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US-Indizes auf Talfahrt nach Zinsentscheid Dow Jones: Ampel steht auf Rot – Was ist zu erwarten nach dem Absturz?

Dow Jones: Was ist zu erwarten nach dem erneuten Absturz?

Der gestrige Zinsentscheid der Fed hat an der Wall Street für Verunsicherung gesorgt. Die US-Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq gaben allesamt ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab. Es hatte zwar etwas gedauert, bis die Marktteilnehmer den Zinsentscheid und die Aussagen von Powell interpretiert hatten, doch am Ende haben sie erneut die Reißleine gezogen. Dabei rutschten alle drei Indizes nach einem wilden Auf und Ab auf neue Wochentiefs.

Sowohl der Dow Jones (30.183) als auch der S&P 500 (3.789) schlossen 1,7 Prozent tiefer. Der Nasdaq 100 gab dagegen 1,8 Prozent auf 11.637 Punkte nach. Am Ende haben dann doch die falkenhaften Töne überwogen. Die Zinserhöhung um 75 Basispunkte fiel zwar wie erwartet aus, allerdings ließen die Dot Plots auf einen strafferen Zinskurs schließen. Laut den Aussagen von Fed-Chef Powell deuten die Projektionen auf 125 Basispunkte weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr hin. Das bedeutet, dass die Zinsen im November nochmal um 75 Basispunkte steigen und im Dezember ein Zinsschritt von weiteren 50 Basispunkten wahrscheinlich ist.

Fed-Zinsentscheid erhöht Risiko einer Rezession

Durch die gestrige Zinserhöhung steigt der Leitzins auf aktuell 3,00 bis 3,25 Prozent. Bis zum Jahresende könnte der Zins aber auf 4,50 Prozent ansteigen, was für eine extrem verschuldete Nation wie Amerika ein Problem darstellen kann. Zudem erhöht es die Wahrscheinlichkeit einer tiefen Rezession. Dazu sagte Jerome Powell, dass er eine Rezession nicht ausschließe und die Fed auch eine Rezession als Preis für die Bekämpfung der Inflation akzeptiere. Wortwörtlich sagte er, „Ich wünschte, es gebe einen schmerzlosen Weg, den gibt es aber nicht.“ Seine Worte haben schließlich dazu geführt, dass der Dow Jones und Co dann doch deutlich gefallen sind. Alle drei US-Indizes kommen ihren Juni-Tiefs damit immer näher.

Dow Jones: Halten die Juni-Tiefs, oder nicht?

Von seinem Allzeithoch ist der Dow Jones inzwischen um 18 Prozent gefallen. Noch ist das nur eine „normale Korrektur“, da man von einem Bärenmarkt laut Definition erst bei einem Rückgang um mehr als 20 Prozent spricht. Der Abwärtstrend ist jedoch intakt und könnte den Index ebenfalls in einen Bärenmarkt stürzen. Der dynamische Abwärtstrend deutet derzeit darauf hin, dass der Dow Jones nochmal sein Jahrestief vom 17. Juni bei 29.686 Punkten testet.

In dem Bereich verläuft zusätzlich die 200-Wochen-Linie – aktuell bei 29.750 Punkten. Zudem liegt hier das Vor-Corona-Hoch (29.406) aus dem Jahr 2020. Ein Bruch der massiven Unterstützung bei 29.600/400 Punkten würde dem Leitindex wohl noch deutlich tiefere Kurse bescheren. Dementgegen würde ein Anstieg über das letzte lokale Hoch bei 31.100 Punkten die Lage etwas aufhellen. Dann wäre eine Gegenbewegung in Richtung des Verlaufshochs bei 32.490 Punkten möglich. Neben der starken Unterstützungszone sprechen die extrem hohe Absicherungsquote, das eingetrübte Sentiment sowie der etwas überverkaufte Markt für eine baldige Erholung.

US-Indizes: Dow Jones steuert auf Jahrestief zu nach Fed-Zinsentscheid

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