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Donald Trumps nächstes Opfer, und was Ursula von der Leyen dabei lernen könnte

Was kann Ursula von der Leyen von Donald Trump lernen? Nun, was macht Trump gerade? Erst vor Kurzem griff er Boeing scharf dafür an, dass dort angeblich die Ausgaben für die...

FMW-Redaktion

Was kann Ursula von der Leyen von Donald Trump lernen? Nun, was macht Trump gerade? Erst vor Kurzem griff er Boeing scharf dafür an, dass dort angeblich die Ausgaben für die Entwicklung der neuen Air Force One mit 4 Milliarden Dollar aus dem Ruder laufen würden. Man solle den Auftrag für Boeing stornieren, so Trump. Boeing versicherte umgehend man werde alles dafür tun so kostenschonend wie möglich zu arbeiten.

Heute dann Trumps nächster Angriff. Die Kosten für den neuen Kampfjet F-35 (Hersteller Lockheed Martin) seien außer Kontrolle. Milliarden von Dollars werde man sparen ab dem 20. Januar (sein Amtsbeginn) bei militärischen und sonstigen Anschaffungen sparen. Ob Trump und sein Team wirklich im Detail bei Boeing, Lockheed Martin und Co auf die Kostenbremse treten werden? Dafür gibt es keine Garantie, aber eines ist gewiss. Die Rüstungskonzerne werden es sich in den nächsten Jahren zwei Mal überlegen all zu dreiste Forderungen zu stellen und Nachschläge zu verlangen.

Denn der Zorn eines Rüpel-Präsidenten Trump könnte in Zukunft wirklich schnell in Stornierungen umschlagen, oder zumindest in zukünftig ausbleibende Aufträge für einzelne Unternehmen münden. Allein das Droh-Szenario durch Donald Trump mit seinen öffentlich angekündigten Forderungen wird womöglich bei den Herstellern eine Art Kostendruck auslösen, der vorher so nicht da war. So ein Druck könnte vor allem den Zulieferern von Ursula von der Leyen gut tun, so hat man den Eindruck.

Die gute Frau versprach wie ihre Vorgänger aufzuräumen, aber auch unter ihrer Amtsführung ist augenscheinlich nicht erkennbar, dass wirklich kostenschonend bestellt wird. Öffentlich inszenierte Drohungen könnten da Wunder wirken, vielleicht ein klein wenig – dazu braucht man aber auch ein Auftreten wie Donald Trump, also ein glaubwürdiges Bad Boy-Image. Damit kann Ursula nicht dienen. Aber das wäre grundsätzlich mal ein Punkt, wo man sich was von Donald Trump abschauen könnte. Regierungs-Zulieferern egal aus welcher Branche mit voller Kraft frontal begegnen, Druck machen, richtigen Druck, öffentlich.

Auf Lockheed Martin scheint der Druck von Donald Trump sofort zu wirken. Denn die Aktie des Giganten unter den Rüstungskonzernen fällt heute kurz nach Markteröffnung in den USA um 2,9%. Die Drohung kommt bei den Aktionären also sofort an, und womöglich wird Lockheed wie auch Boeing ein Statement abgeben zu den enormen Kosten für den Steuerzahler. In Deutschland läuft das anders: Einfach gar nicht darüber reden, dann merkt es schon keiner.

https://twitter.com/realDonaldTrump/status/808301935728230404



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1 Kommentar

  1. Trump ist Geschäftsmann! Er will den besten Deal…rein aus Prinzip. Von der Leyen ist Politikerin…auf ein paar Steuermilliarden kommt es da nicht an…zumal das Budget (=Macht) für Militär aus ihrer Sicht viel zu klein ist. Sprich Budget muss immer mindestens verbraten werden…Sinnhaftigkeit und Effizienz stehen weiter hinten.

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