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Donald Trump: seine Zoll-Pläne könnten 5 Millionen Jobs kosten – und die USA in die Rezession stürzen!

Donald Trumps markige Sprüche würden, in die Tat umgesetzt, vor allem für die USA selbst sehr teuer werden – wie eine neue Studie zeigt!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Erst gestern hatte es Trump in Minessota noch einmal betont: eine US-Firma wie Ford, die Stellen etwa nach Mexiko verlagert, müsste dann für die Einfuhren aus Mexiko in die USA eine Steuer von 35% zahlen. Derart markige Sprüche, die Stimmen vor allem derjenigen im stetig absteigenden „Rust Belt“ („Rost-Gürtel“) der USA sichern sollen, würden vor allem für die USA selbst sehr teuer werden, wie das renommierte Peterson Institute in einer neue Studie zeigt. Aber auch Clintons Pläne dürften sich laut der Studie negativ auf die US-Wirtschaft auswirken, wenn auch weniger stark:

„Make no mistake, the proposed trade policies of both Hillary Clinton and Donald J. Trump, the 2016
Democratic and Republican Party candidates for president, would deeply harm the American economy.
Furthermore, they would primarily hurt average American households on modest incomes, and especially
many of the individuals and communities that were already hard hit by the crisis. Curbing trade will worsen
rather than solve the problem of American income stagnation by reducing families’ purchasing power, and
by further slowing productivity growth. In fact, our analysis shows the recession that the belligerent trade
policies proposed by Trump would cause would devastate viable American businesses and their vicinities.“

Das Peterson Institute hat dabei die Aussagen Trumps, wonach er Zölle für mexikanische Güter von 35% und für chinesische Güter von 45% erheben will, in drei Variationen durch Computer-Modelle durchgerechnet und dabei drei Szenarien entworfen. Dabei untersucht das in Washington ansässige Peterson Institute die Auswirkungen derartiger Zölle bis in die einzelnen Kommunen in den USA – besonders betroffen: New York, der Bundesstaat Wahsington, Kalifornien und die Region Chicago (Hauptquartier von Boeing!). Im schlechtesten Szenario – nämlich wenn Mexiko und China harte Gegenzölle/Gegenmaßnahmen einführen würden – würde die USA fünf Millionen Jobs verlieren, die US-Aktienmärkte stark verlieren und die USA in eine Rezession rutschen!

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Donald Trump. Foto: Gage Skidmore / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

In einem weniger schlechten Fall würden Mexiko und China nur partielle Gegenmaßnahmen ergreifen: China etwa würde keine landwirtschaftlichen Produkte wie Sojabohnen mehr von den USA abkaufen, keine Aufträge mehr an Boeing vergeben und US-Staatsanleihen verkaufen oder drohen zu verkaufen.

In einem dritten Szenario würde Trump nach einem Jahr – aufgrund innenpolitischen Drucks – die Maßnahmen wieder aufheben. Selbst in diesem Fall würden in den USA insgesamt 1,5 Millionen Jobs verloren gehen, so das Peterson Institute.

Nun sind solcher Annahmen sicher theoretischer Natur und nicht wirklich auch nur einigermaßen exakt voraus zu sagen. Aber richtig ist dennoch – das lehrt ein Blick in die Zeiten des 20.Jahrunderts, als der Protektionismus blühte – dass die Folgen solcher pauschalen Abschottungsmaßnahmen stets negativ sind, weil sie Gegenmaßnahmen bei jenen Staat provozieren, die davon betroffen sind. So entsteht dann eine Spirale von vermeintlichen Schutzmaßnahmen für einheimische Firmen oder Arbeitskräfte, die sich dann in der Folge als negativ auch für die heimische Wirtschaft/Firmen/Arbeitskräfte erweisen. Und für die Konsumenten hieße das höhere Preise (teure Importe bzw. mangelnde Konkurrenz), weniger Jobs etc. All das, was die Basis dann auch für militärische Aggressionen darstellt.

Nun kann man ja zurecht die negativen Folgen der Globalisierung anprangern. Indem man aber wie Trump das Rad der Geschichte zurück zu drehen versucht unter Rückgriff auf die Vorstellung einer vermeintlich „heilen“ Welt aus den 1950er-Jahren, als die USA noch „great“ waren, würde sich der Abstieg der USA nur noch weiter beschleunigen!

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Marko

    8. November 2016 16:52 at 16:52

    Hallo,
    genau darum geht es doch, nehmen wir den Trump, den Brexit usw

    „dass die Folgen solcher pauschalen Abschottungsmaßnahmen stets negativ sind, weil sie Gegenmaßnahmen bei jenen Staat provozieren, die davon betroffen sind. So entsteht dann eine Spirale von vermeintlichen Schutzmaßnahmen für einheimische Firmen oder Arbeitskräfte, die sich dann in der Folge als negativ auch für die heimische Wirtschaft/Firmen/Arbeitskräfte erweisen. Und für die Konsumenten hieße das höhere Preise (teure Importe bzw. mangelnde Konkurrenz), weniger Jobs etc. All das, was die Basis dann auch für militärische Aggressionen darstellt.“

    Sowas ist heute in der Zeit von e-Commerce, Internet, vernetzte Welt nicht mehr möglich. Abschottung „bringt nix“, ganz im Gegenteil..

    Die Zukunft ist, dass „wir“ über mehrere Weltwährüngen verfügen werden, die Zukunft wird eben nicht ein GPB/CHF/NOK usw sein . Da können die betroffenen Staaten machen, was sie wollen, die Vernunft siegt… na ja, eher aus montetären Gründen.

    VG
    Marko

    VG
    Marko

    • Avatar

      Manfred Kirchmann

      5. März 2018 19:50 at 19:50

      Was Sie sagen stimmt nicht. Deutschlands Export in die USA ( besonders die Autoindustrie ) ist viel größer als umgekehrt. Wenn wir also Zölle auf US Produkte erheben, wird das nur sehr wenig Auswirkungen auf US Hersteller oder US Bürger haben. Umgekehrt würde das aber sehr negative Auswirkungen auf Deutschland haben, weil wir viel abhängiger vom Export sind als die USA. President Trump hat deshalb recht. Er ist am längeren Hebel und wird gewinnen !

  2. Avatar

    Marko

    8. November 2016 17:05 at 17:05

    Und genau deswegen ist der Brexit Schwachsinn, GB sollte sich doch langsam im Klaren darüber sein,welchen Preis man für die Abschottung bezahlen würde ?
    Ich meine damit nicht nur die City of London. Hoffentlich verstehens die Briten bald ?

    VG

    Marko

    • Avatar

      Manfred Kirchmann

      5. März 2018 20:03 at 20:03

      Kurzfristig mag es Probleme für England geben, langfristig gesehen ist aber die Unabhängigkeit für England ein Segen ! Die deutschen Bürger haben nichts zu melden – kein Volksabstimmungen – weder beim Euro noch sonst wo. Vielleicht hätte
      es in D. ein ähnliches Ergebnis gegeben wie in England…Wir sind die Zahlmeister in Europa !

  3. Avatar

    gerd

    8. November 2016 17:40 at 17:40

    „Nun sind solcher Annahmen sicher theoretischer Natur …“

    Schön, dass ihr den vorgenannten Satz drin habt.
    Sonst würde ich behaupten, Amerika möge den Spieß umdrehen, keine 35% Steuern e r h e b e n , sondern die E i n fuhren mit 35%
    s u b v e n t i o n i e r e n .
    Dann würden (in einem von 3 Szenarien) 5 Mio zusätzliche Arbeitsplätze entstehen können.

    Das wäre doch was für unsere Globalisierungsfans, um diese noch etwas zu forcieren.

  4. Avatar

    micromegas

    8. November 2016 18:10 at 18:10

    Naja Studien sind so eine Sache…

  5. Avatar

    OS

    10. November 2016 05:26 at 05:26

    Die USA sind groß und reich genug, um keine Globalisierung zu benötigen.

    • Avatar

      Manfred Kirchmann

      5. März 2018 20:08 at 20:08

      Absolut richtig !

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

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Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

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Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

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Goldman Sachs mit Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 11,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,96/Erwartungen 9,50).

Der Gewinn liegt bei 12,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,69/Erwartungen 7).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 293 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2020, 13 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019 und 5 Prozent höher als im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal 2020 enthielt Rückstellungsreduzierungen für Großkundenkredite, laut Goldman Sachs aufgrund einer Stabilisierung im breiteren wirtschaftlichen Umfeld nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dies wurde teilweise aufgehoben durch höhere Rückstellungen aufgrund des Wachstums von Kreditkartenkrediten
im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,2 Prozent.

Kommentar vom Chef:

“It was a challenging year on many fronts, and I am deeply proud of how our people helped clients respond to the economic disruption brought on by the pandemic and the extreme market volatility experienced over the past months. Our people responded admirably to a series of professional and personal challenges, while working from home or in offices that were reshaped dramatically. Thanks to their perseverance, we were able to help clients navigate a difficult environment, and, as a result, achieved strong results across the franchise, while advancing our strategic priorities. We hope this year brings much needed stability and a respite from the pandemic, but we remain ready to handle a wide range of outcomes and are poised to meet the needs of our clients.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Grafik zeigt die Quartalszahlen von Goldman Sachs

Goldman Sachs-Zentrale in New York
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

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