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Donald Trump – mit Hilfe der Mafia zur Macht? (Video)

Bekanntlich hat Donald Trump sein Geld am New Yorker Immobilienmarkt gemacht – also in einem Markt, der nicht unwesentlich von der Mafia kontrolliert wird. Zentral sind Trumps Geschäfts-Kontakte auch mit Russland, die im Jahr 1987 beginnen. Nach einer Reise nach Moskau und St. Petersburg, die auf Einladung einer KGB-Tochterorganisation erfolgte, begann Trump eine Pressekampagne als Start seiner politischen Karriere..

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FMW-Redaktion

Bekanntlich hat Donald Trump sein Geld am New Yorker Immobilienmarkt gemacht – also in einem Markt, der nicht unwesentlich von der Mafia kontrolliert wird. Zentral sind Trumps Geschäfts-Kontakte auch mit Russland, die im Jahr 1987 beginnen. Nach einer Reise nach Moskau und St. Petersburg, die auf Einladung einer KGB-Tochterorganisation erfolgte, begann Trump eine Pressekampagne als Start seiner politischen Karriere. Vor allem aber sind es mafiöse Organisationen, die im Trump Tower ihren Sitz haben, die von dieser ZDF-Dokumentation in den Blick genommen werden.


Foto: whitehouse.gov

Sie sehen die Doku „ZDFzoom: Gefährliche Verbindungen“ hier:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-gefaehrliche-verbindungen-100.html

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    Lutz Winter

    29. Mai 2017 12:23 at 12:23

    Vielleicht noch ein Satanist oder Geldfälscher oder in Kontakt mit Aliens? Vielleicht wurde er aus der Hölle geschickt um den Illuminaten zu helfen.
    FMW sollte nicht jeder hirnlosen Journalie hinterlaufen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. Mai 2017 12:27 at 12:27

      @Lutz, in dem Beitrag werden Fakten und Indizien genannt, die man nicht so pauschal abtun kann wie Sie es tun! Also wenn, bitte sachdienliche Hinweise, die an die Fakten gehen, und nicht pauschal und undifferenziert alles von sich weisen! Haben Sie sachliche Einwände gegen die Doku?
      Woher hatte Trump seine Gelder, als er faktisch pleite war und von keiner Bank mehr Kredite bekam?

      • Avatar

        Trigo

        29. Mai 2017 12:40 at 12:40

      • Avatar

        gerd

        29. Mai 2017 13:02 at 13:02

        Woher und wie soll ein „Durchschnittsbürger“ wie unsereiner oder Lutz Winter die Informationen haben, die die Geldherkunft von Trump zweifelsfrei erklären könnten?

        Also müssen wir doch korrekterweise abwarten, was die Nichtdurchschnittsbürger in Amerika in ein paar Wochen, Monaten ans Licht gefördert haben werden.

        In Deutschland kann live per Video gefilmt werden, wie einer einen anderen umbringt. Oder Polizisten stoppen den Täter auf frischer Tat durch einen (tödlichen) Schuss. Und trotzdem erdreisten die Medien sich noch von einem „mutmaßlichen“ Täter zu berichten.
        Macht man es im Fall Trump umgekehrt? Egal, ob die Verdächtigungen am Ende stimmen – Hauptsache es bleibt was hängen.

        Sie wissen evtl noch, dass ich kein Trump-Fan mehr bin – seitdem er sich in einen Krieger verwandelte. Meinetwegen dürfte gerne eine diesbezügliche (Verschwörungsbombe) Bombe platzen – besser als ne richtige. Wäre bestimmt gut für schlechte Kurse.
        Fürchte aber, den Gefallen bekommen wir nicht auf dem Tablett geliefert.

      • Avatar

        Denker

        29. Mai 2017 16:36 at 16:36

        ,,,lach, Fakten und Indizien durch den Propagandaanstalt ZDF?, da lachen die Hühner.
        Da werden Sachen nachgerichtet, für den gemeinen Michel. Und wenn er dann schön abnickt das deutsche Schaf, dann kommt die GEZ und verlangt noch Zwangsgebühren für ihre Lügen,… man,man,man wann machts eigentlich mal klick im Hirnstübchen.

        • Avatar

          Lars

          29. Mai 2017 22:44 at 22:44

          @Denker
          Es macht immer dann Klick, wenn man nicht die GEZ mit Trumps Verwicklungen in einem Aufguss im tumben Hirnstübchen vermischt.

        • Avatar

          Michael

          30. Mai 2017 00:13 at 00:13

          @Denker
          Welche gegensätzliche Fakten, die nicht nur Hühner, Schafe und Michels ins Wanken oder Wiehern bringen, haben Sie vorzutragen?
          Das ZDF ist seit jeher eher äußerst unkritisch gegenüber unseren amerikanischen Freunden einzuordnen, wenn sogar die derartige Skepsis veröffentlichen, sollte der @Denker seinem Namen gerecht werden und mehr als max. Quark verbreiten!

  2. Avatar

    bigben

    29. Mai 2017 13:04 at 13:04

    jaja, die öffentlichen …

    woher stammten nochmal die gelder an helmut kohl (cdu) ?

    ich weiss, ich bin aber auch nachtragend ;-)

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      carsn

      29. Mai 2017 15:09 at 15:09

      da gehe ich mit …..

  3. Avatar

    frank.trg

    29. Mai 2017 13:43 at 13:43

    Interessanter Stoff des ZDF über Trump, aber das ist längst alles bekannt. In den USA weiß das jeder. Im Wahlkampf wurde Trumps Vergangenheit bis ins kleinste Detail ausgeschlachtet. Auch seine Verbindungen zur Mafia. Trump hat in seit den 70er Jahren große Immobilienprojekte in NewYork gebaut und dazu noch viele Kasinos. Ohne italienischer Mafia wäre das nicht möglich gewesen. Das kann man an Trump gerne kritisieren und auch sonst ist Trump eigentlich eine Witzfigur. Und trotzdem ist Trump tausendmal besser, ehrlicher und vertrauenswürdiger als Hillary Clinton und das kriminielle Washningtoner Establishment. Das Establishment dass seit mindestens 50 Jahren das Weltgeschehen lenkt. Das Establishment dass tausende Menschen ins Unglück gestürzt hat, Kriege geführt hat und einige Millionen Menschen auf dem Gewissen hat. Dann doch lieber ein Schlitzohr wie Trump, etwas zwielichtig aber das Herz am rechten Fleck…

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. Mai 2017 13:45 at 13:45

      @frank, na mal sehen, wieviel Kriege Trump noch führen wird; in Syrien wird ja schon recht intensiv gebombt seitens der Amerikaner..

  4. Avatar

    Hondo

    29. Mai 2017 14:02 at 14:02

    Ich bin da auch eher auf Herrn Winters Seite, wenn auch nicht so vehement. Trump wird insbesondere, neben Teilen der USA, sehr stark in Deutschland kritisiert und hier bei uns demontiert. Ob es jetzt Vermutungen sind oder richtig beweisbare Tatsachen kann von uns wohl kaum einer sagen. Ich wäre aber Vorsichtig zu stark gegen Trump zu wetten. Er hat sich bis jetzt wider aller Erwartungen am Ende doch durch gesetzt. Natürlich ist der Widerstand jetzt größer als vor der Wahl, es wäre aber töricht so zu tun als wäre es schon Fakt, dass er abgesetzt wird. Ich habe manchmal das Gefühl die deutsche Elitenverblendung geht so weit, daß man meint ein Report beim ZDF reicht um Trump zu stürzen. Ob man Trump mag oder nicht ist nicht entscheidend, entscheidend ist daß er da ist und er ist unberechenbar. Meine Erfahrung mit solchen Menschen ist, nicht unnötig reizen, man muß sie erstmal annehmen wie sie sind dann werden sie ruhiger. Deutschland muß ohnehin aufpassen, daß wir uns nicht isolieren. Im Falle des Falles geht GB doch mit den USA und Macron wird uns nicht retten. Italien ist dann eh schon weg. Alle sehen auf das starke reiche Deutschland und fühlen sich bedroht. Wir haben ein Dauer ABO auf den großen Verlierer am Ende.
    Nur meine Meinung

  5. Avatar

    Masud79

    29. Mai 2017 14:27 at 14:27

    wo hat trump sich bitte durchgesetzt,
    Abschaffung Obamacare naja viel biegen und brechen aber noch ist es nicht durch?
    sein einziger halber erfolg bisher

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    Feldmaen

    29. Mai 2017 14:33 at 14:33

    Ich verstehe diesen generellen Hype um Trump überhaupt nicht, sowohl im Negativen als auch im Positiven. Der Kasper hat doch garnichts zu sagen in Amerika, noch nicht aufgefallen? Alles was er vor der Wahl an Versprechungen vertönt hat kann man getrost in die Tonne kloppen. Wer hat es denn in Amerika zu sagen? FED, Wall Street, militärisch-induszrieller Komplex samt Geheimdienste? Auf einmal schießt Trump Raketen auf Syrien, ach was für ein Sinneswandel! Wohl kaum! Die Augsburger Puppenkiste lässt grüßen…

    @FMW: Ich dachte hier wird hinter die Kulissen geschaut?!

    • Avatar

      Feldmaen

      29. Mai 2017 14:35 at 14:35

      Und wenn er gehen MUSS, dann wird schon in irgendeiner Weise dafür gesorgt. Aber so lange er das Spiel mit spielt darf er bleiben…

    • Avatar

      Columbo

      29. Mai 2017 15:34 at 15:34

      Dem armseligen Kim Jong scheint er auch nicht mehr gewachsen. Der schießt gefühlt einmal in der Woche mit Raketen in der Gegend herum und die Weltmacht reagiert mit „Amerika weiß Bescheid“. Irgendwie ist da die Luft raus, ist wahrscheinlich besser so. Nach den Bundestagswahlen wird Merkel die mächtigste Frau der Welt sein, nicht mehr das arme Trumpele.

  7. Avatar

    Bademeister

    29. Mai 2017 16:19 at 16:19

    Trump führt einen Krieg gegen sich selbst, den er nicht gewinnen kann. Sieht man sich die Medienmitschnitte von G7 am Wochenende an, bestätigen sich wieder die Vermutungen, dass der Mann in einer frühen Entwicklungsstufe als Kind oder Jugendlicher emotional steckengeblieben ist. Die letzte, lt. seinen Worten, hochproduktive Woche zeigt einmal mehr, was der Mann unter Erfolg versteht.
    Der Schaden fürs eigene Land und den Rest der Welt ist enorm und wird von Tag zu Tag grösser. Wie lange noch können Märkte und Menschen sich vor der grausigen Realität verschliessen und so tun, als wäre nichts [negatives] geschehen?

  8. Avatar

    leser

    29. Mai 2017 16:26 at 16:26

    Da gibt es einen G7 Gipfel, der nach Meinung der Kanzlette und der Hochleistungspresse gescheitert ist, weil Trump sich weigert, die „europäischen“ Wahrheiten und Weisheiten zu schlucken. Der Hosenanzug erklärt, Amiland ist nicht mehr verlässlich und „Europa“ (sie meint die EU) müsse näher zusammen rücken.

    Einen Tag später zieht das Zwangsfernsehen eine Anti-Trump-Doku aus der Schublade.

    Bestimmt alles nur Zufall meint FMW.
    Für mich sieht’s eher nach gelernt ist gelernt aus. War Frau Merkel nicht mal Seketärin für Agitation und Propaganda?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. Mai 2017 16:28 at 16:28

      @Leser, die Doku wurde schon letzte Woche ausgestrahlt, also vor dem G7-Gipfel!

      • Avatar

        leser

        29. Mai 2017 16:32 at 16:32

        Das hat bestimmt enorm zum Gelingen des Gipfels beigetragen…

        • Avatar

          Bademeister

          29. Mai 2017 16:59 at 16:59

          @Leser Der G7 Gipfel ist definitiv gescheitert, nicht nur weil Mutti das so sieht.
          Die derzeitige Weltpolitik ist leider zu einer Konsenspolitik verkommen, Konflikte werden nicht mehr ausgetragen und entweder schöngeredet, in die Zukunft verschoben oder gar ausgesessen. Kommunikation untereinander endete lange Zeit immer im Konsens….die Welt hat einfach verlernt, gesund zu streiten. Jetzt bekommen wir vermutlich die Rechnung präsentiert.
          Vermutlich wählen die Italiener im Herbst, neben Deutschland, Österreich und vielleicht auch Holland. In Deutschland wissen wir ja wie es ausgehen wird, der Rest entspricht vermutlich nicht mehr dem jahrzehntelangen demokratieerhaltenden Gleichklang…

        • Avatar

          Lars

          30. Mai 2017 00:32 at 00:32

          @leser, Sie haben als gewichtiges, chronologisches Argument für Agitation und Propaganda behauptet „Einen Tag später zieht das Zwangsfernsehen eine Anti-Trump-Doku aus der Schublade“, wurden dahingehend widerlegt (eigentlich faktisch zerlegt), und antworten nun mit diesem kindisch-beleidigten Kommentar, statt sich zu entschuldigen bzw. Ihren Denkfehler zuzugeben?
          Das hat bestimmt enorm zur Glaubwürdigkeit und Seriosität des Lesers beigetragen…

          • Avatar

            leser

            30. Mai 2017 12:57 at 12:57

            @ Lars
            Was Sie so alles aus einem Satz herauslesen…
            Macht es einen großen Unterschied, ob so ein Beitrag im Zwangsfernsehen kurz vor dem Gipfel oder kurz danach gesendet wird? Der zeitliche Zusammenhang ist doch entscheidend. Und wer bei einem zwangsfinanzierten Medium mit politisch besetzen Gremien an reinen Zufall glaubt, der kann den Satz jetzt selbst vervollständigen.

  9. Avatar

    Schleswig-Holsteiner

    29. Mai 2017 17:11 at 17:11

    … und es gibt Trumps russische Sex Tapes doch !
    Deutschlands kompetentester Russland Experte erklärt am Beispiel Horst Seehofer wie Putin arbeitet :
    http://www.huffingtonpost.de/2016/04/12/putin-einfluss-deutsche-p_n_9668638.html

    Historiker Fugmann, merken Sie was ?

  10. Avatar

    gerd

    30. Mai 2017 11:42 at 11:42

    Unsere Politiker und Massenmedien hatten Amerika unter der Führung von Obama bislang regelrecht die Füße geleckt. Das ist seit Trump genau entgegengesetzt. Könnte man denken.

    Tatsächlich hat sich aber an deren Haltung überhaupt nichts geändert. Denn es wurde zuvor weder Amerika gehuldigt, noch Obama sondern es wurde einer übermächtigen Institution bedingungslos Gefolgschaft geleistet, die über Obama und Trump steht. (Nicht der liebe Gott). Wer weiß ich nicht. Ich höre auch immer nur Beherrscher der Atlantikbrücke, Bilderberger,
    NWO-Begründer, Wallstreet-Kapital.

    Und diesen Mächtigen ganz oben ist Deutschland immer noch hörig. Da diese unbekannten Allmächtigen aber von Anfang an gegen Trump sind (weil er gegen sie ist?), können sich die Politiker und die Medien in Deutschland natürlich auch gefahrlos Trump gegenüber als die selbstbewusst starken Deutschen aufspielen. Gefährlich würde es höchstens andersherum, wenn sie es nicht täten.
    Zuletzt mal wieder Merkel, Gabriel – oder u.a. das ZDF. Äußerlich ändern sie ihr Verhalten gegenüber Amerika sehr drastisch, nahezu um 180% – aber nur damit real alles so bleibt, wie vor Trump.

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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am

Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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