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Donald Trump: Vermasselt er es jetzt?

Donald Trump macht ein Neben-Thema durch seine Twitter-Kommentare erst richtig „heiß“. Damit steigt die Chance, dass die US-Wahl gerade erst begonnen hat gewissermaßen..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Wird das der folgenreichste Tweet der letzten Jahre?

Und wenig später dann noch das:

Viel ungeschickter kann man sich kaum anstellen. Denn Trump sagt damit ja faktisch: ja, diese Wahl war nicht sauber, da ist manipuliert worden, indem etwa Menschen gewählt hätten, die als Illegale in den USA leben. Wenn das so wäre, dann müßte eigentlich die Wahl wiederholt werden, jenseits der Frage, ob auch an Wahlmaschinen manipuliert worden ist. Letzteres will ja die Grüne Jill Stein untersuchen lassen. Gäbe es Belege dafür in den Bundessaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania, müssten dann auch die anderen Bundesstaaten untersucht werden. Und damit wäre das Chaos perfekt!

Warum nur hat Trump sich dazu hinreißen lassen? Die Antwort lautet: weil er Trump ist. Weil all das sein riesiges Ego verletzt. Und statt, was er anfangs machte, einfach die Sache zu ignorieren, sind die letzten Äusserungen Trumps allesamt dieser Geschichte gewidmet. Er teilt gegen Jill Stein aus, auch gegen Clinton, nachdem deren Kampagne am Samstag mitteilte, die Untersuchung in Wisconsin zu unterstützen. All das zeigt, dass Trump ein Bauch-Mensch ist, einer der impulsiv reagiert und dabei die politische Vernunft vergisst. Und das wirft Fragen auf, ob so jemand wirklich der Richtige ist im Weißen Haus!

Dabei fehlen für seine Vermutung alle Belege (siehe dazu den Artikel in „The Hill“, dem Insidermedium über die Politik in Washington)! Vielmehr reproduziert Trump damit die These eines rechten Mediums: „Infowars“ von Alex Jones, der Anfang des Monats in einem Artikel behauptet hatte, dass drei Millionen Stimmen von Illegalen abgegeben worden seien („Report: 3 million votes in presidential election cast by illegal aliens“).

https://twitter.com/JumpVote/status/797843232436748288

Mit seinen Äusserungen hat Trump die Sache nun richtig „heiß“ gemacht. Was anfangs nur eine Randnotiz war, wird nun das beherrschende Thema schlechthin. Was Trump sagen wollte ist: ich hätte, wäre es bei der Wahl regulär zugegangen, auch nominell mehr Stimmen als Clinton, statt nur bei den Wahlmännern. Bekanntlich hatte Clinton insgesamt mehr Stimmen als Trump (ca. zwei Millionen), aber Trump siegte eben durch das System „the winner takes it all“ in den Bundesstaaten (das mit Ausnahme von zwei kleinen und unbedeutenden US-Bundesstaaten gilt). Nun wollte Trump zeigen, dass eigentlich, hätten die „Illegalen“ nicht abgestimmt, auch er nominell mehr Wähler gehabt haben würde (im sogenannten popular vote).

donald-trump-4
Make the election happen again statt make amerika great again?
Donald Trump. Foto: Michael Vadon / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

All das ist seiner Eitelkeit geschuldet, und seine Eitelkeit des „Ich-bin-immer-der-Sieger“ hat ihn diesen schweren, unabsehbaren Fehler machen lassen. Und das ist fast schon dialektisch: nachdem Trump schon im Vorfeld die Wahlen als manipuliert („rigged“) deklariert hatte, stellt er nun ungewollt die Legimität seines Sieges in Frage! Einem langjährigen Polit-Profi wäre das sicher so nicht passiert, etwa einer Clinton.

Es sieht fast so aus, als hätte die US-Wahl gerade erst begonnen! Was das für die Märkte bedeuten würde, kann man sich ausmalen..

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Trigo

    28. November 2016 10:48 at 10:48

    Was für ein Theaterstück ! Die 3. Welt lässt grüßen…

  2. Avatar

    Claudius

    28. November 2016 10:55 at 10:55

    Nun bekommen solche Infos von vor der Wahl langsam eine richtige Bedeutung, nur wer hat den eigentlich mehr verbrochen?
    Hier mal der Link zu den Infos von damals.
    http://www.projectveritasaction.com/video/rigging-election-video-i-clinton-campaign-and-dnc-incite-violence-trump-rallies
    Alle weiteren Teile sin auf dem Youtube-Kanal auch einsehbar. Dort geht das Thema Wahlfälschung von der Clinton-Truppe aus. Ich Frage nun, na was kann man noch glauben?
    Grüße Claudius

  3. Avatar

    Timo

    28. November 2016 11:00 at 11:00

    Zitat: „Warum nur hat Trump sich dazu hinreißen lassen? Die Antwort lautet: weil er Trump ist.[…]All das zeigt, dass Trump ein Bauch-Mensch ist, einer der impulsiv reagiert und dabei die politische Vernunft vergisst.“
    Aus meiner bescheidenen Empathie, kann ich mir vorstellen, dass dieses Impulsive nur das Mittel zur Kaskade der eigentlichen Vorhabens ist. Sicherlich ist Donald Trump ein Egozentriker, allerdings nur bis zu dem Punkt seiner Bestätigung. Er hat die bedeutendste Wahl der Welt gewonnen, das war sein Ziel, seine Mission.
    Ich weis nicht wie die Möglichkeiten zum Rücktritt vom Amt des Präsidenten sind, allerdings halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass eine Rückabwicklung provoziert werden soll.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Timo

  4. Avatar

    Feldmaen

    28. November 2016 11:01 at 11:01

    Amerika zerlegt sich selbst, mit oder ohne Trump ist völlig egal!

  5. Avatar

    gerd

    28. November 2016 11:48 at 11:48

    „… (nun) stellt er …ungewollt die Legimität seines Sieges in Frage!“

    Indem er behauptet, Frau Clinton hätte bei einer korrekten Wahl ein paar Millionen Stimmen weniger bekommen und er alsdann dadurch einen noch größeren Vorsprung gehabt hätte?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      28. November 2016 11:51 at 11:51

      @Gerd, Trumps These ist, dass diese vermeintlichen illegalen Wähler alle für Clinton gestimmt hätten, sonst hätte er auch nominell mehr Stimmen als sie gehabt..

      • Avatar

        gerd

        28. November 2016 12:07 at 12:07

        Ja, eben. Genau das würde ja seinen Anspruch aufs Amt zusätzlich untermauern.

        Zumindest für die Medien in Deutschland. Weil hier ja ständig drauf rumgehackt wird, dass Frau Clinton absolut betrachtet, mehr Stimmen haben würde.

  6. Avatar

    forexgump

    28. November 2016 12:04 at 12:04

    Trump wird sein Amt nicht antreten!

    • Avatar

      Schnutzelpuh

      28. November 2016 12:45 at 12:45

      Hoffentlich schon! Ich freu mich jedenfalls auf die dann unterhaltsamen 4 Jahre.

      • Avatar

        Gixxer

        28. November 2016 16:04 at 16:04

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass es vier Jahre dauern wird.

  7. Avatar

    bademeister

    28. November 2016 19:48 at 19:48

    Egal wie diese Show ausgeht, dieser Wahlkampf-Wahl-Wahlkampf…wirft sein sehr schlechtes Licht auf die zukünftigen Wahlen dieser Welt.
    Die Österreicher haben es , wenn auch in kleinem Rahmen, vorgemacht (3 Wahlgänge…wenns wahr ist).
    Also warum nicht dann gleich auch ganz groß….?
    Ist das das game-over der bisherigen demokratischen Denk- und Handlungsweise?

  8. Avatar

    Michael

    28. November 2016 20:21 at 20:21

    Die großartigste Demokratie der Erde sollte vielleicht erst einmal ein Wahlsystem einführen, in dem nicht alle 8 Jahre eine umstrittene Minderheit die Regierungshoheit erlangt und sich weltweit blamiert..
    The winner takes it all: Ein netter Popsong von ABBA? Nein: Das ist Demokratie in USA. Wer die wenigsten Stimmen hat, kann locker mit deutlichem Vorsprung gewinnen.
    Es können sog. „Illegale“ wählen? Warum? Muss man keine ID nachweisen? Kann man sich 10 Mal irgendwo anstellen und wählen? Es gibt doch sogar ein paar wenige (echt demokratische) Staaten, die nicht dieses Popsong-Prinzip verfolgen.
    Wieso zählen manche Staaten heute noch immer aus? Wieso haben manche Wahl<b<bezirke in den Bundesstaaten Papierwahl und manche Wahlmaschinen in verschiedenster Ausführung (manche gelten als sicher und zuverlässig, manche als äußerst anfällig)?
    Das ist alles so lächerlich und gleichzeitig traurig.
    Think first, then great again!

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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