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DIW-Konjunkturbarometer: Die rosa rote Brille des Herrn Fratzscher

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) steht unter dem Vorsitz von Prof. Marcel Fratzscher. Er wurde sogar schon von großen Leitmedien als stumpfer Beifall-Klatscher für die Regierungspolitik beschrieben. So titelte die FAZ bereits 2017 „Claqueur der SPD“ und meinte damit Marcel Fratzscher.

Auch wir bei FMW haben den guten Herrn Fratzcher vor allem im Krisenjahr 2020 mit Kommentaren begleitet. Besonders interessant waren seine Aussagen mitten in der Coronakrise, dass er gar keine Zombieunternehmen entdecken könne (siehe hier). Seit Jahren gibt es Gerüchte Marcel Fratzscher schiele auf einen Job bei EZB oder Bundesbank. Oder vielleicht als Minister oder Staatssekretär in  Berlin? Liest man die beiden aktuellsten Tweets von ihm, dann hofft er wohl auf eine schwarz-grüne Regierung ab Herbst, und dann auf ein warmes Plätzchen für sich selbst?

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Unzählige Kleinstunternehmen und Selbständige beklagen derzeit, dass schon vor Monaten beantragte Staatshilfen bei ihnen nicht ankommen. Die Lage für Gastronomen und unzählige weitere Dienstleistungsbranchen wird immer dramatischer. Aber mit seinem heutigen Konjunkturbarometer präsentiert das DIW doch glatt die Aussage, dass neben der Industrie auch die Dienstleistungsbranchen diesen aktuellen zweiten Lockdown besser verkraften würden als den ersten. Zwar trägt die Veröffentlichung nicht die Unterschrift von Marcel Fratzscher. Dennoch veröffentlicht das DIW unter seiner Führung auffällig oft Aussagen im Sinne der Regierungspolitik. Das muss ja nicht immer verkehrt sein – aber geht diese Aussage nicht doch an der Realität vorbei? Hat Herr Fratzscher hier nachgeholfen, und hat das DIW diese Erkenntnis über die Dienstleistungsbranche exklusiv? Wer im realen Leben mit Dienstleistern spricht und, sieht ein regelrechtes Desaster im zweiten Lockdown. Aber beim DIW, da hat man wohl uns allen nicht bekannte Insiderdaten? Lesen Sie dazu die aktuelle Pressemitteilung des DIW hier im Wortlaut:

Die deutsche Wirtschaft dürfte zu Jahresbeginn um etwa 1,5 Prozent schrumpfen. Die hohen Infektionszahlen und die daraus resultierenden Einschränkungen belasten die wirtschaftliche Entwicklung – allerdings nicht in dem Maße wie im vergangenen Frühjahr, als die Produktion in vielen Bereichen praktisch zu Stillstand kam. Trotz des anhaltenden Lockdowns stimmen die Signale aus der deutschen Wirtschaft zuversichtlicher als vor knapp einem Jahr: „Vor allem die Industrie kommt bislang robust durch den Winter“, sagt Claus Michelsen, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Trotz vorübergehender Knappheiten bei wichtigen Vorleistungsgütern in der Automobilindustrie dürfte die Industrie ihr Produktionsniveau des Schlussquartals 2020 zu Beginn des laufenden Jahres in etwa halten.

Aber auch die Dienstleistungsbereiche kommen offenbar besser durch den Lockdown als noch vor knapp einem Jahr – zum Teil sogar Branchen, die staatlich verordnet ihren Betrieb ganz oder zu einem erheblichen Teil einschränken müssen. Während diese erneut erheblich unter den Maßnahmen leiden, dürften sich die Unternehmen in vielen anderen Bereichen mittlerweile auf die Lage eingestellt haben und blicken angesichts des – wenn auch schleppenden – Impffortschritts optimistischer voraus.

Das Konjunkturbarometer – ein statistisches Modell basierend auf einer Vielzahl von Indikatoren – deutet mit einem Wert von 111 Punkten auf ein Wachstum für das erste Vierteljahr hin. Unter normalen Umständen spräche dies für eine deutliche Ausweitung der Wirtschaftsleistung. Allerdings liegen für viele Dienstleistungsbereiche wie Bildung, Kinderbetreuung oder das Gesundheitswesen nur wenige Informationen vor. Diese Bereiche schwanken üblicherweise nicht so stark, werden aber jetzt durch den Lockdown erheblich beeinträchtigt. Das Barometer überzeichnet damit die konjunkturelle Dynamik deutlich.

Grafik zum DIW-Konjunkturbarometer

DIW-Chef Marcel Fratzscher
Marcel Fratzscher. Foto: © DIW Berlin / B.Dietl



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