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Dow Jones: Nicht mehr viel Luft nach oben – Korrekur kommt!

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Die Aktienmärkte, also auch der Dow Jones, haben zwischen ein sehr hohes Niveau erreicht, mehr noch befinden sich die meisten Indizes im Zielkorridor der seit März laufenden Erholungsphase. Damit steht den Aktienmärkten, im Vergleich zur bisherigen Performance, nur noch ein moderates Potenzial zur Verfügung. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sich schon zeitnah eine Korrektur einstellen wird.

Untermauert wird diese Annahme zusätzlich durch die, besonders in jüngster Zeit, sehr stark ansteigenden Umsätze. Dieser Aspekt deutet auf eine starke Umschichtung hin. Andre Kostolany hat dieses Verhalten so beschrieben: „Die Aktien wechseln von den starken zu den schwachen Händen“. Nach Abschluss der Korrektur kehrt sich dieses Prinzip natürlich wider um.

Vorausgehen wird dieser Trendwende eine sich signifikant erhöhende Nervosität, welche sich als ein unruhiges zerklüftetes Chartbild abzeichnen wird. Den in der medialen Berichterstattung immer wieder kolportierten ganz großen Crash kann ich indes nicht erkennen. Dennoch wird sich das Korrekturausmaß auch beim Dow Jones schmerzhaft darstellen – und kann durchaus bis zu 25 Prozent betragen.Mit einem wahren Kursfeuerwerk hat sich der Dow Jones aus dieser Handelswoche verabschiedet. Die von mir vor zwei Wochen einkalkulierte kleine Korrektur hat der Aktienindex vor Freude gleich einmal ausgelassen. Doch das am Freitag erreichte Kursniveau ist nicht von schlechten Eltern und sollte vorerst zum Verweilen einladen. Besonders an den Tag getreten ist die korrektive Struktur der seit März laufenden Erholungsphase. Allein dieser Aspekt sollte zur Vorsicht mahnen, denn das Korrekturpotenzial nimmt sich schon beachtlich aus.

Ausblick für den Dow Jones:

Dem Erreichen des 0.62 Retracements (27.032 Punkte) ist beim Dow Jones eine kleine Pause zuvor gegangen. Der Grund hierfür ist in dem sehr großen 0.76 Retracement bei 26.373 Zählern zu suchen. Diese Kurslinie ist von besonderer Bedeutung, denn ein 0.76 Retracement stellt, in einer derartigen Konstellation, die letzte anzulaufende Ziellinie dar. Abgesehen von einem leichten Pendeln um diese Marke herum, wie hier im Chart, sollte der Trend vorläufig nicht weiter verlaufen.

Der Dow Jones hat nicht mehr viel Luft nach oben

Im Chart habe ich noch, als das höchste der Gefühle, das 2.62 Retracement bei 28.557 Zählern dargestellt. Resultierend daraus erwarte ich für die folgenden Tage beim Dow Jones eine kleine Trendwende. Diese nimmt sofort mit Unterschreiten der 0.62-Unterstützungslinie (25.888 Punkte) ihren Lauf und kann in der ersten Phase bis zur 0.76-Haltelinie bei 23.789 Punkten verlaufen. Größere Gefahren, oder gar einen immer wieder ins Spiel gebrachten Crash, kann ich dem Chartbild momentan nicht ablesen.

Fazit:

Der Dow Jones sollte aktuell nicht auf der Einkaufsliste stehen. Zum einen ist der Trend weit gelaufen, zum anderen mahnt die innere Struktur des Aufwärtstrends zur Vorsicht. Eventuell bestehende Positionen sollten bei 25.888 Punkten, dem 0.62 Retracement abgesichert werden.

Braut sich ein Gewitter über dem Dow Jones zusammen?

Ein Kommentar

Ein Kommentar

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    EW-Laie

    8. Juni 2020 17:12 at 17:12

    Hallo Herr Becker,
    korrektiver Anstieg seit März? Zustimmung, sieht ganz so aus, aber:
    die III in Ihrer C seit Mitte Mai ist doch nach zugegeben flüchtigem Augenschein die kürzeste Impulswelle und das kann wohl nicht sein.
    Könnte es sein, daß an der Stelle der III erst eine 1 von III stehen sollte? oder wäre das aus anderen Gründen unsinnig?
    Vielen Dank für Aufklärung.

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Aktien

Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei S&P 500 und Nasdaq

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Wie ist kurz vor dem Wochenende die Lage im S&P 500 und im Nasdaq? Das schaue ich mir ganz aktuell im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktienmärkte aktuell: Der nächste Corona-Hype durch Remdesivir

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Und die nächste Jubelmeldung über ein Medikament, welches das Coronavirus bekämpfen soll. Remdesivir (der schon wieder) soll laut ganz aktueller Veröffentlichung des Herstellers Gilead Sciences das Todesrisiko bei Patienten um 62 Prozent senken. Hurra, es kann endlich wieder aufwärts gehen an der Börse? Die Aktienmärkte steigen. Der Dow Jones steigt in den letzten Minuten um 150 Punkte, der Dax um 54 Punkte. Wie lange kann diese Euphorieblase dieses Mal die Kurse pushen? Wann folgt die Enttäuschung? Oder ist es dieses Mal wirklich der Durchbruch?

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