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Donald Trump warnt vor Platzen der US-Blase

FMW-Redaktion

Donald Trump ist bekanntermaßen nicht unumstritten. Seine Fordeurng nach einem Einreiseverbot für Muslime in die USA oder auch sein Spott über einen behinderten Journalisten sind schon weit jenseits der Grenzwertigkeit. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Trump den ganzen Tag nur Unsinn redet – gelegentlich dürfte auch bei dem Träger der bekanntesten Strumfrisur der Welt eine Erkenntnis aufblitzen.

Donald Trump
Donald Trump: absolut windschnittig!
Foto: Michael Vadon, wikipedia CC BY-SA 2.0

Eine solche Erkenntnis könnte sein, dass die US-Märkte sich in einer Blase befinden, die bald platzen dürfte. So sagte Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Iowa:

„Remember the word bubble? You heard it here first. I don’t want to sound rude, but I hope if it explodes, it’s going to be now, rather than two months into another administration.“

Trump hofft also, dass – sollte die Blase platzen – dies noch zur Amtszeit Obamas geschieht. Das ist aus seiner Sicht nachvollziehbar, denn sollte er es wider Erwarten ins Weiße Haus schaffen, wäre das natrugemäß nicht angenehm, mit einem Crash gleich zu Beginn seiner Amtszeit konfrontiert zu sein. Und Trump weiter:

„We could be on a bubble and that bubble could crash and it’s not going to be a pretty picture. The market has gone down big league the last couple of weeks. We could be in a big fat bubble and if that bubble crashes, it’s a problem.“

Die Blase zeige sich auch an der extremen Verschuldung der USA, die er als „Desaster“ bezeichnete:

„We’re printing money. We have debt like we’ve never had before.“

Die USA seien nun eine „arme Nation“ („poor nation“), die kein Geld mehr habe und sich daher besonders geschickt anstellen müsse.

Die Republikaner standen der expansiven Geldpolitik der Fed überwiegend kritisch gegenüber – aber sollte Trump Präsident werden, dürften seine kruden Wahversprechungen, die vorwiegend aus Steuersenkungen für Reiche bestehen, durch die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden müssen. Und dann wird Trump die Fed auffordern, Geld zu drucken, ganz nach dem Motto: unsere Verschuldung, aber euer Problem!



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