Ergebnisse sind immer die selben, nur die Zeitschiene veraendert sich.
    wer meint dass es keine Alternative fuer das Belohnungssystem Zins gibt, der moege zu darueber in der Oekonomie suchen. Direkte finanzielle unternehmerische Beteiligungen, mit der Gewissheit am unternehmerischen Ergebnis sich zu beteiligen, und zwar im Positiven als auch im Negativen.

    Mit diesem Ansatz = Verbot der Boersen, steht sofort genuegend Beteiligungskapital zur Verfuegung, aber nicht Risikolos!

    Weiter ist in der Geldschoepfung der Wert des Geldes zu hinterfragen! Wo ist die Nullinie, wer legt den wert fest? Ist diese Naturgesetzlich definiert, oder ist es aus menschlichen Interessen festgelegt?
    Mit tiefen Nachdenken ist zu erkennen, dass all die bunten Papiere und runden Metallscheiben eine Fata Morgana sind. Ein perfekt getarntes Sklavensystem, nur mit dem Unterschied, dass es keine Unterscheidung in der Hautfarbe der Menschen gibt.
    Der Wert ist der Mensch, nichts anderes, und damit wird deutlich, dass das Geldsytem der Systemfehler ist. Damit wird deutlich, dass wir eine Entkopplung von Waren und Dienstleistungen zwingend benoetigen. Kaufkraft muss gewaehrleistet werden.

    Ich moechte hier nur im Ansatz dargestellt haben, dass es fuer jeden denkfaehigen Menschen eine Pflicht sein muss, permanente Systemfehler abzustellen, mit dem Ziel, die Entwicklung der Menschheit zu D I E N E N.

    6000 Jahre Misserfolg fuer die Menschheit, es reicht…..

  37. Avatar

    hans

    8. August 2015 09:11 at 09:11

    @hartumut lau
    ich leihe ihnen € 1000,- und verlange dafür eine gebühr=zins. was ist daran raub???

    • Avatar

      Hartmut Lau

      27. August 2015 22:42 at 22:42

      @ hans,
      das Zinseszins Schuldgeldsystem, die Geldschoepfung aus dem N I C H T S also ohne Gegenwert, diese Geldschoepfung plus die geforderten Zinsen darauf sind Betrug, denn vor der Unterschrift eines Kreditvertrages war das Geld gar nicht vorhanden!

      Leihe ich mir privat von Dir Geld, dann habe ich einen realen Wert in Form von Geld erhalten. Selbstverstaendlich werden wir uns per privater Vereinbarung einig werden, wie die Rueckzahlung erfolgen soll.

      Erkennst Du den sachlichen Unterschied?? Denk mal drueber nach……

  38. Avatar

    Mensch

    11. August 2015 11:49 at 11:49

    Die Reaktion des Lesers Hartmut Lau ist zu 100% richtig. Ein Mensch mit Gerechtigkeitssinn kann seine Aussage mit beiden Händen unterschreiben. Wenn die Menschheit eine gerechtere Welt haben will dann müssen die Zinsen definitiv aus dem Wirtschaftssystem exzidiert werden, daran führt kein Weg vorbei. Schon Henry Ford sagte zu seinen Lebzeiten : „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    • Avatar

      winni

      22. September 2015 17:21 at 17:21

      Ich verstehe schon den Grundgedanken hier nicht. Was hat der Zins mit den weltlichen Problemen zu tun? Nichts.
      1. Niemand ist gezwungen, sich Geld zu leihen, also Zinsen zu zahlen.
      2. Jeder kann von dem leben, was er verdient.
      3. Damit wäre das Zinsproblem schon gelöst.
      4. Leider gibt es Menschen, die gerne alles hätten, sich das aber nicht so richtig
      durch Arbeit verdienen wollen.
      5. Der Faktor Mensch ist das einzige Problem. Denn nur er kennt Gier und Neid.
      6. Zu Plan „B“: Hier findet lediglich eine Umverteilung auf Kosten weniger statt.
      Sind diese „Güter“ der Reichen verbraucht, hat der Plan „B“ ein Ende.
      7. Denn Plan „B“ geht von einem Gutmenschen aus, der sich um der Sache
      willen einbringt. Marxismus pur…eben nur der Zins als Schuldigen.
      8. Nicht der Zins sollte verboten werden, sondern das Schuldenmachen.
      9. In vielen Textbeiträgen hier ist m. E. eindeutig zu viel vom Besitzen die Rede
      und zu wenig von Verzicht.

      • Avatar

        Stefan Richter

        2. Dezember 2015 23:58 at 23:58

        Tja nicht ganz richtig. Geld entsteht nicht ohne Schuld. Jemand muss Schulden machen damit neues Geld entsteht. Warum hat Deutschland in den 70igern Schulden gemacht? Damit jedes Stadtviertel ein Schwimmbad hat? Na wohl nicht. Geld geht immer durch den Zins zu den Reichen, immer. Daher musste neues Geld geschaffen werden. So einfach ist das. Peng.. Deshalb haben wir 2 Billionen Schulden und arbeiten für Leute die nicht viel für dieses Geld getan haben. Glauben Sie nicht? Ich wette mit Ihnen das sie wissen, das ISLAND Pleite war, aber Sie wissen nicht wie Island das Problem gelöst hat? Oder? Na Bingo. Der Zins für das Böse in der Welt verantwortlich…Schade oder

  39. Avatar

    leser

    22. Januar 2016 18:34 at 18:34

    Die Diskussion geht mir ein bisschen durcheinander. Das liegt u.a. an der Vermengung von Geld und Zins. Beides sollte getrennt betrachtet werden. Ich beschränke mich auf den Zins. Hier gibt es zwei Probleme:

    1. Den Zinseszins, der wg. des Exponetialeffekts zwingend zur Instabilität des Systems führt und

    2. Die Privilegierung bestimmter Gläubiger. Nur „Sparkassen, Kreditanstalten und Inhaber von Bankgeschäften können im Voraus vereinbaren, dass nicht erhobene Zinsen von Einlagen als neue verzinsliche Einlagen gelten sollen.“, “ 248 Abs. 2 BGB.

    Lösung: Ersatzlose Streichung des § 248 Abs. 2 BGB. Dann bleibt der einfache Zins übrig und der ist kein Problem und auch notwendig, damit Kredite möglich bleiben.

  40. Avatar

    Dreistein

    2. Februar 2016 11:50 at 11:50

    2. Ist der Zins eine Risikoprämie für den Verleiher für Verlustrisiken einerseits, und den Verzicht über die Verfügung über das eigene Geld andererseits.
    Ich glaube der Satz stimmt nicht so ganz.
    Gehen wir von einem Häuslebauer aus, der 60000€ Eigenkapital hat und sich für 160000€ ein Haus bauen möchte. Er braucht 100000€ von der Bank.
    Der Verleiher braucht nur 2% der Summe die sich der „Schuldner“ dann ausleiht, der Rest ist Luft Geld (Girageld)was per Knopfdruck entsteht. Der Verleiher „Bank“ bekommt also nicht auf ihr wirkliches Guthaben 2000€ Zinsen sondern auch auf das Luft Geld (Girageld) 98000€ Zins und Zinseszins. Dieses Geld hat die Bank vorher nicht gehabt! Verzicht über die Verfügung über das eigene Geld andererseits, ist damit nicht gegeben, nur auf 2000€! Hier fängt meinem Erachten nach der Betrug an. Der Häuslebauer trägt das volle Risiko die Bank muss für 2000€ gerade stehen und bekommt ein Vermögen ca. 38000€ an Zinsen. Sollte der Häuslebauer nicht mehr die Schulden bedienen können geht das Haus auf die Bank über, die es nun ihrerseits verkaufen kann und den Erlös in die Tasche stecken. Das bedeutet bei 10 Jahre Laufzeit und angenommener Tilgung, fast 200% Zinsen pro Jahr auf 2000€ Eigenkapital der Bank. WUCHER!

  41. Avatar

    Andrea Raeber

    27. April 2016 07:40 at 07:40

    Die Staaten sind hoch verschuldet, da Steuererhöhungen kaum mehr durchzusetzen sind, senkt man die Zinsen auf Null. Trotzdem besteht die Inflation ( Teuerung ) und die ist real höher als man uns immer vorrechnet. Bei 4% Inflation habe ich nach 10 Jahren also schon fast die Hälfte meiner Ersparnisse auf dem Sparkonto vernichtet! Die Sparer mit Ihren nicht mehr verzinsten Konto sind die Dummen. Was also tun? Ich bin ein Kleinsparer, besser ich war ein Kleinsparer. Nach intensiven Recherchen investiere ich nun einen Grossteil von meinen bescheidenen Ersparnissen langfristig genau so wie es Warren Buffett macht, einer der bekanntesten, vermögensten und erfolgreichsten Investoren weltweit, er hat es auf eine jährliche Durchschnittsrendite über die letzten Jahrzehnte von rund 20% gebracht !!! Ich bin froh dass es das Wikifolio Value & Positive Future gibt, auch ein Freund ( Banker ) hat es gelobt, hier der Link dazu: https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/arv123
    Auf dem Sparkonto schrumpft mein sauer Erspartes und das mit 100 prozentiger Sicherheit, also habe ich mich für diese Alternative entschieden, klar gibt es hier keine Renditegarantie, denke aber ist viel besser als garantiert zu verlieren mit dem Sparkonto. Liebe Mitbetroffene, freut mich wenn ich Euch damit helfen kann. Prüft es doch, denke es lohnt sich sehr. Gruss aus der Schweiz Andrea

  42. Avatar

    zornbürger

    15. August 2016 22:40 at 22:40

    Das Wort „Geld“ finde ich oft etwas substanzlos und weckt bei jedem Menschen ganz eigene Gefühle. Ist es nicht so, dass hinter diesem Begriff auch bestimmte Leistungen (Arbeitsleistung) und Güter/Gegenstände (Rohstoffe, Erzeugnisse) stecken. Im Prinzip verleiht man doch nicht Geld sondern eine Arbeitsleistung oder Güter. Also wenn jemand zur Bank geht um sich Geld für einen Imbiss-Stand zu leihen, dann leiht er sich doch im Endeffekt einen Imbiss-Stand von der Bank oder kann mit dem Geld die Arbeitsleistung seiner Mitarbeiter zahlen. Das Geld erleichtert doch nur die ganze Transaktion zwischen dem Leiher und dem Verleihenden, d.h. die Bank benötigt keinen Lagerraum für Imbiss-Gegenstände :-)
    Und wenn ich etwas (Gegenstände, Arbeitsleistung oder was immer auch) an „wildfremde“ Leute verleihen würde, dann würde ich auch versuchen ein bisschen Gewinn daraus zu machen, ich halte das nicht für unmoralisch sondern eher für „normal“ wie wohl die meisten Menschen, oder? Im Übrigen ist es wohl jedermanns/frau eigene Entscheidung sich Geld für seine Unternehmungen zu leihen, niemand wird hier in Deutschland gezwungen sich etwas zu leihen und somit auch Zinsen dafür zu zahlen.

    Was ich sagen will ist, dass ich Zinsen nicht prinzipiell für schlecht halte, sondern das Verhalten der Banken und der Politik! Man denke nur daran, dass der „kleine Mann“ so gut wie überhaupt keine Zinsen mehr auf das Sparguthaben bekommt, und die unverschämt hohen Dispozinsen sich kaum geändert haben, obwohl der Leitzins ganz unten ist. Die Banken geben den niedrigen Leitzins einfach nicht an die Kunden weiter und profitieren aber selbst von dem niedrigen Zins. Die Last des Systems trägt der der am wenigsten Mittel hat, und Reiche und Super-Reiche werden sogar noch entlastet (frag mal bei Familie Qunadt von BMW nach). Es ist einiges im argen, aber der Zins ist nicht an allem Schuld. Zinseszins ist noch eine andere Sache..

    Vielleicht würde es helfen Erbschaft komplett abzuschaffen, oder auf einen vernünftigen Betrag zu beschränken. Kinder sollen sich Ihren Wohlstand selber erarbeiten und nicht ohne eine Finger gerührt zu haben am Wohlstand der Eltern teilhaben. Betriebskapital, dass zum Wohle des Betriebes ist natürlich eine andere Sache. Ich glaube so eine Massnahme würde unsere Gesellschaft sehr schnell und nachhaltig verändern und die Startchancen für Menschen aus den „unteren“ Schichten erheblich verbessern. Bitte nicht falsch verstehen, hier geht es nicht darum Reiche schlecht zu machen, Reiche sind nicht schlechter oder besser als Menschen mit weniger Vermögen, es geht darum die erbrachte Leistung eines Volkes vernünftiger und menschlicher unter uns zu verteilen. Ich denke auch ohne gleich als Kommunist abgestempelt zu werden, kann man sich doch eine vernünftigere Verteilung wünschen. Übrigens: Als alter Fussballfan sehe ich gerade da die Auswirkungen von zügellosen Turbo-Kapitalismus, ja gibt es denn nach Oben überhaupt keine Grenzen mehr? Das ist doch Wahnsinn! Kann man das Jahresgehalt eines Top-Stürmers nicht mal auf 500.000 beschränken? Ist das zu wenig? Die Fussball ist ein Abbild unserer aus den Fugen geratenen freien Marktwirtschaft! Wir benötigen so schnell wie möglich ein Korrektiv, und ich hoffe das geht ohne Gewalt.
    Müllmänner, Kloofrauen, Verkäuferinnen, Möbelpackern, Lagerarbeiter und all ihr anderen Billiglohnempfänger steht auf und verweigert euch. Was würden wir alle ohne diese Schicht machen? Da kann der Herr Notar seinen Müll selbst wegräumen….

    vg, rommi

    PS: Ich stehe als Kanzler-Kandidat zur Verfügung :-)

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Allgemein

US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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