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Donald Trump und sein Handelskrieg: Jetzt sind die europäischen Autos dran!

So sieht ein Handelskrieg aus. Die offizielle Deklaration der US-Importzölle auf Stahl (25%) und Aluminium (10%) ist noch nicht mal veröffentlicht. Bisher gibt es von Donald Trump nur seine Verlautbarung, dass diese Zölle definitiv…

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FMW-Redaktion

So sieht ein Handelskrieg aus. Die offizielle Deklaration der US-Importzölle auf Stahl (25%) und Aluminium (10%) ist noch nicht mal veröffentlicht. Bisher gibt es von Donald Trump nur seine Verlautbarung, dass diese Zölle definitiv eingeführt werden, und dass der offizielle Text gerade erstellt werde. Da muss der Text wohl noch ausformuliert werden, denn diesen generellen Zoll muss er formal mit der Bedrohung der Nationalen Sicherheit der USA rechtfertigen!

Kurz nach Trumps Verlautbarung reagierte die EU mit der Androhung gezielter Gegen-Zölle auf Motorräder, Jeans und Whisky aus den USA. Die Reaktion von Donald Trump liegt vor, wie es von so einer Persönlichkeit nicht anders zu erwarten ist. Rache muss her, obwohl er doch angefangen hat! Wenn die Europäer US-Exporteure blockieren, werde man eben Importzölle für europäische Autos verhängen, die in die USA verschifft werden. Im folgenden Tweet liest man am Ende auch: Angeblich würden es die Europäer den amerikanischen Autoherstellern unmöglich machen Autos in Europa zu verkaufen. Häääääh? Wie bitte? Kann es nicht einfach sein, dass die hiesigen Konsumenten einfach nur keine Lust auf einen Chevrolet haben?

Die beiden folgenden Tweets stammen auch vom Wochenende. Es ist einerseits zwar lobenswert, dass Trump anders als Obama und Bush sich überhaupt mal darum kümmert das gigantische Handelsbilanzdefizit der USA abbauen zu wollen. Aber Trump erkennt im Defizit nur eine große Ungerechtigkeit. Das gesamte Ausland hätte die USA all die Jahre benachteiligt und ausgebeutet, und seine Vorgänger im Präsidentenamt hätten das einfach so zugelassen.

Es ist offensichtlich. Einer wie Trump kann in dieser Angelegenheit keinen Rückzieher machen. Es wird also zu weiteren Zöllen kommen! Deutsche Autoaktien fallen gerade auch dementsprechend. BMW ist mit 2,3% im Minus, Daimler mit 1,16% und VW mit nur 0,43%. Fast schon lustig: Viele deutsche Aubobauer produzieren ja schon umfangreich in den USA, und exportieren sogar dort produzierte Autos ins Ausland, was der US-Handelsbilanz hilft!


Donald Trump. Foto: whitehouse.gov

21 Kommentare

21 Comments

  1. M.

    5. März 2018 10:42 at 10:42

    Einzige richtige Antwort m.E. Zölle auf Apple, Google, Amazon und wie sie alle heißen. Ähnliches hat Chr. Lindner heute morgen angeregt.

    • Markus Fugmann

      5. März 2018 10:46 at 10:46

      @M, das sehe ich genauso!

  2. skipper

    5. März 2018 10:51 at 10:51

    richtig , nur trau ich das den deutschen und europäischen flachpfeifen nicht zu , aber wir werden es ja sehn .

  3. frank

    5. März 2018 11:22 at 11:22

    Mich verwundern die Reaktionen auf die Stahl- und Aluminium-Zölle. Es wurden doch schon vor ein paar Monate Zölle eingeführt u.a. auf Waschmaschinen und Solarmodule. Damals gab es komischerweise keinen sehr großen Aufschrei und die Börsen blieben auch ruhig. Wieso nun also die heftigen Reaktionen?

    • Markus Fugmann

      5. März 2018 11:26 at 11:26

      @frank, weil Stahl und Aluminium viel wichtiger sind! Da hängt zum Beispiel der ganze Bausektor dran, anders als bei Waschmaschinen..

      • frank

        5. März 2018 11:33 at 11:33

        ok, verstehe. Es hat mich trotzdem gewundert, zumal ja auch die Europäer Zölle auf Solarmodule aus China eingeführt haben. Wie nennt man sowas, Heuchelei?

  4. frank

    5. März 2018 11:31 at 11:31

    Teilweise kann ich die Kritik schon verstehen. Seit Jahrzehnten wird bei uns der Freihandel als großer Fortschritt und Errungenschaft gepredigt. Und die größten Verfechter von Freihandel und Globalisierung waren die Amerikaner. Dass nun gerade sie eine fundamentale Kehrtwende vollziehen, ist wahrlich gewöhnungsbedürftig. Die Konsequenzen, waren teilweise auch fatal, es folgten Massenarbeitslosigkeit und das Aussterben ganzer Branchen, sowie ein enormer Rückgang der Industrie in fast allen westlichen Staaten. Ich finde es lobenswert dass Trump die amerikanische Wirtschaft und Arbeiter schützt und es ist wieder mal ein Beweis dass die Revolution von rechts kommt. Dieser Schritt war überfällig und Europa wird auf kurz oder lang nachziehen müssen. Die Sozialdemokraten und alle Linken sind nicht fähig und haben ihre eigene Klientel verraten.

    • M.

      5. März 2018 11:34 at 11:34

      Der Freihandel hat den Wohlstand geschaffen in der westlichen Welt. Ökonomie 1. Semester, dass bei Handelsschranken am Ende alle verlieren.

      • frank

        5. März 2018 11:50 at 11:50

        ja, so habe ich das auch gelernt! Das wird sogar schon Schülern im VWL-Unterricht beigebracht und in allen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen gelehrt. Grundsätzlich stimmt das auch, global gesehen. Eine kritische Betrachtung des Freihandels kommt mMn zu kurz. Global steigt der Wohlstand, jedoch gibt es in einzelnen Ländern und Branchen enorme Verwerfungen und negative Folgen. Die Industrieproduktion in den USA und in Europa ist enorm zurückgegangen und die Löhne sind gesunken. Hingegen enstanden Millionen an Billigjobs, von denen kein Mensch leben und glücklich werden kann. Das ist für mich ein Rückschritt und nun kommt Trump und geht dieses Problem an und das finde ich gut.

        • bigben

          5. März 2018 12:46 at 12:46

          dito

          • Markus Fugmann

            5. März 2018 12:50 at 12:50

            @bigben, @frank, grundsätzlich funktioniert es so: die deutschen Autobauer produzieren in den USA selbst, oder sie produzieren in Mexiko und importieren in die USA, oder sie importieren von Europa aus in die USA; das genaue prozentuale Verhältnis habe ich jetzt nicht zur Hand, hatte jedoch Statistiken darüber gesehen vor ein paar Monaten, deren link ich suche..

  5. Jan

    5. März 2018 11:33 at 11:33

    Es wäre nett wenn FMW mal ein Paar objektive Fakten zusammen bringt.
    Welche Import-Zölle bestehen in der EU?
    Welche in der US?
    Mit Arbeitslosendaten weiß FMW immer genau wo geschont und getrickst wird.
    Wie ist das in diesen Thema? Wo wird mit (versteckte) Subventionen getrickst und unter dem Herstellkosten angeboten auf beiden Seiten? (so wie Stahl aus China)
    Wird importiert/exportiert über Zwischenländern?
    Der Bürger hört doch nur Geschrei. Was ist den dran?

  6. Jochen

    5. März 2018 11:34 at 11:34

    „Aber Trump erkennt im Defizit nur eine große Ungerechtigkeit.“

    Trump versteht halt nicht mal einfachste Zusammenhänge.

    • frank

      5. März 2018 11:54 at 11:54

      aber klar doch, Trump ist nur ein dummer Prolet und Idiot und sie als kritischer Bürger haben das erkannt… Trump ist so dumm, dass er ein Millionenvermögen angehäuft hat und es zum amerikanischen Präsidenten geschafft hat. Nur weil Trump es schafft, schwierige Themen einfach zu erklären ist er selbst noch kein Idiot. Es gehört im Gegenteil viel Talent und Intelligenz dazu.

      • burberg

        5. März 2018 12:58 at 12:58

        Frank, ich glaube, deine Einlassungen sind ein Bischen zu kurz gesprungen. In der stahlproduzierenden Industrie sind gar nicht so viel Leute beschäftigt, in der verarbeitenden schon. Werden Zölle erhoben, wird der Rohstoff für die Verarbeiter teurer. Wenn die Zölle sich ausweiten, werden viele Produkte, die der Otto-Normalamerikaner jetzt schon auf Pump kauft, noch teurer. Teure Produkte ( evtl. aus veralteten Firmen)bringen höhere Löhne, die bringen höhere Zinsen. Ich bin mir sicher, dass ein großer Anteil von Firmen mit einem FED-Zinssatz von 3-4% nicht mehr zurecht kommt. Es gibt auch jede Menge von Produkten und Rohstoffen, die die USA nicht herstellen oder besitzen.
        Zudem legt man sich auch mit China und Japan an, die imens viele US Bonds besitzen. Das ist ganz dünnes Eis, auf dem sich der Herr Trump bewegt, denn irgend jemand soll ja die Schulden der USA finanzieren. Im Ernstfall sin dann jede Menge Bonds auf dem Markt, d.h. dass Neuemissionen immer teurer werden, was die USA durch den Schuldendienst in die Pleite treiben würde.
        Wenn er das zu bunt treibt, könnte der Welthandel in Zukunft auch an den USA vorbeilaufen, denn die Amis haben außer Microsoft nix, was man nicht irgendwo anders kaufen könnte. Das würde die ohnenin schon angekratzte Leitwährung USD sehr schnell verdampfen. Wenn der Donald mal ein Bischen nachdenken würde, bevor er wieder mal twittert, könnte dasziemlich nützlich sein.

        • frank

          5. März 2018 13:44 at 13:44

          so könnte es kommen, da stimme ich zu. Die Preise werden steigen, sprich die Inflation steigt an. Eine hohe Inflation ist vermutlich eines der Hauptziele der Trump-Administration, natürlich wird das nicht ausgesprochen. Aber mit einer hohen Inflation, kann man sich seiner Schulden entledigen und das wäre ja auch ein kluger Schachzug. Wenn dabei die Löhne steigen, wird die Bevölkerung das sogar sehr begrüßen. Ein weiterer positiver Effekt wird sein, dass die ausländischen Unternehmen nun gezwungen sind in den USA zu produzieren, dadurch umgehen sie die teuren Zölle. Dies zieht enorme Investitionen nach sich und schafft Jobs, in den USA. Natürlich auf Kosten der Handelspartner wie Deutschland. Aber wie ich unsere Regierung kenne, scheren sie sich eh nicht um die Interessen der Bevölkerung. Deutschland wird dem tatenlos zusehen und gleichzeitig werden die Deutsche Unternehmen nach China verkauft.

      • Trigo

        5. März 2018 13:05 at 13:05

        Frank, zwischen Intelligenz und krimineller Energie besteht ein Unterschied. Und Trump hat eine sehr ausgeprägte kriminelle Energie die er geschickt einsetzen kann. Das ist sein Talent!

  7. Jan

    5. März 2018 12:19 at 12:19

    Noch eine Frage
    Importzoll auf Autos aus der EU.
    Welche?
    BMW, VW, BENZ, AUDI exportieren doch aus der US. Wieso regt sich darüber jemanden auf? Werden von diesen Marken Autos aus Europa in die USA importiert?
    Um wie viele Autos und Euros geht es denn?
    Fakten bitte!

    • frank

      5. März 2018 13:47 at 13:47

      Sicherlich werden die Autos von Europa nach USA exportiert. Aber künftig werden BMW oder VW halt einfach vermehrt in den USA produzieren. Dadurch umgehen sie die Zölle. Das wird natürlich hierzulande Jobs kosten, aber unserer Regierung ist das ja eh egal.

  8. Beobachter

    5. März 2018 13:01 at 13:01

    Bitte lesen,Beitrag vom 20Juni 2016 von M.Fugmann
    Tribalisierung statt Globalisierung.
    Meine Meinung, die Globalisierung ist zu schnell u.zu
    weit gegangen.Die Lüge der Profiteure ( Alle gewinnen) kann von den Betroffenen nicht mehr geglaubt werden.Es könnte nur funktionieren wenn alle mitmachen u.die gleichen Regeln gelten.Beispiel: Kartoffeln schälen chemisch in DE verboten, man karrt sie nach Polen weils dort billiger ist u. chemisch schälen erlaubt ist. ( Ist passiert ,ob es noch so ist weiss ich nicht)
    China u.Japan haben nie so richtig mitgemacht, darum haben sie auch weniger Probleme.Zudem müssten die GLOBALISIERUNGSGEWINNE dem ganzen Volk u.nicht
    nur den Firmen zugute kommen.
    Das gleiche Desaster wird unsere Elite wieder mit der Digitalisierung anrichten.Jedes zweite Wort das sie von sich geben ist „DIGITALISIERUNG.“ Nach dessen Meinungbraucht es bald nur noch einige Roboterbauer u.alles andere wird überflüssig.Meine “ alterdümmliche“Meinung:
    Auch das wird nicht so schnell u.ohne Rückschläge gehen!

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Aktien

Goldminen – so bauen Sie ein Startportfolio auf

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Aktien von Goldminen gehören aktuell mit zu den spannendsten aber auch anspruchsvollsten Investments. Bei der Auswahl der Einzeltitel und der Zusammensetzung eines Aktienportfolios gilt es daher einige wichtige Besonderheiten zu beachten.

Goldminen – kein gewöhnliches Geschäft

Unternehmen, die wie Goldminen, Rohstoffe fördern, gehören zum Primärsektor einer Wirtschaft (Rohstoffgewinnung und Landwirtschaft). Die Bewertung solcher Unternehmen erfolgt an Hand spezifischer Kennziffern. Bei klassischen Aktiengesellschaften werden der Gewinn und der Buchwert ins Verhältnis zum Börsenwert gesetzt (KGV u. KBV). An Hand der Gewinndynamik (PEG) und der Dividendenrendite kann man diese Aktien dann mit anderen Aktien des gleichen Sektors (Peer Group) auf ihre Attraktivität hin vergleichen. Bei Goldminen greifen diese Parameter zu kurz.

Das Geschäftsmodell der Goldminen weist einige wesentliche Unterschiede zu Unternehmen aus dem Industrie- oder Dienstleistungssektor auf. Die Ressourcen einer Mine sind endlich und irgendwann ausgeschöpft. Dies kann fünf Jahre dauern oder 50 Jahre. Für die Existenz des Minenunternehmens ist es daher essenziell, permanent auch zukünftiges Geschäft durch Exploration oder Akquisition neuer Ressourcen zu sichern.

Entscheidend für ein Minenunternehmen sind zudem die Rohstoffpreise (z. B. der Goldpreis). Steigen diese an, können die Ressourcen gewinnbringend gefördert und verkauft werden. In dem Fall wandeln sich die nachgewiesenen Ressourcen in wirtschfatlich förderbare Reserven um. Die Reserven einer Mine sind daher für den Wert einer produzierenden Mine wichtiger als die Ressourcen. Explorern, die für ein Startportfolio nicht geeignet sind, ist es anders herum.

Ein Goldminen-Unternehmen sollte nicht höher als mit 50 Prozent der Reserven bewertet sein, also dem Gegenwert des Goldes im Boden.

Produktionskosten

Besonders wichtig zur Beurteilung der Rentabilität eines Minenunternehmens sind die Kosten, zu denen das Metall gefördert werden kann.

Die Cash Costs (CC) pro Unze Gold geben Aufschluss darüber, zu welchen operativen Kosten ein Minenunternehmen das Metall fördert.

Die umfangreichste Erfassung aller Kosten erfolgt durch die All In Sustaining Costs (AISC). Darin enthalten sind nicht nur die operativen Kosten der Goldförderung, sondern auch die für die Renaturierung und das Auffinden bzw. Ankaufen neuer Ressourcen aufzuwendenden Kosten. Das Unternehmen will ja auch nach dem Ausbeuten einer Mine weiter existieren und benötigt dazu neue Abbaugebiete.

Umso tiefer die AISC pro Unze Gold (31,1 Gramm) unter dem aktuellen Goldpreis liegen, umso sicherer ist das Investment in Bezug auf ein Insolvenzrisiko. Bei solchen Minen kann man davon ausgehen, dass sie über ausreichend freien Cashflow verfügen und einen geringen Kapitalbedarf aufweisen. Außerdem agieren sie betriebswirtschaftlich nachhaltig (Sustaining).

Basis-Investment

Im Einkauf liegt der Gewinn. Diese Kaufmannsweisheit gilt im Bergbausektor ganz besonders für die Minenfinanzierer. Diese Unternehmen sind eine Mischung aus Bank, Risikokapitalgeber und Metallhändler. Die im Fachjargon Streamer bzw. Royalties genannten Unternehmen geben Kapital als Vorfinanzierung z. B. an eine Kupfermine. Im Gegenzug erhält der Streamer den Strom an Bei-Produkten, die bei der Kupferförderung mit anfallen, wie z. B. Gold oder Silber.

Der Betreiber der Kupfermine kann mit dem Geld sein Kerngeschäft, die Kupfermine, in Betrieb nehmen. Finanziert wird der Minenaufbau durch den Vorschuss vom Streamer auf den „Beifang“ (Gold, Silber etc.). Der Streamer kümmert sich anschließend auch um die Vermarktung des Metalls. Der Vorteil für den Minenbetreiber ist, dass er für die Inbetriebnahme der Mine kein Fremdkapital aufnehmen und auch keine neuen Aktien ausgeben muss, was das Aktienkapital verwässern würde. Die Liquidität des Unternehmens wird geschont. Der Streamer kommt im Gegenzug sehr günstig an z. B. Gold und Silber (bis zu 80 Prozent unter dem Marktpreis).

Royalty-Verträge funktionieren ähnlich. Die Minenfinanzierer schließen Kontrakte mit Minenkonzernen ab und übernehmen die Vorfinanzierung der Mine aus eigenen Mitteln, vergleichbar einem Risikokapitalgeber. Im Gegenzug erhält das Royalty-Unternehmen aber keine Unternehmensanteile, sondern partizipiert an den Verkaufserlösen, sobald die Mine in Produktion geht.

Da sich die Minenfinanzierer nicht um die Renaturierung und die Erweiterung der Ressourcen kümmern müssen, sind für die Gewinnspanne dieser Unternehmen nur die Cash Costs pro Unze Gold relevant.

Das Geschäftsmodell ist sowohl für die Minen als auch für die Finanzierer so vorteilhaft, dass es sich in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet hat. Durch ihre sehr hohen Gewinnmargen und die damit verbundene sehr investorenfreundliche Dividendenpolitik, sind die Aktien der Minenfinanzierer sehr gut für ein Startportfolio geeignet.

Goldminen mit reduziertem Risiko

Ein wesentlicher Bestandteil eines Minenportfolios für Einsteiger sollten Minenunternehmen sein, die zu sehr moderaten Kosten Gold und Silber fördern. Idealerweise sollten diese Minen in politisch und sozial stabilen Regionen mit hoher Eigentumssicherheit liegen. Die Schuldenquote sollte gering und der freie Cashflow hoch sein. Wichtig ist darüber hinaus die Expertise des Managements, deren Reputation außer Frage stehen sollte (Weiße Weste), sowie die Ownership des Managements (Beteiligung am Unternehmen).

Handelbarkeit und Liquidität

Damit die Aktien zu günstigen Transaktionskosten erworben werden können, empfiehlt es sich, nur in Goldminen-Werte zu investieren, die auch in Deutschland, z. B. in Berlin, Stuttgart oder Frankfurt, gehandelt werden. Ein Primär-Listing der Aktien sollte aber auch an den größten Handelsplätzen der Welt für Minenaktien gegeben sein: an der Toronto Stock Exchange (TSE) bzw. an der New York Stock Exchange (NYSE) oder im US-Computerhandel (NASDAQ). Damit ist die potenzielle Nachfrage der Investoren deutlich höher, als wenn ein Listing z. B. nur in London vorliegt.

Musterportfolio

Mehr als zehn Aktien machen in einem Startportfolio für Privatanleger wenig Sinn. Die Balance zwischen Risikostreuung und Übersichtlichkeit in Sachen Unternehmensnews bleibt so gewahrt.

Weniger als fünf Aktien sollten unter dem Aspekt des Klumpenrisikos jedoch nicht allokiert werden.

Das unten dargestellte exemplarische Musterportfolio zeigt eine Beispielallokation aus Minenfinanzieren, Gold- und Silberminen. Deses beispielhafte Startportfolio ist jedoch nicht als Anlageempfehlung zu verstehen. Die potenziellen Risiken bei Minenunternehmen sind erheblich und reichen von unternehmensspezifischen Risiken (Betrug, Missmanagement, Pech, etc.) über politische Risiken (Enteignung, Teilenteignung, Lizenzentzug, Auflagenerhöhung etc.), soziale Risiken (Streiks, Unruhen, etc.) bis hin zu höherer Gewalt (Grubenunglücke, Kriege, Naturkatastrophen, etc.). Lassen Sie sich daher bitte vor einem Investment von fachkundigen Anlagestrategen individuell beraten.

So könnte ein Portfolio für Aktien von Goldminen aussehen

Fazit:

Wenn Sie sich für Minenaktien interessieren, sollten Sie sich mit der Materie und den Spezifika dieses Sektors beschäftigen. Die Aussichten für Minenunternehmen verbessern sich zunehmend in einem Umfeld steigender Edelmetallpreise, globaler Geldschwemme und historisch niedrigen Zinsen. Doch auch die Risiken sind nicht zu unterschätzen, weshalb eine Streuung über mehrere Unternehmen, Förderregionen und Metalle (Gold, Silber, Palladium, Platin) sinnvoll ist. Viele Minenaktien sind bereits nach konventionellem Bewertungsmaßstab recht hoch bewertet, weshalb dem Investment in diesen Sektor eine positive Erwartungshaltung in Bezug auf weiter steigende Edelmetallpreise zugrunde liegen sollte. Bitte lassen Sie sich professionell beraten, welcher Anteil an Minenaktien gemessen an Ihrem liquiden Vermögen für Sie in Frage kommt.

 

Eine Goldmine in Australien

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Die aktuelle Börsenlage nach der US-Zinssenkung + Analyse Adidas und Lufthansa

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Wie ist die Börsenlage nach der Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve? Manuel Koch bespricht die aktuelle Lage mit Sissi Hajtmanek. Auch besprochen werden aktuelle Chancen für die Aktien von Lufthansa und Adidas.

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Aktuell: Commerzbank-Aktie steigt, neue Entlassungen stehen an

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Vor wenigen Minuten hat die Commerzbank Eckdaten für ihr Strategieprogramm „Commerzbank 5.0“ veröffentlicht. Hauptsache jede Entlassungswelle hat einen neuen schicken Namen? Aber nein, sicher geht es dabei nicht nur um Entlassungen. Brutto soll es 4.300 Stellenkürzungen geben, dank Neueinstellungen netto aber nur 2.300. Wohl weil zu viel getuschelt wurde, macht die Commerzbank jetzt schon mal diese Vorabmeldung. Erst Mitte nächster Woche werden die Ideen mit dem Aufsichtsrat besprochen. Aber hej… wenn man schon mal so konkrete Aussagen macht wie die folgenden, dann wird es wohl auch so kommen? Die Aktie der Commerzbank freut sich jedenfalls aktuell. Der Kurs sprang vorhin von 5,79 auf 5,90 Euro.

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Commerzbank Tower in Frankfurt
Commerzbank-Tower in Frankfurt. Foto: pixabay / khfalk

Hier der wichtigste Teil der Inhalte im Wortlaut von der Commerzbank:

Die Commerzbank stellt sich mit ihrem neuen Strategieprogramm zukunftssicher auf. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau des Mobil-Kanals und der Zusammenführung der comdirect bank Aktiengesellschaft („Comdirect“) mit der Commerzbank. Das Filialnetz bleibt eine feste Säule der Strategie. Im Segment Firmenkunden soll der Vertrieb insbesondere auch in der Mittelstandsbank gestärkt werden.

Im Zuge der neuen Strategie soll umfangreich in Technologie investiert werden. Vorgesehen ist insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro. Davon sollen voraussichtlich 750 Millionen Euro auf zusätzliche Investitionen in Digitalisierung, IT-Infrastruktur und Wachstum und weitere 850 Millionen Euro auf Restrukturierungskosten für einen notwendigen Stellenabbau sowie geplante Anpassungen im Filialnetz entfallen. Mit rund 800 Filialen, also rund 200 weniger als heute, bleibt das Institut flächendeckend in Deutschland präsent.

Ein weiterer konzernweiter Stellenabbau ist leider unvermeidbar. Es würden zusätzlich voraussichtlich rund 4.300 Vollzeitstellen im Konzern wegfallen. Durch den geplanten Aufbau von rund 2.000 Vollzeitstellen in strategischen Bereichen würde sich der Stellenabbau im Konzern voraussichtlich netto auf rund 2.300 Vollzeitstellen belaufen.

Kursverlauf der Commerzbank-Aktie seit Anfang der Woche
Kursverlauf der Commerzbank-Aktie seit Anfang der Woche.

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