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Donald Trump sendet zwiespältiges Signal an die Märkte

Trumsp Spagat: Die „unfairen“ Staaten mit Zöllen in die Knie zwingen – und gleichzeitig die Aktienmärkte pushen. Kann das funktionieren?

Markus Fugmann

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am

Der US-Präsident ist schneller eingeknickt als erwartet. Die gestern bekannt gewordene Möglichkeit der Verschiebung der Zölle gegenüber der EU und im Automobilbereich gegenüber Deutschland, die sicher im Einverständnis von Donald Trump lanciert wurde, ist ein zweideutiges Signal, aber eher ein Signal der Schwäche. Ein Eingeständnis dafür, dass er vor den Märkten einknickt (meine x-fach geäußerte These: Kein Präsident regiert gegen die Interessen der Wall Street) und zwar zu dem Moment, als sich die Aktienkurse in Richtung der Dienstagstiefs bewegten.

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Wieder ein kleines Indiz dafür, dass die Aktienmärkte die Achillesferse des Präsidenten sind. Mit dieser von ihm sicher gesteuerten Aktion zeigt der Präsident wovor er sich besonders fürchtet – vor einem Absturz der Märkte inmitten des Wahlkampfes. Warum ruderte er gerade jetzt zurück, wo die Wirtschaft sich in einer „so ausgezeichneten Verfassung befindet“ und die chinesischen Zölle richtig Geld in die US-Kassen spülen?

 

Die Prioritäten des jetzigen Amtsinhabers

  • Das höchste Interesse Trumps liegt in seiner Wiederwahl 2020.
  • Dazu braucht er die Unterstützung seiner Stammwählerschaft, denen er gegenüber Stärke beweisen und seine Wahlversprechen einhalten muss.
  • Hierzu zählt auch seine Ideologie, „dass die USA wirtschaftlich durch andere Länder über den Tisch gezogen werden. Ausdruck dafür sei das große Handelsbilanzdefizit, welches er abbauen werde. Handelskriege seien leicht zu gewinnen“, mittels Zöllen und dem Druckmittel der Weltleitwährung US-Dollar.
  • In seinen Wahlversprechen befindet sich auch ein prosperierender Aktienmarkt (Dow 30 000), an dem ihn seine Wähler messen sollen.
  • Hier beginnt die Zwangslage, aus der er ohne externe Hilfe nicht mehr herauskommt. Ein paralleler Zollkrieg mit China und der EU führt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem Einbruch des Welthandels und damit zu einem Absturz der Aktienmärkte.
  • Donald Trumps nach außen vorgetragene Devise lautet: „America first“, aber in Wirklichkeit müsste es bis zum 3. November 2020 heißen „Trump first“! Für diese Annahme gibt es aus meiner Sicht unzählige verbale und nonverbale Hinweise.

Das ist also der Spagat, den der Präsident versucht und der in den nächsten Monaten für reichlich Volatilität sorgen sollte. Die „unfairen“ Staaten mit Zöllen in die Knie zwingen und gleichzeitig die Aktienmärkte pushen. Jedes Mal, wenn sich die Indizes in der Nähe ihrer Hochs befinden, spielt er den starken Dealmaker, aber bereits bei nur mittleren Einbrüchen wird er zurückhaltend mit Drohungen und vermittelt mit seinen Tweets Zuversicht und schürt den Funken Hoffnung in einer eigentlich nicht lösbaren Situation.

 

Mein Fazit

Die Akteure an der Wall Street glaub(t)en stets an die Möglichkeit einer Einigung, weil man davon ausgeht, dass man nicht so unvernünftig sein kann, die Konjunktur trotz zahlloser Mahnungen und Warnungen sehenden Auges nachhaltig zu schädigen. Bisher hat das Spiel „Drohen und Hoffnung aufrechterhalten“ aus der Sicht Trumps funktioniert.

Aber bei Umsetzung, nur der 25%-Zölle auf die 325 Milliarden Dollar Chinaexporte, wird der Schaden im Welthandelsgetriebe von Woche zu Woche immer größer werden und der Präsident könnte schlussendlich das bekommen, was er sich am wenigsten gewünscht hat – eine US-Rezession.

Die Fed war auch im Dezember erst kurz vor dem Eintritt in den Bärenmarkt (-20%) tätig geworden. Ob der ungeduldige Amtsinhaber bis dahin die Nerven behält?

Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, um von eigenem Versagen abzulenken, aber darüber möchte ich jetzt noch keine Spekulationen abgeben..

 

The Donald

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zinsangst

    16. Mai 2019 09:27 at 09:27

    Die Achillesferse der USA (Wallstreet) offenbart eine Fragilität der US-Wirtschaft, die Trump wohl nicht auf dem Radarschirm hatte. Sein Glaube an die auch ökonomische Überlegenheit der USA zeigt ein Stück weit seine Naivität. Die Chinesen haben die Schwachstelle erkannt und werden entsprechend Handeln (der größte Handels-Deal der Geschichte ist damit selbst Geschichte). Die von Trump jüngst initialisierten Zollanhebungen und zusätzlich die chinesischen Gegenzölle werden in Kombination mit der leicht restriktiven Zinspolitik der Fed schleichenden Schaden an der US-Konjunktur anrichten. Damit läuft die Zeit auf allen Ebenen gegen Trump. Es sei denn, er bekommt die Fed irgendwie auf seine Seite. Die Fed ist theoretisch sein mächtigster Trumpf, abgesehen von der im Artikel schon angeklungenen militärischen Ablenkung durch einen Krieg.

  2. Avatar

    Columbo

    16. Mai 2019 09:37 at 09:37

    Eine Art Garantie, daß die Märkte nicht einbrechen werden? Wenigstens bis zu den Wahlen.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    16. Mai 2019 09:56 at 09:56

    @Columbo. Guten Morgen nach Südtirol. Märkte crashen in der Regel nach Zinsanhebungen oder vor dem Auftreten einer Rezession. Ersteres wird Trump mit allen Mitteln zu verhindern versuchen, bei Zweitem wird er scheitern, die Frage ist nur wann? Die eine Million-Dollar-Frage.
    Gruß

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DAX daily: Dax-Absturz – Fortsetzung oder folgt die Gegenbewegung?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die nächste Ausverkaufswelle hat den Dax im gestrigen Handel massiv getroffen. Aus der anfänglichen Nervosität hat sich mittlerweile eine erste Panik entwickelt. Infolgedessen fiel der Dax wie ein Stein und musste erneut kräftige Verluste von über 4 % hinnehmen. Im Handelsverlauf rutschte der Index bis auf ein Tagestief bei 11.457 ab, damit notiert er wieder auf dem Niveau von Ende Mai. Das Tageshoch lag zuvor noch bei 11.852 Punkten. Den Handelstag hat der deutsche Leitindex schließlich mit einem Abschlag von 503 Punkten (-4,17 %) bei 11.560 beendet. Seit dem September-Hoch bei 13.460 bis zum gestrigen Tief ging es somit schon 2.000 Punkte (ca. 15%) abwärts.

Im Tageschart hat der Dax gestern das 38,2 % Retracement (11.474) der gesamten Erholung vom März-Tief zum September-Hoch erreicht. Dieser Bereich könnte den Abverkauf abfedern, wodurch die Möglichkeit einer Stabilisierung im Dax besteht. Nachdem der Index in den letzten Tagen wie ein Stein gefallen ist, wäre es nicht untypisch, wenn sich eine Zwischenerholung einstellt. Das ist aber kein Muss, es kann auch noch weiter runter gehen. Eine entscheidende Rolle spielen die Quartalszahlen der FAANG-Aktien, die heute nachbörslich veröffentlicht werden.

News und fundamentale Daten

Es hatte sich in den letzten Tagen bereits abgezeichnet, dass Frau Merkel und die Länder-Chefs weitere Restriktionen einführen könnten. Am Mittwochnachmittag bestätigten sich letztendlich die Befürchtungen der Anleger, denn der Bund beschließt einen Lockdown (light), der ab dem 2. November in Kraft tritt. Dadurch dürften sich die Wirtschaftsdaten und die Geschäftsaussichten in manchen Branchen deutlich eintrüben. Folglich wird das in die Dax-Kurse eingepreist.

Heute gibt es die volle Palette an Konjunkturdaten und Bilanzberichten. Los geht es um 9:55 Uhr mit der Veränderung der Arbeitslosigkeit und der Arbeitslosenquote in Deutschland. Danach folgt um 13:30 Uhr die mit Spannung erwartete Vorabschätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal. Um 13:45 Uhr veröffentlicht die EZB dann die Zinsentscheidung sowie den geldpolitischen Begleittext. Anschließend findet um 14:30 Uhr die Pressekonferenz der EZB statt. Insbesondere gilt die Pressekonferenz als ein Trading-Event und kann für Bewegung im Dax und an den Märkten sorgen. Zuvor erscheint um 14:00 Uhr auch noch der Verbraucherpreisindex aus Deutschland.

Wenn es einen Peak in der Berichtssaison gibt, dann ist dieser heute erreicht. Bevor die vier Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Alphabet nachbörslich ihre Zahlen vorlegen, sehen wir zuvor noch diverse Bilanzen deutscher Unternehmen. Zum einen erscheinen die Zahlen der Dax-Unternehmen Volkswagen, Fresenius, Fresenius Medical Care und MTU Aero Engines. Zudem noch von Unternehmen aus der zweiten Reihe wie Airbus, Symrise, Kion, Nemetschek, Wacker Chemie usw.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax diese Woche schon über 1.000 Punkte am Stück gefallen ist, könnte sich heute ein Boden bilden und eine Erholung einsetzen. Ungefähr eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax nahe seines gestrigen Schlusskurses bei 11.575. Über der 11.610 steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Erholung. Ein Rücksetzer bis 11.571 mit einem anschließenden Anstieg wäre auch noch eine Möglichkeit. Kann sich der Dax nachhaltig über der 11.610 halten, dann ergeben sich Ziele bei 11.650, 11.770, 11.852.

Unterschreitet der Index jedoch die 11.571 mit Momentum, dann könnte es wieder in Richtung des gestrigen Tagestiefs bei 11.457 gehen. Ein unterschreiten der 11.457 wäre ein Sell-Trigger und würde tiefere Kurse mit sich bringen. Folglich könnte sich noch eine Abwärtswelle anschließen. Daraus ergeben sich Ziele auf der Unterseite bei 11.391, 11.340 und 11.220. Es wäre auch möglich, dass der Kurs zwischen 11.650 und 11.500 erst einmal hin und her pendelt, bevor es zu einer Richtungsentscheidung kommt.

DAX daily: Tagesausblick 29.10. - M15-Chart - Erholung oder weiter abwärts?

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.155 – Pivot Punkt R2

11.843 – Pivot Punkt R1

11.649 – Pivot Punkt

11.337 – Pivot Punkt S1

11.143 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.474 – 38,2 % Retracement (8.256 – 13.460)

11.457 – Tagestief 28.10.

11.391 – Gap vom 25.05.

11.340 – Ziel der 1.000-Punkte-Range

11.220 – 100 % Ziel SKS (Hoch 13.460; Nackenlinie 12.340)

Dax Widerstände (WS):

11.650 – 23,6 % Retracement (12.279)

11.770 – 38,2 % Retracement (12.279)

11.852 – Tageshoch 28.10.

11.960 – 61,8 % Retracement (12.279)

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Dax: Herber Abverkauf – aber Rettung naht! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der Dax heute mit dem stärksten Abverkauf seit März, aber auch die Wall Street heute stark unter Druck: Zur völligen Überraschung der Aktienmärkte kommt nun die zweite Corona-Welle in Europa, zunehmend aber auch in den USA mit voller Wucht und vor allem neuen Lockdown-Maßnahmen. Mit eben diesen neuen Maßnahmen aber steigt der Druck auf die Notenbanken (morgen EZB-Sitzung) zur Rettung. Und je tiefer die Aktienmärkte fallen, desto größer wird der Handlungsdruck. Dennoch: der Dax ist auch im europäischen Vergleich besonders schwach und hat nun 12% von seinem Hoch von vor zwei Wochen verloren – ist also nun offiziell in einer Korrektur. Retten morgen die Zahlen der US-Tech-Giganten?

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Indizes

Rüdiger Born: Dax und S&P 500 im Absturz – Chance auf einen Dreh?

Rüdiger Born

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Die Aktienindizes fallen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Ob es nun eine Kaufchance zum Beispiel im Dax gibt, dieser Frage will ich nachgehen. Im S&P 500 schaue ich mir an, ob eine Zwischenrally möglich ist.

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