In Europa wurden die Zinssenkungen beendet, man spricht im Kreise der EZB sogar bereits von Tendenzen für Zinserhöhungen, wenn auch nicht in naher Zukunft. Die Bank of Japan hat gerade erst letzte Woche die Zinsen erhöht, und hat weitere Anhebungen in Aussicht gestellt. Und die USA? Die Fed hat jüngst ihre Zinsen gesenkt, und für 2026 stehen weitere Zinssenkungen an. Dieses Gesamtbild wirkt schwächend auf den US-Dollar. Sollten sich die konjunkturellen Aussichten für die USA verschlechtern, würde das für den Dollar womöglich noch tiefere Kurse bedeuten. Im Dollar Index-Chart sehen wir den Verlauf seit dem Jahr 2019. Seit Anfang 2025 fällt die US-Währung klar von über 109 Indexpunkten auf aktuell 97,49 Punkte.
Schlimmster Einbruch des Dollar seit 2017 ist noch nicht vorbei
Der Dollar steuert auf sein schwächstes Jahresergebnis seit acht Jahren zu, und der Optionsmarkt signalisiert, dass sich die Händler auf weitere Verluste in den letzten Handelstagen des Jahres 2025 einstellen, so Bloomberg News. Weiter wird berichtet: Der Bloomberg Dollar Spot Index fällt heute um 0,3 % auf den niedrigsten Stand seit dem 3. Oktober. Der Index ist in diesem Jahr um 8,2 % gefallen und steuert damit auf den größten Rückgang seit 2017 zu. Ein weiterer leichter Rückgang würde die Währung auf das schlechteste Jahr seit mindestens zwei Jahrzehnten bringen.
Die Erwartung, dass sich die Geldpolitik der Federal Reserve weiter von der anderer wichtiger Zentralbanken entfernen wird, sowie saisonale Muster haben den Greenback in diesem Monat unter Druck gehalten. Der kanadische Dollar kletterte auf den höchsten Stand seit August, der australische Dollar erreichte ein Dreimonatshoch, und die schwedische Krone erreichte ein Niveau, das zuletzt im Februar 2022 gesehen wurde.
Auch die Optionspreise entwickeln sich zunehmend negativ. Sogenannte Risk Reversals, die die Marktpositionierung und -stimmung widerspiegeln, zeigen, dass Optionshändler so pessimistisch gegenüber der US-Währung sind wie seit drei Monaten nicht mehr. Daten der Depository Trust & Clearing Corporation zeigen, dass der Euro und der australische Dollar in den letzten Sitzungen die wichtigsten Vehikel für die Expression dieser pessimistischen Dollar-Prognosen waren.
„Die Aussichten für den USD bleiben deutlich negativ“, schrieb Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst bei Swissquote, in einer heute veröffentlichten Mitteilung. „Bullische Prognosen für den Dollar sind selten.“ Ozkardeskaya sagte, dass auch die Sorgen um die Haushaltsdisziplin und die Handelsspannungen als Gegenwind wirken. Dennoch warnt sie davor, dass der Dollar anfällig für eine starke Erholung ist, wenn die bevorstehenden Datenveröffentlichungen eine hawkische Neubewertung der Fed-Erwartungen auslösen.
FMW/Bloomberg
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Den größten Einbruch erlebte der Dollar in der Bush Junior Ära… als er von unter 0,85 in 01 auf über 1,65 in 08 fiel…
Das bedeutet, im Januar 01 als Bush Junior das Amt von Clinton übernahm, musste der normale US Bürger nur maximal 85 US Cent für einen Euro bezahlen und im Sommer 08…kurz vor der Lehman Pleite waren’s schon 1,65..US Dollar für einen einzigen EUR…
„Bush Junior hat den Dollar zu Schanden geritten“…titelte damals das Handelsblatt…
Einen solch radikalen Verfall hatte der Dollar davor nur noch die ausklingende Carter Ära Ende der Siebziger erlebt…
Erst Paul Volcker machte dem …zu Beginn der Achtziger… ein Ende als er mit der Erlaubnis von Reagan… die Zinsen kräftig erhöhte…
19 Prozent Leitzins in 81 ! Heute unvorstellbar…