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Dollar weiter gemieden, Gold gesucht, Öl etwas weniger extrem..

Der Dollar scheint irgendwie nicht mehr der Liebling der Märkte zu sein, wenn man sich die Positionierung an den Futures-Märkten ansieht (laut neuesten CFTC-Daten). Demnach haben dort die Player am Markt in der fünften Handelswoche hintereinander ihre Dollar-bullische Positionierung abgebaut..

FMW-Redaktion

Der Dollar scheint irgendwie nicht mehr der Liebling der Märkte zu sein, wenn man sich die Positionierung an den Futures-Märkten ansieht (laut neuesten CFTC-Daten). Demnach haben dort die Player am Markt in der fünften Handelswoche hintereinander ihre Dollar-bullische Positionierung abgebaut. Das gilt für sechs der acht wichtgisten Währungen, die gegenüber dem Dollar gehandelt werden, vor allem aber für die Rohstoffwährungen australischer, kanadischer und neuseeländischer Dollar, wobei die Long-Positionierung im kanadischen Dollar zum US-Dollar so hoch ist wie seit vier Jahren nicht mehr – und das vor dem Hintergrund des heutigen Besuchs des kanadischen Ministerpräsidenten Trudeau bei Donald Trump. Bekanntlich befinden sich beide politisch auf einer sehr unterschiedlichen Wellenlänge (besonders in Fragen der Flüchtlingspolitik), aber auch für die USA ist Kanada als größter Handelspartner sehr wichtig und könnte darüber hinaus bei Neuverhandlungen über NAFTA eine große Rolle spielen. Man darf also gespannt sein, ob das heutige Treffen konfliktfrei verläuft – jedenfalls dürften diejenigen, die long sind im Kanada-Dollar, dieses Treffen mit großer Anspannung beobachten.

Reduziert wurden Dollar-Long-Positionen auch gegenüber dem mexikanischen Peso mit einem Abbau von knapp 10.000 Short-Kontrakten auf den Peso, während gleichzeitig gut 2000 Long-Kontrakte in der mexikanischen Währung zum US-Dollar aufgebaut worden sind. Mit dem Anstieg von Dollar-Yen wurden darüber hinaus Short-Kontrakte im Yen aufgelöst (Gewinntmitnahmen). Nur gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund wurde die Netto-Long-Quote im Dollar wieder leicht erhöht, wobei gerade der Euro zuletzt gesucht war seit einigen Wochen, nun das erste Mal also wieder ein leichter Aufbau von Euro-Dollar Short-Positionen.

Insgesamt hat sich damit in den letzten fünf Wochen der Überhang an Dollar-Long-Positionen gegenüber den acht wichtigsten anderen Währungen halbiert – und genau das könnte ein Kontraindikator sein und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Greenback noch einmal durchstartet, nachdem er in der letzten Woche erstmals in 2017 (gemessen am Dollar-Index) zulegen konnte. Viel wird auf die morgigen Aussagen Janet Yellen vor dem Banken-Ausschuß des Senats ankommen, wichtig dann auch die US-Verbraucherpreise am Mittwoch.

Beim WTI-Öl hat sich die extreme Long-Positionierung etwas reduziert mit einem Abbau von knapp 8000 Long-Kontrakten auf nun „nur noch“ 420.000 Long-Kontrakte, während gleichzeitig knapp 13.000 neue Short-Kontrakte auf nun 60.000 Kontrakte eröffnet worden sind. Damit kommen aber immer noch sieben Long-Kontrakte auf einen Short-Kontrakt.

Weiter gesucht ist Gold mit der Eröffnung von gut 4000 neue Long-Kontrakten bei fast unverändertem Bestand an Short-Kontrakten – damit stehen nun knapp 147.000 Long-Kontrakten 71.000 Short-Kontrakte gegenüber. Bei Silber wurde die Long-Positonierung ebenfalls weiter leicht ausgebaut, hier liegt das Long-Short-Verhältnis bei über 6:1. Abgebaut wurde darüber hinaus auch etwas die extreme Long-Positionierung im Kupfer, sodass dort nun 115.000 Long-Kontrakten 30.000 Short-Kontrakte gegenüber stehen.



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