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Dollar, Öl, Gold, Silber: So ist der Markt positioniert!

Der Markt ist extrem long im Öl – Gold dagegen wird gemieden..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach dem Beschluß der OPEC, die Produktionsmenge zu kürzen, haben sich vor allem Hedgefonds am Future-Markt weiter auf der Long-Seite positioniert, wie die jüngsten Daten der CFTC zeigen. So wurden 15551 neue Long-Kontrakte eröffnet, aber vor allem fast 66.000 bestehende Short-Kontrakte glattgestellt – eine Folge eben der OPEC-Vereinbarung, die viele zur Eindeckung ihrer Positionen gezwungen hat. Damit stieg die Netto-Longquote um 81399 Kontrakte – das ist der zweithöchste Wert seit August (damals 84.000 Kontrakte), als der saudische Ölminister die grundsätzliche Änderung der bisherigen Pump-Strategie angekündigt hatte. Insgesamt beträgt der Long-Überhang nun 270.000 Kontrakte, 350.000 Long-Kontrakten stehen nur noch 80.000 Short-Kontrakte gegenüber.

Nachdem sich die Nicht-OPEC-Staaten am Samstag ebenfalls zu einer Förderkürzung durchgerungen hatten, ist absehbar, dass die Netto-Longquote weiter steigt, weil viele bestehende Short-Kontrakte nach dem heftigen Anstieg des Ölpreises heute erneut eingedeckt werden dürften. Während die derzeitige Netto-Long-Quote beim WTI nur noch vom Wert im Oktober übertroffen worden ist (damals 290.000 Kontrakte), haben die Ölproduzenten und Großhändler ihre Shortpositionierung (als Hedge) um 7% erhöht auf nun 657.000 Kontrakte – das ist der höchste Stand seit dem Jahr 2009!

Ganz anders dagegen das Bild beim Gold. Hier wurden gut 10.000 Long-Kontrakte abgebaut, gut 12.000 neue Short-Kontrakte eröffnet. Damit stehen nun 149.000 Long-Kontrakten 68.000 Short-Kontrakte gegenüber, womit die Netto-Longquote so niedrig ist wie seit Anfang Februar nicht mehr. Insgesamt wurden damit seit dem Hoch vom Juli die Long-Kontrakte um 71% reduziert, die derzeitige Netto-Longquote liegt nun nahe des 5-Jahresschnitts. Beim Silber gab es nur leichte Verschiebungen, gut 1000 Long-Kontrakte wurden abgebaut, gut 1000 Short-Kontrakte aufgebaut. Nach wie vor extrem ist die Positionierung im Kupfer: hier wurden zwar einige wenige Long-Kontrakte abgebaut, aber über 2000 Short-Kontrakte glattgestellt, sodass die Netto-Longquote ein neues Allzeithoch erreicht (mit knapp 5:1).

Weiter gesucht ist trotz des Anstiegs der Dollar, der nun die höchste Netto-Longquote seit 11 Monaten verzeichnet. Allerdings nicht gegenüber dem Euro: hier wurden etwas mehr Short-Kontrakte abgebaut als Long-Kontrakte, sodass die Netto-Short-Quote trotz des Falls der Gemeinschaftswährung so tief wie seit sieben Wochen nicht mehr liegt. Dass die Dollar-Positionierung insgesamt zugenommen hat, liegt vorwiegend am starken Aufbau von Short-Positionen im Yen zum US-Dollar (gut 35.000 neue Short-Kontrakte). Damit reagiert man offenkundig (sehr spät!) auf den heftigen Fall der japanischen Währung eit dem Wahlsieg Trumps..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    12. Dezember 2016 13:04 at 13:04

    Provokante,aber ernstgemeinte Frage?Gibt’s den €uro Ende 2017 noch?Er wird ja bald volljährig und bekommt demnächst den Führerschein!Geht mal über die Friedhöfe und schaut wer da alles so liegt,von 18 aufwärts!

    • Avatar

      Feldmaen

      12. Dezember 2016 14:15 at 14:15

      Noch provokanter wäre die Frage, welche FIAT-Währung von den heutigen überhaupt überleben wird? Die Geschichte lehrt uns, dass Währungen ohne intrinsischen Wert Bis jetzt immer gescheitert sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das gesamte Währungssystem zeitnah mit dem Dollar untergehen wird. Es soll mir mal jemand erklären, wie die weltweite Verschuldung in Dollar -allen voran die Amis- ohne eine Währungsreform aufgelöst werden soll. Die Notenbanken werden bis zum Kollaps drucken, sie haben keine andere Wahl!

      • Avatar

        Steven

        12. Dezember 2016 14:52 at 14:52

        Wenn das für euch provokante Fragen sind, seid ihr schlecht vorbereitet .

        Provokante Frage : hält der Euro , Griechenland und italienische Großbanken eine solche 180° Wende aus oder ist der anvisierte , höhere zinssatz der sargnagel für Banken , Anleihe und immobilienblasen ?:D

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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