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Dollar, US-Aktienmarkt, Trump-Sieg – und kotzende Pferde..

Warum nach dem 04.Dezember die Märkte völlig auf dem falschen Fuß erwischt werden könnten – und die Dinge dann genau andersherum laufen dürften wie nach dem Brexit und dem Trump-Sieg!

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Da hat sich in den letzten Wochen, genauer gesagt seit dem Wahlsieg von Donald Trump, etwas fundamental geändert an den Märkten – und zwar in einer Weise, die man so vorher nicht wirklich erwartet hatte. Im Vorfeld der US-Wahlen schien die Logik einleuchtend, dass, sollte Trump die Wahl überraschenderweise gewinnen, die Aktienmärkte unter Druck kämen, der Dollar auch. Und genau so war ja dann auch die erste Reaktion der Märkte gewesen, als sich der Sieg Trumps am Wahlabend abzeichnete. Aber das dauerte nicht lange, genauer gesagt nur wenige Stunden.

Dann aber setzte ein Muster ein, das neu ist: der Dollar und die US-Indizes stiegen gleichermaßen. Zwar aus verschiedenen Gründen offensichtlich: der S&P freut sich über das von Trump angekündigte Infratsrukturprojekt, während der Dollar steigt, weil mit dem Infrastrukturprojekt die Inflationserwartung stark ansteigt (und damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen schneller anhebt). Dollar und der Leitindex S&P500 steigen seit dem ersten Schock über den Sieg Trumps im Tandem:

dollarindex-und-sp
(S&P500 orange, Dollar Index schwarz; zum Vergrößern anklicken)

Das war vor der Wahl nicht so gewesen – eher im Gegenteil. Stieg der Dollar, fielen tendentiell die US-Aktienmärkte und umgekehrt, wie der Tageschart-Vergleich zwischen Dollar Index und S&P500 zeigt:dollarindex-und-sp2

(zum Vergrößern anklicken)

 

Mithin würde also Dollar-Schwäche derzeit ein Problem für die Aktienmärkte signalisieren. Auch für den Dax. Denn seit dem Sieg Trumps ist der Euro zum Dollar unter Druck, während der Dax steigt. Nun ist aber die „Lücke“ zwischen dem Euro-Dollar und dem Dax sehr ausgeweitet derzeit – was eher dafür spricht, dass der Euro eine Erholung (zumindest eine technische Gegenwegung) zeigt, und dem Dax damit Probleme bereiten könnte.

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(Dax orange, Euro-Dollar schwarz)

Wenn man diese Logik einmal weiter denkt, dann könnte es zu einer paradoxen Situation kommen: derzeit, das zeigen die Umfragen, sieht es ja so aus, als würde Italiens Regierungschef Renzi das Referendum am 04.Dezember verlieren – mit der wahrscheinlichen Folge, dass er dann zurück treten würde. Das würde wiederum Anfang 2017 aller Wahrscheinlichkeit nach Neuwahlen bedeuten – und die Chance erhöhen, dass Italien aus der EU austritt unter einer von der Bewegung Cinque Stelle geführten Regierung.

Was aber, wenn Renzi doch (überraschenderweise) gewinnt? Derzeit haben sich viele Euro-Short positioniert, in der Erwartung, dass eine Niederlage Renzis die Eurozone gefährdet und dann den Euro weiter unter Druck bringt. Nun aber könnte – das stellen wir einmal als eine These in den Raum – bei einem Sieg Renzis das Gegenteil dessen passieren, was wir beim Brexit-Votum und dem Sieg Trumps gesehen haben: nach einem Sieg Renzis würden die Aktienmärkte schnell und heftig steigen, um dann genau so massiv zu fallen, wie die Aktienmärkte nach dem Brexit und dem Sieg Trumps gestiegen sind. Also spiegelbildlich verkehrte Welt gewissermaßen! Warum? Weil der Euro eine Art „Aufwärtscrash“ erleben könnte, der alle auf dem falschen Fuß erwischt!

Unmöglich? Eher nicht. Denn wir haben schon Pferde kotzen sehen – vor allem in letzter Zeit!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    22. November 2016 13:18 at 13:18

    Respekt.
    Halte ich sehr gut für möglich bzw. auf keinen Fall für ausgeschlossen.

  2. Avatar

    Steven

    22. November 2016 18:22 at 18:22

    Ja gut …Theorie Theorie

    Praxis ist : wer nach brexit und Trump immer noch mutig genug ist auf das eine oder andere zu setzen , ist nicht ganz fit . oder verdammt reich

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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