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Dollar wieder gekauft, Öl und Gold verkauft, Index-Shorts zurück gefahren

Die neuesten CFTC-Daten zeigen, dass es viele Future-Positionen auf der falschen Seite des Marktes standen – vor allem bei WTI-Öl und Gold..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Nach sieben Wochen in Folge, in denen an den Futures-Märkten die Dollar-Long-Positionierung reduziert worden war, sind laut neuesten CFTC-Daten (Ende der Erhebung: 07.März) erstmals wieder Wetten auf einen steigenden Dollar stark erhöht worden – auf den höchsten Stand des Jahres 2017 und damit so hoch wie zuletzt Ende Dezember 2016.

Dabei wurden die Short-Positionen auf Euro-Dollar wieder deutlich erhöht – keine gute Entscheidung, wenn man sich den Kursverlauf ansieht, als der Euro nach der Pressekonferenz Draghis nach oben lief, befeuert am Freitag dann noch durch das Gerücht, dass die EZB über Zinsanhebungen gesprochen habe. Heute um 14.30Uhr folgt eine Rede Mario Draghis – mal sehen, ob der Maestro persönlich zu diesen Spekulationen Stellung nehmen wird.

Stark zugenommen haben auch wieder die Short-Positionen im Pfund-Dollar – auch das könnte gefährlich werden, da Theresa May schon in dieser Woche den Artikel 50 triggern könnte und damit etwas Unsicherheit aus dem Markt nehmen würde. Reduziert wurden weiter Long-Positionen auf den Yen zum US-Dollar nach dem Anstieg von Dollar-Yen. Völlig schief lagen die Future-Trader beim kanadischen Dollar, der zum US-Dollar mit der höchsten Long-Quote seit viereinhalb Jahren getradet worden war – nun, nach dem deutlichen Anstieg von US-Dollar zum CAD, haben viele aufgrund der Verluste die Segel gestrichen. Nach dem Abverkauf der Rohstoffe wurden auch Long-Positionen vor allem in den Rohstoffwährungen neuseeländischer Dollar und australischer Dollar reduziert.

Vor dem „Massaker“ in der letzten Woche bei den Rohstoffen wurden die Long-Positionen bei Öl, Gold, Kupfer und minimal auch bei Silber etwas reduziert. Gleichwohl war es vor allem beim WTI-Öl die extreme Long-Quote, die erklärt, warum es so heftig mit dem Ölpreis nach unten gegangen ist. So wurden 10.000 Long-Kontrakte im WTI-Öl glattgestellt, die Zahl der Short-Kontrakte blieb fast unverändert, womit nun 425.000 Long-Kontrakte 49.000 Short-Kontrakten gegenüber stehen – immer noch eine extreme Quote. Vermutlich werden die Daten der nächsten Woche zeigen, dass da viele weitere Long-Positionen aufgrund des Preis-Verfalls glattgestellt worden sind.

Auch bei Gold zeigt sich ein ähnliches Bild – hier wurden 19.000 Long-Kontrakte aufgelöst auf nun nur noch 154.000 Kontrakte, gut 8000 Short-Kontrakte wurden neu eröffnet, sodass nun 60.000 Short-Kontrakte offen sind. Kaum verändert dagegen hat sich die extreme Long-Positionierung beim Silber, während auch bei Kupfer die Reißleine bei Long-Positionen gezogen worden ist.

Bei den US-Indexfutures zeigt sich bei den CFTC-Daten die Nachwirkung der Marktbewegung nach der Rede Trumps vpr dem US-Kongress: mit Ausnahme des Nebenwerteindex Russell2000 wurden sowohl beim S&P500-Future, beim (Mini-)Dow-Future sowie beim Nasdaq-Future Shortpositionierungen zurück gefahren. Massiv erhöht wurden dagegen die Short-Positionierung bei der 10-jährigen US-Staatsanleihe – eine Wette, die bis Freitag, als die Kurse der US-Staatsanleihen sich erholten, aufgegangen ist!

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    gerd

    13. März 2017 14:05 at 14:05

    Ich hatte nach den Berichten rund um die Türkei am Wochenende angenommen, dass die Türkische Lira heute ein erneutes Allzeittief sehen würde, was alsdann die dort in US-Dollar Verschuldeten in den als Schreckensbild vermuteten Ruin treiben würde.
    Was als weitere Folge schon heute einen Einbruch an den Finanzmärkten mit sich bringen hätte können.

    Anscheinend herrscht an der Währungsfront aber wohl doch Ruhe.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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am

Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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