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Donald Trump: Nach Mini-Comeback stellt er sich gleich wieder selbst das Bein

Selbst die leidenschaftlichsten Kritiker mussten eingestehen: Donald Trump hatte zum Ende des Jahres 2017 doch noch Grund für eine kleine Ehrenrunde. Dass er sich aber meistens selbst im Weg steht, beweist der neue Twitter-Sturm an seinem ersten Arbeitstag im Oval Office im neuen Jahr – mit Vollgas in die schleimigsten Niederungen der US-Politik..

Markus Fugmann

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am

Eine Kolumne von Herbert Bauernebel aus New York

Selbst die leidenschaftlichsten Kritiker mussten eingestehen: Donald Trump hatte zum Ende des Jahres 2017 doch noch Grund für eine kleine Ehrenrunde.

Die verabschiedete Steuerreform bleibt zwar extrem umstritten und eine große Mehrheit von Ökonomen verdammt den fiskalischen Rundumschlag der Republikaner als Raubzug zugunsten von Multis und Millionären.

Für Trump aber wichtiger war vorerst das Sieger-Image: Ein selten sattelfester Präsident und die zerstrittene Republikaner-Partei haben immerhin bewiesen, dass sie auch die größten Brocken der konservativen Trump-Agenada durch den Kongress hieven können.

Auch die andauernde Flut von Jubelmeldungen von der Wirtschaftsfront (zuletzt der Rekord-Shopping-Advent und gestiegene Investitionen von Firmen), sowie die auffallend skandal- und pannenfreie Zeit während der Feiertage gab Trump Rückenwind in den Umfragen: Im Schnitt kletterte seine Popularität auf 40 Prozent – von einem Allzeit-Tief Anfang Dezember von 37 %.

Trump also könnte trachten, den Elan ins neue Jahr mitzunehmen.

Dass er sich aber meistens selbst im Weg steht, beweist der neue Twitter-Sturm an seinem ersten Arbeitstag im Oval Office im neuen Jahr.

Seine fortgesetzte Rolle als Cheerleader der Iran-Demonstranten schien ja noch irgendwie einleuchtend.

Mit Twitter-Anfall ins neue Jahr

Doch sonst ging es wieder mit Volltempo in die schleimigsten Niederungen der US-Politik:

– Er wütete neuerlich gegen die „krumme Hillary“, verlangte, dass man ihre Ex-Mitarbeiterin Huma Abedin verknacken sollte.

– Trump griff Erzfeind James Comey an, zürnte der „Fake News“-Presse und der „Versager-New York-Times“ wegen nicht existierender Informanten und pinkelte die Demokraten an.

– Nicht fehlen durfte eine Riesenportion Prahlerei, eine seiner Trademarks: Seine Maßnahmen hätten sogar zu niedrigsten Zahl von Flugunfällen in 2017 aller Zeiten geführt – und seine taffe Haltung, wie er es sieht, Nordkorea zum Einlenken bewogen…

– Stunden später widmete er sich wieder dem Macho-Wettstreit mit Kim Jong-un, als der US-Präsident über seinen “größeren und mächtigeren Atom-Button” twitterte.

Eines ist auffallend, lästerte die Daily News: Sich mit dem Twittern zurückzuhalten, war sichtlich keine Neujahrsresolution des Präsidenten.

Zum Schmunzeln auch: Die Themenwahl bei dem Twitter-Anfall war identisch mit der von „Fox & Friends“ im Kabel-TV: Der mächtigste Mann der Welt also bezog offenbar neuerlich seinen ganzen – recht eingefärbten – Informationsstand am bequemen TV-Sofa.

Klar scheint, dass auch 2018 von Trump keine stete Hand im Oval Office zu erwarten ist.

Seine Umfragewerte dürften bald wieder fallen, wird deshalb erwartet.

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.


Donald Trump. Foto: Shealah Craighead – https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/10/31/white-house-releases-official-portraits-president-donald-j-trump-and / Gemeinfrei

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    baeuerin

    3. Januar 2018 11:40 at 11:40

    DE waere doch froh,wenn sie einen Trump haetten…bis aufs Gutvolk nat….
    Jeden Tag den Ossilumpen vor der Linse,ist doch schon Strafe genug!
    >>>Klar scheint, dass auch 2018 von Trump keine stete Hand im Oval Office zu erwarten ist.>>>
    …fuer die „stete Hand“,da kann doch Lewinsky herhalten und Trump ist wieder im Element..
    Trumpi..lass dich nicht vom Neidervolk verarschen…bleib wie du bist…auch wenn ein vernebelter Bauer versucht,dich anzupissen!
    Trump verarscht euch doch alle,ohne mit der Wimper zu zucken!
    Recht hat er!!!

  2. Avatar

    Mr. Jones

    3. Januar 2018 12:15 at 12:15

    Egal was Donald John Trump twittert, wichtig ist was wirklich passiert. Am 21 Dez. 2017, Executive Order… https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/executive-order-blocking-property-persons-involved-serious-human-rights-abuse-corruption/ und am selben Tag den Text of a Letter…
    https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/text-letter-president-congress-united-states-6/
    U.S. Department of the Treasury
    https://home.treasury.gov/news/press-releases/sm0243….
    Das ist nur der Anfang einer weltweiten Bereinigung.

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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