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Dow Jones: Die Welt geht nicht unter!

Der allgemeinen Meinung nach hat der Dow Jones durch die crashartige Performance den Weltuntergang eingeläutet. Nun darüber kann man mit Sicherheit streiten, doch meiner Meinung nach hat der Aktienindex meine seit Wochen dargelegte Sichtweise nachvollzogen und somit lediglich eine Korrektur als Teil des Aufwärtstrends ins Leben gerufen. Diese Bewegung war eigentlich längst zu erwarten, somit sollte sich der Überraschungseffekt in Grenzen halten..

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Eine Analyse von Henrik Becker

Der allgemeinen Meinung nach hat der Dow Jones durch die crashartige Performance den Weltuntergang eingeläutet. Nun darüber kann man mit Sicherheit streiten, doch meiner Meinung nach hat der Aktienindex meine seit Wochen dargelegte Sichtweise nachvollzogen und somit lediglich eine Korrektur als Teil des Aufwärtstrends ins Leben gerufen. Diese Bewegung war eigentlich längst zu erwarten, somit sollte sich der Überraschungseffekt in Grenzen halten. Das langfristige Szenario bleibt von der aktuellen Performance zunächst noch völlig unberührt.

(Chart durch anklicken vergrößern)

Ausblick:


Durch das Aufsetzen auf der Unterstützung bei
23.389 Punkten (0.50 Retracement) wurde die kleine Welle (5) nachhaltig abgeschlossen. Diese Welle habe ich im Chart mit (a) gelabelt, da ich von der Ausbildung einer komplexeren Korrektur ausgehe. Nach derart starken Kursverlusten, zudem noch als eine Welle „4“, bildet sich häufig ein untergeordnetes Triangle aus, wie ich es im Chart dargestellt habe.

Ob sich das kleine Triangle selbst bereits als Welle (iv) abzeichnen wird, oder lediglich eine noch kleinere Unterwelle verkörpert, bleibt zunächst noch offen. Auf das kurzfristige Szenario hat diese Vakanz keinen weiteren Einfluss. Begründet durch den ausgebliebenen Schlußkurs unter dem 0.50 Retracement (23.389 Zähler) wird sich bereits an den kommenden Tagen eine kleinere Erholung einstellen.

Der zu erwartende Kursanstieg wird keine Euphorie aufkommen lassen, denn maximal sehe ich den Dow Jones bis zum Widerstand bei aktuell 25.322 Zählern (0.62 Retracement) steigen. Eine Wendung hin zum Besseren ist auf längere Sicht nicht zu erwarten. Selbst ein Lauf bis zur 1.00-Linie bei 26.975 Punkten würde die angeschlagene Konstitution nicht signifikant verbessern.

Fazit:


Die aktuell laufende Korrektur wird sich noch über mehrere Monate hin fortsetzen. Daher rate ich von erneuten Engagements in den Index ab. Zur Absicherung Ihrer Positionen sollten Sie auf das
0.50, spätestens 0.38 Retracement (23.389 / 22.459 Punkte) zurückgreifen.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Interessent

    12. Februar 2018 14:41 at 14:41

    Na endlich mal eine realistische Einschätzung und nicht das hysterische Crashgerede!
    So langsam fasse ich Vertrauen zu Ihren Arbeiten; hatten Sie doch diese Entwicklung schon vor Wochen so angekündigt. Hoffentlich behalten Sie dieses mal auch wieder Recht und nicht die ganzen Marktschreier.

  2. Avatar

    Thomas

    13. Februar 2018 07:19 at 07:19

    ich lese die Artikel von Herrn Becker von Anfang an und ich muß sagen, daß die anfängliche Kritik an der Elliott-Theorie, hier auf der Seite, unbegründet war und ist. Jedenfalls habe ich noch keinen Fehlgriff gesehen, alles ist irgendwie auch so eingetrten.

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Dax: Neutrale Stimmung lässt Fortsetzung der Rallye vermuten – nur wann?

Stephan Heibel

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So viel passiert und so wenig zu sehen: Nach einer ereignisreichen Woche notiert der DAX nahezu unverändert auf dem Niveau von vor einer Woche. Dabei haben wir diverse Übernahmen, Börsengänge und Tech-Ausverkäufe gesehen, sowie eine Notenbankentscheidung und Betrugsvorwürfe verarbeitet. Wenn ich mir das vor Augen führe, dann hat sich der Aktienmarkt doch erstaunlich robust gezeigt.

Auch unsere Sentiment-Analyse zeigt erstaunlich wenig Bewegung: Die Stimmung bleibt auf einem neutralen Niveau bei -0,1. Die Verunsicherung unter den Anlegern bleibt moderat bei -1,4. Sogar die Zukunftserwartung bleibt mit einem Wert von +1,2 auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. Das ist mäßiger Optimismus, eine dünne Mehrheit für die Optimisten vor den Pessimisten, wobei die neutral gestimmten Anleger die größte Gruppe bilden.

Einzig bei der Investitionsbereitschaft gibt es ein wenig Bewegung: Nach 2,0 in der Vorwoche ist der Indikator nun auf 1,1 gesunken. 2% der Umfrageteilnehmer, die vor einer Woche noch Kaufen wollten, sind nun ins Lager derer übergesiedelt, die Verkaufen möchten. Kaufabsicht ist eine wichtige Voraussetzung für steigende Kurse, doch nur eine von vielen. Es kann auch sein, dass bereits ein nachlassender Verkaufsdruck für steigende Kurse sorgt.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert ebenfalls unverändert bei neutralen -2. Profis, die sich über die Eurex absichern, verhalten sich ebenfalls neutral. Das Put/Call-Verhältnis von 1,3 liegt nur leicht unter dem Durchschnitt von 1,4.

In den USA sieht es da anders aus. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE notiert weiterhin bei 0,45 Punkten und damit in einem Bereich, der so bullisch ist wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Das Vertrauen in Präsident Trump, bis zu den Wahlen eine gute Börsenstimmung zu schaffen (wichtiger Faktor für Wiederwahl!), ist sehr groß.

Ganz anders sehen dies Fondsmanager, deren Investitionsquote vor einer Woche um 40% auf 53% eingebrochen war. Diese Woche folgte nur eine leichte Gegenbewegung auf 59%. Jetzt wird ein Schuh draus: Fondsmanager haben schon vor einer Woche Cash generiert, um für die anstehenden Börsengänge von Snowflake, Amwell und bald folgend vielleicht auch Palentir und AirBnB gerüstet zu sein. Ohh, und nicht zu vergessen, vielleicht besteht Trump auf einen Börsengang der US-Sparte von TikTok?

Unter US-Privatanlegern dominieren die Pessimisten, das Bulle/Bär-Verhältnis steht bei -8,4%.

Die technisches Verfassung der US-Märkte ist neutral, wenn wir dem Angst & Gier Indikator des S&P 500 glauben (53%).

Dax Sentiment – die Interpretation

Es hat den Anschein, Anleger sind erst einmal überfordert, die vielen Ereignisse der abgelaufenen Woche einzuordnen, denn die Stimmung hat sich seit der vergangenen Woche kaum verändert. Es bleibt bei der Aussage der vergangenen Wochen: Rotation! Es gibt einige Aktien, die sind bereits zu hoch gelaufen. Gleichzeitig gibt es aber noch viele Aktien, die besser aus der Coronakrise kommen, als viele das erwartet haben.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie kann ich keine künftige Richtung ableiten. Grundsätzlich würde ich die Stimmungslage dahingehend interpretieren, dass noch reichlich Luft nach oben für diese Rallye besteht. Der Optimismus ist überaus moderat und in der Regel enden Rallyes mit überschäumender Feierlaune bei großem Optimismus. Davon sind wir weit entfernt.

Doch ich kann der aktuellen Stimmungslage nicht entnehmen, ob wir vor der Wiederaufnahme der Rallye beim Dax noch einen Rücksetzer verkraften müssen, oder nicht. Ich weiß also nicht, ob Sie jetzt schon investiert sein sollten, oder noch eine bessere Gelegenheit dafür bekommen. Daher bleibe ich auch hier bei meiner Standard-Empfehlung: Schrittweise vorgehen :-). Jetzt gibt es bei einzelnen Werten schon Kaufkurse. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits neue Positionen aufgebaut. Aber Sie sollten noch Pulver trocken halten, falls es noch einen Rücksetzer gibt.

Die Stimmung zum Dax ist neutral

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