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Donald Trump und sein Handelskrieg: Jetzt sind die europäischen Autos dran!

So sieht ein Handelskrieg aus. Die offizielle Deklaration der US-Importzölle auf Stahl (25%) und Aluminium (10%) ist noch nicht mal veröffentlicht. Bisher gibt es von Donald Trump nur seine Verlautbarung, dass diese Zölle definitiv…

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FMW-Redaktion

So sieht ein Handelskrieg aus. Die offizielle Deklaration der US-Importzölle auf Stahl (25%) und Aluminium (10%) ist noch nicht mal veröffentlicht. Bisher gibt es von Donald Trump nur seine Verlautbarung, dass diese Zölle definitiv eingeführt werden, und dass der offizielle Text gerade erstellt werde. Da muss der Text wohl noch ausformuliert werden, denn diesen generellen Zoll muss er formal mit der Bedrohung der Nationalen Sicherheit der USA rechtfertigen!

Kurz nach Trumps Verlautbarung reagierte die EU mit der Androhung gezielter Gegen-Zölle auf Motorräder, Jeans und Whisky aus den USA. Die Reaktion von Donald Trump liegt vor, wie es von so einer Persönlichkeit nicht anders zu erwarten ist. Rache muss her, obwohl er doch angefangen hat! Wenn die Europäer US-Exporteure blockieren, werde man eben Importzölle für europäische Autos verhängen, die in die USA verschifft werden. Im folgenden Tweet liest man am Ende auch: Angeblich würden es die Europäer den amerikanischen Autoherstellern unmöglich machen Autos in Europa zu verkaufen. Häääääh? Wie bitte? Kann es nicht einfach sein, dass die hiesigen Konsumenten einfach nur keine Lust auf einen Chevrolet haben?

Die beiden folgenden Tweets stammen auch vom Wochenende. Es ist einerseits zwar lobenswert, dass Trump anders als Obama und Bush sich überhaupt mal darum kümmert das gigantische Handelsbilanzdefizit der USA abbauen zu wollen. Aber Trump erkennt im Defizit nur eine große Ungerechtigkeit. Das gesamte Ausland hätte die USA all die Jahre benachteiligt und ausgebeutet, und seine Vorgänger im Präsidentenamt hätten das einfach so zugelassen.

Es ist offensichtlich. Einer wie Trump kann in dieser Angelegenheit keinen Rückzieher machen. Es wird also zu weiteren Zöllen kommen! Deutsche Autoaktien fallen gerade auch dementsprechend. BMW ist mit 2,3% im Minus, Daimler mit 1,16% und VW mit nur 0,43%. Fast schon lustig: Viele deutsche Aubobauer produzieren ja schon umfangreich in den USA, und exportieren sogar dort produzierte Autos ins Ausland, was der US-Handelsbilanz hilft!


Donald Trump. Foto: whitehouse.gov

21 Kommentare

21 Comments

  1. M.

    5. März 2018 10:42 at 10:42

    Einzige richtige Antwort m.E. Zölle auf Apple, Google, Amazon und wie sie alle heißen. Ähnliches hat Chr. Lindner heute morgen angeregt.

    • Markus Fugmann

      5. März 2018 10:46 at 10:46

      @M, das sehe ich genauso!

  2. skipper

    5. März 2018 10:51 at 10:51

    richtig , nur trau ich das den deutschen und europäischen flachpfeifen nicht zu , aber wir werden es ja sehn .

  3. frank

    5. März 2018 11:22 at 11:22

    Mich verwundern die Reaktionen auf die Stahl- und Aluminium-Zölle. Es wurden doch schon vor ein paar Monate Zölle eingeführt u.a. auf Waschmaschinen und Solarmodule. Damals gab es komischerweise keinen sehr großen Aufschrei und die Börsen blieben auch ruhig. Wieso nun also die heftigen Reaktionen?

    • Markus Fugmann

      5. März 2018 11:26 at 11:26

      @frank, weil Stahl und Aluminium viel wichtiger sind! Da hängt zum Beispiel der ganze Bausektor dran, anders als bei Waschmaschinen..

      • frank

        5. März 2018 11:33 at 11:33

        ok, verstehe. Es hat mich trotzdem gewundert, zumal ja auch die Europäer Zölle auf Solarmodule aus China eingeführt haben. Wie nennt man sowas, Heuchelei?

  4. frank

    5. März 2018 11:31 at 11:31

    Teilweise kann ich die Kritik schon verstehen. Seit Jahrzehnten wird bei uns der Freihandel als großer Fortschritt und Errungenschaft gepredigt. Und die größten Verfechter von Freihandel und Globalisierung waren die Amerikaner. Dass nun gerade sie eine fundamentale Kehrtwende vollziehen, ist wahrlich gewöhnungsbedürftig. Die Konsequenzen, waren teilweise auch fatal, es folgten Massenarbeitslosigkeit und das Aussterben ganzer Branchen, sowie ein enormer Rückgang der Industrie in fast allen westlichen Staaten. Ich finde es lobenswert dass Trump die amerikanische Wirtschaft und Arbeiter schützt und es ist wieder mal ein Beweis dass die Revolution von rechts kommt. Dieser Schritt war überfällig und Europa wird auf kurz oder lang nachziehen müssen. Die Sozialdemokraten und alle Linken sind nicht fähig und haben ihre eigene Klientel verraten.

    • M.

      5. März 2018 11:34 at 11:34

      Der Freihandel hat den Wohlstand geschaffen in der westlichen Welt. Ökonomie 1. Semester, dass bei Handelsschranken am Ende alle verlieren.

      • frank

        5. März 2018 11:50 at 11:50

        ja, so habe ich das auch gelernt! Das wird sogar schon Schülern im VWL-Unterricht beigebracht und in allen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen gelehrt. Grundsätzlich stimmt das auch, global gesehen. Eine kritische Betrachtung des Freihandels kommt mMn zu kurz. Global steigt der Wohlstand, jedoch gibt es in einzelnen Ländern und Branchen enorme Verwerfungen und negative Folgen. Die Industrieproduktion in den USA und in Europa ist enorm zurückgegangen und die Löhne sind gesunken. Hingegen enstanden Millionen an Billigjobs, von denen kein Mensch leben und glücklich werden kann. Das ist für mich ein Rückschritt und nun kommt Trump und geht dieses Problem an und das finde ich gut.

        • bigben

          5. März 2018 12:46 at 12:46

          dito

          • Markus Fugmann

            5. März 2018 12:50 at 12:50

            @bigben, @frank, grundsätzlich funktioniert es so: die deutschen Autobauer produzieren in den USA selbst, oder sie produzieren in Mexiko und importieren in die USA, oder sie importieren von Europa aus in die USA; das genaue prozentuale Verhältnis habe ich jetzt nicht zur Hand, hatte jedoch Statistiken darüber gesehen vor ein paar Monaten, deren link ich suche..

  5. Jan

    5. März 2018 11:33 at 11:33

    Es wäre nett wenn FMW mal ein Paar objektive Fakten zusammen bringt.
    Welche Import-Zölle bestehen in der EU?
    Welche in der US?
    Mit Arbeitslosendaten weiß FMW immer genau wo geschont und getrickst wird.
    Wie ist das in diesen Thema? Wo wird mit (versteckte) Subventionen getrickst und unter dem Herstellkosten angeboten auf beiden Seiten? (so wie Stahl aus China)
    Wird importiert/exportiert über Zwischenländern?
    Der Bürger hört doch nur Geschrei. Was ist den dran?

  6. Jochen

    5. März 2018 11:34 at 11:34

    „Aber Trump erkennt im Defizit nur eine große Ungerechtigkeit.“

    Trump versteht halt nicht mal einfachste Zusammenhänge.

    • frank

      5. März 2018 11:54 at 11:54

      aber klar doch, Trump ist nur ein dummer Prolet und Idiot und sie als kritischer Bürger haben das erkannt… Trump ist so dumm, dass er ein Millionenvermögen angehäuft hat und es zum amerikanischen Präsidenten geschafft hat. Nur weil Trump es schafft, schwierige Themen einfach zu erklären ist er selbst noch kein Idiot. Es gehört im Gegenteil viel Talent und Intelligenz dazu.

      • burberg

        5. März 2018 12:58 at 12:58

        Frank, ich glaube, deine Einlassungen sind ein Bischen zu kurz gesprungen. In der stahlproduzierenden Industrie sind gar nicht so viel Leute beschäftigt, in der verarbeitenden schon. Werden Zölle erhoben, wird der Rohstoff für die Verarbeiter teurer. Wenn die Zölle sich ausweiten, werden viele Produkte, die der Otto-Normalamerikaner jetzt schon auf Pump kauft, noch teurer. Teure Produkte ( evtl. aus veralteten Firmen)bringen höhere Löhne, die bringen höhere Zinsen. Ich bin mir sicher, dass ein großer Anteil von Firmen mit einem FED-Zinssatz von 3-4% nicht mehr zurecht kommt. Es gibt auch jede Menge von Produkten und Rohstoffen, die die USA nicht herstellen oder besitzen.
        Zudem legt man sich auch mit China und Japan an, die imens viele US Bonds besitzen. Das ist ganz dünnes Eis, auf dem sich der Herr Trump bewegt, denn irgend jemand soll ja die Schulden der USA finanzieren. Im Ernstfall sin dann jede Menge Bonds auf dem Markt, d.h. dass Neuemissionen immer teurer werden, was die USA durch den Schuldendienst in die Pleite treiben würde.
        Wenn er das zu bunt treibt, könnte der Welthandel in Zukunft auch an den USA vorbeilaufen, denn die Amis haben außer Microsoft nix, was man nicht irgendwo anders kaufen könnte. Das würde die ohnenin schon angekratzte Leitwährung USD sehr schnell verdampfen. Wenn der Donald mal ein Bischen nachdenken würde, bevor er wieder mal twittert, könnte dasziemlich nützlich sein.

        • frank

          5. März 2018 13:44 at 13:44

          so könnte es kommen, da stimme ich zu. Die Preise werden steigen, sprich die Inflation steigt an. Eine hohe Inflation ist vermutlich eines der Hauptziele der Trump-Administration, natürlich wird das nicht ausgesprochen. Aber mit einer hohen Inflation, kann man sich seiner Schulden entledigen und das wäre ja auch ein kluger Schachzug. Wenn dabei die Löhne steigen, wird die Bevölkerung das sogar sehr begrüßen. Ein weiterer positiver Effekt wird sein, dass die ausländischen Unternehmen nun gezwungen sind in den USA zu produzieren, dadurch umgehen sie die teuren Zölle. Dies zieht enorme Investitionen nach sich und schafft Jobs, in den USA. Natürlich auf Kosten der Handelspartner wie Deutschland. Aber wie ich unsere Regierung kenne, scheren sie sich eh nicht um die Interessen der Bevölkerung. Deutschland wird dem tatenlos zusehen und gleichzeitig werden die Deutsche Unternehmen nach China verkauft.

      • Trigo

        5. März 2018 13:05 at 13:05

        Frank, zwischen Intelligenz und krimineller Energie besteht ein Unterschied. Und Trump hat eine sehr ausgeprägte kriminelle Energie die er geschickt einsetzen kann. Das ist sein Talent!

  7. Jan

    5. März 2018 12:19 at 12:19

    Noch eine Frage
    Importzoll auf Autos aus der EU.
    Welche?
    BMW, VW, BENZ, AUDI exportieren doch aus der US. Wieso regt sich darüber jemanden auf? Werden von diesen Marken Autos aus Europa in die USA importiert?
    Um wie viele Autos und Euros geht es denn?
    Fakten bitte!

    • frank

      5. März 2018 13:47 at 13:47

      Sicherlich werden die Autos von Europa nach USA exportiert. Aber künftig werden BMW oder VW halt einfach vermehrt in den USA produzieren. Dadurch umgehen sie die Zölle. Das wird natürlich hierzulande Jobs kosten, aber unserer Regierung ist das ja eh egal.

  8. Beobachter

    5. März 2018 13:01 at 13:01

    Bitte lesen,Beitrag vom 20Juni 2016 von M.Fugmann
    Tribalisierung statt Globalisierung.
    Meine Meinung, die Globalisierung ist zu schnell u.zu
    weit gegangen.Die Lüge der Profiteure ( Alle gewinnen) kann von den Betroffenen nicht mehr geglaubt werden.Es könnte nur funktionieren wenn alle mitmachen u.die gleichen Regeln gelten.Beispiel: Kartoffeln schälen chemisch in DE verboten, man karrt sie nach Polen weils dort billiger ist u. chemisch schälen erlaubt ist. ( Ist passiert ,ob es noch so ist weiss ich nicht)
    China u.Japan haben nie so richtig mitgemacht, darum haben sie auch weniger Probleme.Zudem müssten die GLOBALISIERUNGSGEWINNE dem ganzen Volk u.nicht
    nur den Firmen zugute kommen.
    Das gleiche Desaster wird unsere Elite wieder mit der Digitalisierung anrichten.Jedes zweite Wort das sie von sich geben ist „DIGITALISIERUNG.“ Nach dessen Meinungbraucht es bald nur noch einige Roboterbauer u.alles andere wird überflüssig.Meine “ alterdümmliche“Meinung:
    Auch das wird nicht so schnell u.ohne Rückschläge gehen!

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FedEx-Quartalszahlen: Zahlen überzeugen, Ausblick unklar

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Die FedEx-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 17,3/erwartet 17,8).

Der Gewinn (Non GAAP) liegt bei 5,01 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 5,91/erwartet 4,80). Der nicht bereinigte Gewinn lag im Vorjahresquartal bei 4,15 Dollar pro Aktie. Jetzt ist es ein Verlust von 7,56 Dollar! Der drastische GAAP-Verlust pro Aktie resultiert laut FedEx aus einer buchhalterischen Anpassung bei einem Pensionsprogramm in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar. Sie wird als Sonderposten aus den Zahlen herausgerechnet. Daher gibt es bei der offiziellen Non GAAP-Zahl (Kerngeschäft) einen schönen Gewinn.

Der operative Gewinn (Non GAAP) liegt bei 1,72 Milliarden Dollar nach 1,85 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die operative Marge sinkt im Jahresvergleich von 10,7% auf 9,6%.

Die Aktie notiert nachbörslich mit -1,1%.

Man sei nicht in der Lage einen exakten Ausblick für das kommende Geschäftsjahr (2019 endete jetzt) zu geben, so FedEx. Außerdem erwähnt man, dass die operative Marge bei FedEx Express im kommenden Geschäftsjahr wohl negativ belastet werde, weil ein Kundenvertrag aus strategischen Gründen nicht erneuert wurde (Amazon?).

Der Ausblick werde laut FedEx negativ beeinflusst durch die Schwäche im globalen Handel und in der Industrieproduktion. Zitat:

“Our fiscal 2020 performance is being negatively affected by continued weakness in global trade and industrial production, especially at FedEx Express,” said Alan B. Graf, Jr., FedEx Corp. executive vice president and chief financial officer. “While we are adjusting our costs to mitigate revenue weakness and market shifts, we will continue to invest in areas that expand our capabilities, improve our long-term efficiencies and reduce our cost to serve.”

FedEx-Quartalszahlen
Foto: Peter Bakema – Gallery page https://www.jetphotos.com/photo/6924213 Photo https://cdn.jetphotos.com/full/2/25885_1282748710.jpg GFDL 1.2

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