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Donald Trump und Kim Jong Un: Beste Freunde

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Am 23.05.2018 drohte Nordkorea den USA mit einem Nuklearkrieg. Auch im Dezember 2017 drohte man den USA mit Krieg. Er sei unausweichlich. Im August 2017 drohte Donald Trump Nordkorea wegen der fortgesetzten Raketen- und Atombombentests mit Feuer und Wut, wie sie die Welt noch nicht gesehen habe. Nordkorea konterte, sein Militär ziehe einen Raketenangriff auf die Pazifikinsel Guam ernsthaft in Erwägung.

Die Liste der Androhungen und Beschimpfungen ist lang und erinnert an zwei pubertäre Jugendliche mit Hyperaktivitätsstörung! Die zweite Runde ist eingeläutet. Heute trifft sich der US-Präsident mit dem Machthaber Kim Jung Un in Vietnam. Der eine fuhr gut 70 Stunden mit dem Zug, und der andere flog gut 20 Stunden nach Vietnam. Beide hatten also genug Zeit, sich Gedanken zu machen wie man dieses Treffen zum Erfolg bringen kann, denn das erste Treffen 2018 blieb weitestgehend ergebnislos.

Donald Trump und sein Freund

Kurz vor dem Treffen schickte Donald Trump via Twitter diese Nachricht um 3:31 deutscher Zeit: Vietnam gedeiht wie wenige Orte auf der Erde. Nordkorea würde auch schnell so schnell nach vorn kommen, wenn sie ihr Land denuklealisieren. Das Potenzial ist fantastisch, eine großartige Gelegenheit für meinen Freund Kim Jong Un, wie kaum eine andere in der Geschichte. Wir werden es bald erfahren – sehr interessant!

MEINEN FREUND KIM JONG UN… Das muss ja wie eine Ohrfeige für das US-Amerikanische Volk wirken, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten den Mann als Freund bezeichnet, der vor kurzem noch die US-Bevölkerung mit Atomraketen angreifen wollte. Der Druck für Trump ist zwar groß, denn er muss Erfolge vorweisen und geht deshalb auf Kuschelkurs zum Machthaber. Aber gleich den Machthaber als Freund zu bezeichnen…

Wie auch immer.. Zwei beste Freunde treffen sich und schüren die Euphorie im Vorfeld des Gipfels. So bedankte sich der US-Präsident nach seiner Ankunft via Twitter auch gleich für den „großartigen Empfang“ in Hanoi, die „gewaltigen Menschenmengen“ und „so viel Liebe“. Und Kim Jong Un ließ sich nach seiner Ankunft von einem Riesen-Tross an Gefolgsleuten durch Hanoi kutschieren und in der dortigen Botschaft seines Landes abfeiern.

Mögliche Ergebnisse des Treffens

Den einzigen Erfolg aus meiner Sicht, den man nach den zwei Tagen wohl als Fakt bezeichnen darf, wird sein, dass beide den Koreakrieg als beendet erklären. Und es wäre ein symbolischer Schritt zu einem
Friedensvertrag. Kim Jong Un könnte das als Erfolg im Land feiern und im Gegenzug die kerntechnische Anlage Yongbyon, 100 km nördlich von Pjöngjang, schließen. Beide werden diesen Fakt als Mega-Erfolg werten, und Trump wird sich gebührend in eigens verfassten Twitter-Meldungen feiern.

Zweitägiger Gesprächsmarathon

Die erste Zusammenkunft heute in Hanoi von Trump und Kim ist für Mittwochabend 18.30 Uhr Ortszeit (12.30 MEZ) geplant. Nach der Begrüßung wollen Trump und Kim ein 20-minütiges Gespräch unter vier Augen führen. 20 Minuten unter vier Augen… Hoffentlich verrät der US-Präsident nicht wieder aus Versehen, wie beim vier Augen Gespräch mit dem russischen Präsenten Putin, streng geheime Dinge. Obwohl: Unter Freunden kann man sich ja alles erzählen!

Nach dem Vier Augen-Gespräch sollen beide Seiten in kleiner Runde zu einem etwa eineinhalbstündigen Abendessen zusammenkommen. Trump wird vom Außenminister Mike Pompeo und von seinem amtierenden Stabschef Mick Mulvaney begleitet werden. Am Donnerstag sind weitere Gespräche mit Kim geplant.

Donald Trump und Kim Jong Un letztes Jahr
Kim Jong-un und Donald Trump beim Gipfeltreffen letztes Jahr.

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Aktuell: Ursula von der Leyen mit hauchdünner Mehrheit neue EU-Kommissionspräsidentin

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Vor wenigen Augenblicken wurde das Abstimmungsergebnis im EU-Parlament verkündet. Ursula von der Leyen wird neue EU-Kommissionspräsidentin. Sie erhielt 383 JA-Stimmen, gerade mal 9 Stimmen mehr als benötigt. Es gab 327 NEIN-Stimmen, 23 Enthaltungen und 1 ungültige Stimmen. Die Aussagen der Parlamentarier in den letzten Stunden haben es klar gemacht. Vor allem Konservative und Liberale haben Ursula von der Leyen die Mehrheit gesichert, zusammen mit Teilen der Sozialdemokraten.

Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen. Foto: Dirk Vorderstraße CC BY 3.0

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Martin Sonneborn im EU-Parlament über „kenntnisfreie“ von der Leyen und die „verurteilte“ Christine Lagarde

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Es muß ja ein Fest sein für einen Satiriker wie Martin Sonneborn, die Dinge auf politischer Ebene der EU aus der ersten Reihe beobachten zu können. Bekanntlich gelang Sonneborn mit „Die PARTEI“ (deren Bundesvorsitzender er ist) der Wiedereinzug ins EU-Parlament – und das mit deutlich mehr Stimmen als im Jahr 2014 bei der letzten Europawahl.

Und das nutzte Sonneborn heute in einer Philippika über von der Leyen. So auch gegen die designierte EZB-Chefin Christine Lagarde und einige andere neue designierte Verantwortungsträger der EU

Martin Sonneborn mit ungewöhnlichem Outfit
Sonneborn in Stauffenberg-Verkleidung mit Parteikollege Nico Wehnemann auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Von Ptolusque – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73580794

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Automatisierung: „Job-Kahlschlag konnte immer kompensiert werden“ – auch dieses Mal?

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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Tochter der Bundesagentur für Arbeit, hat heute in einer Studie darauf hingewiesen, dass die seit den 70er-Jahren stattgefundene Automatisierung von der deutschen Volkswirtschaft gut verkraftet worden sei. Es seien in anderen Bereichen ausreichend neue Arbeitsplätze geschaffen worden, um die Arbeitslosen aus den wegbrechenden Industrien aufzufangen. Auf längere Sicht betrachtet entstanden etwa in dem Maß, wie Arbeitsplätze abgebaut wurden, auch neue, so das IAB. Technischer Fortschritt habe in Deutschland bislang nicht zu weniger Arbeit geführt, sondern zu einer Umschichtung von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften. Aber die Automatisierung kennt doch eine Verlierer-Gruppe. Und siehe da, welche ist das? Zitat IAB:

Für Hochqualifizierte seien sogar mehr Arbeitsplätze hinzugekommen als verschwunden, so die IAB-Forscher. Für Geringqualifizierte sind den Forschern zufolge dagegen weniger Stellen entstanden als abgebaut wurden. Die technologische Entwicklung war also verbunden mit einer qualitativen Veränderung des Bedarfs an Arbeitskräften: Die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften ist gestiegen, die Nachfrage nach Geringqualifizierten hat abgenommen. Die zunehmend besser ausgebildeten Arbeitskräfte konnten vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Gleichzeitig wuchs ab den 70er Jahren lange Zeit die Arbeitslosigkeit bei den Geringqualifizierten.

Bezogen auf die aktuelle Digitalisierungsdebatte („Wirtschaft 4.0“) erwarten die Forscher, dass auch dieses Mal das Beschäftigungsniveau in Deutschland unterm Strich nicht sinken werde. Man prognostiziere allerdings große Umbrüche. Durch die Digitalisierung würden rund 1,5 Millionen Stellen wegfallen, jedoch in ähnlichem Umfang auch neue entstehen. Dass neu entstehende Arbeitsplätze oft ein anderes Anforderungsniveau aufweisen als die weggefallenen Arbeitsplätze, sei mit ein Grund, dass es immer ein bestimmtes Maß an Mismatch-Arbeitslosigkeit gebe. Qualifizierung sowie professionelle Beratung und Vermittlung seien deshalb von zentraler Bedeutung, damit die Beschäftigten mit den Herausforderungen der Digitalisierung schritthalten könnten, so das IAB.

Tja, wird also alles so „rosig“ weitergehen wie bisher? Die Frage aller Fragen, die niemand im Vorhinein beantworten kann, lautet: Ist die nun beginnende Welle von Automatisierung und Digitalisierung überhaupt zu vergleichen mit dem Strukturwandel in den 70ern und 80ern? Oder werden die Kahlschläge in Unternehmen und ganzen Branchen viel schlimmer als jemals zuvor sein? Schaut man zum Beispiel auf Banken und vor allem Versicherungen, dann werden dort ganze Abteilungen platt gemacht und durch Algorithmen ersetzt, oder ins billigere Ausland verlagert. Können wirklich so viele neue Jobs für App-Entwickler, Software-Ingenieure und E-Auto-Konstrukteure entstehen, wie in „alten“ Industrien wegfallen? Da müssten auch wir raten.

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