Folgen Sie uns

Aktien

Disney, Snap, Nike, eBay, Macys – es hagelt interessante Nachrichten

Avatar

Veröffentlicht

am

Viele Aktien-News an de Wall Street, zum Beispiel, Disney, Nike, Snap, eBay

Die US-Aktienmärkte werden heute positiv starten, dank vermeintlichen Fortschritten beim Kampf gegen den Coronarius (wir berichteten vorhin bereits). Zahlreiche vom Markt beachtete Unternehmen haben über Nacht interessante Meldungen veröffentlicht. Die Kaufhauskette Macys zu Beispiel. Dort gab man bekannt 125 Geschäfte schließen zu müssen, was 480 Millionen Dollar an Restrukturierungskosten mit sich bringe. 2.000 Arbeitsplätze seien betroffen. Bereits in den letzten fünf Jahren hatte Mays mehr als 100 Läden geschlossen. Man will Räume in schwächelnden Einkaufszentren verlassen, und dafür lieber kleinere Geschäfte in belebten Einkaufsstraßen betreiben. Die Restrukturierung bei Macys ist in vollem Gange. Offenbar glaubt die Börse noch daran, dass das Unternehmen sich retten kann, während Amazon gefühlt alles hinwegfegt? Die Aktie notiert aktuell vorbörslich mit +0,49%.

Nike und Adidas

Nike hat eine Sondermitteilung zur Auswirkung des Coronavirus auf die eigene geschäftliche Aktivität in China veröffentlicht. Man warnt vor empfindlichen Einbußen. Man habe die Hälfte der im Unternehmensbesitz befindlichen Filialen in China bereits geschlossen, und betreibe die restlichen Läden mit eingeschränkten Öffnungszeiten, so Nike. Der Ereignisse rund um den Coronavirus seien bei der letzten Datenschätzung (verständlicherweise) nicht berücksichtigt worden. Die Dynamik entwickele sich weiter, und dementsprechend werde man ein Update zu den operativen und finanziellen Auswirkungen auf die Ertragslage für das dritte Quartal geben, so das Unternehmen. Im Klartext: Man kann aktuell noch überhaupt nicht abschätzen, wie sehr sich die Lage in China negativ auf die Zahlen auswirkt. Aber Auswirkungen wird es wohl geben. Die Nike-Aktie notiert heute erstaunlicherweise vorbörslich unverändert zum Vortag. Nachdem die Adidas-Aktie heute schon 5 Euro im Minus notierte, sind es aktuell -2,85 Euro oder knapp -1%. Nach dem Motto “was sich extrem negativ auf Nike auswirkt, geht auch nicht an Adidas spurlos vorbei”. Auch hat Adidas selbst bestätigt, zahlreiche Geschäfte in China geschlossen zu haben.

Disney

Walt Disney hat gestern Abend Quartalszahlen geliefert. Dort übertraf man den erwarteten Gewinn pro Aktie (1,44) mit einem Ergebnis von 1,53 Dollar. Alles gut also? Wichtiger als die Finanzdaten waren gestern die Nutzerdaten für das jüngst gestartete Streamingangebot “Disney+”, welches in direkter Konkurrenz zu Netflix steht (der Streaming-Krieg ist in den USA nun voll ausgebrochen). Für das letzte Quartal vermeldet Disney für sein Angebot 26,5 Millionen Abonnenten. Bis vorgestern sei diese Zahl auf 28,6 Millionen gestiegen. Vor zwei Monaten verkündete Disney, dass man bis zum Geschäftsjahr 2024 eine Zahl von 60-90 Millionen Abonnenten haben möchte. Geht das deutlich schneller? Wie auch immer. Die Disney-Aktie notiert heute vorbörslich mit +0,53%.

Snap

Snap Inc (Betreiber von Snapchat) hat gestern seine Quartalszahlen gemeldet. Mit 561 Millionen Dollar Umsatz verfehlt man die Erwartungen von 563 Millionen (trotzdem +44% im Jahresvergleich). Dafür liefert man 3 Cent Gewinn bei 1 Cent Erwartung. Ohne bilanzielle “Bereinigung” nach Non-GAAP ist es aber ein ansteigender Verlust, von -191,7 Millionen Dollar vor einem Jahr auf jetzt -240,7 Millionen Dollar. Die Basis der täglich aktiven Nutzer wächst im Quartalsvergleich von 210 auf 218 Millionen (215 erwartet). Die Aktie notiert aktuell in der Vorbörse mit -8%.

eBay

Und es gibt eine Kuriosität zu vermelden. Der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (Eigentümer der New Yorker Börse NYSE), möchte womöglich eBay kaufen? Oder zumindest einen Teil von eBay? Die ICE hat das zu eine offizielle Mitteilung veröffentlicht, in der man klar stellt, dass sich eBay offenbar wenig kooperativ zeigt, und dass es derzeit keine richtigen Verhandlungen gebe. Man habe eBay kontaktiert um eine Reihe von möglichen Vereinbarungen zu besprechen, welche für die Aktionäre beider Unternehmen von Vorteil sein könnten – so drückt sich die ICE offiziell aus. Tja, alles noch unklar. Die eBay-Aktie jedenfalls hätte kräftig steigen können, aber notiert vorbörslich mit -0,8%. Wohl keine allzu große Hoffnung auf eine echte vollständige Übernahme durch die ICE?

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Aktienrückkäufe: Wie CEOs ihre Unternehmen aufs Spiel setzen

Avatar

Veröffentlicht

am

An der Wall Street sieht man Aktienrückkäufe als normales Instrument an

In den vergangenen Jahren gab es zwei von Top-Managern initiierte Schemata, die beide die von ihnen geführten Unternehmen aufs Spiel setzten: Aktienrückkäufe (verlorenes Jahrzehnt?) und für Kredite als Sicherheit hinterlegte Aktien! Beide Schemata fliegen den Unternehmen nun reihenweise um die Ohren. Im ersten Fall fehlt den Unternehmen nun das Geld in der Krise, im zweiten Fall können die als Kreditsicherheit hinterlegten Aktien schlimmstenfalls einen Abwärtstrend in der Aktie noch zusätzlich verstärken.

Aktienrückkäufe leerten die Konten der Unternehmen, ohne Nutzen zu stiften

Aktienrückkäufe waren über etliche Jahre beim Management zahlloser Unternehmen Mittel der Wahl, um angeblich Aktionäre am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Hunderte Milliarden US-Dollar wurden ausgegeben, um Aktien zurückzukaufen. Dieser Rückkäufe erhöhen temporär den Preis einer Aktie, da die Nachfrage nach den Papieren erhöht wird. Und wenn die Unternehmen die Aktien nach dem Rückkauf vernichten, dann haben die verbliebenen Aktionäre auch einen größeren Anteil am Unternehmen. Eventuelle Dividenden verteilen sich auf weniger Aktien und bei unverändertem Unternehmenswert sollte jede Aktie aus dem kleiner gewordenen Pool aller Aktien mehr wert sein. Um Steuern zu sparen und gemachte Gewinne nicht versteuern zu müssen, nahmen Unternehmen wie Apple sogar Kredite im Umfang dutzender Milliarden US-Dollar auf, um die eigenen Aktien zu kaufen.

Die Kredite sind bei Apple weniger ein Problem, da das Unternehmen gleichzeitig auf enormen Barreserven sitzt. Andere Unternehmen wie Boeing haben es deutlich schwieriger. Geld, das in den vergangenen Jahren für Aktienrückkäufe ausgegeben wurde, fehlt dem Unternehmen nun. Es wurde ausgegeben, ohne dadurch zusätzliches Wachstum für das Unternehmen zu generieren. Es ist das Mittel der Wahl für faule Manager, die keine Ideen haben, wie sie die vom Unternehmen erwirtschafteten Gewinne so reinvestieren können, dass Aktionäre dadurch langfristig profitieren. Dabei wäre die Mehrung des Unternehmensvermögens genau das, wofür das Management von den Aktionären eingesetzt wurde.

Dividenden-Ausschüttungen würden dem Unternehmen zwar auch Kapital entziehen, ohne dadurch zusätzliches Wachstum zu generieren. Doch Dividenden fließen den Aktionären wenigstens direkt zu. Von Aktienrückkäufen haben Aktionäre real höchstens dann etwas, wenn sie ihre eigenen Aktien zum künstlich gepushten Kurs veräußern.

Aktienrückkäufe lassen vor allem das Management profitieren

Dividenden haben zudem den Vorteil, dass das Management nicht überproportional davon profitiert. Genau das tut es aber bei Aktienrückkäufen. Denn inzwischen machen Optionskomponenten den Großteil der Managervergütungen aus. Je höher der Aktienkurs des Unternehmens ist, umso mehr wert sind auch die zugeteilten Aktienoptionen. Manche Aufsichtsräte waren sogar so verrückt, die Managervergütung direkt an den Aktienkurs zu koppeln – bei Tesla Motors zum Beispiel. Das Management hat damit einen maximal großen Anreiz, den Aktienkurs kurzfristig zu erhöhen.

Aktien-Optionen haben zudem den Nachteil, die Anteile der Altaktionäre zu verwässern. Denn jede ausgeübte Aktien-Option führt dazu, dass mehr Aktien im Umlauf sind. Vom gleichen Management durchgeführte Aktienrückkäufe neutralisieren somit erstens die Verwässerungseffekte der eigenen Aktien-Optionen und führen zweitens zu temporär höheren Aktienkursen, die die vom Management gehaltenen Optionen mehr wert werden lassen – oder wie im Falle von Tesla überhaupt erst zur Zuteilung der Optionen führen. Fehlt den Unternehmen nach den Rückkäufen dann auch noch das Geld in der nächsten Krise, wie bei Boeing, dann hat das Management die Unternehmenszukunft aufs Spiel gesetzt, um sich selbst Vorteile zu verschaffen.

Manager verpfänden ihre Aktien, um den eigenen Lebensstil steuerfrei zu finanzieren

Ein zweites gern von Managern genutztes Schema der Bereicherung zum Nachteil des Unternehmens ist abseits der Aktienrückkäufe die Kreditaufnahme für persönliche Zwecke. Manager wie Elon Musk von Tesla oder Markus Braun von Wirecard zahlen ungern Steuern. Und sie geben auch ungern das Steuer „ihres“ Unternehmens aus der Hand. Gleichzeitig pflegen oder pflegten sie jedoch gern einen opulenten Lebensstil. Um den zu finanzieren, müssten sie eigentlich einen Teil ihrer Aktien verkaufen. Dabei müssten die Kursgewinne versteuert werden und sie hätten anschließend weniger Stimmrechte auf der nächsten Aktionärsversammlung.

Liebend gern boten und bieten Banken daher an, doch einfach einen (großen) Teil der eigenen Aktien als Kreditsicherheit zu hinterlegen. Für Kredit fallen keine Steuern an, die Stimmrechte bleiben beim Aktienbesitzer und trotzdem ist der Lebensstil gesichert. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld werden die Zinsen dafür gern gezahlt.

Doch die Sache hat einen kleinen Haken: Das Schema funktioniert nur solange, wie der Aktienkurs nicht crasht. Tut er das, werden die Banken irgendwann nervös. Reicht der Wert der als Sicherheit hinterlegten Aktien nicht mehr aus, um den Kredit zu besichern, folgt der Margin Call. Der Kreditnehmer muss dann neue Sicherheiten hinterlegen. Kann er das nicht, werden die Kreditsicherheiten, also die Aktien, verwertet. Das heißt, die Bank wirft die Aktien auf den Markt. Alle. Zur gleichen Zeit. So wie bei Wirecard vor einigen Tagen. Diese Notverkäufe befeuern einen ohnehin bestehenden steilen Abwärtstrend zusätzlich. Je niedriger der Aktienkurs ist, umso schwieriger werden jedoch Kapitalerhöhungen. Denn für den gleichen neu eingeworbenen Betrag müssen viel mehr neue Aktien verkauft und damit der Anteil der Altaktionäre auch stärker verwässert werden.

Der Anteil der verpfändeten Aktien kann dabei durchaus enorme Werte annehmen. Bei Elon Musk sind es 54% all seiner Tesla-Aktien, von denen er rund 20% besitzt. Bei Softbanks Masayoshi Son sind es 60%. Son hält 27% an Softbank. Und Steven Rales, CEO der Danaher Corporation, hat 74% seiner Aktien verpfändet. Er hält 6,2% an Danaher. Sein Bruder Mitchell Rales hält weitere 5,1% an Danaher, von denen wiederrum volle 90,7% für Kredite verpfändet wurden.

weiterlesen

Aktien

Tesla – die Wiederauferstehung der Dotcom-Blase!

Avatar

Veröffentlicht

am

Die Euphorie um Tesla erinnert stark an die Dotcom-Blase: damals wurde alles gekauft, was mit Internet zu tun hatte – heute ist an die Stelle des Internets die Euphorie um die Elektromobilität getreten. Vor allem Tesla steigt von Allzeithoch zu Allzeithoch – aber dieser Anstieg basiert auf zwei eher unwahrscheinlichen Prämissen: erstens dass Elektroautos den Markt klar dominieren werden in Zukunft, und zweitens dass kein anderer Hersteller in der Lage sein wird, Tesla wirklich Konkurrenz zu machen..

weiterlesen

Aktien

Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

weiterlesen

Meist gelesen 7 Tage