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Donald Trump und die Herrschaft der Oligarchen: Evangelium des Wohlstands

Warum das designierte Kabinett Trumps so reich ist - und was das mit dem "Evangelium des Wohlstands" zu tun hat..

FMW-Redaktion

Es ist in Deutschland kaum bekannt, dass Donald Trump Anhänger des Predigers Vincent Peale ist, der den Bestseller „The Power of Positive Thinking“ geschrieben hat. Der Prediger zeigte seinen Luxus nach aussen als Beweis seiner Auserwähltheit – und genau das tut auch Donald Trump, der darüber hinaus auch noch glaubt, er sei aufgrund seiner Genetik dazu ausersehen, die Geschicke der Welt zu bestimmen.

Kernsatz des Evangeliums des Wohlstands ist der Satz: „Gott will, dass ihr reich werdet“. Genau dieser Satz wiederum war der Titel einer Veranstaltung der Predigerin Paula White (die in den USA eine bekannte Fernseh-Größe ist), bei der auch Donald Trump als Redner aufgetreten ist. Faktisch geht es darum, für egoistische Lebensziele eine religiöse Begründung zu haben und sich dabei noch auserwählt zu fühlen.

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Donald Trump
Foto: Gage Skidmore/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Daher ist es kein Wunder, dass das designierte Kabinett Donald Trumps so reich ist wie kein anderes in der Geschichte der USA – es besitzt mehr als ein Drittel der Amerikaner zusammen. Dagegen waren etwa die Minister von George W. Bush geradezu arme Schlucker. Wie aber passt das mit der Kritik Donald Trumps an der Wall Street zusammen? Gar nicht. Offenkundig sind die armen Schlucker in den USA nur das Stimmvieh gewesen für Donald Trump, um die Oligarchie der Reichen noch reicher zu machen.

Die Steuersenkungspläne von Trump, das zeigen Analysen, würden dabei vorwiegen den Super-Reichen und Gutverdienern zugute kommen. In der Mittelklasse ist die Bilanz uneinheitlich, die Geringverdiener hätten die meisten Nachteile. Unter Trump werden also die Vermögensunterschiede, die ohnehin immer weiter auseinander klaffen, noch weit größer werden. Man darf gespannt sein, was das materiell arme Stimmvieh dazu sagt, wenn es das alles dann durchschaut haben wird..

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7 Kommentare

  1. Max Weber lässt grüßen…

    Erstaunlich finde ich ja immer, dass sich gerade in den USA (und natürlich in der Schweiz) der „Geist des Kapitalismus“ so selbstverständlich mit der „protestantischen Ethik“ verknüpft hat.

    Warum eigentlich? Und warum nicht so stark im Land der Reformation?

    1. Weil dort der Glaube überwiegend als Glaube dient und nicht als Rechtfertigung für Reichtum missbraucht wird.

      1. Wäre ein möglich Antwort :-)

  2. interessanter Beitrag, aber es stellt sich die Frage ob Trump und sein Wunsch-Kabinett besser oder schlechter für die USA und die Welt ist oder nicht.? Nur weil sie reich bzw. reicher sind als die anderen muss das nichts schlechtes bedeuten. Man wird sie an ihren Taten und Erfolgen messen müssen, alles andere ist unseriös. Bei Trump ist es eben so dass er direkt die Oligarchen ins Team holt und somit die Mittelsmänner umgeht. Bei Obama und Clinton nahmen die Oligarchen über Lobbyisten Einfluss auf die Politik, bei Trump sitzen sie selbst an den Schalthebeln. Genau von solchen mächtigen Menschen wurde die USA gegründet. Damals waren auch nur mächtige Superreiche im Parlament vertreten, Trump orientiert sich daran. Das ist zwar nicht sehr modern und demokratisch, aber immer noch besser als die unehrliche Alternative (Clinton).

    1. Natürlich wird dieses Kabinett der Superreichen dafür sorgen, dass es wieder eine Umverteilung in Richtung der armen Bevölkerung geben und die Schere sich wieder schließen wird. Natürlich werden alle Unternehmen, große und kleine, welche die Infrastruktur der USA wieder aufbauen von den staatlichen Investitionen profitieren und nicht die Regierungsnahen. Und natürlich werden sich die Amerikaner wieder mehr um sich selbst kümmern und das imperialistische Verhalten in der Außenpolitik zurückfahren. Deswegen will man ja auch mehr Geld für das Militär ausgeben. Bin gespannt!

  3. Wenn man nichts hat , kann man nicht ärmer werden !

    Und in den USA haben viele NICHTS .
    Davon haben viele Trump gewählt .

    Denn kann es nicht schlechter gehen.

    Und weniger Krieg dafür mehr Infrastruktur deutet nicht auf mehr Armut hin !

    Spekulation gut und schön .
    Nur nicht in die Stimmungsmache verfallen…

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