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Dollar: USD/JPY vor größerer Aufwärtswelle – Abwertungsbörsen!

Der Dollar wird immer stärker zum Yen

Der Dollar wird immer stärker nach langer Durststrecke: Die Verlierer von heute sind die Gewinner von morgen und umgekehrt. Dies ist eine Börsenweisheit, die sich nun auch in der Coronakrise zu bewahrheiten scheint. Während Europa noch im vergangenen Jahr zumindest teilweise die geeigneten Maßnahmen rasch und geeignet umgesetzt zu haben schien, kommen nun die USA mit ihrem Turbo-Impfprogramm scheinbar schneller aus der Krise. Abzulesen ist dies zum einen an den Wachstumsprognosen für dieses Jahr. Die OECD rechnet in den USA mit einem BIP-Plus von 8,5%, selbst China bleibt hinter dieser Prognose zurück, von Europa ganz zu schweigen. Dass sich das zum anderen in der Währungsrelation beim Dollar zu anderen Währungen auswirkt, steht außer Frage.

Der Dollar ist wieder en Vogue

Allein im ersten Quartal 2021 konnte der Dollar gegen fast alle europäischen und asiatischen Währungen zwischen 2 und 5 Prozent zulegen. Dass dieses Momentum nicht mit Beginn des 2. Quartals beendet ist, sieht man an der dynamischen Bewegung seit Jahresbeginn. Öl ins Feuer gießen zudem die EZB und die japanische Notenbank, die beide ihre Bereitschaft erklärt haben, die Geldschleusen noch weit und lange offen zu halten. Das hat zwar auch die Federal Reserve angekündigt, doch noch bewegt sich der Basiszinssatz über 0%, ganz im Gegensatz zu Europa und Japan. Zudem nimmt der Risikoappetit der Investoren bei einem größeren Konjunkturaufschwung in den USA zu. Die Nachfrage nach US-Dollar dürfte also noch etwas andauern. Erst wenn das Thema Verschuldung wieder mehr thematisiert wird, dürfte der Lauf der US-Währung beendet sein.

USD/JPY bricht aus einem langen Konsolidierungsdreieck aus

Im Währungspaar Dollar zum Yen (USD/JPY) lässt sich mit dem heutigen Tag ein größeres Kaufsignal konstatieren. Abzulesen ist dies an der Abwärtstrendlinie, die seit Sommer 2015 bei knapp 126 JPY startete und sich über Hochpunkte von Dezember 2015 und Februar 2020 herleiten lässt. Auf der Südseite boten mehrere Tiefpunkte um die Marke von 100 JPY die Konstruktion einer steigenden Aufwärtstrendlinie. Mit Kursen jenseits von 110 JPY hat sich das Währungspaar nun aufgemacht, die nächsten Kursziele im Bereich um 112,20/112,50 anzusteuern. Das mittelfristige Kursziel dieser Rallye liegt im Bereich des Widerstandes bei 118,80 JPY, wobei eine zunehmende Dynamik auf dem Weg nach oben nicht verwundern würde.

Der Dollar im Aufwind zum Yen



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1 Kommentar

  1. Völlig logisch oder das ich dem Zins nachrenne der just ja nur desshalb steigt weil man eine Entwertung des Dollar erwartet 😂

    Das kaufen von Staatsanleihen auf dem jetzigen Niveau macht nur aus einem Blockwinkel Sinn, wenn ich damit rechne das die Zinsen wieder sinken! Dann nähmlich habe ich fette Kursgewinne auf der Obli.

    Aber wenn die Zinsen nun weiter steigen, sinken die Kurse der Anleihen mit sagen wir mit jetzt gekaufen 1.78%, gleichzeitig heisst das auch die Inflation steigt weiter (zu mindest in Erwartung) also verliere ich doppelt den Kursverlust und die Realinflation welche die 1.78% nicht mehr ausgleichen mögen….

    Aus meiner bescheidenen Investorensicht macht also heute ein Kaufen von Staatsanleihen nur Sinn wenn ich wieder mit Einbrüchen rechne, das ist der einzige Case wie ich mit den Teilen über die Dauer Geld verdiene, alle anderen führen zu garantieren Verlusten….

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