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Aktien

Disney, Snap, Nike, eBay, Macys – es hagelt interessante Nachrichten

Claudio Kummerfeld

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am

Viele Aktien-News an de Wall Street, zum Beispiel, Disney, Nike, Snap, eBay

Die US-Aktienmärkte werden heute positiv starten, dank vermeintlichen Fortschritten beim Kampf gegen den Coronarius (wir berichteten vorhin bereits). Zahlreiche vom Markt beachtete Unternehmen haben über Nacht interessante Meldungen veröffentlicht. Die Kaufhauskette Macys zu Beispiel. Dort gab man bekannt 125 Geschäfte schließen zu müssen, was 480 Millionen Dollar an Restrukturierungskosten mit sich bringe. 2.000 Arbeitsplätze seien betroffen. Bereits in den letzten fünf Jahren hatte Mays mehr als 100 Läden geschlossen. Man will Räume in schwächelnden Einkaufszentren verlassen, und dafür lieber kleinere Geschäfte in belebten Einkaufsstraßen betreiben. Die Restrukturierung bei Macys ist in vollem Gange. Offenbar glaubt die Börse noch daran, dass das Unternehmen sich retten kann, während Amazon gefühlt alles hinwegfegt? Die Aktie notiert aktuell vorbörslich mit +0,49%.

Nike und Adidas

Nike hat eine Sondermitteilung zur Auswirkung des Coronavirus auf die eigene geschäftliche Aktivität in China veröffentlicht. Man warnt vor empfindlichen Einbußen. Man habe die Hälfte der im Unternehmensbesitz befindlichen Filialen in China bereits geschlossen, und betreibe die restlichen Läden mit eingeschränkten Öffnungszeiten, so Nike. Der Ereignisse rund um den Coronavirus seien bei der letzten Datenschätzung (verständlicherweise) nicht berücksichtigt worden. Die Dynamik entwickele sich weiter, und dementsprechend werde man ein Update zu den operativen und finanziellen Auswirkungen auf die Ertragslage für das dritte Quartal geben, so das Unternehmen. Im Klartext: Man kann aktuell noch überhaupt nicht abschätzen, wie sehr sich die Lage in China negativ auf die Zahlen auswirkt. Aber Auswirkungen wird es wohl geben. Die Nike-Aktie notiert heute erstaunlicherweise vorbörslich unverändert zum Vortag. Nachdem die Adidas-Aktie heute schon 5 Euro im Minus notierte, sind es aktuell -2,85 Euro oder knapp -1%. Nach dem Motto „was sich extrem negativ auf Nike auswirkt, geht auch nicht an Adidas spurlos vorbei“. Auch hat Adidas selbst bestätigt, zahlreiche Geschäfte in China geschlossen zu haben.

Disney

Walt Disney hat gestern Abend Quartalszahlen geliefert. Dort übertraf man den erwarteten Gewinn pro Aktie (1,44) mit einem Ergebnis von 1,53 Dollar. Alles gut also? Wichtiger als die Finanzdaten waren gestern die Nutzerdaten für das jüngst gestartete Streamingangebot „Disney+“, welches in direkter Konkurrenz zu Netflix steht (der Streaming-Krieg ist in den USA nun voll ausgebrochen). Für das letzte Quartal vermeldet Disney für sein Angebot 26,5 Millionen Abonnenten. Bis vorgestern sei diese Zahl auf 28,6 Millionen gestiegen. Vor zwei Monaten verkündete Disney, dass man bis zum Geschäftsjahr 2024 eine Zahl von 60-90 Millionen Abonnenten haben möchte. Geht das deutlich schneller? Wie auch immer. Die Disney-Aktie notiert heute vorbörslich mit +0,53%.

Snap

Snap Inc (Betreiber von Snapchat) hat gestern seine Quartalszahlen gemeldet. Mit 561 Millionen Dollar Umsatz verfehlt man die Erwartungen von 563 Millionen (trotzdem +44% im Jahresvergleich). Dafür liefert man 3 Cent Gewinn bei 1 Cent Erwartung. Ohne bilanzielle „Bereinigung“ nach Non-GAAP ist es aber ein ansteigender Verlust, von -191,7 Millionen Dollar vor einem Jahr auf jetzt -240,7 Millionen Dollar. Die Basis der täglich aktiven Nutzer wächst im Quartalsvergleich von 210 auf 218 Millionen (215 erwartet). Die Aktie notiert aktuell in der Vorbörse mit -8%.

eBay

Und es gibt eine Kuriosität zu vermelden. Der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (Eigentümer der New Yorker Börse NYSE), möchte womöglich eBay kaufen? Oder zumindest einen Teil von eBay? Die ICE hat das zu eine offizielle Mitteilung veröffentlicht, in der man klar stellt, dass sich eBay offenbar wenig kooperativ zeigt, und dass es derzeit keine richtigen Verhandlungen gebe. Man habe eBay kontaktiert um eine Reihe von möglichen Vereinbarungen zu besprechen, welche für die Aktionäre beider Unternehmen von Vorteil sein könnten – so drückt sich die ICE offiziell aus. Tja, alles noch unklar. Die eBay-Aktie jedenfalls hätte kräftig steigen können, aber notiert vorbörslich mit -0,8%. Wohl keine allzu große Hoffnung auf eine echte vollständige Übernahme durch die ICE?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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