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Donald Trumps Spiel mit dem Feuer – Zölle auf 300 Milliarden Dollar Chinaexporte

Der Dealmaker persönlich hat den Boden für ein kurstechnisches Sommerloch bereitet..

Wolfgang Müller

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am

Er hat seine Unberechenbarkeit wieder einmal unter Beweis gestellt. Angesichts einer sich immer stärker abschwächenden Weltkonjunktur und wider die ökonomische Vernunft, hat US-Präsident per Twitter angekündigt, auf 300 Milliarden Dollar, Zölle in Höhe von 10 Prozent auf die restlichen 300 Milliarden Dollar an Chinaexporten zu erheben. Wahrscheinlich hat er sich so über die geringe Zinssenkung der Fed geärgert, die auch zu einer weiteren Stärkung des US-Dollars geführt hat, dass er die Verschlechterung der US-Exportbedingungen mit einer Erhöhung von Zöllen gegen den großen Gegner kompensieren will. China soll die Preiserhöhung übernehmen. Wenn er sich da nicht irrt.

 

Die ersten Reaktionen auf die Zölle

Die Wall Street reagierte umgehend auf die neuen Bedingungen mit einem Swing von 600 Punkten von einem großen Plus tief ins Minus. Auch wenn Donald Trump glaubt, dass die Chinesen die Zölle bezahlen, erwischte es die Einzelhändler in einer ersten Reaktion am stärksten. Von Kohlˋs über JCPenney bis Best Buy ging es 8 – 10 Prozent nach unten. Die Sonderabgabe muss den US-Verbraucher treffen, schließlich handelt es bei den betroffenen Einfuhren um Allerweltsprodukte.

Deutlich auch die Reaktionen bei den Baumaschinenherstellern Caterpillar und Deere. Die Abgaben von drei bis vier Prozent zeigen, dass die Investoren eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft einpreisen. Heftige Kursabgaben auch in den Bereichen Halbleiter, Chemie, Automobile und natürlich Apple.

Hier wird sich in Kürze zeigen, wie der Hauptfertiger China auf die erneute Eskalation im Handelsstreit reagiert.

 

Wer oder was könnte Trump jetzt umstimmen?

In der Beantwortung dieser Frage kann ich eigentlich keine neue Aspekte erkennen. Donald Trump wird bereits gestern vor seinem Pressestatement auch auf die Kursentwicklung von Dow Jones und Co geblickt haben, denn er wird auch weiterhin keine heftige Aktienmarktreaktion zulassen. Die Wall Street ist sein größter Regulierer.

Die zweite Benchmark für sein wirtschaftliches Handeln, die US-Konjunktur, ist in ihrer Reaktion natürlich weitaus träger und könnte auf kurze Sicht kein rasches Umdenken Trumps bewirken. Am ehesten wäre da an den US-Verbraucher zu denken, der erst kürzlich vor Vertrauen nur so strotzte. Eines war bei seiner spontanen Pressekonferenz gestern auf der grünen Wiese deutlich zu hören. Der US-Präsident betont bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, wie stark die US-Wirtschaft in allen Belangen sei (wie noch nie in der US-Geschichte) und wie außergewöhnlich die Performance der Aktienmärkte – unter seiner Führung. Seine Dauerbegründung für jegliches Regierungshandeln, aber auch seine große Achillesferse.

 

Fazit

Trump eskaliert im Handelsstreit weiter, er sprach davon die Zölle weiter ausbauen zu können, oder sie wieder zurückzunehmen. Wie schnell so etwas möglich ist, haben wir bei den Mexiko-Zöllen schon gesehen. Die entscheidenden Fragen werden daher sein,

a) wie reagiert die Wall Street in der Folge und

b) wird das Verbrauchervertrauen Schaden nehmen, schließlich geht es bei den betroffenen Chinaprodukten um Alltagsgüter, die auch von vielen Trumpwählern gebraucht werden. Die US-Unternehmerverbände haben schon einmal heftig gegen die Absichten Trumps reagiert und ihm klar widersprochen. Die Zölle würden eindeutig auch die heimische Wirtschaft und den US-Konsumenten treffen, die große Stütze der Konjunktur.

Und was werden die Chinesen tun? Die Geheimwaffe „Seltene Erden“ aktivieren, Apple boykottieren oder Zugeständnisse machen? Der für die USA schlechteste Börsenmonat August dürfte von wilden Spekulationen geprägt sein, der Dealmaker persönlich hat den Boden für ein kurstechnisches Sommerloch bereitet.

 

Statt Händeschütteln giibt es jetzt neue Zölle gegen China

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Forexmonkey

    2. August 2019 10:03 at 10:03

    Warum unberechenbar?! The Donald hat es doch dermaßen oft wiederholt das hier nicht mehr von Unberechenbarkeit gesprochen werden kann. Im gegenteil, es war zu erwarten das es kommen wird.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

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Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Rüdiger Born: Keine Bären in Sicht – Blick auf Dax, Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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