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Donald Trump – Kampf an mehreren Fronten, manövriert er sich in eine Sackgasse?

China in die Knie zwingen und gleichzeitig die USA auf allen versprochen Gebieten zu stärken, dies ist die wirtschaftspolitische Quadratur des Kreises..

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Der amtierende 45. Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat ein großes Ziel: seine Wiederwahl 2020. Dazu braucht er nach eigener Verlautbarung eine starke US-Wirtschaft, mit der Rückkehr von Arbeitsplätzen in die USA und drei Rahmenbedingungen, die mit im Spiel sein müssen. Niedrige Zinsen für die Finanzierungsbedingungen, einen moderaten Dollar für den Export und hohe Aktienkurse für die Anleger.

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Donald Trump – Wie steht es mit der Zielerreichung?

Die US-Wirtschaft, getrieben zu 70 Prozent von den Konsumenten, läuft im Gegensatz zu vielen anderen Industriestaaten noch passabel. Zurückzuführen ist dies aber (auch) auf die gigantische Steuerreform und eine große Verschuldung von den Bürgern (Kreditkarten), über die Unternehmen (54% der Anleihen im BBB-Bereich) bis hin zum Staat, der mit seinen aktuellen fünf Prozent Neuverschuldung weit jenseits unserer Maastricht-Kriterien agiert.

Insgesamt schwächt sich das Wachstum ab, aber noch mit einem time lag zum Rest der Welt – dem Verbraucher sei Dank. Sollte Trump die neuen Zölle am 1. September einführen und weitere Erhöhungen androhen, dürfte das Konsumentenvertrauen rasch von seinen Höhen abstürzen.

In der Zinsfrage hat Donald Trump durch allerlei unkonventionelle Maßnahmen die Notenbank mehr oder weniger zum ersten Zinsschritt nach unten getrieben.

Nicht zu vergessen die Rentenmärkte, die in Ihrer Zins- und Konjunkturerwartung der Notenbank weit vorausgeeilt sind. Aber auch hier zeigt sich ein Zwiespalt. Trump glaubt, dass er bei weiteren Zolleskalationen die Fed dazu bringen kann, aus Sorge um die US-Wirtschaft und die Stabilität des Arbeitsmarktes, die Zinsen weiter zu senken. Das Problem ist hier nur, dass die Zollpolitik nicht preistreibend wirken darf, denn eine aufkommende Inflation muss die Notenbank per gesetzlichen Auftrag bekämpfen und dies geschieht nicht mit Zinssenkungen.

Donald Trump und der Währungskrieg

Der Wunsch nach einer niedrig bewerteten Währung hat bereits zu einem kleinen Währungskrieg zwischen vielen Währungsblöcken geführt. Über das amerikanisch-chinesische Dilemma hat Markus Fugmann in seinen gestrigen Videos ausführlich berichtet. Aber auch hier könnte das Bemühen des US-Präsidenten den Dollar schwach zu reden, ins Leere laufen. Erstens läuft die US-Wirtschaft noch besser als andere, zweitens gibt es in den USA überhaupt noch Zinsen (interessant für Europäer und Japaner), der Dollar ist zudem noch mit 60 Prozent Weltleitwährung und wird im Krisenfall am ehesten angelaufen.

Drittens gibt es auch unterschiedliche Strategien hinsichtlich des Aufkaufs von Staatsanleihen. Während die USA ihre Bilanzreduzierung aktuell eingestellt hat, könnte die EZB im Herbst damit wieder beginnen Anleihen vom Markt wegzuehmen. Sehr zum Missfallen von US-Präsident Trump, der andere Länder offen als Währungsmanipulatoren brandmarkt.

Wird er die US-Notenbank auffordern direkt am Devisenmarkt zu intervenieren, wie es in den Jahren 1998 (Unterstützung Japans), 2000 (Unterstützung des Euro) und 2011 (Unterstützung Japans nach dem Erdbeben) bereits geschehen ist? Es ist alles andere als einfach, auch für den jenseits der Konventionen agierenden Präsidenten, den Dollarkurs zu beeinflussen. Gestern wurde die Abwertung des Yuan durch die chinesische Notenbank gestoppt, die US-Indizes drehten deutlich ins Plus. Klingt zwar schön nach einem Einlenken, dürfte Donald Trump aber nicht besonders gefallen, die plötzliche Abhängigkeit der USA von Aktionen der People ˋs Bank of China.

Kommen wir zum Aktienmarkt. Was muss es in Donald Trump gearbeitet haben, als er die Kurse nach seiner aus dem Zorn entstandenen Zolldrohung gegenüber China, bei seinem Referenzindex Dow Jones, hat abstürzen sehen? Er blickt auch während seiner Geschäfte regelmäßig auf den Kurs des alten US-Industrieindex, denn der soll nach vielfachen eigenen Bekundungen die Benchmark sein, an der man seine Politik bewerten soll.

Hier liegt auch das Dilemma im derzeitigen Gebaren Trumps. Er will China mit Zöllen in die Knie, sprich zum Einlenken im Handelsstreit, zwingen. Die Asiaten können auf eine derartige Strategie schon aus kulturellen Gründen nicht eingehen, außerdem spielen sie auf Zeit, wohl wissend, dass in den USA der Wahlkampf bereits begonnen hat und Trump hohe Aktienkurse braucht.

Wie im Titel bereits in den Raum gestellt: Hat sich Trump in eine Sackgasse manövriert?

Fazit

Mit Südkorea (minus 17%), Japan (minus 15%) sowie Shenzen und Shanghai (beide über 14%) unter dem 52-Wochenhoch, lagen die Indizes einiger großer Industriestaaten am Montag bereits tief im Korrekturmodus. Für Mexiko standen sogar über minus 20 Prozent auf der Kurstafel. Auch Deutschland war zu diesem Zeitpunkt beim Dax schon 1000 Punkte unter das Julihoch gerutscht. Die US-Märkte fielen zwar erst sechs bis sieben Prozent – wenn man den Russel 2000 außer Acht lässt, der sich bereits im Korrekturmodus befindet – aber auch hier waren die Kursverluste ein deutliches Warnsignal

Wenn die USA ein Wachstum von drei Prozent in 2019/20 haben wollen, brauchen sie einen Deal mit China, dies ist die Ansicht vieler Wall Street-Analysten, was aus meiner Sicht das Dilemma der US-Administration hervorragend darstellt. China in die Knie zwingen und gleichzeitig die USA auf allen versprochen Gebieten zu stärken, dies scheint die wirtschaftspolitische Quadratur des Kreises zu sein.

Ich habe es in einem Kommentar schon einmal beschrieben „Das Billionen Dollar Aktienrisiko“. Eine Korrektur von nur 10 Prozent hat bereits einen Vermögensverlust von über drei Billionen Dollar für die Anleger zur Folge. Das in einer Volkswirtschaft, die zu 70 Prozent von der Ausgabefreudigkeit seiner Bürger lebt.

Daher lautet für mich eine entscheidende Frage: Sollten die Kurse weiter fallen, wann verliert Donald Trump die Nerven?

 

Donald Trump und die wirtschaftspolitische Quadratur des Kreises

By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America – Donald Trump, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51184936

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Doris

    7. August 2019 13:14 at 13:14

    habe den Artikel von Hrn.Pettis gelesen, (Chinas Banken sind Pleite)
    Hammer !!
    Danke

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Finanznews

Apple & Co: Schwarzer Freitag für Tech? Videoausblick

Markus Fugmann

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Nach den gestrigen Zahlen ist vor allem Apple nachbörslich unter Druck – erleben wir daher heute eine Art „Schwarzer Freitag“ für Tech? Dabei waren die Zahlen von Amazon, Facebook und Alphabet wirklich gut, dennoch geht es für diese Aktien nachbörslich nach unten (Ausnahme Alphabet), bei Apple ist die Enttäuschung über die iPhone-Verkäufe und die Zahlen aus China besonders groß. Hat Tech seinen Hochpunkt hinter sich – vor allem dann, wenn Biden gewinnt und Elizabeth Warren Finanzministerin wird? Normalerweise beginnen die Aktienmärkte nun kurz vor der US-Wahl saisonal eine sehr starke Phase, aber neue Rekordzahlen bei Corona sowie die Gefahr einer angefochtenen US-Wahl machen Rallys momentan noch kurzlebig..

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Indizes

DAX daily: Dax vorbörslich tiefrot – Quartalszahlen lösen Verkaufswelle aus

Stefan Jäger

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Der Dax wird heute voraussichtlich erneut tiefrot eröffnen. Die zum Teil großartigen Quartalszahlen der Tech-Riesen drücken die Aktienindizes nach unten. Ja Sie haben richtig gelesen, die Zahlen lagen durchweg über den Erwartungen, von Amazon und Alphabet sogar deutlich darüber, dennoch werden sie von den Anlegern abverkauft. Die Grundstimmung liegt derzeit am Boden, da wird auch schon mal das Haar in der Suppe gesucht und gefunden. Die Bären sind weiterhin am Ruder.

Rückblick

Der Dax konnte sich im gestrigen Handel nach den hohen Vortagesverlusten stabilisieren. Dabei gelang es ihm nach drei Verlusttagen in Folge erstmals wieder in der Gewinnzone zu schließen. Zwar hat er das Tagestief von Mittwoch bei 11.457 nochmal getestet, aber nach dem erfolgreichen Test ging es im Anschluss direkt zum Tageshoch bei 11.707. Nach dem Zinsentscheid war der deutsche Leitindex zunächst in Minus gerutscht, drehte aber während der Pressekonferenz wieder ins Plus. Die Aussage der EZB, dass man sich in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen hält, wirkte unterstützend. Zudem bleiben die Zinsen unverändert und das Anleihenkaufprogramm PEPP läuft auch wie gehabt weiter. Nach dem wilden Hin und Her musste der Dax zum Börsenschluss einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben. Schließlich hat er den Handel mit einem kleinen Plus von 37 Punkten bei 11.598 beendet.

Ausblick

Mit den beiden Tiefs von Mittwoch bei 11.457 und Donnerstag bei 11.458 hatte der Leitindex einen Doppelboden ausgebildet. Dieser könnte aber zur heutigen Börseneröffnung schon wieder zerstört sein, wenn der Dax darunter eröffnet. Kann er allerdings den Bereich wieder überwinden, dann besteht die Chance auf eine Erholung. Auf der anderen Seite würde ein Bruch des Bodens eine weitere Abwärtswelle in Gang setzen. Aus dem Schneider ist Dax nämlich noch lange nicht, ein paar Faktoren deuten auf tiefere Kurse hin. Zum einen gelingt es den US-Börsen nicht sich zu stabilisieren, darüber hinaus ist der schwache Euro ein Indiz dafür, dass sich ausländische Investoren aus dem Dax verabschieden. Das würde wiederum die Underperformance des deutschen Leitindex der letzten Tage und Wochen erklären. So richtig wissen wir erst wohin die Reise geht, wenn das Wahlergebnis feststeht. Vorher kann es weiterhin turbulent bleiben.

News und fundamentale Daten

Die Quartalsberichte der Tech-Riesen sind gestern durchweg positiv ausgefallen. Dennoch konnten nur zwei Unternehmen ihre Kurse steigern. Der klare Gewinner am gestrigen Abend war Alphabet. Das Unternehmen konnte in allen Bereichen überzeugen, das wurde demnach mit einem nachbörslichen Kurssprung von 5 % belohnt. Auch Amazon und Facebook haben die Erwartungen deutlich geschlagen, aber nur Facebook konnte ein leichtes Plus verbuchen.  Die Zahlen von Apple sind grundsolide ausgefallen, aber hier hat man wohl insgeheim mehr erwartet. Die Aktie gibt nachbörslich um fast 5 % nach. Insbesondere die iPhone-Verkäufe haben nachgelassen, dafür wachsen aber alle anderen Teilbereiche bei Apple spürbar. In der Nacht hat sich trotzdem bei den Techwerten ein Abverkauf eingestellt.

Gestern ist bereits das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) erschienen, heute folgt dann um 10:00 Uhr noch das deutsche BIP vom dritten Quartal. Die USA konnten dabei beachtlich vorlegen, mit einer Steigerung von +33,1 % wurde der höchste Anstieg zum Vorquartal in der US-Geschichte vermeldet. Vor wenigen Minuten wurden außerdem die deutschen Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Diese sind mit mit -2,2 % deutlich unter den Erwartungen von -0,8 % ausgefallen (vorher +1,8). Um 11:00 Uhr sehen wir dann noch den Verbraucherpreisindex sowie das BIP der Euro-Zone. Darüber hinaus kommen noch Konjunkturdaten aus den USA. Zuerst erscheint um 14:45 Uhr der Chicagoer Einkaufsmanagerindex, kurz danach folgen um 15:00 Uhr die Konsumentenerwartung und das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Zudem legen die amerikanischen Unternehmen AbbVie, Altria, Exxon Mobil, Chevron und Honeywell ihre Quartalsberichte vor. Zudem berichten die beiden deutschen Softwareanbieter RIB Software und SNP Schneider-Neureither ihre Zahlen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Ungefähr eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax knapp über der 12.400er Marke. Kann er die 11.457 bis zur Eröffnung nicht zurückerobern, dann ist die gestrige Bodenbildung zerstört. Demnach dürfte es noch eine Etage tiefer gehen. Eine wichtige Unterstützung liegt bei 11.340, fällt er auch darunter, dann wäre der nächste Anlaufpunkt die 11.220. Erreicht er die Marke, dann wäre die SKS aus dem Tageschart abgearbeitet. Dort könnte der Index drehen, ansonsten befinden sich die nächsten Unterstützungen erst wieder bei 11.094 und der psychologischen Marke von 11.000.

Vom vorbörslichen Tief bei 11.328 ist ein Impuls bis zur 11.421 entstanden. Wenn der Dax das Tief bei 11.328 nicht mehr unterschreitet, dann kann sich an dieser Stelle ein Boden bilden. Ein erster Widerstand liegt an dem vorherigen Doppelboden bei 11.457. Nimmt er die Hürde, dann ergeben sich Ziele bei 11.473, 11.531, 11.574 und 11.592. Bleibt das Abwärtsmomentum stark, dann kann es jederzeit an den Marken wieder drehen. Sollten Schnäppchenjäger in den Markt kommen, dann könnte der Dax noch bis 11.670 und dem gestrigen Tageshoch bei 11.707 ansteigen.

DAX daily: Tagesausblick 30.10. - M30-Chart - Dax tiefrot nach Quartalszahlen

Heutige Pivot Punkte (PP):

11.838 – Pivot Punkt R2

11.715 – Pivot Punkt R1

11.585 – Pivot Punkt

11.462 – Pivot Punkt S1

11.332 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.340 – Ziel der 1.000-Punkte-Range

11.220 – 100 % Ziel SKS (Hoch 13.460; Nackenlinie 12.340)

11.094 – Kurslücke vom 09.03.

11.000 – psychologische Marke

10.882 – 261,8 % Extension (13.460)

Dax Widerstände (WS):

11.457 – ex Doppelboden

11.473 – 38,2 % Retracement (11.707 – 11.328)

11.574 – 161,8 % Extension (11.328)

11.592 – 161,8 % Extension Vorbörse

11.670 – 261,8 % Extension (11.328)

11.707 – Tageshoch 29.10.

11.852 – Tageshoch 28.10.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Von

Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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