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Donald Trump: es wird immer widerlicher!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was wird passieren, wenn Donald Trump tatsächlich Präsident der USA werden sollte? Die Welt würde dadurch sicher nicht berechenbarer – und was Stil und Würde betrifft, ist nicht viel Gutes zu erwarten. Das zeigt einmal mehr folgender Tweet von Donald Trump:

Links die extrem unvorteilhafte Abbildung der Ehefrau des Konkurrenten von Trump, die Ehefrau von Ted Cruz, Heidi Cruz. Rechts Melania Trump, das ehemalige, in der Slowakei gebürtige Model an der Seite Trumps. Kürzlich waren Nacktfotos von Melania Trump aufgetaucht – Donald Trump verdächtig Ted Cruz oder seine Helfer, die Fotos ins Netz gestellt zu haben. Trump bezeichnet Ted Cruz in Twitter-Kommentaren (und auch sonst) stets als „Lyin´Cruz“, als lügender Cruz.

Da kann man durchaus froh sein, in Deutschland zu leben, wo derartige Geschmacklosgkeiten in Wahlkämpfen (noch?) nicht vorkommen. Sollte Trump Präsident werden, und die Chancen stehen dafür nicht schlecht, wenn der Terror weiter die Schlagzeilen dominiert, kommen noch ungemütlichere Zeiten auf uns zu – mit einem Präsidenten, der alle Mulsime für potentielle Verbrecher hält, eine Mauer an der mexikanischen Grenze bauen will, und Folter als gängige Praxis etablieren will.

Donald Trump
Donald Trump, Ikone der Geschmacklosigkeiten
Foto: Michael Vadon, Flickr, Creative Commons

Für die Märkte würde das verstärkte Unsicherheit bedeuten – die Wall Street ist wenig begeistert von der ökonomischen Kompetenz Trumps. Da sich immer klarer abzeichnet, dass Trump die Vorwahlen gewinnen wird, werden bald Meinungsumfragen relevant für die Märkte. Trump verkörpert den Haß auf das Establishment, würde Janet Yellen als Fed-Vorsitzende ablösen, dazu eine aggressive Außenpolitik fahren – das wäre wiederum Futter für die Islamisten..

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    leser

    24. März 2016 10:52 at 10:52

    Das wird hier http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/markus-gaertner/tv-standpauke-fuer-die-politik-dann-kommt-wirklich-eine-revolution-.html ein wenig anders beurteilt.
    Aber lassen wir die Amerikaner doch einfach selbst entscheiden.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      24. März 2016 10:55 at 10:55

      @Leser, dass der rechtslastige Kopp-Verlag das anders sieht, ist nicht wirklich erstaunlich..

      • Avatar

        klack

        24. März 2016 11:32 at 11:32

        Der linke Pöbeljournalismus ist wohl die einzige Instanz .die noch Gehör findet
        Alles andere wird von den“ Gralshütern der Meinungfreiheit“ schon vorneweg als verwerflich hingestellt ,wenn dem medialen Indoktrinationsapparat nur noch das Repertoir des Schlagwortjournalismus,wie intolerant,Hassprediger und faschistoid zur Verfügung steht ,dann ist wohl keine sachbezogene Diskussion gewünscht.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          24. März 2016 11:38 at 11:38

          @klack, man hat aber auch nicht wirklich den Eindruck, dass es der Gegenseite des „linken Pöbeljournalismus“ wirklich um Sachlichkeit geht – da werden vorwiegend Ängste geschürt. Und dem Ganzen unterliegt ein nicht wirklich humanistisches Menschenbild. Kämen Kreise wie beispielsweise der Kopp-Verlag an die Macht, dürfte es für die Meinungsfreiheit eher schlecht bestellt sein, fürchte ich..

          • Avatar

            klack

            24. März 2016 12:26 at 12:26

            Daß der Steine und Brandsätze werfende linke Mob das humanistische Menschenbild verteidigt und dafür sich von der Journaille,ob der Taten gegen Rechts noch feiern läßt,zeigt doch,daß Presse und Medien sich ihr eigenes Konstrukt vom humanisatischen Weltbild zusammengebastelt halt.
            Es ist ideologische Propaganda im Mäntelchen des humanistischen Weltbildes.

          • Avatar

            Mkm

            27. März 2016 17:45 at 17:45

            @klack: Wann hat denn der „linke Mob“ das letzte Mal in Deutschland einen Brandsatz auf ein bewohntes Gebäude geworfen? Wann die (auch von Medien wie dem Kopp-Verlag angestachelten) rechten Hetzer das letzte Mal solche Brandsätze geworfen haben, lässt sich relativ einfach bestimmen: Es war entweder heute, gestern oder vorgestern. Länger war es in den letzten zwölf Monaten nie her, dass es rechte Terroranschläge gab. Also bitte immer schön bei der Wahrheit bleiben.

      • Avatar

        leser

        24. März 2016 11:39 at 11:39

        Herr Fugmann, danke für die Rückmeldung.
        Kopp hat es ja nicht weiter kommentiert, sondern sich im wesentlichen auf die Quellenangabe beschränkt. Und zerohedge ist doch bestimmt nicht „rechtslastig“, oder? Im übrigen sind diese Etiketten „links-rechts“ doch Totschlagargumente, die dazu gedacht sind, eine inhaltliche Auseinandersetzung erst gar nicht führen zu müssen. Jede Quelle ist irgendwie „lastig“ und erst aus der Gesamtschau kann sich der kritische Leser eine eigene Meinung bilden. In diesem Sinne mit den besten Grüßen.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          24. März 2016 11:40 at 11:40

          @Leser, da haben Sie recht..

          Ebenfalls beste Grüsse!

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    Thomas

    24. März 2016 11:21 at 11:21

    Die Vierte Macht im Staat wird eben immer machtvoller.
    Die Frage ist nur, wem glaubt man mehr? Dem rechtslastigen Kopp-Verlag oder etwa der linkslastigen BILD, Spiegel, etc.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      24. März 2016 11:22 at 11:22

      @Thomas, die „Bild“ linkslastig? Wäre mir neu..

    • Avatar

      Thomas G.

      24. März 2016 15:52 at 15:52

      Hehe, für wen die Bild links ist, für den ist die AFD nicht rechts genug.

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    Axel Siegler

    24. März 2016 13:24 at 13:24

    .. ich find’Donnie nicht widerlich, sondern einfach nur COOL: endlich jemand, der auch’mal ordentlich austeilen kann – und auch unter der Gürtellinie zurückschlägt!
    (Auch wenn ich Hochachtung vor Heidi Cruz empfinde und den Cruzes ideologisch weitaus näher stehe ..)
    Was die achso bitterbösen bsphaften 3 Forderungen von Trump angeht, entspringen die einfach dem gesunden Menschenverstand: der sich eben nicht der gutmenschenlnden Lebenlüge hingibt, dass all diese grassierenden Barbareien aber auch gar nix mit dem Muselmanentum tun haben (und daher natürlich die Anhänger dieser totalitär-barbarischen Ideologie unter Generalverdacht stellt – der weitaus berechtigter ist, als z.B. der Generalverdacht gegenüber Männern in punkto Frauenparkplätze …); und der darüberhinaus auch das letztle Quentchen Selbstachtung aufbringt, die eigenen Grenzen und den eigenen Rechtsstaat gegen illegale Eindringlinge zu verteidigen und sich schliesslich im Kampf gegen die Barbarei keine einseitigen Selbstbeschränkungen auferlegt, die letztlich nichts anderes als Selbstaufgabe sind! #TRUMP4PRES

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    pierre

    25. März 2016 12:16 at 12:16

    „Widerlich“ find ich die falsche Vokabel, da es bereits Partei ergreift.
    a) Trump hat in vielem recht, auch wenn er mit seiner Frau ein Angeber ist und zeigt, daß ihm die äußere Schale lieber ist, als das Innere. Aber ein amerikanisches Problem!!!
    b) So eine primitive Werbung für die eigene Person ist nicht widerlich! Sie ist daneben, peinlich, unangepaßt … Ihm ist wohl der schnelle Erfolg in den Kopf gestiegen. Mehr nicht.
    c) Aber so eine Peinlichkeit urteilt nicht über andere Qualitäten, wie Korruption, Volksbelügung usw.
    Hier die Stimme Amerikas:
    „Vorsicht, Washington. Wir hören euch nicht mehr zu, denn wir haben es satt. Ihr habt kein einziges Problem gelöst. Die Lügen, die Korruption, die Verschuldung, die Steuern, die ungebremste Zuwanderung, die Bestechungsgeschenke, das Fehlen jeglichen Verantwortungsbewusstseins und jeglicher Rechenschaftspflicht, die rechtsfreien Räume für illegale Einwanderer, die sie vor Abschiebung schützen, und die Tatsache, dass Religionen gezwungen werden, angesichts von Geburtenkontrolle und Abtreibungen im Namen von Obamacare gegen ihre Glaubensprinzipien zu verstoßen – dies alles wollen wir nicht mehr. Immer wieder predigt ihr das eine und tut dann das Gegenteil.
    Die Unterstützungsmaschinerie und das wohlfeile Leben auf unsere Kosten – damit ist es jetzt vorbei. Ihr hört einfach nicht zu. Für uns geht es nicht einfach nur um eine Wahl – es geht auch um die zukünftige Berufung von Richtern an das Oberste Gericht und die Richtung, die unser Land in den kommenden Generationen einschlägt.“
    Und nicht um Geschmacklosigkeiten bei der Wahl. Die können wir Deutsche nur empfinden, wenn wir vergleichen können.
    Jedenfalls hat wohl der Stinkefinger dem SPD-Kandidaten Steinbrück den Hals gebrochen. Gott sei Dank.

  5. Avatar

    pierre

    25. März 2016 12:20 at 12:20

    Hallo Herr Fugmann, Sie sind sympathisch und nicht festgefahren. Das sieht man überall. Aber mal ehrlich: Wo ist ihr Artikel über die widerliche Kampagne gegen die AFD???? Frau Petry wird ganz genauso und immer nur in häßlicher Abbildungen in der Lügenpresse gezeigt. Das regt sie nicht auf?

    Kein Wunder, daß wir Bürger es satt haben mit dem Journalismus!!! Weil ihr nur einteilen könnt in Achse der Guten und Bösen. Ohne Verluste…

  6. Avatar

    pierre

    25. März 2016 12:29 at 12:29

    Hier ein paar widerliche Beispiele aus der Lügenpresse. Fotos von Frau Petry, ein richtiger Sport:
    http://www.bild.de/politik/inland/terroranschlag-bruessel-flughafen-zaventem/von-storch-schiesst-gegen-petry-45050990.bild.html
    http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-frauke-petry-mit-fruchtsaftbeuteln-attackiert-1.2497046
    http://www.n-tv.de/politik/AfD-Chefin-Petry-laesst-Oettinger-abblitzen-article17012751.html
    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/afd-frauke-petry-will-grenzen-notfalls-mit-schusswaffen-schuetzen-aid-1.5729891
    http://m-maenner.de/2015/07/wer-ist-frauke-petry/

    Leider kein Aufschrei!!! Nirgends. Aber die ist ja auch rechtsradikal.
    Hitler ist übrigens Sozialist. Alle Macht dem Staat, Arbeiterpartei, Parteibonzen, Enteignung für die Partei, 99% Wahlerfolg, Parteibuch öffnet Karriere usw.

  7. Avatar

    Pierre

    26. März 2016 11:51 at 11:51

    http://www.spiegel.de/panorama/leute/donald-trump-gegen-ted-cruz-nacktfoto-schlagabtausch-auf-twitter-a-1083965.html#ref=veeseoartikel
    Sehe grad zufällig im Speigel, daß der tolle Mister Cruz vorher ein privates Foto von Melania fast nackt (man sieht die andere Hälfte!) veröffentlicht hat.
    Das wirft, eigentlich, ein ganz anderes Licht auf dieses Doppelphoto – es ist eine Retourkutsche. Wer austeilt, muß auch einstecken können. Natürlich verteidigt dies nicht das Niveau dieses Wahlkampfes und der Klügere gibt nach. Aber immerhin stellt es die „Widerlichkeit“ in ein ganz anderes Licht.

    Der Artikel hier erinnert denn doch an „Reingefallen“ in die false flag Gewohnheiten der Amis u.a.:
    http://www.gtr5.com/
    https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/blick-in-die-geschichte-israelischer-angriff-auf-us-schiff-liberty
    http://www.uni-wh.de/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltungs-details/event//daniele_ganser_wer_kontrolliert_die_vierte_gewalt/event/tx_cal_phpicalendar//2015/10/29/
    http://zuercherin.com/ron-paul-giftgas-angriff-in-syrien-war-false-flag-op/
    http://sauber.50webs.com/kapital/
    Agenten des langjährigen preußischen Innenministers Carl Severing (zwischen 1928 und 1930 Reichsinnenminister) hatten seit 1929 aber auch Verhandlungen Hitlers mit US-Bankiers im Berliner Hotel Adlon beobachtet, Verhandlungen, die dort bis 1933 stattfanden. (Das Resultat dieser Untersuchungen gelangte später ins »Abegg-Archiv« in Zürich, wo es allerdings nicht mehr ist.)

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. März 2016 14:06 at 14:06

      @Pierre, das Foto stammt aller Wahrscheinlichkeit nicht von Cruz, so heißt es in dem von Ihnen zitierten Spiegel-Artikel:
      „Nicht mal eine Viertelstunde brauchte Liz Mair, der Kopf von „Make America Awesome“, einer unabhängigen, von Republikanern geführten Anti-Trump-Kampagne, für ihre Antwort. „Hi Donald“, schrieb sie auf Twitter, „ich weiß, dass du wirklich sauer über das Bild bist, aber es stammt von Make America Awesome, nicht von Ted Cruz.“

      Trump aber unterstellt Cruz und seinen Leuten, das Foto ins Netz gestellt zu haben – aber das würde nicht zu Cruz, dem Evangelikalen Spießer, passen..

  8. Avatar

    pierre

    29. März 2016 07:48 at 07:48

    a) Sie haben recht: „Das Photo stammt aller Wahrscheinlichkeit“ Der Artikel hier stellt aber als sicher dar, daß nur Trump widerlich ist. Den Hintergrund, der diese Widerlichkeit in ein anderes Licht stellt, fehlt. Wahrscheinlichkeit reicht für eine Anklage nicht aus.
    b) Ich bin aber sicher, daß Ted Cruz gefragt wurde! Ich arbeite in der Autoindustrie – und höre vom Kunden ein bißchen von seinem VW-Skandal. Bei gewissen Entscheidungen wird immer nach oben gefragt, ob oder nein!
    c) Grad Ted Cruz als Evangelikalen Spießer ist soetwas eher zuzutrauen. Obama, Schröder oder Clinton würden sagen, schönes Photo, wird kaum jemanden stören.
    d) Wenns in Utah -erzkonservativ- kurz vor den Wahlen war, war nur Wahltaktik dahinter. Deswegen sofort 15-Minuten später die Antwort auf Twitter, also schnell öffentlich, „das war nicht Cruz“. Das hätte nämlich dann ihn im widerlichen Licht erscheinen lassen, und das mußte unbedingt verhindert werden! Hat ja geklappt.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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