Devisen

Dollar leicht schwächer vor Fed-Sitzung

Vor der heutigen Fed-Sitzung haben sich die Aktienmärkte wieder etwas erholt. Aktuell sehen wir den DAX leicht höher bei Punkten. Die Anleger scheinen nicht besonders besorgt über die Fed zu...

Gastanalyse von Milan Cutkovic, Marktanalyst AxiTrader

Vor der heutigen Fed-Sitzung haben sich die Aktienmärkte wieder etwas erholt. Aktuell sehen wir den DAX leicht höher bei Punkten. Die Anleger scheinen nicht besonders besorgt über die Fed zu sein. Eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte ist ziemlich sicher. Der Markt erwartet jedoch, dass die US-Notenbank eher vorsichtig bleiben wird. Dies zeigen auch die mittelfristigen Zinserwartungen. Während die Anleger im Januar noch mit insgesamt drei Zinserhöhungen in diesem Jahr rechneten, sehen sie die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Zinsschrittes bis Ende 2017 aktuell bei gerade mal 41 Prozent.

Warum mussten die Anleger ihre Zinserwartungen zurückschrauben? Allem voran zeigte die US-Konjunktur in den vergangenen Monaten erste Zeichen der Schwäche. Das Lohnwachstum ist weiterhin niedrig, und auch die Inflationserwartungen sind gesunken. Ein weiterer Faktor ist Donald Trump. Die Anleger hatten Anfang des Jahres noch hohe Hoffnung, dass der US-Präsident seinen Wirtschaftsplan rasch umsetzten wird. Dies hätte der Wirtschaft einen zusätzlichen Schub verliehen, und auch für eine höhere Teuerungsrate gesorgt. In solch einem Szenario wäre die US-Notenbank gezwungen gewesen, ihr Tempo zu erhöhen. Es scheint zurzeit aber unwahrscheinlich, dass Trump seinen Plan in naher Zukunft umsetzen kann.

Insgesamt bleibt die US-Wirtschaft solide, und die Fed hat guten Grund den Zinssatz heute zu erhöhen. Die FOMC-Mitglieder könnten jedoch ihre Prognosen senken, und sich eher vorsichtiger zeigen. Der US-Dollar würde dann erneut unter Druck geraten, während die Reaktion an den Aktienmärkten positiv wäre.

Sollte das Team rund um Janet Yellen aber trotz der aktuellen Konjunkturdaten optimistisch bleiben und zwei weitere Zinserhöhungen in Aussicht stellen, dürfte dies die Märkte leicht überraschen. Der Euro würde in solch einem Szenario schnell wieder unter dem Niveau von 1,11 USD fallen, während die US-Börsen den Handelstag mit einem Minus abschließen würden.




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