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Donald Trump investierte in Firmen, die er im Wahlkampf als Jobkiller bezeichnete

Redaktion

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FMW-Redaktion

„Make America Great Again“ lautet bekanntlich der Wahlspruch von Donald Trump. Dabei zielt die Kampagne Trumps vor allem auf jene Amerikaner, die Angst um ihren Job haben oder ihren Job bereits verloren haben – insbesondere deshalb, weil viele US-Firmen ihre Produktion ins Ausland verlegt haben und damit in den USA selbst viele Arbeitsplätze abgebaut haben.

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Donald Trump. Foto: Michael Vadon / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

Trump kritisierte daher diese US-Firmen scharf: Unternehmen wie Ford oder United Technologies stellte er an den Pranger, weil sie Jobs vor allem nach Mexiko verlagert hatten. Davon sei er schwer genervt, so Trump mehrfach auf Wahlkampf-Veranstaltungen – man sollte diese Firmen durch Steuern bestrafen, wenn sie die Produktion ins Ausland verlagern würden. Wenn er Präsident wäre, würde das nicht mehr passieren, so Trumps Botschaft. So etwa bei einem Auftritt in Indiana, nachdem Carrier, ein Tochterunternehmen von United Technologies, Jobs nach Mexiko verlagert hatte:

“Carrier has to know that if they do that – and I’m not only speaking to them, I’m speaking to Nabisco and Ford and hundreds and hundreds of other companies — they have to know that there are consequences when you want to leave and fire all these people.”

Nun aber zeigt sich, dass Trump in jene Firmen investiert hat, die er scharf kritisiert. Das zeigen seine Angaben gegenüber der Federal Election Commission vom Dienstag. Demnach hat er zwischen dem 01.Januar 2015 und dem 16.Mai 557 Millionen Dollar an Einnahmen gehabt. Davon stammen 75.000 Dollar aus Anleiheerlösen der Firmen United Technologies, Ford Motor und Mondelez International – allesamt von ihm wegen der Job-Verlagerungen hart kritisiert.

Und dazu gehört auch Apple, von denen Trump Aktien und Anleihen besitzt. Trump hatte Apple scharf kritisiert für die Weigerung, das von einem Terroristen in San Bernadino benutzte iPhone entschlüsseln zu lassen.

Konsequent ist das alles eher nicht: wenn Trump diese Firmen kritisiert, sollte er auch seine Investments in diese Firmen – ob als Aktien oder Anleihen – verkaufen. Damit würde er ein Zeichen setzen, dass er es ernst meint – ansonsten sind das eher oppurtunistische und wahlkamp-ornetierte Lippenbekenntnisse!

Trump hat sich auch übrigens für eine Aufhebung weiter Teile des Dodd-Frank-Acts ausgesprochen, die die Risiken für US-Banken durch striktere Regulierung begrenzen sollen (eingeführt in Reaktion auf die Finanzkrise). Das wäre ein Segen für die großen US-Banken. Trum scheint also allen alles zu versprechen – man darf gespannt sein, wie er aus diesem Dilemma entkommen wird, sollte er tatsächlich Präsident werden!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    19. Mai 2016 21:46 at 21:46

    Naja, man kann durchaus Firmen kritisieren, die kein Behaviour haben. Aber das heißt noch nicht, daß man in seinem Massentdepot, wo alles mögliche von irgendwelchen Brokern reingemischt ist, die schlechteren rauszusuchen.
    a) Trump setzt sich sein Depot sicher nicht selbst zusammen.
    b) Ich kenne einen weltweiten Verein mit Sitz in der CH, der aus der UBS seine ganzen Gelder gezogen hat, weil die krumme Sachen gemacht hat. Später kam heraus, daß die andere Großbank der CH genauso Dreck am Stecken hat.
    c) Anderes Bsp.: Sie sind gegen Abtreibung. Aber sie finanzieren alle Abtreibungen mit der Krankenkasse mit. Es gibt in D keine Ausnahme, somit dürfen sie also Abtreibungen nicht kritisieren?

  2. Avatar

    Sabine

    19. Mai 2016 21:55 at 21:55

    Gibt es denn nicht endlich mal etwas wirlich und unverkrampft Schlechtes bei Trump zu finden? Immer nur Fehler in der Doktorarbeit und andere üblichen Medien-Bauschereien?

    Meiner Ansicht nach ist seine Frau eine wirkliche Schwäche von ihm. Ihr Niveau ist untere Banane, wenn man ihre Tweets liest. Liegt so in etwa bei Frau Paris, Bravo oder der gmx-Nachrichtenseite. Das macht mir eher sorgen, als krampfhafte Allgemeinplätze und dünne Recherchen.

  3. Avatar

    Hannes

    20. Mai 2016 08:30 at 08:30

    Die von Trump kritisierte Verlagerung von Arbeitsplätzen v. a. nach Mexiko ist ja die Folge des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA. Die Auswirkungen sind nun direkt zu spüren, mehr Gewinn für ganz Wenige, die Masse verarmt relativ dazu immer mehr.
    Diese Unzufriedenheit der Masse macht es überhaupt erst möglich, dass einer wie Trump Chancen ausf das Präsidentenamt hat. Hoffentlich gewinnt er – dann ist TTIP wahrscheinlich Geschichte. Trump ist in dieser Hinsicht das Beste, was uns passieren kann!

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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